Sunnitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
Teile, damit die Freude wächst
DITIB Religionsamt ·
DITIB ·
2025-03-14
· Köln
· Quelle
Fürsorge · Hauptbotschaft
Gemeinschaft · tragend
Gerechtigkeit · tragend
Das Teilen des eigenen Vermögens mit Bedürftigen ist eine religiöse Pflicht, die im Ramadan besonders gefordert wird und sowohl die Gemeinschaft stärkt als auch göttliche Belohnung und Sündenvergebung bringt.
Der Islam ruft uns dazu auf, eine Gesellschaft des Mitgefühls und der Gerechtigkeit zu formen. Ein wichtiger Grundpfeiler dabei ist die Bereitschaft, zu teilen.
Der Text ist eine Freitagspredigt der DITIB-Predigtkommission zur zweiten Hälfte des Ramadan 2025. Sie ruft die Gläubigen auf, im Sinne des Islam eine Gesellschaft des Mitgefühls und der Gerechtigkeit zu formen, indem sie teilen. Mehrere Koranstellen werden zitiert, die Geben, Verzicht auf Geiz und Fürsorge für Waisen und Armen anordnen. Konkret werden die Sadaqa al-Fitr mit einem Mindestbetrag von 15 Euro in Deutschland und die Zakah mit 2,5 % des Ersparten als religiöse Pflichten vorgestellt. Die DITIB wirbt unter dem Motto „Teile, damit die Freude wächst“ für Hilfsprojekte in 23 Ländern und in Erdbebengebieten. Spenden können an Religionsbeauftragte, per Überweisung oder über ein digitales Spendensystem geleistet werden. Der Text verbindet religiöse Pflichterfüllung mit praktischer Wohltätigkeit und verspricht göttliche Belohnung, Sündenvergebung und Reinigung des Vermögens.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Gier, Konsum, unstillbares Verlangen nach mehr; Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst (erschlossen)
- Wo sitzt das Übel?
-
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
- Was hilft dagegen?
-
praktisches Handeln am Nächsten, Werke; Gebote befolgen, Ordnung einhalten, Pflichten erfüllen
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
- Wohin geht die Geschichte?
-
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte (erschlossen)
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf den Stifter oder Propheten der Tradition
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
den eigenen Glaubensgeschwistern
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst
Verwandte Texte aus anderen Traditionen
nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition
Wozu der Text aufruft
- Spenden abgeben (gesellschaftlich)
- Bedürftigen beistehen (zwischenmenschlich)
- Vermögen teilen (gesellschaftlich)
Genannte Stellen
Koran 51:19 · Koran 9:34 · Koran 28:54 · Koran 17:29 · Koran 3:92 · Koran 107:2-4 · Koran 2:110 · Koran 9:60
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 3 von 5
- Konkretheit
- 3 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 1, jetzt 3, künftig 2
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut anzeigen
Teile, damit die Freude wächst
(14.03.2025)
Wir haben bereits die erste Hälfte des gesegneten Ramadans hinter uns gelassen. Möge Allah uns die Kraft geben, diesen gesegneten Monat in bester Weise zu vollenden! O Allah, wir fasten für Dein Wohlgefallen, wir glauben an Dich und vertrauen auf Dich. Mache den Ramadan zu einem Zeugnis unseres Glaubens!
Geschwister! Liebe Gläubige!
Der Islam ruft uns dazu auf, eine Gesellschaft des Mitgefühls und der Gerechtigkeit zu formen. Ein wichtiger Grundpfeiler dabei ist die Bereitschaft, zu teilen. Unser heiliges Buch der Koran lehrt uns, dass in allem, was wir besitzen, auch ein Anteil für die Bedürftigen steckt.[1] Er warnt uns davor, Reichtümer anzuhäufen, ohne sie auf dem Wege Allahs zu nutzen.[2]
Im Koran heißt es: „Gebt von dem, was euch gegeben wurde!“[3] „Seid nicht geizig!“[4] „Ihr werdet die wahre Güte nicht erreichen, solange ihr nicht von dem ausgebt, was euch lieb ist.“[5] „Wehe dem, der betet, aber sich nicht um die Waisen kümmert und die Armen nicht speist!“[6]
Geschwister!
Der Ramadan erinnert uns daran, wie wichtig es ist, diese Gebote zu beherzigen. Besonders unsere Geschwister in Not blicken voller Hoffnung auf diesen Monat, denn er bringt Segen und Unterstützung mit sich. Eine der Traditionen des Ramadan ist die „Sadaqa al-Fitr“, die es unseren bedürftigen Geschwistern ermöglicht, die Festtage mit Freude zu erleben. Der diesjährige Mindestbetrag für die Sadaqa al-Fitr in Deutschland beträgt 15 Euro. Wer finanziell in der Lage ist, mehr zu geben, sollte diese Gelegenheit nutzen, um zusätzliche Belohnung zu erlangen.
Geschwister!
Eine weitere Verpflichtung für uns als Muslime ist die Zakah.[7] Sie bedeutet, dass gläubige Menschen, die über ein bestimmtes Vermögen verfügen, mindestens 2,5 % ihres Ersparten an die im Koran genannten Bedürftigen geben.[8] Diese Spenden werden für Bedürftige zu Lebensmitteln. Für Studenten zu Stipendien. Für Schuldner zu einer Erleichterung. Für verzweifelte Herzen zu Trost.
Geschwister!
Als DITIB setzen wir unter dem Motto „Teile, damit die Freude wächst“ unsere Hilfsprojekte fort und bringen Ihre Spenden zu Bedürftigen in 23 Ländern sowie in die vom Erdbeben betroffenen Gebiete. Allah sei Dank verläuft unsere Ramadan-Kampagne für Lebensmittelpakete erfolgreich. Unsere Freiwilligen arbeiten unermüdlich, um Ihre Hilfe an die richtigen Stellen zu bringen. Nun liegt es an uns, Teil dieser Wohltätigkeit zu sein und uns die Gebete der Bedürftigen zu verdienen.
Geschwister!
Sie können Ihre Spenden direkt bei unseren Religionsbeauftragten oder den Verantwortlichen der Moscheegemeinde abgeben – selbstverständlich gegen eine Spendenquittung. Alternativ können Sie auch per Überweisung oder über unser digitales Spendensystem in den Moscheen spenden.
Möchten wir, dass unsere Sünden vergeben werden? ⁹ Wollen wir unser Vermögen reinigen¹⁰ und mehren? ¹¹ Dann sollten wir die „gebende Hand“ sein. Der Prophet sagte: „Wer die Bedürfnisse seines muslimischen Bruders erfüllt, dem wird auch Allah seine Bedürfnisse erfüllen.“*¹² Lasst uns also nicht zögern, unseren Geschwistern in Not sowohl finanziell als auch moralisch beizustehen! Möge Allah alle guten Taten von uns annehmen. Möge unser Freitag gesegnet sein!
Die DITIB-Predigtkommission
[1] Koran, ad-Dhariyah, 51/19.
[2] Koran, at-Tawba, 9/34.
[3] Koran, al-Qasas, 28/54.
[4] Koran, al-Isra, 17/29.
[5] Koran, Al-i Imran, 3/92.
[6] Koran, Ma’un, 107/2-4.
[7] Koran, Baqara, 2/110.
[8] Koran, at-Tawba, 9/60.
2025-03-14
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