Die Undankbarkeit: Blindheit Gegenüber den Gaben Allahs
Undankbarkeit gegenüber Allahs Gaben und gegenüber Mitmenschen ist eine menschliche Schwäche, die durch bewusste Dankbarkeit als innerer Zustand und als Verhalten überwunden werden kann.
Undankbarkeit bedeutet, gegenüber Allahs Gaben blind zu sein; sie bedeutet, die Gaben und Segnungen zu ignorieren und das Gute, das einem widerfahren ist, zu vergessen.
Der Text behandelt die Undankbarkeit als menschliche Schwäche, die im Koran und in Hadithen benannt wird. Er definiert Undankbarkeit als Blindheit gegenüber den Gaben Allahs und als das Vergessen oder Leugnen von Wohltaten. Als Beispiele werden das Hineinsehen in den Besitz anderer, das Vergessen der Mühen von Eltern und Ehepartnern sowie das Vorenthalten eines Dankes an Mitmenschen genannt. Als Gegenmittel wird Dankbarkeit (Schukr) vorgestellt, die als innerer Zustand und als Verhalten beschrieben wird. Der Text ruft dazu auf, Allah nicht nur in der Not, sondern auch in Zeiten des Wohlergehens zu gedenken und die Pflichten als Seine Diener zu erfüllen. Die Predigt richtet sich an die Gemeinde und verbindet theologische Aussagen mit alltagsnahen moralischen Hinweisen.
Weltbild
was das heißt- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
- Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst; Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
- Wo sitzt das Übel?
- im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
- Was hilft dagegen?
- innere Wandlung, Reue, Sinnesänderung; praktisches Handeln am Nächsten, Werke
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
- von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
- Wohin geht die Geschichte?
- die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
- auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf den Stifter oder Propheten der Tradition
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
- den eigenen Glaubensgeschwistern
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
- auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst
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Wozu der Text aufruft
- die eigenen Gaben schätzen (innerlich)
- Allah in Zeiten der Fülle gedenken (rituell)
- Mitmenschen danken (zwischenmenschlich)
Genannte Stellen
Koran 4:28 · Koran 20:15 · Koran 17:100 · Koran 18:54 · Koran 17:11 · Koran 70:19 · Koran 100:6-7 · Tirmidhi, Birr, 35
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 3 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 2, jetzt 2, künftig 1