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Sunnitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

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DITIB Religionsamt · DITIB · 2024-10-11 · Köln · Quelle

Barmherzigkeit · Hauptbotschaft Geduld · tragend Gemeinschaft · tragend

Achtsamkeit – das bewusste Wahrnehmen der Gefühle und Bedürfnisse des Ehepartners – ist der Schlüssel, um Eheprobleme friedlich zu lösen und die von Gott intendierte innere Ruhe in der Ehe zu erreichen.

Achtsamkeit bedeutet -für Mann und Frau- die Gefühle, Gedanken und Bedürfnisse des Ehepartners wahrzunehmen und zu verstehen.

Der Text ist eine Freitagspredigt der DITIB vom 11.10.2024 zum Thema bewusster Umgang mit Eheproblemen. Er beginnt mit einem Koranvers über Mودة und رحمة zwischen den Menschen und einem Hadith über die besten Ehepartner. Die Kernbotschaft ist, dass Achtsamkeit – also das bewusste Wahrnehmen der Gefühle, Gedanken und Bedürfnisse des Partners – hilft, Eheprobleme friedlich zu lösen. Der Text rät, eigene emotionale Reaktionen zu erkennen, Probleme aktiv anzugehen und bei Bedarf professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. DITIB hat den 10. Oktober als 'Woche der Befreiung von Traurigkeit, Kummer und Leid' ausgerufen und plant in einigen Moscheen Workshops zum Thema. Die Predigt schließt mit einem Gebet um Frieden, Ruhe und Gesundheit für die Familien.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis; Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe, Zugehörigkeit
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte (erschlossen)
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Koran 30:21 · Tirmidhi, Menakib, 63

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
2 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 1, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
وَجَعَلَ بَيْنَكُمْ مَوَدَّةً وَرَحْمَةًۜ اِنَّ ف۪ي ذٰلِكَ لَاٰيَاتٍ لِقَوْمٍ يَتَفَكَّرُونَ. وَقَالَ رَسُولُ اللّٰهِ صَلَّي اللّٰهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ: „Bewusster Umgang mit unseren Problemen in der Ehe“ (11.10.2024) Liebe Geschwister! Die Ehe ist die freie Entscheidung von Mann und Frau, ein gemeinsames Leben zu führen. Diese Entscheidung schafft eine äußerst enge Verbindung zwischen zwei Menschen, in der gegenseitige Liebe, Respekt und Barmherzigkeit an erster Stelle stehen sollten. Ein liebevoller, zugleich respektvoller Umgang ist unerlässlich, denn nur durch diese Eigenschaften können die Ehepartner die innere Ruhe finden, auf die der Koran im folgenden Vers hinweist: „Ein Zeichen seiner Existenz ist, dass er für euch aus euch selbst Partner geschaffen hat, damit ihr Ruhe bei ihnen findet…“[1] Eines der Ziele der Ehe ist es, dass die Ehepartner gemeinsam innere Ruhe finden. Dennoch ist es eine Realität des Lebens, dass in der Ehe manchmal Probleme auftreten. Daher möchte ich in meiner heutigen Predigt auf einen wichtigen Begriff eingehen, der den Umgang mit diesen Problemen erleichtert: Achtsamkeit. Werte Gläubige! Achtsamkeit bedeutet -für Mann und Frau- die Gefühle, Gedanken und Bedürfnisse des Ehepartners wahrzunehmen und zu verstehen. Es geht darum, sich der inneren Welt des Ehepartners und der Ehepartnerin bewusst zu werden und eine Brücke zwischen dieser und unserer eigenen inneren Welt zu schlagen. Durch dieses Bewusstsein können die Ehepartner ihre Beziehung reif und verantwortungsbewusst gestalten und ihre Gefühle angemessen managen. Sie reagieren auf Probleme nicht mit Wut, Geschrei oder Gewalt, sondern mit ruhiger Besonnenheit. Im Gegensatz dazu haben Ehepartner, die sich der Bedürfnisse des anderen nicht bewusst sind, Schwierigkeiten, eine gesunde Kommunikation aufzubauen und die Gefühle des anderen zu verstehen. Dies gefährdet die familiäre Harmonie und macht es unmöglich, den inneren Frieden zu erreichen. Wie sollten wir also handeln? Um unsere Ehe auf einer soliden Basis zu halten, ist es zunächst wichtig, unsere eigenen emotionalen Reaktionen und Bedürfnisse zu erkennen. Dieser Schritt legt die Grundlage dafür, die Gefühle unseres Partners besser zu verstehen. Außerdem sollten wir, statt bestehende Probleme zu ignorieren, sie aktiv angehen und mit Vernunft, Geduld und einer lösungsorientierten Haltung anpacken. Hier ist es entscheidend, dass wir uns gegenseitig mit Verständnis, Liebe und Barmherzigkeit begegnen. Sollte es notwendig sein, können wir auch professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Abschließend sollten wir die weisen Worte unseres geliebten Propheten (s.a.s.) im Herzen tragen und versuchen, die besten Ehepartner zu sein, denn er sagt: „Der Beste unter euch ist der, der am besten zu seiner Familie ist.“[2] Werte Gemeinde! Mit dem Ziel, einen so wichtigen Zweck zu erfüllen, haben wir als DITIB den 10. Oktober, den Weltgesundheitstag, und die dazugehörige Woche als „Def-i Gam“, das heißt als „Woche der Befreiung von Traurigkeit, Kummer und Leid“, festgelegt. In diesem Zusammenhang werden wir in diesem Jahr in einigen Moscheen in verschiedenen Städten unter dem Thema „Methoden zur Bewältigung von Kummer und Leid in der Ehe“ die Methode der Achtsamkeit erörtern.  Mit Hilfe von Experten, die wir in diesem Bereich ausgebildet haben, werden wir zusammen mit unseren Mitgliedern und Interessierten die Bedeutung der Achtsamkeit in der Familie erarbeiten. Möge Allah unseren Familien Frieden, unseren Herzen Ruhe, unseren Seelen Gesundheit und unseren Körpern Wohlbefinden schenken, und uns zu guten Muslimen machen. Die DITIB Predigtkommission [1] Rum, 30/21. [2] Tirmidhi, Menakib, 63. 2024-10-11 Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung der DITIB reproduziert, vervielfältigt oder verarbeitet werden. Archiv 2007-2008  | 2009-2010 zurück Top Aktuelles 22.09.2025 DITIB sucht Mediengestalter/In Video- Bild & Ton Nachrichten 24.08.2026 DİTİB-Botschaft zur Mewlid-Nacht 19.08.2026 In tiefer Trauer 12.08.2026 Dr. Mehmet Aksoy, unser geschätzter ehemaliger DİTİB-Vorsitzender, ist verstorben Zu allen Pressemeldungen und Nachrichten Positionen 07.05.2025 Der Gebetsruf (Adhan) 06.05.2025 Humor im Islam 05.06.2024 DITIB Baden-Württemberg verurteilt den Angriff auf Vertreter von Pax Europa und Polizisten in Mannheim aufs Schärfste Archiv Landesverband 27.09.2023 Neuer Vorstand übernimmt Führung der Islamischen Religionsgemeinschaft DITIB-NRW e.V. 14.02.2020 Bombendrohungen gegen vier Moscheen Archiv Freitagspredigt 04.09.2026 Verantwortungsbewusstsein 28.08.2026 Die Herzen finden nur mittels Allahs Gedenken Ruhe 21.08.2026 Unsere Wiedergeburt: Die Geburt des Propheten Gehe zu Predigt Archiv <div