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Sunnitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Isra und Miradsch: Heilung für die Probleme unserer Zeit

DITIB Religionsamt · DITIB · 2026-01-09 · Köln · Quelle

Hoffnung · Hauptbotschaft Geduld · tragend Gemeinschaft · tragend

Die Isra- und Miradsch-Reise ist ein göttliches Heilmittel gegen die seelische Erschöpfung der modernen Zeit, weil sie zeigt, dass Allah mit den Gläubigen und Geduldigen ist und wahre Würde nicht im Materiellen liegt.

Die gesegnete Isra- und Miradsch-Reise ist ein Heilmittel für die Probleme unserer Zeit und erinnert uns an folgende wichtige Wahrheiten: Der Mensch ist in dieser Welt niemals verlassen oder allein.

Der Text erzählt die schweren Jahre des Propheten Muhammad in Mekka, insbesondere den Boykott, den Tod seiner Ehefrau Chadidsche und seines Onkels Ebu Talib sowie die Misshandlung in Taif. In dieser Zeit der tiefen Trauer erfolgte die Offenbarung der Isra- und Miradsch-Reise, die als göttlicher Trost und Zeichen der Allmacht Allahs gedeutet wird. Der Text überträgt diese Erzählung auf die Gegenwart, indem er Stress, Einsamkeit und geistige Erschöpfung als typische Probleme der modernen Zeit benennt. Die zentrale Botschaft lautet, dass der Mensch in dieser Welt niemals allein ist und Allah mit den Gläubigen und Geduldigen ist. Wahre Erhabenheit wird nicht im Materiellen, sondern bei Allah verortet. Der Text schließt mit einem Bittgebet des Propheten, das Schutz vor Schwäche, Kummer, Geiz und Unterdrückung erbittet. Die Predigt richtet sich an die Gläubigen und ermutigt sie, in schwierigen Zeiten nicht den Mut zu verlieren.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Leere, Orientierungslosigkeit, Verzweiflung; Bedrängnis der eigenen Gemeinschaft von außen
Wo sitzt das Übel?
in der Epoche selbst, im Zustand des Zeitalters
Was hilft dagegen?
Zuwendung Gottes, Erlösung, die nicht verdient wird; persönliche Erfahrung, Zeugnis, Begegnung mit Gott oder Menschen
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
der Text kritisiert nicht

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Koran 17:1 · Koran 8:19 · Koran 2:153 · Koran 35:10 · Bukhari, Et'ime, 28

Gemessen

Grundhaltung
2 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
1 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 3, jetzt 2, künftig 0

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Isra und Miradsch: Heilung für die Probleme unserer Zeit (09.01.2026) Der Gesandte Allahs (s.a.s.) erlebte die schwersten Zeiten seiner 23-jährigen Verkündung in Mekka. Mit jeder Ausbreitung des Islams wuchs auch die Feindseligkeit der Götzendiener. Ihren grausamsten Ausdruck fand sie in dem Boykott, der im siebten Jahr seiner Prophetenschaft begann und drei Jahre andauerte. Die Muslime wurden aus dem öffentlichen Leben gedrängt, vom Handel ausgeschlossen und sozial isoliert. Hunger, Mangel und sogar der Entzug grundlegender Lebensnotwendigkeiten sollten sie brechen. Kaum waren die Wunden des Boykotts verheilt, traf den Propheten die Trauer durch zwei Ereignisse: Zuerst verlor er seine treue Ehefrau Chadidsche (r.a.), kurz darauf seinen geliebten Onkel Ebu Talib, der sein größter Unterstützer war. Trotz all dieser schweren Ereignisse gab unser Prophet nicht auf. Er ließ sich nicht entmutigen und wich nicht von seinem Weg ab. Er trug große Verantwortung, also sammelte er seine Kraft und machte sich auf den Weg nach Taif, um den Menschen dort die Wahrheit zu verkünden. Doch dort wurde er mit Steinen beworfen. Seine Schuhe füllten sich mit Blut, sein Herz mit Schmerz. Bis er jemanden fand, der ihm Schutz gewährte, war ihm selbst die Rückkehr nach Mekka verwehrt, weshalb er eine Zeit lang Zuflucht in der Höhle von Hira suchte. In jenen Tagen tiefster Trauer, in denen der Gesandte Allahs seelischen Beistand am dringendsten brauchte, offenbarte sich der göttliche Wille unseres Schöpfers. Um unseren Propheten zu trösten und ihm zu zeigen, dass er nicht allein ist, öffnete Allah ihm die Tore zu einer einzigartigen Reise. Der Gesandte Allahs (s.a.s.) wurde von der Heiligen Moschee in Mekka (Mesdschid el-Haram) zur el-Aqsa-Moschee und von dort aus auf die Miradsch-Reise geführt. Die erste Etappe dieser Reise beschreibt der heilige Koran mit folgenden Worten: „Preis dem, der seinen Diener des Nachts von der Haram-Moschee (Kaba) zur Aqsa-Moschee reisen ließ, deren Umgebung wir gesegnet haben, um ihm unsere Zeichen zu zeigen. Er ist der Hörende, der Sehende.“1 Diese gesegnete Reise wurde zu einem erhabenen Aufstieg über die Grenzen der Erde hinaus zum Miradsch. Sie ist ein kräftiger Beweis dafür, dass Allahs Allmacht nicht an unsere begrenzten Vorstellungen von Zeit und Raum gebunden ist und dass Seine Barmherzigkeit jede Entfernung mühelos überwindet. Liebe Geschwister! Werte Gläubige! Heute führen Stress, Einsamkeit und geistige Erschöpfung, die das moderne Leben mit sich bringt, oft dazu, dass unsere innere Kraft schwindet und unsere Seelen müde werden. Die gesegnete Isra- und Miradsch-Reise ist ein Heilmittel für die Probleme unserer Zeit und erinnert uns an folgende wichtige Wahrheiten: Der Mensch ist in dieser Welt niemals verlassen oder allein. Denn Allah ist mit denen, die an Ihn glauben und auf Ihn vertrauen.2 Was auch immer uns auf unserem Lebensweg begegnet, wir dürfen nicht der Hoffnungslosigkeit verfallen, nicht aufgeben und nicht den Mut verlieren. Denn unser erhabener Schöpfer ist mit den Geduldigen.3 Isra und Miradsch lehren uns außerdem, dass wahre Erhabenheit nicht im Materiellen liegt, nicht in vergänglichen Positionen, Titeln oder im trügerischen Glanz der Welt. Wahre Ehre und Würde liegen allein bei Allah.4 Liebe Geschwister! Ich möchte meine Predigt mit einem Bittgebet unseres Propheten abschließen: „Oh Allah! Ich suche Zuflucht bei Dir vor den Schwächen des Alters. Ich suche Zuflucht bei Dir vor Kummer, Hilflosigkeit und Faulheit. Ich suche Zuflucht bei Dir vor Geiz und Feigheit. Ich suche Zuflucht bei Dir vor der Last der Schulden und davor, von mächtigen Menschen unterdrückt zu werden.“5 (Amin) Die DITIB-Predigtkommission Quellen: 1 Koran, Isra, 17/1. 2 Koran, Enfal, 8/19. 3 Koran, Baqara, 2/153. 4 Koran, Fatir, 35/10. 5 Bukhari, Et’ime, 28. 2026-01-09 Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung der DITIB reproduziert, vervielfältigt oder verarbeitet werden. Archiv 2007-2008  | 2009-2010 zurück Top Aktuelles 22.09.2025 DITIB sucht Mediengestalter/In Video- Bild & Ton Nachrichten 24.08.2026 DİTİB-Botschaft zur Mewlid-Nacht 19.08.2026 In tiefer Trauer 12.08.2026 Dr. Mehmet Aksoy, unser geschätzter ehemaliger DİTİB-Vorsitzender, ist verstorben Zu allen Pressemeldungen und Nachrichten Positionen 07.05.2025 Der Gebetsruf (Adhan) 06.05.2025 Humor im Islam 05.06.2024 DITIB Baden-Württemberg verurteilt den Angriff auf Vertreter von Pax Europa und Polizisten in Mannheim aufs Schärfste Archiv Landesverband 27.09.2023 Neuer Vorstand übernimmt Führung der Islamischen Religionsgemeinschaft DITIB-NRW e.V. 14.02.2020 Bombendrohungen gegen vier Moscheen Archiv Freitagspredigt 04.09.2026 Verantwortungsbewusstsein 28.08.2026 Die Herzen finden nur mittels Allahs Gedenken Ruhe 21.08.2026 Unsere Wiedergeburt: Die Geburt des Propheten Gehe zu Predigt Archiv