omnist.world

English

Sunnitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Die Säule der Religion, der Schlüssel zum Paradies: Das rituelle Gebet (Salah)

DITIB Religionsamt · DITIB · 2025-10-03 · Köln · Quelle

Verantwortung · Hauptbotschaft Demut · tragend Gemeinschaft · tragend

Das rituelle Gebet ist die zentrale Pflicht des Muslims, die ihn persönlich verwandelt, die Gemeinschaft einigt und als Voraussetzung für das Paradies gilt.

Ein Glaube, der uns heute nicht zum Gebet bewegt, wird uns morgen nicht zum Paradies führen.

Der Text ist eine Freitagspredigt des DITIB-Religionsamts, die das rituelle Gebet (Salah) als zentrale Säule des Islam und als Schlüssel zum Paradies darstellt. Sie betont, dass das fünfmal tägliche Gebet für jeden Muslim verpflichtend ist, unabhängig von Alter, Beruf oder Gesundheitszustand. Der Prophet wird zitiert, der das Gebet als beste Tat und erste Rechenschaftsfrage am Jüngsten Tag bezeichnete. Die Predigt beschreibt die einzelnen Gebetshaltungen (Stehen, Verbeugung, Niederwerfung) als symbolische Ausdrücke der Hingabe und des Wiedererwachsens. Die gemeinsame Gebetsrichtung (Qibla) wird als Zeichen der Einheit aller Muslime hervorgehoben. Ein aktueller Bezug besteht in der Bitte um Frieden für die heiligen Stätten, insbesondere Jerusalem (Quds), und um Schutz für dort lebende Kinder, Alte und Frauen. Der Text schließt mit dem Versprechen, dass ein aufrichtig verrichtetes Gebet den Charakter stärkt und Erleichterung statt Last bringt.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Gebet, Gottesdienst, Meditation, wiederholte Übung; Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe, Zugehörigkeit
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Koran 20:130 · Koran 2:238 · Koran 11:114 · Koran 17:78 · Koran 30:17 · Buhârî, Îmân, 2 · Buhârî, Tevhîd, 48 · Tirmizî, Îmân, 8

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
3 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
1 von 3
Zeitbezug
früher 2, jetzt 2, künftig 2

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Die Säule der Religion, der Schlüssel zum Paradies: Das rituelle Gebet (Salah) (03.10.2025) Meine Geschwister! Liebe Gläubige! Allah lädt uns fünfmal täglich zum Gebet ein: zum Morgengebet, Mittagsgebet, Nachmittagsgebet, Abendgebet und Nachtgebet. [2] Diese Gebete sind für jeden Muslim verpflichtend. Ob jung oder alt, Rentner oder berufstätig, gering oder vielbeschäftigt, gesund oder krank, zu Hause oder auf Reisen; niemand ist davon ausgenommen. Meine Geschwister! Der Gesandte Allahs (s) sagte: „Die beste Tat ist das Gebet zur rechten Zeit.“[3] Er nannte das Gebet „die Säule der Religion“[4] und machte deutlich, dass es die erste Handlung ist, über die der Diener Allahs am Jüngsten Tag Rechenschaft ablegen muss.[5] Zugleich überbrachte er die frohe Botschaft: Wer seine täglichen Gebete regelmäßig verrichtet – mit korrekter ritueller Waschung (Wudu), mit Verbeugungen (Ruku‘), Niederwerfungen (Sudschud) und unter Einhaltung der Gebetszeiten – dem ist das Paradies verheißen.[6] Ein Muslim, der dem Ruf Allahs folgt, lässt das Gebet nicht ausfallen. Ein Muslim, der dem Ruf Allahs folgt, lässt das Gebet nicht ausfallen, mit dem Gedanken, es zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen. Denn das Gebet ist kein Ritual, das aufgeschoben, hastig oder nebenbei erledigt werden sollte. Es ist vielmehr eine Begegnung, ein persönliches Gespräch mit Allah[7] und ein Ausdruck der Erneuerung unseres Bundes mit Allah. In jedem Gebet bezeugen wir mit „Allahu Akbar! Allahu Akbar! Allahu Akbar!“, dass allein Allah der Große ist. Im rituellen Gebet symbolisiert das Stehen das Wiedererwachen. Die Verbeugung zeigt unsere Hingabe und die Niederwerfung ist der Moment, in dem der Diener seinem Herrn am nächsten ist.[8] Sie ist der tiefste Ausdruck der Dienerschaft. Dass alle Muslime auf der ganzen Welt sich beim Gebet in dieselbe Richtung wenden, ist das stärkste Zeichen des gemeinsamen Glaubens und der Einheit der Herzen. Die Gebetsrichtung (Qibla) ist ein göttlicher Kompass, der uns das Bewusstsein für Einheit und Zusammenhalt verleiht und uns in einer gemeinsamen Gebetsreihe verbindet. Meine Geschwister! Während wir uns zur Qibla wenden, sollten wir auch unsere erste Gebetsrichtung, Quds, nicht vergessen. Bitten wir Allah, dass diese heiligen Gebiete, die einst als „Darussalam“ – „Land des Friedens“ – galten, wieder ein Ort des Friedens werden und dass die Menschen dort – insbesondere Kinder, Alte und Frauen – in Sicherheit und Ruhe leben können. Meine Geschwister! Ein mit Aufrichtigkeit verrichtetes Gebet verändert den Menschen. Es stärkt seinen Charakter und Moral, macht ihn gerecht, barmherzig, diszipliniert, achtsam und demütig. Es formt ihn zu einem Menschen mit Bewusstsein, Verantwortung und Mitgefühl. Meine Geschwister! Das Gebet wurde dem Menschen nicht auferlegt, um ihm eine Last zu sein. Im Gegenteil: Es ist eine Erleichterung. Denn der wertvollste Moment im Leben eines Dieners ist jener, in dem er Allah begegnet. Für unseren geliebten Propheten war das Gebet keine mühsame Pflicht, sondern ein sicherer Hafen, in dem er Ruhe fand. Er empfand das rituelle Gebet als Lichtquelle für das Herz.[9] Wenn die Gebetszeit kam, sprach er mit Freude: „O Bilal, ruf zum Gebet, damit wir Erleichterung finden.“[10] Meine Geschwister! Wenn wir uns im Diesseits nicht Allah zuwenden, wie wollen wir dann am Tag des Gerichts vor Ihn treten? Das Gebet ist der Schlüssel zum Paradies. Vergessen wir nicht: Ein Glaube, der uns heute nicht zum Gebet bewegt, wird uns morgen nicht zum Paradies führen. Oh Allah! Mache uns und unsere Nachkommen zu jenen, die das rituelle Gebet aufrecht und dauerhaft verrichten! Oh Allah! Lass uns zu jenen gehören, die durch das rituelle Gebet auferstehen, sich reinigen und zur Wahrheit finden! (Amin) DİTİB Hutbe Komisyonu [1] Buhârî, Îmân, 2. [2] Taha, 20/130, Bakara, 2/238, Hud, 11/114, İsra, 17/78, Rum, 30/17. [3] Buhârî, Tevhîd, 48. [4] Tirmizî, Îmân, 8; İbn Hanbel, V, 231. [5] Nesâî, Muhârebe, 2. [6] İbn Hanbel, IV, 266. [7] Buhârî, Salât, 36. [8] Müslim, Salât, 215. [9] Nesâî, Işratü"n-nisâ", 1. [10] Ebû Dâvûd, Edeb, 78. 2025-10-03 Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung der DITIB reproduziert, vervielfältigt oder verarbeitet werden. Archiv 2007-2008  | 2009-2010 zurück Top Aktuelles 22.09.2025 DITIB sucht Mediengestalter/In Video- Bild & Ton Nachrichten 24.08.2026 DİTİB-Botschaft zur Mewlid-Nacht 19.08.2026 In tiefer Trauer 12.08.2026 Dr. Mehmet Aksoy, unser geschätzter ehemaliger DİTİB-Vorsitzender, ist verstorben Zu allen Pressemeldungen und Nachrichten Positionen 07.05.2025 Der Gebetsruf (Adhan) 06.05.2025 Humor im Islam 05.06.2024 DITIB Baden-Württemberg verurteilt den Angriff auf Vertreter von Pax Europa und Polizisten in Mannheim aufs Schärfste Archiv Landesverband 27.09.2023 Neuer Vorstand übernimmt Führung der Islamischen Religionsgemeinschaft DITIB-NRW e.V. 14.02.2020 Bombendrohungen gegen vier Moscheen Archiv Freitagspredigt 04.09.2026 Verantwortungsbewusstsein 28.08.2026 Die Herzen finden nur mittels Allahs Gedenken Ruhe 21.08.2026 Unsere Wiedergeburt: Die Geburt des Propheten Gehe zu Predigt Archiv