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Sunnitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Lassen sie uns Missbrauchsinstrumenten wie Wahrsagerei und Magie fern bleiben

DITIB Religionsamt · DITIB · 2024-11-29 · Köln · Quelle

Wissen · Hauptbotschaft Demut · tragend Gemeinschaft

Wahrsagerei, Magie und moderne Deutungskünste sind verboten, weil sie das ausschließlich Gott vorbehaltene Wissen über das Verborgene anmaßend in Anspruch nehmen und die Gläubigen ausbeuten.

Egal unter welcher Bezeichung sie geführt werden, hat die islamische Religion jeglichem Missbrauch wie Hellseherei, Wahrsagerei, Magie, Verwünschung, Mediumismus einen Riegel vorgeschoben.

Der Text ist eine Freitagspredigt der DITIB-Predigtkommission, die Gläubige davor warnt, sich mit Wahrsagerei, Magie, Hellseherei, Astrologie, Tarot, Numerologie und Kaffeesatzleserei zu beschäftigen. Der Gedankengang verknüpft das menschliche Interesse am Verborgenen mit der Gefahr der Ausbeutung durch böswillige Menschen. Als theologische Grundlage werden Koranverse und ein Hadith angeführt, wonach das Wissen über das Verborgene (Ghayb) ausschließlich Allah vorbehalten ist. Der Text betont, dass der Gläubige stattdessen auf erlaubte materielle Mittel setzen, Gott vertrauen (tawakkul) und in Gebet und Geduld verbleiben solle. Ein aktueller Bezug wird hergestellt, indem moderne Formen der Deutung und Verschwörungstheorien als Missbrauch der Hoffnung und Erwartungen der Menschen benannt werden. Die Predigt schließt mit dem Aufruf, die Religion authentisch aus ihrer Quelle zu erlernen und sich dem Weg des Propheten zu fügen.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst; Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Gebote befolgen, Ordnung einhalten, Pflichten erfüllen; Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Koran 6:59 · Koran 72:26-27 · Abu Dawud, Tibb 21 · Ibn Madsche, Tahara 122 · Tirmidhi, Tahara 102 · Bukhari, Edeb 70 · Koran 11:123

Gemessen

Grundhaltung
-1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
3 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
1 von 3, benannt: Hellseher, Wahrsager, Magier und Anbieter moderner Deutungskünste
Zeitbezug
früher 2, jetzt 2, künftig 1

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Lassen sie uns Missbrauchsinstrumenten wie Wahrsagerei und Magie fern bleiben (29.11.2024) Verehrte Gläubige! Der Mensch ist gemäß seiner Schöpfung stets am Unbekanntem, Verborgenem und Myteriösem interessiert. Dieses Interesse des Menschen verleitete ihn stets, sich mit dem Metaphysischen zu beschäftigen. Manche böswilligen Menschen wussten das auszunutzen und dies führte dazu, dass die Menschen, die in ihren Bann gezogen wurden, materielle und immaterielle Schäden erlitten. Es ist festzustellen, dass die Missbrauchsinstrumente, die historisch unter Bezeichnungen wie „Hellseherei” und „Astrologie“ bekannt waren, nun ihre Existenz in modernen Zeiten unter den Namen „Kaffesatzleserei“, „Sterndeutung“, „Tarot“ oder „Numerologie“ fortführen. Egal unter welcher Bezeichung sie geführt werden, hat die islamische Religion jeglichem Missbrauch wie Hellseherei, Wahrsagerei, Magie, Verwünschung, Mediumismus einen Riegel vorgeschoben. Es darf nicht vergessen werden, dass alle die Zukunft angehenden Deutungen nichts mehr als eine Vermutung darstellen. Ghayb meint verborgenes Wissen, das außerhalb des menschlichen Kenntnisbereichs liegt und Allah vorbehalten ist. Im edlen Koran teilt uns der erhabene Allah mit, dass die Schlüssel des Verborgenen bei Ihm liegen dass niemand außer Ihm diese wissen kann1 und dass Er einen Teil des verborgenen Wissens niemandem außer den Propheten mitteilen wird.2 Unser Prophet (s) warnte uns hierzu, indem er sagte: „Wer zu einem Hellseher oder Wahrsager geht und seine Worte bestätigt, leugnet damit das, was auf Muhammed herabgesandt wurde.“3 Meine Geschwister, Verehrte Gläubige! Der Islam hebt hervor, dass man bei jeder Angelegenheit nach den erlaubten materiellen Mittel trachtet – ohne dabei die spirituelle Dimension zu vernachlässigen. Der Gottesdiener sollte während seines Strebens für weltliche Zwecke niemals das Vertrauen auf Gott –tewekkul– ablegen, und sich stets in Geduld und Gebet an seinen Schöpfer wenden. Daher ist es keinesfalls gestattet, dem prophetischen Weg zuwiderlaufen und sich an Hellseherei, Magie und Wahrsagerei zu wenden. Schließlich sind bei all diesen Beschäftigungen Lügen, Augenwischerei und Ausbeutung der Empfindungen der Menschen vorhanden. Vielmehr handelt es sich hierbei darum, sich außer Allah an andere Personen zu binden. Außerdem entwickelt sich eine falsche Überzeugung, dass es Personen geben könnte, die außer Allah über Wissen zum Verborgenen verfügen könnten, welche allesamt mit den grundlegenden Prinzipien des Islam nicht zu vereinbaren und daher sämtlich verboten sind. Besonders bestimmte Erklärungen zu machen mit der Behauptung vermeintlich „die Zukunft sehen zu können“ und Verschwörungstheorien zu entwickeln, sind nichts anderes außer die Hoffnung und Erwartungen der Menschen zu missbrauchen. Solchen Äußerungen darf keinesfalls Glauben geschenkt werden. Meine Geschwister! Lassen Sie uns nicht aus dem Sinn verlieren, dass das schönste Wort das Buch Allahs und der geradeste Weg der Weg Muhammeds (s) ist.4 Lassen Sie uns allen Angelegenheiten fern bleiben, die dem erleuchteten Weg des Islams im Widerspruch stehen und dubios sind. Lassen Sie uns den göttlichen Regeln unseres Schöpfers beugen und hierzu auf Allah zählen und vertrauen. Lassen Sie uns bemühen, unsere Religion von ihrer Quelle auf eine authentische und handfeste Weise zu erlernen. Ich beende meine Freitagspredigt mit dem schönsten Wort, dem Koran: „Und Allah gehört das Verborgene in den Himmeln und auf der Erde, und zu ihm kehren alle Dinge zurück. Darum diene Ihm und vertraue auf Ihn, und dein Herr ist nicht achtlos eures Tuns.“5 Die DITIB-Predigtkommission [1] Koran, En’âm, 6/59 [2] Koran, Dschinn, 72/26-27 [3] Ebu Dawud, Tibb 21; Ibn Madsche, Tahara 122; Tirmidhi, Tahâra 102 [4] Buchari, Edeb 70 [5] Koran, Hud, 11/123 2024-11-29 Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung der DITIB reproduziert, vervielfältigt oder verarbeitet werden. Archiv 2007-2008  | 2009-2010 zurück Top Aktuelles 22.09.2025 DITIB sucht Mediengestalter/In Video- Bild & Ton Nachrichten 24.08.2026 DİTİB-Botschaft zur Mewlid-Nacht 19.08.2026 In tiefer Trauer 12.08.2026 Dr. Mehmet Aksoy, unser geschätzter ehemaliger DİTİB-Vorsitzender, ist verstorben Zu allen Pressemeldungen und Nachrichten Positionen 07.05.2025 Der Gebetsruf (Adhan) 06.05.2025 Humor im Islam 05.06.2024 DITIB Baden-Württemberg verurteilt den Angriff auf Vertreter von Pax Europa und Polizisten in Mannheim aufs Schärfste Archiv Landesverband 27.09.2023 Neuer Vorstand übernimmt Führung der Islamischen Religionsgemeinschaft DITIB-NRW e.V. 14.02.2020 Bombendrohungen gegen vier Moscheen Archiv Freitagspredigt 04.09.2026 Verantwortungsbewusstsein 28.08.2026 Die Herzen finden nur mittels Allahs Gedenken Ruhe 21.08.2026 Unsere Wiedergeburt: Die Geburt des Propheten Gehe zu Predigt Archiv