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Noach || Das bittere Blatt des Friedens

Ricklef Münnich · Das Wort zum Schabbat · 2026-10-16 · Source

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Beresig, para Elohim, eta shamaim Ja, es ist Freitag, 14 Uhr und ich begrüße unsere Zuschauerinnen und Zuschauer zum Wort zum Shabbat. Und ich begrüße Ihnen Frankfurt, Rabena Endres-Dyman. Hallo, Ellie. Schön, dass du dir Zeit nimmst für uns. Und wir sind in der zweiten Parachat, im zweiten Wochenabschnitt des neuen Lesezyklus, der nach Simchat Torah begonnen hat. Und das heißt, wir sind schon ein ganzes Stück weit und heute haben wir auch eine sehr lange Parachat. Und zunächst mal, wir sind in einem großen Zyklus auch von Tolledot. Das ging los in Kapitel 2 mit den Tolledot, mit den Zeugungen. Oder Luther übersetzt mit der Geschichte von Himmel und Erde und dann kam die Zeugung von Adam und jetzt kommen die Zeugung von Noah. Die werden dann aber unterbrochen durch eine lange Erzählung, die allen, egal ob sie jetzt Juden, Christen oder eben ganz nicht religiös sind, vertraut ist. Die ist Teil unseres kulturellen Erbes auch über die Relation. Eichvernitzky würde sagen, es gehört zum Kanon. Es gehört auch zum Kanon. Danke, Ellie. Und das ist die Geschichte der Arche, der Arche Noah. Ja, wo heißt auch unsere Parachat? Ganz einfach Noah. Genau, die Parachat Noah. Und über die Noah werden wir hauptsächlich sprechen, denke ich, und auch über die Arche. Das ist auch ein ganz spezifisches Wort, nicht nur im deutschen Arche, sondern auch im hebräischen Tewa. Ja, genau. Und das zeigt uns auch gleich zu Beginn unseres Zyklus, dass wir also die Bibel am besten verstehen im Original. Also eines meiner Wahlsprüche habe ich von Mark Twain. Mark Twain sagte, wir Amerikaner und Engländer unterscheiden sich durch eine gemeinsame Sprache. Freinach Mark Twain sage ich, wir Juden und Christen unterscheiden sich durch eine gemeinsame Bibel. Ja. Und auch wie man die interpretiert. Und da haben wir Juden, es ist uns schwer gemacht. Und Tollodott weitergegeben von Generation zu Generation, dass wir eben im Original versuchen, diese Bibel zu verstehen, weil das ist ja das Wort Gottes. Und ein moderner Rabbiner Lord Sacks, also der frühere Oberrabiner von England oder das britisch Commonwealth, also geadelt von der Queen, der hat gemeint, um die Welt zu verstehen, die Welt des Schöpfers, sollten wir das Wort des Schöpfers verstehen und umgekehrt. Und hier haben wir eine gute Gelegenheit dazu, weil der Begriff Arche, das ist natürlich eine Übersetzung. Auf Original ist das eine Tewa und der gleiche Begriff begegnet uns dann im nächsten Buch. Also ich greife jetzt also voraus, weil wir wissen ja, der neue Zyklus ist der alte Zyklus. Und jedes Jahr lesen wir das aufs Neue und wir belegen das auch anders, wir erleben das anders wegen der Welt, in der wir leben. Und da werden wir sehen, also wie wir dieses Jahr dieses Zyklus interpretieren durch die Brille, die wir nun mal haben in der Wirklichkeit, in der wir leben. Letztes Jahr haben wir das wahrscheinlich anders gesehen. Wir verstehen dann die Bibel durch die Wirklichkeit und verstehen die Wirklichkeit vielleicht auch durch die Bibel. Und das ist das, was Lord Sacks meinte. Also wenn er sagte dann, es ist gut, wenn man das Wort des Schöpfers auch versteht. Und Tewa ist ein gutes Beispiel, weil wie gesagt im zweiten Buch taucht es wieder auf. Und dieses Mal ist es dann im zweiten Buch die Archemose. Wie ist das zu verstehen? Er war doch in einem kleinen Körbchen im Nil und im Original heißt es Tewa. Das heißt also wir sehen hier, Buba Rosenzweig übersetzen deswegen Arche mit Kasten. Da ist nichts von der Größe damit gemeint. Und in diesem einen kleinen Wort wahrscheinlich haben Buba und Rosenzweig lange darüber gebrühtet, wie sie Arche übersetzen. Da gehen sie zurück auf eine sehr alte Diskussion, die Rashi angestoßen hat. Ich weiß nicht, ob wir Rashi schon gehabt haben. Dieses Jahr glaube ich noch nicht. Das ist ein Akronym für Rab Shlomo Yitzhakki, der große Tora-Kommentator aus Worms, der aber auch in Frankreich gelebt hat, im Mittelalter. Und er stößt hier eine Diskussion an über dieses Wort Tewa, aber nicht nur über Tewa, sondern auch über die Art und Weise, wie diese Arche beschaffen war. Und da möchte ich auch, das ist jetzt auch ein Bestandteil unserer Unterhaltung immer geworden, da möchte ich hier auch ein Zitieren, wie sich das anhört. Im Originalen zitiere ich aus Berechet Kapitel 6, also aus dem Parashat Noach, und zwar Satz 16, das ist ein langer Satz. Da heißt es, eine Luke sollst du an der Arche machen. So fängt das an und da haben wir auf Hebräisch heißt es, zuha tasei la teva. Das ist ganz interessant, dieses Wort zuha, nicht nur teva, sondern auch zuha. Bevor wir uns dem Wort zuha zuwenden, sollten wir wissen, dass der Begriff teva auch eine weitere Begriffsveränderung hatte im Laufe der Zeit und kam soweit, dass teva auch ein Behältnis allgemein bedeutet und auch im übertragenen Sinne. Also eine Art ideelles Behältnis, ein Konzept. Und auch als Wort, das Wort für Wort auf Hebräisch ist davar, davar heißt aber auch Sache. Und da sehen wir also hier, ist das ideelle und das fassbare sehr eng beieinander. Aus jeder Sache kann ein Wort gemacht werden und aus jedem Wort kann auch eine Sache werden. Das ist ganz interessant. Und teva ist ähnlich. Ich denke, das ist eine wichtige Spur, weil das Wort eben auch eine Realität ist. Wir denken oft in unserer Kultur und unterscheidet sich dann wieder ein bisschen unsere Kulturen. Wir denken oft, Wort ist Schall und Rauch, aber im Hebräischen denken ist Wort auch immer eine Realität. Deswegen kann das Wort für Christen und im Neuntest damit dann auch Fleisch, es kann Mensch werden. So ist es. Genau. Und am Anfang war das Wort heißt es oft nicht. Also davar ist Wort und Sache. Und bei teva ist es ähnlich. Natürlich im modernen Hebräisch wird davar eher benutzt. Teva ist eher etwas poetisches, wenn man also von irgendeinem Behältnis spricht. Meines Weges etwas auch spirituelles. Und da haben wir auch wieder eine Anknüpfung an Bereschied von letzter Woche. Denn wir lesen in Bereschied, wie die Schöpfung vor sich geht. Und da heißt es Gott sprach, es werde Licht und es ward Licht. Aber die Lichtquellen, die physischen Lichtquellen, die entstanden erst vier Tage später. Das heißt, wir haben hier unterschiedliche Formen von Licht. Das ist ähnlich wie unterschiedliche Formen von davar. Es gibt da spirituelle davar und es gibt das davar, was ganz physisch ist. Und so ist es auch mit dem Licht. Es gibt also unterschiedliche Formen von Licht. Gott sprach es werde Licht und es ward Licht. Aber es muss ein spirituelles Licht gewesen sein, weil das physische Licht, die Sonne, der Mond, die Sterne, die kamen ja erst am vierten Tag ins Spiel. Was ist denn mit diesem spirituellen Licht? Und da, sagt Rashi, da gibt es eventuell hier, oder die Diskussion, die er anstieß. Da haben wir hier etwas davon wieder in der Arche. Und das finden wir in diesem Wort, sohar. Nicht sohar, sondern sohar. Aber auch hier ist die etymologische Ähnlichkeit vielleicht auch irgendwo, sagen wir mal, ein Hinweis darauf, wohin diese Diskussion, die Rashi anstieß, hinausläuft. Nämlich auf die künftige Formen von Licht. Vielleicht übersetzt du es doch einmal und spiegt hebräer. Sohar ist glanz, nicht wahr? Sohar mit sein ist glanz, also mit einem weichen Z oder S auf Deutsch. Sohar. Und sohar ist mit einem scharfen TZ. Sohar. Ja, und das Interessante ist jeder, der ein bisschen hebräisch kennt, weißt das aus dem modernen Hebräisch, da kennen wir nicht sohar, sondern wir kennen die Pluralform, soho-raim. Soho-raim bedeutet irgendwie ein Tagesabschnitt. Und zwar der Tagesabschnitt, der am Lichtigsten ist, also wo es am meisten nicht gibt, also die Mittagszeit. Deswegen spricht man auch zum Beispiel von Aru-Khat-So-Raim, das Mittagessen. Ja, also Soho-Raim oder man sagt Soho-Raim-Tovem, für Leute, die nicht unbedingt Yom-Tov sagen wollen, Yom-Tov ist wiederum ein Festtag, ein guter Tag, ein Festtag. Soho-Raim-Tovem heißt, ich wünsche noch ein schöner, Have a nice day, so ungefähr, soho-Raim-Tovem. Und jetzt haben wir hier den Stand-up von Soho. Und interessant ist, dieser Begriff taucht nur ein einziges Mal auf, und zwar nur an dieser Stelle, wie bitte? Ja, nur an dieser Stelle, später zum Beispiel in der Geschichte von Noach, da heißt es, er macht ein Fenster auf, Chalon. Und das ist auch das moderne Wort auf Hebräisch für Fenster, da hat er den Raben daraus gelassen, der Raben verschwindet, ob wir ihn mal wiedersehen. Es muss also eine andere Öffnung gewesen sein. Und hier haben wir also dieses Soho, das hört sich an wie Soho, und in dieser Diskussion, die Rashi angestoßen hat, über Generationen verlief sie dann, gibt es auch einige Stimmen, die sagen, vielleicht war das auch ein Glanz innerhalb der Arche, die Licht gespendet hat. Denn es gibt da sehr schöne Legenden über Noach selbst, wo es heißt, im Prinzip gab es drei Abschnitte des Noachs, also in seinem Leben, vor der Flut, während der Flut und nach der Flut. Vor der Flut war er ein Gerechter, ein Gerechter zu seiner Zeit. Allerdings im Gegensatz zu Abraham, der uns nächste Woche begegnet, der war immer ein Gerechter. Noach war zu seiner Zeit ein Gerechter, was vielleicht nicht schwer war, weil die ganze Welt um ihn herum derartig dunkel war. Da ist es nicht schwer gewesen, ein gutes Licht zu sein. Da sehen wir auch in der deutschen Sprache, spielen wir mit dem Begriff Licht. Ja, also wenn jemand ein Licht ist, oder wenn da heißt es, der ist unterbeleuchtet, oder du bist ja ein Armleuchter, oder das ist ganz interessant. Das haben wir natürlich auch in der Hebräischensprache. Wenn wir zum Beispiel auch Titel haben für große Rabbine, Auro Lagola, also der Rabbiner aus Rotenburg war, das Licht des Exils, Auro. Also wir haben hier viele Begriffe für Licht. Und da heißt es, in der Arche gab es also Licht, und da konnte der Noach auch ein Held sein, während der Flut war er ein Held. Viele Stimmen in dieser Diskussion sagen, er selbst war das Licht. Und da sieht man schon Vorläufer von Moses, der auch dargestellt wird in der Kunst als jemand mit diesen Hörnern. Das ist ein Fehler, weil das sind Karnahym, und Karnahym sind auch Strahlen, das heißt Erstralte. Auch da haben wir wieder ein Begriff, der mit Licht zu tun hatte, und da heißt es, Geist Noach hatte auch so eine Strahlkraft. Andere sagen, na, so toll war er noch nicht. Er ist ja einer auf dem Weg zu einer gewissen Entwicklung, und du hast es auch aufgezählt bei den Tolldott. Er ist die zehnte Generation nach Adam und Eva, und zehn Generationen nach ihm kommt Abraham, und nach Abraham kommt dann irgendwann mal Moses. Das Ganze ist natürlich eine Entwicklung. Und die Karnahym von Moses konnte dann deswegen der Noach noch nicht haben, heißt es. Es muss also eine andere Lichtquelle gegeben haben. Und das ist also dieses Zohar. Und dieses Zohar ist eben der Stamm des Wortes Zoharaym, als die hebräische Sprache dann neu wieder sich neu erfinden musste. Dann hat man dann eben auch solche Gleichkeiten geachtet. Und da sehe ich auch für uns in unserer Zeit auch die Möglichkeit, jetzt wieder Interpretationen zu ermöglichen auf die wirkliche Welt, in der wir leben und umgekehrt, weil die Arche ist ja die Welt im Kleinen. Das heißt, in dieser Arche war die ganze Welt, die sollte gerettet werden. Und da kommt durch die Dachluke dieses Zohar kommt Licht rein. Aber es gibt auch Zohar, der Glanz, der von innen leuchtet. Und so können wir auch die Torah verstehen. Die Torah ist auch eine Arche, ein Teva, ein Behältnis. Da ist die ganze Welt drin. Drehen um und drehen um, es steht alles da drin. Erfachtbar, behachachtbar, herkohlbar, das ist alles, ist drin. Und da können wir also sehen, aus der Arche heraus kann man die Welt herum verstehen und umgekehrt aus der Welt heraus, in der wir leben, kann man in die Arche hinein auch leuchten und da also ein Verständnis finden. Wenn man so will, ist es das Gegenteil von den schwarzen Löchern, die wir draußen im Weltall haben, also die alles verschlingen, selbst Licht. Um das zu verstehen, wie ist es mit, um also schwarze Löcher zu verstehen, wäre es vielleicht ganz interessant für Physiker auch diese Stelle in der Bibel zu lesen, damit die verstehen, was mit Licht eventuell gemeint sein kann und dass es unterschiedliche Formen von Licht gibt. In der Lichttheorie wissen wir auch, gibt es unterschiedliche Erklärungen, was Licht ist. Und wir haben eine ganz einfache Erklärung, letzte Woche schon gehabt, und zwar Licht wird unterschieden von Dunkelheit, Dunkelheit ist die Abwesenheit von Licht und jetzt müssen wir wieder dann unterscheiden zwischen solchem Licht und jenem Licht und dazu kann diese Bibelstelle uns sehr behilflich sein, weil wir sehen ja im Leben des Noach, gibt es also, der Höhepunkt ist eigentlich die Flut, wo er zum Held wird. Nach der Flut ist er ein ganz anderer. Man würde sprechen von einer posttraumatischen Belastungsstörung. Er wird dann, die ganze Geschichte verkehrt sich ins Lächerliche, ist der erste dokumentierte Besoffene der Menschheitsgeschichte. Seine Söhne versuchen seine Würde zu retten, indem sie rückwärts gehen und seine Scham bedecken. Also Noach eine wunderschöne Geschichte, die uns hilft zu verstehen, dass es eine Entwicklung gibt in der Menschheit, wo Noach eben eine Zwischenstation ist. 10 Generationen nach der Schöpfung und 10 Generationen vor der Erwählung Abrahams und eine wichtige Zwischenstation. Ohne diesen Noach würde es also eben nicht diese Entwicklung geben und hier haben wir also sozusagen eine Art, ich würde mal sagen, ein Scharnier, um zu verstehen, was danach kommt. Das heißt, die Geschichte hat immer eine gewisse Entwicklung und spätere Geschichte hängt immer davon ab, was es vorher gegeben hat. Ganz einfache, sagen wir mal, das ist eine Binsenweisheit. Und es gibt immer dann zwischendurch Höhen und Tiefen und diese Höhen und Tiefen haben wir deswegen am Ende der Parashat Noach. Ganz interessant. Dargestellt wieder in einem interessanten Behältnis, eine interessante eigene kleine Geschichte, nämlich die Geschichte des Turmbaus zu Babel. Das ist eine Höhe, man geht also hoch und dann fällt man sehr tief, weil durch diesen Turmbau ist dann wieder die Menschheit tief gefallen. Muss sich wieder einigermaßen aufrichten und dann kommt eben dann Generationen später aber haben als neuen Höhepunkt. Also das heißt, es geht auf und ab wie in einem guten Drama und es ist vielleicht sogar möglich, dass es diesen Turm tatsächlich gegeben hat. Aber das ist auch in diesem Zusammenhang nicht unbedingt wichtig. Wichtig ist das Konzept und das Konzept ist hier also Höhe und Tiefe in einem und das Konzept endet dann diese Parashat mit dem Turmbau zu Babel. Auch eine Sache, die jeder kennt, ob nun Jude oder Christ oder Arte ist, das sind so Sachen am Anfang der Bibel, die jeder kennt und die vielleicht auch deswegen infantilisiert werden, weil das was man aus der Jugend kennt oder aus der Kindheit tendiert, man später zu infantilisieren. Aber gerade das ist vielleicht, sagen wir mal, nicht gerade sehr empfehlenswert, denn sie beinhalten, sie sind Behälter für sehr wichtige Konzepte. Angefangen bei Adam und Eva sollte man nicht aus den Augen lassen, auch wenn wir jetzt schon weiter sind, weil wenn die gesamte Menschheit von einem Paar abstammt, dann ist das, das mag viele den Leuten infantil erscheinen, aber da ist eine sehr schöne Philosophie dahinter, nämlich wir stammen alle von einem Paar ab. Da kann niemand sagen, ich bin was besseres als du, das kann man allen Rassisten hinter die Ohren schreiben oder sonst wohin ins Stammbuch, meine Trägen. Das sind also sehr interessante Konzepte, die wir da haben. Es ist Verlust für uns, wenn wir die Geschichte und Lua infantilisieren. Sie sind natürlich ganz wichtig für die Kinder Gottesdienst, die auch für Kinder Vertrau zu machen mit Gott, denn sie sind einfach bildhaft, sie sind anschaulich und deswegen für Kinder geeignet. Aber wenn wir sie nur darauf reduzieren, verpassen wir sehr viel. Das ist der schwierige Punkt. Ich will jetzt nur mal ein Beispiel, denn wir sind, unsere Gesellschaft, unsere Welt setzt sich jetzt im Augenblick sehr mit der Zerstörung der Erde durch Menschen, durch die Menschheit auseinander und dann gibt es ja diese große Bewegung, die gerade erst in diesen Tagen in Nachrichten wieder war, Extinktchen, Rebellien. Und die in Lua steht, in der Lua Geschichte steht eigentlich genau das, was viele Menschen heute erleben, die Erde trug den Unbild der Menschen oder die Bosheit der Menschen je nach Übersetzung. Und da macht Gott einen Neuanfang, aber das Resultat, das Ergebnis dieser Geschichte ist dann ein Schlussstrich darunter. Also wir akzeptieren auch, nicht, dass der Mensch sich damit abfinden soll, böse zu sein, aber wir akzeptieren, dass das Dichten und Trachten des Menschen, wie Luther schreibt, eben auch böse ist und dass der Mensch nicht von sich aus gut ist. Und das ist sozusagen ein Agreement zwischen Gott und den Menschen, das zu akzeptieren. Ja, und es geht noch weiter, weil wir Menschen denken auch sehr oft in Symbolen und die Symbole, die es hier für den Frieden gibt, in diesem Abschnitt sind ja auch weltbekannt. Da haben wir den Regenbogen, wo es dann heißt, ich stelle meinen Bogen in den Himmel, der Mensch ist ja schlecht von Anfang an, aber ich mache meinen Frieden damit. Ich mache mein Frieden mit meiner Schöpfung. Und da können wir für uns selbst auch sehr viel ableiten. Der Regenbogen, der ja auch so wunderschön bunt ist, spiegelt ja auch die Menschheit wieder, die dann ab Noachbund wird, denn seine drei Söhne Schämfram und Jaffet sind dann die Stammväter für die gesamte Menschheit später in all der wunderbaren Farblichkeit, die wir haben. Da haben wir schon Diversity oder Genderstern. Diversity, bitteschön. Da haben wir das schon angelegt. Und auch das kann man allen Rassisten hinter die Ohren schreiben oder den Stammbuch oder wo auch immer. Und dann haben wir noch ein sehr interessantes Symbol und das ist die Taube. Die Taube ist unvollständig, wenn sie nicht dargestellt wird mit dem Ölblatt. Und darauf hat Amos Os hingewiesen. Ich habe öfters mal Amos Os zitiert, ein Mensch, der nicht geglaubt hat an Gott, aber der die Bibel sehr gut verstanden hat. Und deswegen hier auch, glaube ich, auch für gläubige Menschen sehr hilfreich sein kann zu verstehen, was da gemeint ist. Weil dieses Ölblatt ist, ich meine, Amos Os ist ja in Israel aufgewachsen und vielleicht hatte er als Kind in Ölbäumen gespielt und hat mal einen abgerissenen Ölblatt in den Mund bekommen. Der ist bitter, der ist bitter. Und daraus hat Amos Os dann die Ableitung gemacht, der Frieden ist bitter. Es gibt keinen süßen Frieden. Sonst hätte ja die Taube oder schon der Rabe vorher eine Dattel mitbringen können, um zu zeigen, guck mal hier, das Wasser ist zurückgegangen. Ich habe schon eine Dattel gefunden. Aber, also die Dattel ist süß. Die Taube macht sich die Mühe und fliegt tiefer, um zu zeigen, dass Wasser ist so weit zurückgegangen, dass schon Ölbäume im Trockenen sind. Und ich bringe dir also als Zeichen dafür dieses abgerissene Ölblatt. Und das ist ein Friedenszeichen deswegen, weil die Taube macht sich die Mühe. Frieden kostet Mühe. Man muss dafür auch tief fliegen können. Aber man muss auch zurückgehen und die Botschaft abgeben. Das ist alles armungsurs. Das finde ich herrlich, weil ein Mensch, der nicht glaubt und trotzdem die Bibel liest, es gibt viele Leute, die glauben nicht und sagen, ach, die Bibel ist was für Kinder. Aber wir sehen, wie tief hier die Gedanken gehen können und gerade deswegen ist der Öl zweit und nicht die Dattel das Zeichen für Frieden. Und es ist die Taube und nicht der Raben, weil der Raben da verschwindet. Ja, und kommen die wieder. Das ist durch den Chalon raus, durch das Fenster raus, kommt nie wer zurück. Aber die Taube macht sich die Mühe und kommt zurück und hat ein Zeichen. Das heißt also, um Frieden zu erlangen und er war ja auch ein großer Kopf der Friedensbewegung in Israel. Er hat eine ganz andere Konnotation als Friedensbewegung,