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Sunnitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Die Undankbarkeit: Blindheit Gegenüber den Gaben Allahs

DITIB Religionsamt · DITIB · 2025-07-25 · Köln · Quelle

Dankbarkeit · Hauptbotschaft Demut · tragend Verantwortung · tragend

Undankbarkeit gegenüber Allahs Gaben und gegenüber Mitmenschen ist eine menschliche Schwäche, die durch bewusste Dankbarkeit als innerer Zustand und als Verhalten überwunden werden kann.

Undankbarkeit bedeutet, gegenüber Allahs Gaben blind zu sein; sie bedeutet, die Gaben und Segnungen zu ignorieren und das Gute, das einem widerfahren ist, zu vergessen.

Der Text behandelt die Undankbarkeit als menschliche Schwäche, die im Koran und in Hadithen benannt wird. Er definiert Undankbarkeit als Blindheit gegenüber den Gaben Allahs und als das Vergessen oder Leugnen von Wohltaten. Als Beispiele werden das Hineinsehen in den Besitz anderer, das Vergessen der Mühen von Eltern und Ehepartnern sowie das Vorenthalten eines Dankes an Mitmenschen genannt. Als Gegenmittel wird Dankbarkeit (Schukr) vorgestellt, die als innerer Zustand und als Verhalten beschrieben wird. Der Text ruft dazu auf, Allah nicht nur in der Not, sondern auch in Zeiten des Wohlergehens zu gedenken und die Pflichten als Seine Diener zu erfüllen. Die Predigt richtet sich an die Gemeinde und verbindet theologische Aussagen mit alltagsnahen moralischen Hinweisen.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst; Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
innere Wandlung, Reue, Sinnesänderung; praktisches Handeln am Nächsten, Werke
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf den Stifter oder Propheten der Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Koran 4:28 · Koran 20:15 · Koran 17:100 · Koran 18:54 · Koran 17:11 · Koran 70:19 · Koran 100:6-7 · Tirmidhi, Birr, 35

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
3 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 2, jetzt 2, künftig 1

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Die Undankbarkeit: Blindheit Gegenüber den Gaben Allahs (25.07.2025) Liebe Geschwister! Werte Gläubige! Allah, der Erhabene, spricht von so manchen Schwächen, die in der Natur des Menschen veranlagt sind. Gemäß dem Koran wurde der Mensch als schwaches Wesen erschaffen.[1] Von Natur aus ist er vergesslich,[2] neigt zum Geiz[3] und zur Streitlust,[4] ist hastig,[5] ungeduldig und gierig.[6] Eine weitere negative Eigenschaft ist seine Undankbarkeit. Unser allmächtiger Schöpfer offenbart diese Tatsache in der Sure Âdiyât wie folgt: „Gewiss, der Mensch ist wahrlich gegen seinen Herrn undankbar, und hierfür ist er selbst ein Zeuge.“[7] Liebe Geschwister! Undankbarkeit bedeutet, gegenüber Allahs Gaben blind zu sein; sie bedeutet, die Gaben und Segnungen zu ignorieren und das Gute, das einem widerfahren ist, zu vergessen. Nach den Worten unseres Propheten (s) bedeutet Undankbarkeit, die Gaben nicht zu erwähnen und sie zu leugnen. Im Leben gibt es viele Beispiele für Undankbarkeit. Es ist Undankbarkeit, die Segnungen, die uns zuteilwurden, als selbstverständlich anzusehen und ihren Wert nicht zu schätzen. Es ist Undankbarkeit, auf das zu schauen, was andere haben und dabei das zu übersehen, was wir selbst haben und schlussendlich mit unserem Leben unzufrieden zu sein. Also sollten wir nicht auf das fokussiert sein, was wir nicht haben, und stattdessen unsere vorhandenen Gaben zu schätzen wissen. Denn der Erhabene Allah gibt dem Menschen sowohl die Gaben als auch die Schwierigkeiten nur in dem Maß, wie er sie tragen kann. Das entspricht Seiner Gerechtigkeit. Natürlich dürfen wir danach streben, bessere Möglichkeiten zu erreichen, doch dabei sollten wir nicht unserer Gier verfallen. Liebe Geschwister! Die Gaben unseres Herrn zu verleugnen, bedeutet Undankbarkeit gegenüber Allah. Jeder Atemzug, jeder Schluck Wasser, all die unzähligen Gaben, die uns zuteilwerden, sind allesamt Gnadengaben unseres Schöpfers. Diese Gaben nicht wertzuschätzen, ist Undankbarkeit. Aus diesem Grund dürfen wir unseren Herrn, der uns alle Gaben schenkt, niemals vergessen. Wir dürfen unsere Pflichten als Seine Diener niemals vernachlässigen. Wir sollten Allahs nicht nur in Notlagen gedenken, sondern auch in Zeiten der Fülle und des Wohlergehens. Vergessen wir nicht: Undankbarkeit tritt nicht nur gegenüber unserem Schöpfer zum Vorschein, sondern auch gegenüber unseren Mitmenschen. Es ist Undankbarkeit, wenn wir die Mühen unserer Eltern oder die Selbstlosigkeit und Anstrengung unseres Ehepartners vergessen. Es ist Undankbarkeit, wenn wir eine helfende Hand, die uns in der Not gereicht wurde, nach der Überwindung unserer Krise leugnen. Ebenfalls ist es Undankbarkeit, wenn wir unseren Mitmenschen ein kleines Dankeschön vorenthalten. Unser Prophet (s) warnte uns diesbezüglich mit folgenden Worten: „Wer den Menschen nicht dankt, dankt auch Allah nicht.“[8] Dieser Hadis macht deutlich, dass Dankbarkeit nicht nur eine Haltung gegenüber Allah ist, sondern auch eine grundlegende moralische Verantwortung gegenüber den Menschen. Geschwister! Das Heilmittel gegen die Krankheit der Undankbarkeit ist Dankbarkeit (Schukr). Dankbarkeit bedeutet, eine erwiesene Wohltat zu schätzen, ihren Wert zu wissen und entsprechend zu handeln. Dankbarkeit ist nicht nur eine Äußerung mit der Zunge - es ist ein Zustand des Herzens, der sich in unserem Verhalten widerspiegelt. Der dankbare Mensch erkennt den Wert seiner Gaben und stärkt seine Bindung zu Allah. Somit wird sein Leben segensreich. Oh Allah! Lasse uns nicht zu den Undankbaren gehören! Erfülle unsere Herzen mit Dankbarkeit, schmücke unsere Zunge mit Lobpreisungen und gewähre uns ein Leben in Achtsamkeit gegenüber Deinen Gaben! (Amin) Die DITIB-Predigtkommission [1] Koran, Nisa, 4/28. [2] Koran, Taha, 20/15. [3] Koran, Isra; 17/100. [4] Koran, Kehf, 18/54. [5] Koran, Isra, 17/11. [6] Koran, Mearic, 70/19. [7] Koran, Adiyat, 100/6-7. [8] Tirmidhi, Birr, 35. 2025-07-25 Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung der DITIB reproduziert, vervielfältigt oder verarbeitet werden. Archiv 2007-2008  | 2009-2010 zurück Top Aktuelles 22.09.2025 DITIB sucht Mediengestalter/In Video- Bild & Ton Nachrichten 24.08.2026 DİTİB-Botschaft zur Mewlid-Nacht 19.08.2026 In tiefer Trauer 12.08.2026 Dr. Mehmet Aksoy, unser geschätzter ehemaliger DİTİB-Vorsitzender, ist verstorben Zu allen Pressemeldungen und Nachrichten Positionen 07.05.2025 Der Gebetsruf (Adhan) 06.05.2025 Humor im Islam 05.06.2024 DITIB Baden-Württemberg verurteilt den Angriff auf Vertreter von Pax Europa und Polizisten in Mannheim aufs Schärfste Archiv Landesverband 27.09.2023 Neuer Vorstand übernimmt Führung der Islamischen Religionsgemeinschaft DITIB-NRW e.V. 14.02.2020 Bombendrohungen gegen vier Moscheen Archiv Freitagspredigt 04.09.2026 Verantwortungsbewusstsein 28.08.2026 Die Herzen finden nur mittels Allahs Gedenken Ruhe 21.08.2026 Unsere Wiedergeburt: Die Geburt des Propheten Gehe zu Predigt Archiv