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Sunnitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

»Ich bin Muslim / Ich bin Muslimin« – Akzeptanzkampagne für Vielfalt und Selbstbestimmung im Islam gestartet

ohne Namen · Ibn-Rushd-Goethe-Moschee Berlin · 2026-03-04 · Berlin · Quelle

Wahrhaftigkeit · Hauptbotschaft Gerechtigkeit · tragend Verantwortung · tragend

Der Berliner Aktionstag gegen »Islamfeindlichkeit« ist problematisch, weil er islamistische Akteure als Kooperationspartner des Staates einbindet und damit die freiheitliche demokratische Grundordnung gefährdet.

Personen oder Organisationen, die islamistische Positionen vertreten oder zu denen verfassungsschutzrelevante Erkenntnisse vorliegen, sollten keinesfalls Kooperationspartner des Staates sein!

Der Text informiert über die Entstehung des Begriffs »Islamfeindlichkeit« und des UN-Tages zur Bekämpfung der Islamophobie am 15. März. Er verweist auf Resolutionen der OIC und behauptet, dass islamistische Akteure in mehreren Staaten diesen Ansatz nutzen, um Kritik am Politischen Islam zu unterdrücken. Der Text beschreibt den Beschluss des Berliner Abgeordnetenhauses, den Tag ab 2026 als Gedenk- und Aktionstag zu begehen, und nennt Raed Saleh als treibende Kraft. Er erwähnt die Einbeziehung der »Expert*innenkommission antimuslimischer Rassismus Berlin« und des Forums Islam Berlin in eine landesweite Handlungsstrategie. Projektleiter Tugay Saraç lehnt dieses Vorgehen ab und kritisiert, dass staatlich geförderte Akteure von islamistischen Netzwerken gestaltet würden. Er warnt davor, Extremismus mit Akteuren bekämpfen zu wollen, die in Abhängigkeit von islamistischen Akteuren aus dem Ausland stehen. Der Text grenzt sich mit einer Akzeptanzkampagne von islamistischen Akteuren und ihrer Auslegung des Islam ab.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Feindschaft, Hass, Zerfall der Gemeinschaft; Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Wo sitzt das Übel?
in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
Was hilft dagegen?
gerechte gesellschaftliche oder politische Verhältnisse; Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis
Was ist der Mensch nach diesem Text?
selbstbestimmt, Urheber seines Handelns
Wohin geht die Geschichte?
es wird schlechter, eine Ordnung geht zu Ende
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf Argument, Logik, Wissenschaft; auf eigenes Erleben, Zeugnis, Begegnung
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Gemessen

Grundhaltung
-1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
4 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
2 von 3, benannt: Islamistische Akteure und deren Netzwerke
Zeitbezug
früher 2, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Aufklärung zum Berliner Aktionstag gegen »Islamfeindlichkeit« am 15. März ↓ Die Begriffe »Islamfeindlichkeit« und »Islamophobie« sind verstärkt seit den 1990er Jahren Gegenstand internationaler politischer Initiativen. Insbesondere Staaten der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) haben auf UN-Ebene Resolutionen zur sogenannten »Verleumdung von Religionen« eingebracht. Erklärtes Ziel war es, den Islam stärker vor »Diffamierung« zu schützen. In mehreren der treibenden Staaten – darunter Pakistan, Katar, Türkei, Iran oder Saudi-Arabien – konnte jedoch deutlich beobachtet werden, dass Islamist*innen mit diesem Ansatz vor allem Kritik am Politischen Islam und seinem Machtanspruch unterdrücken – und darüber hinaus auch in Europa und Deutschland subversiv Einfluss auf die Politik nehmen wollen. Nach jahrelangem Lobbying beschloss die UN-Generalversammlung im Jahr 2022 die Einführung eines »Internationalen Tages zur Bekämpfung der Islamophobie«, der jährlich am 15. März begangen wird – dem Jahrestag des Anschlags von Christchurch 2019. Im September 2025 verabschiedete das Berliner Abgeordnetenhaus den Beschluss, diesen Tag erstmals ab 2026 als Gedenk- und Aktionstag gegen »Islamfeindlichkeit« zu begehen. Für diese Initiative hatte sich laut Medienberichten vor allem der Berliner SPD-Fraktionsvorsitzende Raed Saleh eingesetzt. Das Land Berlin erklärte, ein Eckpunktepapier für eine landesweite Handlungsstrategie zur Prävention von »Islamfeindlichkeit« zu erarbeiten. Dabei sollen unter anderem die »Expert*innenkommission antimuslimischer Rassismus Berlin« sowie das Forum Islam Berlin (FIB) einbezogen werden. Ziel sei es, »konsequent gegen jede Form von Extremismus, Diskriminierung, gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und Rassismus vorzugehen« und »Unterstützungsbedarfe« für Islamverbände und Moscheegemeinden zu ermitteln. Projektleiter Tugay Saraç lehnt dieses Vorgehen des Landes Berlin ab: »Zunächst war ich schockiert. Denn der UN-Tag gegen ›Islamfeindlichkeit‹ hat eine unsägliche Geschichte und wurde von islamistischen Regierungen vorangetrieben – und Berlin setzt gewissermaßen noch einen drauf: Das staatlich geförderte ›Forum Islam Berlin‹ wird von islamistischen Netzwerken gestaltet. Staatliche Stellen sind schlecht beraten, Extremismus mit Akteuren bekämpfen zu wollen, die teilweise in Abhängigkeit von Islamist*innen aus dem Ausland sind und selbst nicht eindeutig auf dem Boden der freiheitlichen demokratischen Grundordnung stehen. Personen oder Organisationen, die islamistische Positionen vertreten oder zu denen verfassungsschutzrelevante Erkenntnisse vorliegen, sollten keinesfalls Kooperationspartner des Staates sein! Dies sollte selbstverständlich sein. Dennoch ist Berlin hier eingeknickt. Einen größeren Schaden kann man unserer freiheitlichen Gesellschaft und den vielen Menschen in der muslimischen Community kaum antun. Mit unserer Akzeptanzkampagne grenzen wir uns klar von diesen islamistischen Akteuren und ihrer Auslegung des Islam ab.«