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Religion besteht im Kern in Aufrichtigkeit, die sich in fünf Richtungen entfaltet: ausschließliche Anbetung Gottes, ernsthaftes Studium des Korans, Nachfolge des Propheten, Gesetzestreue gegenüber der Obrigkeit und diskriminierungsfreies Engagement für das Gute unter den Menschen.
Aufrichtigkeit bedeutet, eine Handlung mit dem Herzen und ohne jegliche Vortäuschung oder Verstellung auszuführen. Eine aufrichtige Person ist in ihrem Wesen, ihren Worten und Taten stets dieselbe, sowohl innerlich als auch äußerlich.
Der Text ist eine Freitagspredigt der DITIB-Predigtkommission, die den Hadith 'Religion ist Aufrichtigkeit' als Ausgangspunkt nimmt. Aufrichtigkeit wird als innere und äußere Einheit von Wort und Tat definiert, ohne Vortäuschung oder Heuchelei. Sie wird in fünf Richtungen entfaltet: gegenüber Allah, dem Koran, dem Propheten, der Obrigkeit und den Menschen. Gegenüber Allah bedeutet sie ausschließliche Anbetung und aufrichtiges Bittgebet. Gegenüber dem Koran heißt es, ihn zu lesen, zu studieren und als Lebenswegweiser zu nutzen. Gegenüber dem Propheten bedeutet sie, seine Botschaft zu akzeptieren und zu folgen. Gegenüber der Obrigkeit wird das Einhalten der Gesetze und das Schutz des gesellschaftlichen Wohls gefordert. Gegenüber den Menschen wird ein Einsatz für das Gute ohne Diskriminierung nach Religion, Sprache, Ethnie oder Geschlecht verlangt. Der Text schließt mit einem Gebet um Aufrichtigkeit und lädt die Gemeinde ein, ihre eigene Aufrichtigkeit zu überprüfen.
Weltbild
was das heißt- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
- Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst; Sünde, persönliches Versagen, Schuld vor Gott
- Wo sitzt das Übel?
- im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
- Was hilft dagegen?
- innere Wandlung, Reue, Sinnesänderung; Gebote befolgen, Ordnung einhalten, Pflichten erfüllen
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
- von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
- Wohin geht die Geschichte?
- die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
- auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
- jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
- auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst
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Wozu der Text aufruft
- Gottesdienste nur für Allah verrichten (rituell)
- Den Koran lesen, studieren und als Wegweiser nutzen (innerlich)
- Sich für das Gute einsetzen ohne Diskriminierung (gesellschaftlich)
Genannte Stellen
Koran 39:2 · Koran 66:8 · Koran 37:72-74 · Koran 37:38-49 · Koran 6:162 · Koran 7:158 · Müslim, Sahih, Iman, 95 · Nesâî, Sunen, Dschihad, 24
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 3 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 2, jetzt 2, künftig 2