Durch die ständige Praxis des Nembutsu wird das unveränderliche, mit Amida verbundene wahre Selbst erkannt, was zu einer tiefen inneren Ruhe, Dankbarkeit und einer unerschütterlichen Lebensfreude führt, die über das vergängliche Ego hinausgeht.
Der Text stellt die Lehre des Jodo-Buddhismus vor, insbesondere die Lichtglanzlehre (Komyo Shugi) von Yamazaki Benni. Er argumentiert, dass jedes Wesen ein unveränderliches, spirituelles Selbst besitzt, das Teil von Amida Buddha ist. Das veränderliche Ego, geprägt von Karma und Begierden, wird mit Wellen auf Wasser verglichen, während das wahre Selbst dem Wasser entspricht. Durch die ständige Praxis des Nembutsu (Ausruf des Namens Amidas) wird dieses wahre Selbst erkannt und das Ego beruhigt. Der Text betont, dass diese Praxis zu Gelassenheit, Dankbarkeit und einer tiefen Lebensfreude führt, die auch vor Krankheit und Tod schützt. Es wird betont, dass äußere Umstände wie Beruf oder Geschlecht keine Rolle spielen, sondern nur der innere Glaube und die Praxis. Die Lehre wird als kompatibel mit der Naturwissenschaft dargestellt und als Weg zu innerer Ruhe und Mitgefühl beschrieben.
Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut anzeigen
Guten Tag, mein Name ist Conan, ich gehöre der Jodo-Buddhistischen Gemeinschaft an und heiße sie herzlich willkommen beim Podcast Einfach Buddha. In dieser fünften und letzten Folge dieses Podcast über den zweiten der drei Schätze Dharma beschäftigen wir uns mit der Lebensfreude, die aus einer tiefen Spiritualität erwachsen kann. Jedes Wesen hat im Kern ein eigenständiges unveränderliches Selbst, das sie im Inneren wohnt. Dieses Selbst ist ein Teil von Amida, dem unermesslichen Leben, das das ganze Universum umspannt. Nach der Lehre des japanischen Jodoshu Priestas Yamazaki-Benni sind wir alle quasi Kinder Amidas, die mit Amida als unser spirituellen Eltern und miteinander untrennbar verbunden sind. Wenn wir uns dieser Verbindung bewusst werden, fangen wir nach Yamazakis Lehre an, ein Leben im Licht zu führen und erleben unsere Geburt ins Rheine Land. Dazu brauchen wir nur Amidas Namen anzurufen, das Nembo zu. Die ständige Praxis des Nembo zu führt uns dazu, dass wir geistig von Amidabudas unendlichem Licht durchstrahlt werden. Das Licht Amidabudas wiederum lässt uns unser wahres Selbst erkennen. Amidas Licht ist auf spiritueller Ebene das, was die Sonne für die natürliche Welt ist. Ohne das Licht der Sonne gibt es kein Leben. So wie es gemäß den Forschungsergebnissen der Naturwissenschaft einmal einen Ursprung des natürlichen Lebens auf der Erde gegeben hat, ist Amida unser spiritueller Ursprung, mit dem wir durch das Nembo zu in Verbindung treten können. Auch Shakyamuni Buddha war nach dieser Lehre ein Teil von Amida, der sich abspaltete, um als Mensch oder historische Person geboren zu werden. Eine der drei Buddha-Verkörperungen. Nach seiner Erlangung der Buddhaschaft ging er dann wieder in Amida Buddha über. Den Weg zum Erkennen oder Erwachen zu dieser Verbindung mit Amida und zur Geburt ins Rheine Land muss jeder Mensch individuell für sich beschreiten und erfahren, denn diese geistige Weiterentwicklung verläuft bei jedem Wesen unterschiedlich. Wir sind nur gleich darin, dass wir alle durch unsere Nembo zur Praxis auf gleiche Weise ins Rheine Land gelangen können. Jeden Tag häufen wir neue Taten und neue Begierden oder Vergehen an, Karma und Bonno genannt. Es sind so viele, dass wir den Überblick über ihre Anzahl und ihre Wirkungen verlieren. Auch das ist unser selbst, unser veränderliches, unbeständiges Ego. Es existiert in dieser materiellen, natürlichen Welt, die wir jeden Tag erfahren. Dieses Ego setzt sich aus vielen verschiedenen Faktoren wie Haut, Haaren, Gedanken, Emotionen und so weiter zusammen. Es existiert nicht aus sich selbst heraus, sondern ändert sich jeden Tag und jede Minute im Gegensatz zu unserem spirituellen unveränderlichen Selbst. Durch die Räzitation des Nembo zu werden wir unabhängig vom Karma und den Veränderungen, die unser Ego ständig durchläuft. In seinem Buch über das wahre Selbst vergleicht der Jodoshu Mensch und Psychologieprofessor Sasamoto Kaijo, der von 1874 bis 1937 lebte, dieses Verhältnis mit dem Wasser und den Wellen, die das Wasser schlägt. Unser wahres unveränderliches Selbst ist wie das Wasser, das immer da ist. Das von Bonno und Karma geprägte veränderliche Ich oder Ego ist wie die Wellen, die an der Oberfläche des Wassers zu sehen sind. Jede Welle ist anders und unterschiedlich groß. Sie repräsentieren auch unsere vielen Wiedergeburten, die uns immer anderer Form und anderen Umständen in Erscheinung treten lassen. Ohne Wasser kann es keine Wellen geben, aber das Wasser, also unser wahres Selbst, ist durch die Wellen nicht klar erkennbar. Erst wenn wir uns Amida Buddha zuwenden und das Nembu zu praktizieren, kommen die Wellen zur Ruhe, denn wir verlassen den Kreislauf der Wiedergeburten und sind einfach nur noch Wasser. Sasamoto Kaijo benutzt hierfür noch ein anderes Bild, das von Gold-Erz, das über viele Jahre durch Einlagerung von Gold zusammen mit anderen Mineralien entsteht und wächst. Diese anderen Mineralien sind unsere Bonno, unsere Begierden und Leidenschaften, unser Karma, die das reine Gold überlagern und kontaminieren. Erst durch unsere Geburt ins reine Land wird das Gold, unser wahres Selbst, aus dem Erz extrahiert und gereinigt, also zu purem Gold. Man kann es auch als die Buddha-Natur bezeichnen, die unser wahres Absolutes Selbst darstellt, das wir nicht aus eigener Kraft erwecken und erkennen können. Die Kraft Amida Buddhas erweckt unsere Buddha-Natur und lässt uns durch die Transformation im reinen Land zu unserem wahren Unsterblichen Selbst zurückkehren. Sasamoto Kaijo war ein Schüler des in Japan sehr verehrten Meisters Yamazaki Bende. Die Gedankenwelt und Lehre des Jodoshu Priestas Yamazaki Bende, der von 1859 bis 1920 lebte, wird auch als Lichtglanzlehre auf Japanisch Komyo Shugi bezeichnet. Kurz gesagt steht sie für eine Lebensweise, in deren Mittelpunkt die Lichtmanifestation Buddhas steht. Gegenstand des Glaubens ist Amida Buddha. Ziel ist eine vom Licht Buddhas erfüllte Lebensweise. Die praktische Umsetzung erfolgt durch die Anrufung von Buddhas Namen in Form des Namuamidabutsu. Das Besondere an der Lichtglanzlehre ist ihr ganzheitlicher und sinkretistischer Ansatz, da sie nicht nur in den buddhistischen Schriften, sondern auch in anderen Religionen und in der Naturwissenschaft nach der Wahrheit sucht. Dazu kommt, dass sie auf moderne Weise zu erklären versucht, in welchem mentalen Zustand man durch die Namuamidabutsu Anrufung konkret versetzt wird und auf welche Weise Spiritualität, also unsere Buddha Natur entwickelt wird und zu einer psychischen Verbesserung führt. Yamazaki Bende bezeichnete die buddhistischen Sutren und andere Leerschriften als Wirksamkeitserklärungen wie bei Medikamenten. Damit meinte er, dass die bloße Existenz und das theoretische Erfahren durch Lesen einer Schrift noch keine Wirkung zeigt, sondern die Schriften durch praktische Anwendung der beschriebenen Inhalte auf ihre Wirksamkeit überprüft werden müssen, um ein Gefühl der Dankbarkeit zu erzeugen. In diesem Sinne ist auch die Gedankenfeld des Bende Yamazaki eine Wirksamkeitserklärung oder funktionale Schrift, deren Wirkung man durch praktizierendes Namu zu selbst erfahren muss. Das erstmals in deutscher Übersetzung vorliegende buddhistische Stundenbuch in Hingabe an Amida Buddha's Licht von Yamazaki Bende hat die Philosophie des Mahayana Buddhismus als Grundlage, die durch Yamazaki's eigene religiöse Erfahrung und durch christliche Elemente ergänzt wurde und erhält die gesamte komio- oder lichtglanzlehre Yamazaki Bende in kondensierter Form. Dieses Buch der Anbetung ist nicht nur ein bloßher theoretischer Text, sondern eine Anleitung zu morgens und abends durchzuführenden Ritualen in Gebetsform, die zu einer Richtlinie für das alltägliche Leben werden kann. Es hat die Form einer Zwiesprache mit Buddha, die als tägliches Gebet und Vergegenwärtigung zu einer Entwicklung von Spiritualität führen kann und sich so im Laufe der Zeit von der Form in Wahrheit umwandeln kann. Im Leben sind wir oft verunsichert, erfahren Schmerz und Leid und sind traurig. Aus diesem Leiden heraus haben auch die großen Buddhisten der Vergangenheit durch die Begegnung mit Buddhas Lehre einen Weg gefunden. Wie kann man ein aufrichtiges, freutvolles und fröhliches Leben in Wahrheit führen? Auf diese Frage findet man die Antwort nicht alleine durch Lesen und Verstehen der Schriften, sondern durch tägliche Praxis des Nembozu und im Zwiespräch mit Buddha. Wenn wir ein Leben im Licht von Amida Buddha führen, dann können uns Alter, Krankheit und Tod nicht mehr viel anhaben. Sasamoto Kaijo führt in einem anderen Buch, Raihaigi Kowa auf Deutsch Vorträge über das buddhistische Stundenbuch, eine Geschichte von dem Mönch Uppasena in Indien an. Während seiner buddhistischen Praxis wurde Uppasena von einer Giftschlange gebissen und konnte sich daraufhin nicht mehr bewegen. Er bat seine Schüler, ihn nach draußen zu tragen. Shari Putra, einer der engsten Schüler von Shakyamuni Buddha, kam ihn besuchen, um nach seinem Gesundheitszustand zu sehen. Shari Putra war überrascht, Uppasena trotz seines nahenden Todes fröhlich und gelassend zu sehen. Er sprach ihn an, du kannst jeden Moment sterben, wie kannst du dann so friedlich sein? Daraufhin soll Uppasena geantwortet haben, es gibt kein Ich, das stirbt. Er hatte erkannt, dass sein wahres Selbst in Verbundenheit mit Amida Buddha nicht mehr abhängig von Krankheit und Tod ist. Mit dieser Gelassenheit, die aus unserem Leben im Nembozu herauskommt, kann uns im Alltag eigentlich nichts mehr Sorgen bereiten. Wenn es doch einmal passiert, fangen wir einfach wieder an, das Namu Amidabhu zuzusprechen und nach einer Zeit werden wir wieder an die Verbindung mit Amida erinnert. Gemäß dem Fünften von Amidabhudas 48 Gelübden haben alle Wesen in seinem Land die Fähigkeit, sich an ihre vergangenen Leben zu erinnern. Unser wahres unveränderliches Selbst erinnert sich also an die vielen Wellen, die es im Lauf der Zeit geschlagen hat, um im Bild von Sasamoto Kaijo zu bleiben. Äußeres und inneres Selbst sind eins. Nach Honenz Leere brauchen wir uns also nur auf die ständige Praxis des Nembozu zu konzentrieren und einfach nur das Namu Amidabhu zuzusprechen im festen Glauben an unsere Geburt ins Rheine Land. Welchen Beruf wir dabei ausüben, welches Geschlecht wir haben, welche Sachen wir essen oder trinken, wie unsere Haare aussehen, ob unsere Kleidung schick oder ungepflegt ist. All das spielt gemäß Honenz Dharma Worten, Japanisch Gohogo, keine Rolle. Das Nembo zu können wir überall und immer praktizieren. Atemübungen und stille Sitzmeditation können uns dabei unterstützen, aber sie sind nicht ausschlaggebend und nicht notwendig. Wir brauchen auch keine schlauen Bücher dafür zu lesen oder Tore Tempel zu bauen. Wenn wir das Nembozu im vollen Vertrauen auf Amidabu da praktizieren, können wir uns ansonsten voll auf die schönen und freudebringenden Aspekte des Lebens konzentrieren. Machen wir uns und anderen öfter eine Freude. Genießen wir die guten Speisen und Getränke, die die Natur uns schenkt und singt dankbar dafür. Wir müssen auch nicht auf Fleisch verzichten, aber wir sollten uns den Respekt für jedes einzelne Leben auf dieser Erde bewahren und dem Tier, das für uns gestorben ist, unsere Dankbarkeit erweisen. Wir sollten seine Leidenschaft und die Leidenschaft in der Welt bewahren, indem wir sein Fleisch nicht verschwenden oder gar wegwerfen. Amidabu das Licht zeigt sich nach Yamazaki Benne's Leere in 12 Manifestationen. Jede davon bewirkt etwas Unterschiedliches in uns. Wenn wir von Amid das Licht durchstrahlt werden, sind wir befreit von Hass, Gehe und Ignoranz. Wir empfinden Mitgefühl. Unser Karma wird von Amid das Licht mit einem Mal ausgelöscht. Wir werden innerlich gereinigt von geistigem Schmutz. Amid das freutvolles Licht lässt uns eine starke Lebensfreude und Inspiration spüren. Sein Licht der Weisheit bringt uns dazu nicht nur für uns, sondern auch für alle anderen Wesen, die Buddhaschaft zu erlangen. So durchlaufen wir eine geistige Transformation, wenn wir durch unsere Nembo zur Räzitation vom Licht Amidas durchstrahlt werden. Dies führt tatsächlich zu einem Leben im Licht Amidas, zu einer tiefen Gelassenheit und innerer Ruhe. Und vor allem zu großer Dankbarkeit für dieses Leben. Langsam werden wir von einem Bombu, einem gewöhnlichen Menschen, zu einem Gefäß Amida Buddhas und unser wahres Selbst kommt als Teil von Amida zur Entfaltung. So lassen sich im Dharma die Erkenntnisse und Lehren der Naturwissenschaft problemlos mit einer tiefen Spiritualität in Einklang bringen, denn Dharma geht über die materielle Welt der Natur hinaus. In unserem Alltag ist die Praxis der entscheidende Ausdruck unseres buddhistischen Glaubens. Und praktische Übungen kann man sowohl alleine als auch in der Gemeinschaft mit anderen durchführen. Das geht beim Nembo zu ohne großen Aufwand und ohne Kosten. Die Nembo zu Übungen der jodobuddhistischen Gemeinschaft in Deutschland finden regelmäßig kostenlos Online statt und manchmal auch in Präsenz. Und damit wären wir beim dritten Schatz angekommen. Das Hangar der buddhistischen Gemeinschaft. Um diesen Schatz wird es in den nächsten fünf Folgen dieses Podcast gehen. Amida Buddhas und Amida Buddhas