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Sunnitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Unsere Wiedergeburt: Die Geburt des Propheten

DITIB Religionsamt · DITIB · 2026-08-21 · Köln · Quelle

Barmherzigkeit · Hauptbotschaft Gerechtigkeit · Hauptbotschaft Gemeinschaft · tragend

Die Aneignung des prophetischen Charakters ist der Schlüssel zu einer persönlichen und gesellschaftlichen Erneuerung, die Frieden und Gerechtigkeit in eine von Kriegen und Unterdrückung geprägte Welt bringt.

In diesem Sinne bedeutet die Geburt unseres Propheten für jeden Menschen, der seinen edlen Charakter annimmt und sein Leben nach seiner Wegweisung gestaltet, eine Wiedergeburt.

Die Predigt feiert die Geburt des Propheten Muhammad als Beginn der letzten universellen Botschaft Allahs. Sie beschreibt die gesellschaftlichen Umstände in Mekka vor der Offenbarung als geprägt von Ungerechtigkeit und moralischem Verfall. Der Text kontrastiert diesen Zustand mit der Gesellschaft, die nach 23 Jahren Prophetentum entstand, in der Gerechtigkeit und Frieden herrschten. Die zentrale These lautet, dass die Annahme des prophetischen Charakters eine 'Wiedergeburt' des Einzelnen bedeutet. Es wird ein Bezug zur aktuellen Weltlage hergestellt, in der Kriege und Unterdrückung das Bedürfnis nach prophetischer Wegweisung verdeutlichen. Die Gläubigen werden aufgefordert, den Charakter des Propheten in ihren Familien und ihrem Umfeld lebendig zu machen. Das Ziel ist die Ausbreitung von Frieden, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit in der Gesellschaft. Die Predigt schließt mit einem Bittgebet um die Aneignung dieses Charakters und um Frieden für die Menschheit.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Ausbeutung, Unterdrückung, ungleiche Verhältnisse; Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Wo sitzt das Übel?
in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
Was hilft dagegen?
praktisches Handeln am Nächsten, Werke; Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe, Zugehörigkeit
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Wohin geht die Geschichte?
eine Wende, ein Kommen, eine neue Ordnung steht bevor
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Hudschurat 49:13 · Tirmizi, Rada, 11

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
3 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 3, jetzt 2, künftig 1

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Unsere Wiedergeburt: Die Geburt des Propheten (21.08.2026) Geehrte Muslime! Es war der zwölfte Tag des Monats Rebi‘ul-Ewwel. Der seit Langem erwartete Letzte Prophet kam auf die Welt. Seine Geburt war die Ankündigung der letzten und universellen Botschaft Allahs, die Er der gesamten Menschheit senden würde. Diese Botschaft sollte die Grundsätze des Glaubens, des Gottesdienstes und der Charaktereigenschaften vermitteln, die Allahs Willen entsprechen. Sie sollte die Menschen aus den Finsternissen ins Licht, aus der Unwissenheit zum Wissen und aus der Irreleitung zur Rechtleitung führen. Die Menschheit, allen voran die Bewohner Mekkas, brauchten diese Rechtleitung dringend. Denn auf der Erde herrschten falsche Glaubensvorstellungen, Ungerechtigkeit, Unterdrückung und moralischer Verfall. Wer stark war, galt als im Recht, die Schwachen wurden unterdrückt und viele Menschen ihrer grundlegenden Rechte beraubt. Werte Muslime! Am Ende seines dreiundzwanzigjährigen Prophetentums entstand eine Gesellschaft, deren Fundament auf Gerechtigkeit, Recht und gegenseitiger Verantwortung beruhte. Sie wurde von Menschen getragen, die sich für Frieden, Wohlergehen und das Glück der gesamten Menschheit einsetzten und von Barmherzigkeit und Gewissenhaftigkeit geprägt waren. Die jahrelangen Blutfehden und Feindschaften fanden ein Ende; Gerechtigkeit, Sicherheit, Frieden und Geschwisterlichkeit bestimmten das gesellschaftliche Leben. Die Menschen waren davon überzeugt, dass wahre Vorzüglichkeit nicht durch Abstammung, Rang oder Besitz erlangt wird, sondern durch Gottesfurcht und das Bewusstsein der Verantwortung gegenüber Allah. Der folgende Vers fand seinen festen Platz in den Herzen: „Der Edelste von euch ist bei Allah derjenige, der am gottesfürchtigsten ist.“1 In diesem Sinne bedeutet die Geburt unseres Propheten für jeden Menschen, der seinen edlen Charakter annimmt und sein Leben nach seiner Wegweisung gestaltet, eine Wiedergeburt. Werte Gläubige! Die heute in unserer Welt zunehmenden Kriege, die Unterdrückung und die Vertreibung von Familien erfüllen uns mit tiefer Trauer. Auch Kinder, die mit dem Leid dieser Welt allein gelassen werden, und Denkweisen, die Menschen voneinander trennen, bereiten uns große Sorgen. Diese negativen Zustände, die die Menschheit erlebt, zeigen uns, wie sehr wir auf die Wegweisung und Barmherzigkeit unseres Propheten (s) sowie auf seinen Charakter angewiesen sind, der eine Quelle von Sicherheit und Frieden ist. Lasst uns deshalb in der Nacht von Montag auf Dienstag, in der wir die Mewlid-Nacht begehen, unseren Propheten (s) nicht nur gedenken. Lasst uns seine Botschaft und seinen edlen Charakter in unserem Leben lebendig werden lassen. Hören wir auf die Worte unseres Propheten (s): „Die Gläubigen mit dem vollkommensten Glauben sind diejenigen mit dem besten Charakter.“2 Lasst uns, beginnend in unseren Familien, in unser Umfeld Wohlergehen, Sicherheit und Geschwisterlichkeit bringen. Tragen wir dazu bei, dass Frieden, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit sich ausbreiten. Bemühen wir uns, die Mewlid-Nacht in würdiger Weise zu begehen. Denn den Charakter unseres Propheten (s) lebendig werden zu lassen, ist eine der schönsten Art und Weise, ihn zu lieben und seinem Weg zu folgen. Ich möchte meine Predigt mit folgendem Bittgebet beenden: O Allah! Ermögliche uns, uns den edlen Charakter unseres Propheten (s) anzueignen und danach zu leben. Schenke der gesamten Menschheit Frieden, Einheit, Gerechtigkeit und Wohlergehen. Amin. Die DITIB-Predigtkommission Quellen: 1 Hudschurat, 49/13. 2 Tirmizi, Rada, 11. 2026-08-21 Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung der DITIB reproduziert, vervielfältigt oder verarbeitet werden. Archiv 2007-2008  | 2009-2010 zurück Top Aktuelles 22.09.2025 DITIB sucht Mediengestalter/In Video- Bild & Ton Nachrichten 24.08.2026 DİTİB-Botschaft zur Mewlid-Nacht 19.08.2026 In tiefer Trauer 12.08.2026 Dr. Mehmet Aksoy, unser geschätzter ehemaliger DİTİB-Vorsitzender, ist verstorben Zu allen Pressemeldungen und Nachrichten Positionen 07.05.2025 Der Gebetsruf (Adhan) 06.05.2025 Humor im Islam 05.06.2024 DITIB Baden-Württemberg verurteilt den Angriff auf Vertreter von Pax Europa und Polizisten in Mannheim aufs Schärfste Archiv Landesverband 27.09.2023 Neuer Vorstand übernimmt Führung der Islamischen Religionsgemeinschaft DITIB-NRW e.V. 14.02.2020 Bombendrohungen gegen vier Moscheen Archiv Freitagspredigt 04.09.2026 Verantwortungsbewusstsein 28.08.2026 Die Herzen finden nur mittels Allahs Gedenken Ruhe 21.08.2026 Unsere Wiedergeburt: Die Geburt des Propheten Gehe zu Predigt Archiv