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Barakah: Die Spirituelle Fülle

DITIB Religionsamt · DITIB · 2025-02-14 · Köln · Quelle

Verantwortung · Hauptbotschaft Dankbarkeit · tragend Gemeinschaft · tragend

Barakah ist eine von Allah ausgehende spirituelle Fülle, die durch gottgefälliges Handeln in Arbeit, Familie, Ernährung und Gottesdienst im Alltag erfahrbar wird.

Barakah ist kein materieller Zustand, den man mit Zahlen, einer Menge oder einem Preis erfassen kann. Sie bezeichnet vielmehr eine wertvolle, spirituelle Fülle.

Der Text erklärt den islamischen Begriff „Barakah“ als spirituelle Fülle, die von Allah ausgeht und durch gottgefälliges Handeln im Alltag erfahrbar wird. Er verknüpft den Begriff mit konkreten Lebensbereichen: Natur, Wasser, Kaaba, Koran, Arbeit, Familie, Ernährung, Kindererziehung und Freizeit. Die Predigt ruft dazu auf, ehrlich zu arbeiten, halal zu leben, gemeinsam zu essen, Kinder nützlich zu erziehen und die Monate vor dem Ramadan mit Gebet und Pflichtgottesdiensten zu nutzen. Ein abschließendes Gebet bittet um Segen für Verdienst, Zuhause, Kinder und Leben. Zusätzlich erinnert die Predigt an die Bundestagswahl am 23. Februar 2025 und ermutigt zur Wahlbeteiligung. Der Text stützt sich auf Koranzitate und Hadithe und richtet sich an die muslimische Gemeinde in Deutschland.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Gebote befolgen, Ordnung einhalten, Pflichten erfüllen; Gebet, Gottesdienst, Meditation, wiederholte Übung
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf den Stifter oder Propheten der Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Koran 25:61 · Koran 41:10 · Koran 50:9 · Koran 3:96 · Koran 6:92 · Koran 21:50 · Koran 38:29 · Koran 44:3

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
3 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 1, jetzt 2, künftig 2

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Barakah: Die Spirituelle Fülle (14.02.2025) Geschwister! Werte Gläubige! „Barakah“ ist ein Begriffe aus dem edlen Koran, den wir im Alltag häufig verwenden. „Barakah“ bedeutet „Zunahme“, „Fülle“ und „Beständigkeit“. Gemeint ist konkret, „aus guten Dingen möglichst viel Ertrag zu erzielen“. „Barakah“ ist kein materieller Zustand, den man mit Zahlen, einer Menge oder einem Preis erfassen kann. Sie bezeichnet vielmehr eine wertvolle, spirituelle Fülle. Die Quelle von Barakah ist Allah, der Erhabene.[1] Wenn wir als Muslime wollen, dass unser Leben voller Barakah ist, müssen wir Taten vollbringen, die dem Wohlgefallen unseres Herrn entsprechen. Im edlen Koran wird dargelegt, dass die Erde, die allen Lebewesen eine Versorgung bietet, segensreich, also voller Barakah ist.[2] Um diese Überfülle nutzen zu können, müssen wir die Natur bewahren und ihr Gleichgewicht schützen. Dem Koran zufolge ist das Wasser, das vom Himmel herabkommt, ein Segen;[3] es sollte nicht verschwendet, sondern sparsam verwendet werden. Die Kaaba, das Haus Allahs, ist segensreich;[4] jedes Mal, wenn wir unser Gesicht der Qiblah zuwenden, sollten wir uns an unsere gemeinsamen Ideale erinnern und unseren Zusammenhalt noch weiter stärken. Unser Leitfaden für das Leben, der edle Koran, ist ein gesegnetes Buch,[5] das in einer segensreichen Nacht offenbart wurde,[6] die wertvoller als tausend Monate[7] ist. Es ist wichtig, den Wert und die Bedeutung des Korans zu erkennen und die Moral des Korans zu verinnerlichen.[8] Geschwister! Es liegt an uns, ob unser Leben segensreich wird oder nicht. Wenn wir möchten, dass unser Verdienst voller Barakah ist, müssen wir unsere Arbeit sorgfältig erledigen und stets ehrlich vorgehen. Wir sollten darauf achten, aus erlaubten Quellen zu verdienen, und verbotene Wege meiden. Wenn wir wollen, dass unser Heim mit Barakah gefüllt wird, müssen wir eine Familie voller Liebe, Mitgefühl und Barmherzigkeit sein. Wenn wir eine segensreiche Nachkommenschaft möchten, sollten wir unsere Kinder zu Individuen erziehen, die der Menschheit nützlich sind. Wenn wir wollen, dass unsere Tische voller Barakah sind, sollten wir gemeinsam als Familie essen, wir sollten mit dem Essen nicht ohne Basmala beginnen;[9] darauf achten, halal und saubere Lebensmittel zu verzehren[10] und unser Brot mit anderen teilen.[11]  Wenn wir wollen, dass unsere Tage und Monate mit Barakah gefüllt werden, sollten wir unsere Freizeit sinnvoll nutzen. Der Prophet sprach oft das Gebet: „Oh Allah! Mache die Monate Radscheb und Schaʿbân für uns segenreich und lasse uns den Ramadan erreichen!“.[12] Wenn wir den Segen dieser Monate erfahren möchten, sollten wir unsere Pflicht-Gottesdienste nicht vernachlässigen und mehr an Freiwilligem aufbringen. So können wir unsere Herzenswelt auf den gesegneten Ramadan vorbereiten. Oh Allah! Lass uns reichlich verdienen! Entziehe uns nicht deinen Segen in diesem Land, in dem wir leben![13] Heile uns mit jedem Bissen, den wir essen! Mache unser Zuhause zu einem Ort des Friedens und Glücks! Hilf uns, unsere Kinder zu guten, vorzüglichen Kindern zu erziehen! Segne unsere Tage, Nächte und unser Leben! (Âmîn, we’l-hamdu lillâhi Rabbi’l-âlemîn.) Die DITIB-Predigtkommission _________________________________________ Werte Gemeinde! Ich möchte daran erinnern, dass die Teilnahme an der Bundestagswahl am Sonntag, den 23. Februar, ein demokratisches Recht und eine demokratische Verantwortung ist. Ich lade alle wahlberechtigten Geschwister ein, dieses Recht zu nutzen – sei es per Briefwahl oder direkt an der Wahlurne. Ich hoffe, dass die bevorstehenden Wahlen zu positiven Ergebnissen führen. [1] Koran, Furkan, 25/61. [2] Koran, Fussilat, 41/10. [3] Koran, Qaf, 50/9. [4] Koran, Al-i Imran, 3/96. [5] Koran, An‘am, 6/92; Anbiya, 21/50; Sad, 38/29. [6] Koran, Dukhan, 44/3. [7] Koran, Qadr, 97/3. [8] Muslim, Musafirin, 139. [9] Abu Dawud, At‘ima, 14. [10] Koran, Baqara, 2/168. [11] Bukhari, At’ima, 11. [12] Ahmad ibn Hanbal, Musnad 1/259. [13] Muslim, Haddsch, 85. 2025-02-14 Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung der DITIB reproduziert, vervielfältigt oder verarbeitet werden. 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