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Sunnitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Abschied vom Ramadan

DITIB Religionsamt · DITIB · 2025-03-28 · Köln · Quelle

Gemeinschaft · Hauptbotschaft Dankbarkeit · tragend Fürsorge · tragend

Das Ramadan-Fest ist eine Gelegenheit, die Einheit der Glaubensgemeinschaft zu stärken und durch respektvolles, gemeinsames Handeln die Freude an der Gabe des Glaubens zu zelebrieren.

Muslime, die sich anlässlich der Festtage versammeln, werden zu einer Stimme und einer gemeinsamen Seele; sie fühlen die Freude des Festes in ihren Herzen

Der Text markiert das Ende des Fastenmonats Ramadan und bereitet die Gläubigen auf das bevorstehende Ramadan-Fest vor. Er verweist auf die Praxis des Propheten Mohammed, der die Feste als Zeiten der Gemeinschaft und des Respekts vor Gott pflegte. Die Predigt betont die Bedeutung des gemeinsamen Festtagsgebets und der Einheit unter den Muslimen. Es werden konkrete Verhaltensweisen für den Festtag empfohlen, wie das Tragen schöner Kleidung und das respektvolle Miteinander. Der Text ruft dazu auf, alltägliche Pflichten wie Rücksichtnahme im Straßenverkehr nicht zu vergessen. Er schließt mit einem Gebet für Frieden in der Welt und dem Wunsch, das Paradies zu erlangen. Die DITIB-Predigtkommission stellt sich hinter diese Botschaft der Freude und des Zusammenhalts.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Feindschaft, Hass, Zerfall der Gemeinschaft (erschlossen)
Wo sitzt das Übel?
in der eigenen Gemeinde, Familie, Religion
Was hilft dagegen?
Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe, Zugehörigkeit; Gebet, Gottesdienst, Meditation, wiederholte Übung
Was ist der Mensch nach diesem Text?
vor allem Teil einer Gemeinschaft oder Schöpfung
Wohin geht die Geschichte?
Wiederkehr, kein Ziel, immer dasselbe Muster
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf Tradition, Väter, gewachsene Praxis
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Ibn Hanbel, IV, 79 · Darimi, Salah, 220 · Ibn Madsche, Iqameh, 156 · Muslim, Dschum’a, 62 · Abu Dawud, Salah, 234 · Buchari, ‘Ideyn, 8 · Muslim, ‘Ideyn, 8 · Koran 49:10

Gemessen

Grundhaltung
2 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
3 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 2, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Abschied vom Ramadan (28.03.2025) Wir befinden uns in den letzten Tagen des Ramadans. Heute Abend werden wir das letzte Terawih-Gebet verrichten. Das letzte Sahur, die letzte Muqabele, das letzte Fasten, das letzte Fastenbrechen - und schon werden wir, so Allah will, am Sonntagmorgen das Ramadan-Fest erreichen. Möge Allah unsere Bemühungen und Taten, die wir als Seine Diener einen Monat lang unternommen haben, auf die schönste Weise annehmen. Geschwister! Werte Gläubige! Von dem Zeitpunkt an, ab dem das Fasten zur Pflicht wurde, bis zu seinem Ableben erlebte der Prophet (s) neun Ramadan-Monate. In dieser Zeit erfreute er sich insgesamt 18-mal an den Festen, davon neunmal am Ramadan- und neunmal am Opferfest. Unser Prophet, der den Festen besondere Bedeutung beimaß, pflegte sich auf die Festtage gebührend vorzubereiten, so wie er es jeden Freitag tat.[1] Seine diesbezügliche Sensibilität entsprang sowohl seinem Respekt vor seinem Schöpfer als auch seiner Liebe zu den Menschen, die er in seine Arme schließen wollte. So wie immer, verrichtete unser Prophet am Morgen des Festtages das Fedschr-Gebet in Gemeinschaft und begab sich dann nach Sonnenaufgang auf den „Musallâ“ genannten Platz, um dort das Festtagsgebet zu leiten. Der Gesandte Allahs ermutigte alle Muslime in der Stadt, am Festtagsgebet teilzunehmen. Sein Wunsch war es, dass alle Männer und Frauen, Alte, Jugendliche und Kinder die Freude des Festes zusammen erlebten. Unser Prophet (s) verrichtete das Festtagsgebet mit zusätzlichen Tekbirs zu den normalen Tekbirs des Ritualgebets.[2] Er pflegte es, im Ritualgebet die Suren el-A’la und Ghaschiye zu rezitieren[3] und anschließend die Festtagsrede zu halten.[4] Der Gesandte Allahs, der stets großen Wert auf die Einheit und den Zusammenhalt legte, wollte die Gläubigen immer als einen Körper sehen, die einander lieben und einander Mitgefühl entgegenbringen.[5] Diese Einheit der Gläubigen wird insbesondere an den Festtagen sichtbar. Muslime, die sich anlässlich der Festtage versammeln, werden zu einer Stimme und einer gemeinsamen Seele; sie fühlen die Freude des Festes in ihren Herzen, wenn sie rufen: „Allahu Ekber Allahu Ekber! La ilahe illallahu wallahu ekber! Allahu Ekber we lillahi’l-hamd!“ Geschwister! Lasst uns an diesem Sonntagabend unsere Uhren stellen, als würden wir für das Sahur aufstehen wollen. Lasst uns am Morgen des Festes unsere ganze Familie mit Freude wecken. Lasst uns unsere schönsten Kleidungen anziehen und zu Fuß zur Moschee gehen, wenn diese in Fußnähe liegt.  Lasst uns nicht vergessen, dass die Gläubigen Geschwister sind.[6] Fassen wir die Absicht, das Fest wie ein wahres Fest zu leben und dieses Erlebnis mit anderen zu teilen. An so einem Tag dürfen wir auch alltägliche Pflichten nicht vergessen: Lasst uns darauf achten, unsere Fahrzeuge nicht wahllos und rücksichtslos zu parken. Achten wir auf die Rechte anderer. Lasst uns darauf achten, keine Nachbarn und Mitmenschen zu stören. Mögen fröhliche Kinderstimmen am Morgen des Festes in unseren Moscheen widerhallen. Mögen unsere Älteren sich an diesem Tag respektiert, unsere Kleineren geliebt und unsere jungen Menschen wertgeschätzt fühlen. Mögen wir an diesem Ramadan-Fest unsere schönsten Erinnerungen erleben. Lasst uns unserem Herrn versprechen, dass wir unser Bestes tun werden, um das Paradies zu erlangen, welches das größte Fest für uns wäre. Lasst uns für die Umma, die Gemeinschaft des Propheten Muhammed (s) beten. Öffnen wir unsere Hände zu unserem Schöpfer, damit Frieden und Wohl in der Welt herrschen. Die DITIB-Predigtkommission [1] Ibn Hanbel, IV, 79. [2] Darimi, Salah, 220; Ibn Madsche, Iqameh, 156. [3] Muslim, Dschum’a, 62; Abu Dawud, Salah, 234, 236. [4] Buchari, ‘Ideyn, 8; Muslim, ‘Ideyn, 8. [5] Muslim, Birr, 66; Buchari, Adab, 27. [6] Koran, el-Hudschurat, 49/10. 2025-03-28 Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung der DITIB reproduziert, vervielfältigt oder verarbeitet werden. Archiv 2007-2008  | 2009-2010 zurück Top Aktuelles 22.09.2025 DITIB sucht Mediengestalter/In Video- Bild & Ton Nachrichten 24.08.2026 DİTİB-Botschaft zur Mewlid-Nacht 19.08.2026 In tiefer Trauer 12.08.2026 Dr. Mehmet Aksoy, unser geschätzter ehemaliger DİTİB-Vorsitzender, ist verstorben Zu allen Pressemeldungen und Nachrichten Positionen 07.05.2025 Der Gebetsruf (Adhan) 06.05.2025 Humor im Islam 05.06.2024 DITIB Baden-Württemberg verurteilt den Angriff auf Vertreter von Pax Europa und Polizisten in Mannheim aufs Schärfste Archiv Landesverband 27.09.2023 Neuer Vorstand übernimmt Führung der Islamischen Religionsgemeinschaft DITIB-NRW e.V. 14.02.2020 Bombendrohungen gegen vier Moscheen Archiv Freitagspredigt 04.09.2026 Verantwortungsbewusstsein 28.08.2026 Die Herzen finden nur mittels Allahs Gedenken Ruhe 21.08.2026 Unsere Wiedergeburt: Die Geburt des Propheten Gehe zu Predigt Archiv