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Sunnitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Friede und Gruß seien auf dem erhabenen Gesandten

DITIB Religionsamt · DITIB · 2025-11-14 · Köln · Quelle

Dankbarkeit · Hauptbotschaft Barmherzigkeit · tragend Gemeinschaft · tragend

Der Segens- und Friedensgruß auf den Propheten ist kein bloßer Ausspruch, sondern eine umfassende Lebenshaltung, die innere Verbundenheit, Nachfolge und Treue zur Sunna des Propheten umfasst.

Doch es wäre falsch, den Segen über den Propheten nur auf Worte zu reduzieren. Denn Salawât ist mehr als ein Ausspruch – es ist eine Lebenshaltung.

Der Text ist eine Freitagspredigt der DITIB-Predigtkommission, die sich mit dem Segens- und Friedensgruß auf den Propheten Muhammad (Salât und Salâm) befasst. Er ordnet dieses Bekenntnis als eines von drei zentralen Worten des muslimischen Lebens neben Bismillah und Elhamdulillah ein. Der Koranvers 33/56 wird als Grundlage zitiert, wonach Gläubige den Propheten segnen und grüßen sollen. Das Wort Salât wird sprachlich und theologisch entfaltet: Es umfasst Bittgebet, Barmherzigkeit, Ritualgebet, Nachfolge und Treue. Der Text betont, dass Salawât mehr als ein Ausspruch ist, sondern eine Lebenshaltung, die dem Weg des Propheten zu folgen und seine Sunna zu befolgen bedeutet. Der Friedensgruß (Selâm) wird als Herzensverbindung und Hingabe an die Führung des Propheten gedeutet. Ein konkreter Gegenwartsbezug wird nicht hergestellt; die Predigt bleibt auf die Auslegung des Begriffs und seine Bedeutung für das Glaubensleben der Gemeinde ausgerichtet.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst (erschlossen)
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Gebet, Gottesdienst, Meditation, wiederholte Übung; praktisches Handeln am Nächsten, Werke
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
der Text kritisiert nicht

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Koran 33:56 · Tirmizî, Witr, 21 · Koran 33:43 · Koran 2:157 · Koran 42:5 · Koran 70:22,34 · Muslim, Salât, 70

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
3 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 2, jetzt 2, künftig 1

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Friede und Gruß seien auf dem erhabenen Gesandten (14.11.2025) Im Leben eines Gläubigen gibt es drei segensreiche Worte, die seiner Lebensreise einen Sinn verleihen. Diese sind: Besmele, also „Bismillah“, Hamdele, also „Elhamdulillah“ und Salwele, also „Essalatu vesselamu ʿala Rasulillah und bilden das Wesen des muslimischen Lebens. Besmele bedeutet, die Absicht zu fassen, Allah in unsere Angelegenheit einzubeziehen. Hamdala ist das Versprechen an Allah, nur Werke zu tun, mit denen Er zufrieden ist. Salwala schließlich ist das Bekenntnis unserer Verbundenheit und Treue zum Propheten (s). In den vergangenen Wochen haben wir über die Begriffe Besmele und Hamdele gesprochen und ihre Bedeutung für unser Leben bewusst gemacht. In der heutigen Predigt möchte ich über die Wichtigkeit des Salât und Salâm, also des Segens und Friedensgrußes auf unseren Propheten, sprechen. Liebe Geschwister! Werte Gläubige! Eines der Gebote unseres Schöpfers ist es, dem Propheten (s) Segen zu senden und sich seinem Urteil zu unterwerfen. Allah, der Erhabene, spricht im Koran: „Allah und seine Engel segnen den Propheten. Gläubige! Betet für ihn und begrüßt ihn mit dem Friedensgruß!“1 Unser geliebter Prophet (s) verkündet in einem Hadith die frohe Botschaft: „Am Jüngsten Tag werden mir diejenigen am nächsten sein, die am häufigsten Segen über mich gesprochen haben.“2 Das Wort „Salât“ ist einer der grundlegenden Begriffe des Islam und trägt viele Bedeutungen in sich. Salât bedeutet, Bittgebete sprechen, Barmherzigkeit erbitten, aber auch das Ritualgebet verrichten. Salât heißt zugleich, jemandem zu folgen, ihn zu unterstützen und ihm treu zu bleiben. Mit anderen Worten: Salât bedeutet, hinter etwas zu stehen, sich nicht davon abzuwenden und es nicht allein zu lassen. Der Salât Allahs bedeutet, dass Er Seinen gläubigen Dienern Barmherzigkeit erweist3 und ihnen vergibt.4 Der Salât der Engel bedeutet, dass sie Allah um Vergebung für die Gläubigen bitten.5 Der Salât des Menschen bedeutet, dass er seine Pflichten als Diener Allahs erfüllt6 und so seine Hingabe an Allah zeigt. Der Plural von Salât ist Salawât. Wenn wir das Wort Salawât hören, denken wir an die Segensformeln, die wir sprechen, wenn der Name des Propheten erwähnt wird: „Allahumme salli ʿalâ Muhammed“, „Sallallâhu ʿaleyhi wa sallam“ oder „ʿaleyhissalâtu wassalâm“. Es ist eine Anweisung Allahs, in jeder Umgebung/jedem Kreis, in der der Name des Propheten erwähnt wird, Segenswünsche und Friedensgrüße über ihn zu sprechen. Und Allah, der Erhabene, schenkt demjenigen, der einmal Segen über den Propheten spricht, zehnfache Barmherzigkeit.7 Doch es wäre falsch, den Segen über den Propheten nur auf Worte zu reduzieren. Denn Salawât ist mehr als ein Ausspruch – es ist eine Lebenshaltung. Salawât bedeutet, die innere Verbundenheit mit dem Gesandten Allahs auszudrücken. Salawât heißt, seinem Weg zu folgen, seinen edlen Charakter als Vorbild zu nehmen und seinen Einsatz fortzuführen. Salawât bedeutet, dem Ruf des Propheten zu folgen und seiner Spur zu folgen. Es ist das Versprechen, dass wir seiner Sunna und seinem ehrwürdigen Vermächtnis treu verpflichtet bleiben. Liebe Geschwister! Die im Vers folgende Aussage „we sellimû teslîmâ“ bedeutet, sich dem Propheten „mit voller Hingabe zu unterwerfen“. „Selâm“, also den Gesandten Allahs mit dem Friedensgruß zu grüßen, heißt, eine Herzensverbindung zu ihm aufzubauen. Es bedeutet, dem Propheten, der sein Leben für das Heil der Menschheit gewidmet hat, Treue zu zeigen und seiner Führung zu folgen. Es bedeutet, den Propheten und seine Lehren in unsere Zeit zu tragen, seine tugendhaften Charaktereigenschaften anzunehmen und die von ihm gelernten Schönheiten im eigenen Leben widerzuspiegeln. Segen sei auf unserem geliebten Propheten Muhammed! Friede sei auf allen Gläubigen, die ihn lieben, an seiner Mission teilhaben und sich den von ihm gebrachten Geboten hingeben! Die DITIB-Predigtkommission Quellen: 1 Koran, Ahzab, 33/56. 2 Tirmizî, Witr, 21. 3 Koran, Ahzab, 33/43. 4 Koran, Baqara, 2/157. 5 Koran, Schura, 42/5. 6 Koran, Maʿaridsch, 70/22,34. 7 Muslim, Salât, 70. 2025-11-14 Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung der DITIB reproduziert, vervielfältigt oder verarbeitet werden. 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