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Klimabewegung · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Zum MITMACHEN liefern wir euch Termine und jede Menge Ideen (weitere Aktionen auf der P4F-Webseite)

ohne Namen · Parents for Future Deutschland – Newsletter (PDF) · 2026-09-12 · Quelle

Hoffnung · Hauptbotschaft Gemeinschaft · tragend Verantwortung · tragend

Aktives, positives und gemeinschaftliches Handeln auf lokaler Ebene ist der wirksamste Weg, um politische Krisen zu überwinden, Klimaschutz zu verwirklichen und demokratische Resilienz zu stärken.

„Ins Tun kommen“ statt Schockstarre. Trotz oder gerade wegen der vielen Krisen, der durchgeknallten Autokraten, Tech-Milliardäre und Demokratie-Feinde.

Der Newsletter der Eltern-Initiative Parents for Future (P4F) ruft dazu auf, trotz politischer Krisen und autokratischer Tendenzen aktiv für Klimaschutz und Demokratie einzutreten. Er stellt konkrete Aktionsideen vor, darunter die Teilnahme am Entsiegelungswettbewerb 'abpflastern', die Organisation von Zukunftsfesten und die Nutzung digitaler Tools wie der App 'Fit4Klima'. Ein Schwerpunkt liegt auf der Strategie, Klimaschutz als Klimaanpassung zu kommunizieren, um eine breitere gesellschaftliche Zustimmung zu gewinnen, ohne als konfrontativ wahrgenommen zu werden. Zitate von Experten wie Heinrich Strößenreuther und Harald Lesch betonen die Bedeutung von Selbstwirksamkeit, Bürgerbeteiligung und der Vermeidung von Ohnmachtsgefühlen. Der Text verbindet lokale Initiativen mit globalen Herausforderungen und positioniert das Mitmachen als Weg, um politische Druckausübung und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Es wird betont, dass individuelle Handlungen, wie das Vergrößern des 'ökologischen Handabdrucks', einen Beitrag zur Transformation hin zu einer klimagerechten Stadt leisten.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Feindschaft, Hass, Zerfall der Gemeinschaft; Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit (erschlossen)
Wo sitzt das Übel?
in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
Was hilft dagegen?
praktisches Handeln am Nächsten, Werke; Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe, Zugehörigkeit
Was ist der Mensch nach diesem Text?
selbstbestimmt, Urheber seines Handelns
Wohin geht die Geschichte?
es wird besser, Entwicklung zum Guten
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf eigenes Erleben, Zeugnis, Begegnung; auf Argument, Logik, Wissenschaft (erschlossen)
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
4 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
1 von 3
Zeitbezug
früher 0, jetzt 2, künftig 3

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
NEWSLETTER # 51 Seite 1 www.parentsforfuture.de (P4F)•Newsletter #5 1•09/2026 Liebe Leserinnen und Leser, heute gibt’s ein buntes Potpourri rund um’s MITMACHEN. „Ins Tun kommen“ statt Schockstarre. Trotz oder gerade wegen der vielen Krisen, der durchgeknallten Autokraten, Tech-Milliardäre und Demokratie-Feinde. Zum MITMACHEN liefern wir euch Termine und jede Menge Ideen (weitere Aktionen auf der P4F-Webseite). Macht Druck auf die Politik vor Ort. Unterstützt Petitionen wie die für die Bäume in Wolfratshausen. Organisiert ein Zukunftsfest wie die Mainzer. Macht mit beim „abpflastern“ oder bei der Orga eines bundesweiten Fotowettbewerbs „Lost places… of the future“. Gönnt euch unsere „Good News“. Setzt die vorgestellten Ideen für erfolgreichen Klima-Aktivismus um (Teil 1 gab es im Newsletter #50). Auch online geht so einiges – z. B. mit der „Fit4Klima“-App oder dem Spiel „ICT.factory“. Motiviert Freunde & Familie, Nachbarinnen und Arbeitskol legen, nicht nur ihren CO 2-Fußabdruck schrumpfen zu las sen, sondern besser noch ihren ökologischen Handabdruck zu vergrößern. Sollte noch etwas Motivation fehlen: In der Spiegel-Replik „DOCH. Es gibt die Klimabewegung noch!“ von einer P4F-Mit streiterin aus Bonn steckt Wut, aber auch jede Menge Energie. Eine spannende Lektüre wünscht Jörg Weißenborn für das Newsletter-Team NEWSLETTER #51 Parents for Future (P4F) /// Germany 09/2026 INHALT Wünsche, Visionen, Utopien erleben: „Stadtgefühle – das Zukunftsfest“ 2 Perspektiven für einen erfolgreichen Klima-Aktivismus – Teil 2 4 Abpflastern: ein Wettbewerb, der die Steine ins Rollen bringt 5 Klima-Aktivismus weltweit: Uganda 6 Doch. Es gibt die Klimabewegung noch! 7 Termine 9 Neue Förderkonditionen: Rechnet sich eine Wärmepumpe? 1 1 Kein Kahlschlag am Loisachufer! 13 Kann die Umsetzung des „Heizungsgesetzes“ verhindert werden? 13 Mitstreiter*innen gesucht für Fotowettbewerb „Lost Places… of the Future“ 14 Die gute Nachricht 15 Online-Spiel zu nachhaltiger Mikroelektronik: „ICT.factory“ 16 Die „Fit4Klima“-App 17 Klima-Telegramm 18 Bild: mit Hilfe von KI erstellt Foto: Michael Lengersdorff Foto: Michael Lengersdorff Parents for Future (P4F) /// Germany 09/2026 NEWSLETTER # 51 Seite 2 www.parentsforfuture.de (P4F)•Newsletter #5 1•09/2026 Ein umfangreiches Programm mit Workshops, Vorträgen, Mitmach angeboten für Groß und Klein sowie der „Markt der Möglichkeiten“ mit Infoständen der über 20 Partnerorganisationen bildeten mit ei nem attraktiven Musikprogramm das Gerüst des Zukunftsfestes. Ein Fest für alle: für den Austausch, zum Netzwerken, zum Fühlen, wie unsere Stadt lebens- und liebenswert gestaltet werden kann, und mit Anregungen, was wir alle als Bürger*innen dazu beitragen können. WÜNSCHE, VISIONEN, UTOPIEN ERLEBEN „STADTGEFÜHLE – DAS ZUKUNFTSFEST“ Zentrale Zukunftsfragen zu Klimaschutz, gesellschaftlichem Zusammenhalt und demokratischer Teilhabe auf greifbare und ermutigende Weise erlebbar machen – das ist das Ziel von „Stadtgefühle – das Zukunftsfest“, das vom 14. bis 16. August zum dritten Mal in Mainz stattfand. Das Zukunftsfest stand in diesem Jahr unter dem Motto „Demokratie, Nachhaltigkeit und Klima“. Dabei wurden sowohl unterhaltsam und informativ positive Zukunfts bilder vermittelt als auch kritische Diskussionen geführt. „Stadtgefühle“ soll zeigen: Die notwendige Transformati on hin zu einer klimagerechten und solidarischen Stadt kann Freude machen und Menschen verbinden. Foto: Michael Lengersdorff Foto: Michael Lengersdorff Parents for Future (P4F) /// Germany 09/2026 NEWSLETTER # 51 Seite 3 www.parentsforfuture.de (P4F)•Newsletter #5 1•09/2026 Themen des Zukunftsfestes • Mehr Stadt-Grün für alle: Entsiegelung, Dach- und Ver tikalgärten, Nachbarschafts- und Gemeinschaftsgärten • Ressourcen schonen und zukunftsfähige Lösungen: erneuerbare Energien, Wärmepumpen, Kreislaufwirt schaft, Selbsthilfe • Mitgestaltung der Gesellschaft: Demokratie und bür gerliche Partizipation, ehrenamtliches Engagement, Vernetzung, Austausch • Mehr nicht-kommerzielle Räume: konsumfreie Begegnungsräume, Sport- und Spielplätze, Quartiersbühnen • Zukunftsfähige Mobilität: Städte für Menschen, nicht für Kraftfahrzeuge • Bildung für die Zukunft: für alle, im Lehrplan stärken, Demokratiebildung • Das Leben in der Stadt feiern: Straßen- und Stadtteil feste, Jugend- und Nachbarschaftstreffs Ende Mai 2024 ging in der Mainzer Innenstadt erstmals ein Zukunftsfest über die Bühne, initiiert durch die Scientists for Future (S4F) Mainz-Wiesbaden, mitgetragen von Organisatoren aus der Klima- und Umweltbewegung sowie von der Hochschule Mainz. Inzwischen ist der neugegründete Verein „Mainz nachhaltig verbinden e. V.“ Veranstalter des Zukunftsfests. Viele, gerade auch jun ge Menschen engagieren sich bei der Vorbereitung und Durchführung der „Stadtgefühle“ für ihre Stadt und für ihre eigene Zukunft. Sie spüren, dass sie ihre Zukunft mitgestalten können. Weitere Infos auf der Webseite von „Stadtgefühle“ und gerne auch per Mail an info@stadtgefuehle-mainz.org . Michael Lengersdorff, MainzZero Parents for Future (P4F) /// Germany 09/2026 NEWSLETTER # 51 Seite 4 www.parentsforfuture.de (P4F)•Newsletter #5 1•09/2026 Heinrich Strößenreuther: Klima-Aktivismus, aber richtig! Mit seiner Kampagne „BaumEntscheid Berlin“ er reichte Heinrich Strößenreuther, dass Berlin 2025 ein „BäumePlus-Gesetz“ bekam. Wie war dieser Erfolg mög lich? Wie kann die oft schweigende Mehrheit der Bevöl kerung für mehr Klimaschutz und für Klima-Kampagnen gewonnen werden? Es muss ein Thema gewählt werden, das emotional an spricht, einen Großteil der Bevölkerung betrifft und des sen Lösung eine konkrete Verbesserung der eigenen Situation verspricht. „Mehr Bäume“ und „weniger Hitzetote“ sind solche Themen, die auch Konservative ansprechen. Ein wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Kampagne ist zudem die Kommunikation: die Optik (eher konserva tives Logo) und die Wortwahl (wenig konfrontativ). Die Wahl eines Themas zur Klimaanpassung – statt Klima schutz – sieht Strößenreuther als „trojanisches Pferd“. Beim BaumEntscheid wird zwangsläufig auch übers Kli ma geredet. Hängen bleibt – egal ob Klimaanpassung oder CO2-Reduktion: Wir müssen mehr fürs Klima tun. „Die Kommunikation wurde sorgfältig abgestimmt: keine ‚rot-grüne Folklore‘“. Kritisch sieht Strößenreuther hingegen Blockadeaktio nen: Sie sind kontraproduktiv, führen zu einer parteipo litischen Aufladung des Klimaschutzes. „Klimafanatiker“ wurde ein Kampfbegriff der Rechten. Aktionen, die auf Regelverletzungen bauen, spiegeln eher die Haltung ei ner Minderheit wider. Die Fridays hatten es vor Jahren geschafft, glaubwürdig im Sinne der Mehrheitsgesellschaft den Klimaschutz von der Politik einzufordern. Harald Lesch: Ohnmachtsgefühle? – Beim Klima kann ich was machen! Harald Lesch sieht bei etlichen politischen Akteuren of fensichtlich einen großen Wirklichkeitsverlust, „aber das braucht uns ja nicht davon abzuhalten, das Richti ge zu tun, solidarisch, subsidiär, gemeinwohlorientiert zu agieren.“ Die wichtigsten Ansatzpunkte sind für ihn Bürgerbeteiligungen – z. B. in Form von Energiegenossenschaften – und Aktivitäten zur Akzeptanzverbesserung von Klimaschutzmaßnahmen. Den Herausforderungen stehen wir, so Lesch, nicht ohnmächtig gegenüber: „An ders als beispielsweise beim Krieg gegen die Ukraine kann ich beim Klima was machen.“ Seine Richtschnur: „Was ist wahrscheinlich und was ist möglich? Die Mög lichkeiten, das ist das, was mich wirklich interessiert.“ Aktivitäten für den Klima schutz sind für Lesch nicht losgelöst von Gerechtig keitsfragen. Erkenntnisse aus der Spieltheorie zei gen: „Nur dann, wenn alle am Tisch immer mal wieder gewinnen, geht das Spiel weiter. Wenn es immer we niger werden, die am Tisch gewinnen, ist das Spiel relativ schnell zu Ende.“ Das Spiel ist unsere demokratische Gesellschaft in Europa. Geht es zu Ende, kommt ein neues Spiel … „das können wir nicht wollen“. 1,5-GRAD-GRENZE GERISSEN – UND NUN? PERSPEKTIVEN FÜR EINEN ERFOLGREICHEN KLIMA-AKTIVISMUS – TEIL 2 Wir strampeln uns ab, um an der Basis den Klimaschutz voranzubringen, um den zukünftigen Generationen einen lebenswerten Planeten zu hinterlassen, und die da oben grätschen uns heftigst zwischen die Beine. Macht uns das ohnmächtig oder können wir trotz allem voller „aktiver“ Hoffnung sein? Welche Rolle kann die/ der Einzel ne im großen Räderwerk spielen? Wie können wir „von unten“ gesellschaftliche Prozesse in Gang setzen? Was kennzeichnet erfolgreiche Strategien? Dazu haben wir uns nach Antworten aus verschiedenen Perspektiven um geschaut und stellen sie euch in zwei Teilen vor. Teil 1 ist in NL #50 erschienen . Parents for Future (P4F) /// Germany 09/2026 NEWSLETTER # 51 Seite 5 www.parentsforfuture.de (P4F)•Newsletter #5 1•09/2026 Jonas Waack (taz): Klimaschutz oder Klimaanpassung? Ist Klimaschutz over? Passen wir uns statt dessen an das Unvermeidliche an? Wir alle wissen, dass ohne effekti ven Klimaschutz auch eine Klimaanpassung sehr schnell an ihre Grenzen stößt. Nackte Zahlen über die Entwick lung der Erderhitzung berühren nicht, Berichte über Flut opfer oder Flüchtende vor einem außer Kontrolle ge ratenen Waldbrand hingegen schon. Problematisch ist, dass immer mehr Menschen Klimaanpassung für wichti ger halten als Klimaschutz – ein Erfolg rechter Propagan da, aber auch begründet in der bei vielen schwindenden Hoffnung, dass die Erderhitzung gestoppt werden kann. Dass die Menschen über Klimaanpassung nachdenken, kann aber auch als Chance verstanden werden. Wenn lo kale Aktivist*innen die von einer Flutkatastrophe, von Dürre oder Hitze betroffenen Menschen für Anpassungs projekte ins Boot holen, hätte man schon einen Fuß in der Tür für das nächste Klimaprojekt. Vor Ort entsteht ein Gefühl der Selbstwirksamkeit, vielfältige Gruppen lernen sich kennen und vertrauen. „Wer sich nach Flutkatastrophen alleingelassen fühlt, wendet sich leichter den extremen Rechten zu.“ In Großbritannien hat sich eine NGO gegründet, die Opfern von Flutkatastrophen helfen will. „Flooded People UK“ versucht, vor Ort Menschen zu vernetzen, um sich gegenseitig zu unterstützen, stellt Verbindungen zu Expert*innen her und unterstützt im Umgang mit Behörden und Versiche rern. Flooded People hat viele kleine Protestinseln zusammengebracht, ihnen eine Stärke gegeben, mit der sie von der Regierung schnelle und verlässliche Hilfe einfordern können. Das stärkt auch die Demokratie, weil Menschen sich nicht hilflos und allein gelassen fühlen. TIPP: ABPFLASTERN-WETTBEWERB Eine tolle Möglichkeit, mit wenig Aufwand etwas für die Klimaanpassung zu unternehmen und viele Menschen zum Mitmachen zu motivieren, ist der deutschlandweite Entsiegelungswettbewerb „abpflastern“. Wolfgang Schöllhammer, Newsletter-Redaktion Mit einer Teilnahme am Entsiegelungswettbewerb „ab pflastern“ kann jede*r mehr Grün und mehr Leben in die Stadt bringen. Beteiligen können sich alle – egal, ob Ein zelpersonen, als Nachbarschaftsgruppen, Schulen, Kir chen, Unternehmen oder die kommunale Verwaltung selbst. Eine offizielle Anmeldung durch Kommunen ist nicht nötig, eine öffentlichkeitswirksame Beteiligung und Unterstützung durch die Kommune wäre natürlich prima. Der Wettbewerb findet jedes Jahr zwischen dem 21. März und dem 31. Oktober statt. Die Kommune, die in diesem Zeitraum die größte Pflaster- und Betonfläche durch Blühstreifen, Beete und Grünflächen ersetzt, gewinnt. Jede bis zum 31. Oktober gemeldete Fläche wird per Postleitzahl der Kommune gutgeschrieben. Für einen fairen Vergleich werden nicht die absoluten Steinzahlen jeder einzelnen Kommune gegeneinander gewertet, sondern die Steine pro 1.000 Einwohner*innen. Außerdem tritt jede Kom mune abhängig von ihrer Größe in einer von drei Ligen an, innerhalb der sie gewinnen kann. Der Wettbewerb ist ein Langzeit-Projekt von Studierenden der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung in Koblenz. Er findet dieses Jahr zum zweiten mal statt und wird im nächsten Jahr fortgesetzt. Mit dem Abpflastern-Wettbe werb können Menschen vor Ort sehr leicht angesprochen und aktiviert werden. Und: Wer sich Gedanken zur Kli maanpassung macht, denkt auch eher darüber nach, was getan werden muss, um die Erderhitzung zu begrenzen. right Alle Infos unter www.abpflastern.de . Wolfgang Schöllhammer, Newsletter-Redaktion ABPFLASTERN EIN WETTBEWERB, DER DIE STEINE INS ROLLEN BRINGT WELT WEIT KLIM AAKTIVISMUS Parents for Future (P4F) /// Germany 09/2026 NEWSLETTER # 51 Seite 6 Image by macrovector on Freepik SOLAR SISTER UGANDA – SOLAR ENERGY FOR A BETTER LIFE Uganda is a landlocked country in East Africa and one of the poorest nations in the world, with high rates of maternal and child mortality. At the same time, it serves as a haven for many refugees. Uganda is considered a peaceful region amidst areas plagued by crisis. Climate change is manifesting here through rising temperatures and a lack of rainfall. Extreme drought this year has led to crop failures and famine in certain regions. In its energy policy, the government focuses primarily on oil extraction, a move that faces massive public opposition. Nu merous organizations are protesting against the construction of environmentally damaging pipelines – including „End Fos sil Occupy Uganda“ , a grassroots movement of climate acti vists advocating for a phase-out of fossil fuels and a just energy transition in Africa. After all, Uganda has a far more sustain able energy source at its disposal: the sun. „Solar Sister Uganda“ is advancing the energy transition through an innovative approach. Since 2009, the initiative has been training women to become independent entrepre neurs in the clean energy sector. Participants sell affordable solar lamps, solar cookers, and solar mobile phone chargers within their communities. In doing so, these trained women not only alleviate energy poverty in their region but also cre ate jobs and secure their independence by earning their own income. The project demonstrates how targeted measures can inte grate climate action, economic development, and gender equality. SOLAR SISTER UGANDA – SOLAR - ENERGIE FÜR EIN BESSERES LEBEN Uganda ist ein Binnenstaat in Ostafrika und ei nes der ärmsten Länder der Welt mit einer ho hen Mütter- und Kindersterblichkeit. Zugleich ist es für viele Geflüchtete ein Zufluchtsort. Uganda gilt als eine friedliche Region inmitten von Kri sengebieten. Der Klimawandel zeigt sich hier in steigenden Temperaturen und ausbleibenden Re genfällen. Eine extreme Dürre in diesem Jahr führte in bestimmten Regionen zu Ernteausfäl len und Hungersnöten. In der Energiepolitik setzt die Regierung in ers ter Linie auf Ölförderung, was in der Bevölkerung auf massiven Widerstand stößt. Zahlreiche Orga nisationen protestieren gegen den Bau von um weltschädigenden Pipelines. So auch „End Fossil Occupy Uganda“, eine Graswurzelbewegung von Klimaaktiven, die sich für den Ausstieg aus fos silen Energieträgern und eine gerechte Energie wende in Afrika einsetzt. Denn Uganda hat eine viel nachhaltigere Energiequelle zur Verfügung: die Sonne. Mit einem interessanten Ansatz fördern die „So lar Sister Uganda“ die Energiewende. Seit 2009 bildet die Initiative Frauen zu selbstständigen Unternehmerinnen im Bereich saubere Energie aus. Die Teilnehmerinnen verkaufen erschwingliche Solar-Lampen, Solaröfen und Solar-Ladegeräte für Mobiltelefone in ihren Communities. Damit reduzieren die ausgebildeten Frauen nicht nur die Energiearmut in ihrer Region, sondern schaf fen zugleich Arbeitsplätze und sichern sich Un abhängigkeit durch ein eigenes Einkommen. Das Projekt zeigt, wie mit gezielten Maßnahmen Kli maschutz, Wirtschaftsförderung und Geschlech tergerechtigkeit ineinandergreifen können. Weitere Infos: laptop www.kutas.org/fossils laptop solarsister.org Rike, Newsletter-Redaktion Parents for Future (P4F) /// Germany 09/2026 NEWSLETTER # 51 Seite 7 www.parentsforfuture.de (P4F)•Newsletter #5 1•09/2026 REPLIK VON SUSANNE, P4F BONN, ZUM SPIEGEL-ARTIKEL: „WARUM GIBT ES TROTZ HITZE UND DÜRRE KEINEN AUFSCHREI FÜR MEHR KLIMASCHUTZ?“ DOCH. Im Wissenschafts-Beitrag vom 06.08.2026 analysierte Susanne Götze, warum es keinen Aufschrei gibt ange sichts des Hitzesommers, der Dürre, der Toten. „Der Sommer 2026 macht die Klimakrise so spürbar wie selten zuvor. Doch selbst die Klimabewegung hat resigniert und bereitet sich auf den »Kollaps« vor. Warum Warner selten recht bekom men, obwohl sie recht behalten.“ und „Die Hoffnung, Menschen über die spürbaren Folgen der Klimak rise... wieder für Klimaschutz zu gewinnen, zerschlägt sich gera de. Das spüren nun auch die Aktivisten selbst: Apokalypse erzeugt offenbar keine Wut, sondern Apathie.“, schreibt sie unter anderem. Insbesondere auf die Über schrift des Beitrags und obige Gedanken inkl. der The matisierung einer nachlassenden Größe von FFF-Demos schrieb Susanne Walter von den P4F Bonn folgende Replik als offenen Leserbrief: Zum Beispiel in Bonn, wo ich wohne, gibt es: • eine monatliche Mahnwache für Klimaschutz • eine Vortragsreihe (im Kult 41) • natürlich Demos – zuletzt eine große Demo plus Criti cal Mass mit vielen Hundert Teilnehmer*innen für Radwege, ÖPNV, Verkehrswende, Klimaschutz • die GermanZero-Gespräche mit Bundestagsabgeordne ten plus großer Unterschriftenaktion • Proteste vor Ratssitzungen im Stadthaus • Gespräche mit Ratsfraktionen, Stadtwerken etc. • den hochgelobten Beteiligungsprozess Bonn4Future • das große Klimastripes-Banner im Einsatz • eine hier initiierte bundesweite Postkartenaktion ge gen die Gaskostenfalle von Ministerin Reiche • Kunstaktionen, Karnevalszugteilnahme, die angedock ten Gruppen JeKiFa (Jedem Kind ein Fahrrad), Baum wächter, Bürgersolarberatung und so vieles mehr Allein in Bonn! Es steckt das Narrativ hinter Ihrem Beitrag, dass nur Großdemos aktive Klimagruppen aufzeigen. Das versucht Luisa Neubauer aber schon länger zu erklären: Es ist längst die Veränderung zu einer Diversifizierung vor Ort erfolgt. Dass viele Menschen die Leugner von menschengemach ter Klimakrise, die Gegner von erneuerbaren Energien und Klimaschutz in Form der zerstörerischen AfD wäh len wollen, dass viele Menschen Friedrich Merz gewählt haben und dass all unsere Klima-Aktionen kein Gehör finden bei CDU/CSU und SPD, bei Springer-Presse und GasÖlPestizid-Industrie – sind die Klimagruppen daran schuld? „Wo ist FFF?“ ist mir echt zu billig! Wer hat denn die Verantwortung? Die Klimaschutzbewe gung? Die Wissenschaftler, die sich seit Jahren und mas siv forciert seit Monaten den Mund fusselig reden? Alle voller Verzweiflung? Oder doch eher die gewählten, informierten, fachlich be ratenen und Amtseid-verpflichteten Politiker*innen der demokratischen Parteien???!!!! Wer??? Wer hört nicht zu? Wer will nicht? Guckt weg? Konterkariert? Lobbyiert für Gas und Kohle und sabotiert die erneuerbaren Energien? WER??? ES GIBT DIE KLIMABEWEGUNG NOCH! Parents for Future (P4F) /// Germany 09/2026 NEWSLETTER # 51 Seite 8 www.parentsforfuture.de (P4F)•Newsletter #5 1•09/2026 Man kann ehrenamtlich nicht mehr wegkehren, was uns die Politik im Schwall vor die Füße kotzt!!! • Frau Reiche! • Herr Merz und unser Regierungssprecher, die von „Wetter“ schwafeln! • Herr Klingbeil, der Gelder aus dem Klima- und Trans formationsfonds zweckentfremdet! • Verkehrsminister, die Autobahnen neu bauen und riesige Flächen versiegeln wollen, statt erst mal ausschließ lich das Desaster im Infrastrukturbestand zu sanieren!! Herr Merz, der ansonsten zur Krise und zu 10.000 Hitze toten SCHWEIGT!!!!! Ohrenbetäubendes Schweigen!!!! Was bitte bleibt der Klimabewegung und FFF übrig, als zu versuchen, lethargische, wegschauende und leugnende Politiker und ebenso eingestellte große Bevölkerungstei le wenigstens dort abzuholen, wo sie jetzt selbst merken, was los ist? Bei der Hitze! Beim Wassermangel! Ach, noch was: Wo sind jetzt die Bauern, die lautstark Herrn Habeck angepöbelt und Mist auf Straßen gekippt haben – für Dieselsubventionen! Wo sind sie jetzt, wo ihre