Bahaitum · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
Youth as protagonists of Europe’s social advancement
ohne Namen ·
Bahá'í World News Service (BWNS) ·
2026-08-12
· Haifa
· Quelle
Verantwortung · Hauptbotschaft
Gemeinschaft · tragend
Wissen · tragend
Junge Menschen in Europa sollten nicht nur in politische Prozesse eingebunden, sondern als verantwortungsvolle Protagonisten betrachtet werden, die aktiv an der Neugestaltung der Gesellschaft mitwirken.
Aber es ist ganz anders, zu sagen, dass junge Menschen Protagonisten in einem Prozess des gesellschaftlichen Fortschritts sein sollten und daran mitwirken sollten, die Gesellschaft selbst neu zu denken.
Der Text stellt eine Erklärung des Brüsseler Büros der Bahá'í-Internationalen Gemeinschaft (BIC) vor, die im Kontext der neuen EU-Jugendstrategie veröffentlicht wurde. Die zentrale Forderung lautet, junge Menschen nicht nur als zu hörende Akteure, sondern als Protagonisten des gesellschaftlichen Fortschritts zu betrachten, die Verantwortung für das Leben ihrer Gemeinschaften übernehmen. Alessandro Benedetti, Vertreter des Büros, betont, dass die bloße Einbindung junger Menschen in institutionelle Prozesse nicht ausreicht, um ihre volle Handlungsfähigkeit freizusetzen. Als Voraussetzungen werden Bildungsprozesse genannt, die moralische und ethische Prinzipien in Handlung umsetzen und Studium mit Dienst verbinden. Zudem sollen die Umgebungen, die das Leben junger Menschen prägen, ihre Rolle als Protagonisten verstärken, statt sie als Konsumenten darzustellen. Vier Bereiche werden als unersetzlich für den Beitrag junger Menschen identifiziert: Gemeinschaftsleben, gesellschaftliche Einheit, Medien und Technologie sowie multilaterale Systeme. Der Text verweist auf die Erfahrung Tausender junger Menschen in der Bahá'í-Gemeinschaft, die auf lokaler Ebene Fähigkeiten entwickeln, die der gesamte Kontinent braucht.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Feindschaft, Hass, Zerfall der Gemeinschaft
- Wo sitzt das Übel?
-
in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
- Was hilft dagegen?
-
praktisches Handeln am Nächsten, Werke; Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
- Wohin geht die Geschichte?
-
es wird besser, Entwicklung zum Guten
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf eigenes Erleben, Zeugnis, Begegnung; auf Argument, Logik, Wissenschaft
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen
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nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition
Wozu der Text aufruft
- junge Menschen als Protagonisten des gesellschaftlichen Fortschritts betrachten (gesellschaftlich)
- Bildungsprozesse gestalten, die moralische Prinzipien in Handlung umsetzen (gesellschaftlich)
- Umgebungen so gestalten, dass sie die Rolle junger Menschen als Protagonisten verstärken (gesellschaftlich)
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 4 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 1, jetzt 2, künftig 2
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut auf Deutsch
BIC Brüssel — In den letzten Jahren ist in ganz Europa eine wachsende Akzeptanz dafür entstanden, dass junge Menschen eine Stimme in den politischen Maßnahmen haben sollten, die ihr Leben gestalten. Eine neue Erklärung des Brüsseler Büros der Bahá'í-Internationalen Gemeinschaft (BIC), die veröffentlicht wurde, während die Europäische Union eine neue Jugendstrategie ausarbeitet, fragt, was es bedeuten würde, einen Schritt weiterzugehen: junge Menschen als Protagonisten zu sehen, die nicht nur gehört werden, sondern mit der Verantwortung für das Leben ihrer Gemeinschaften betraut werden.
Unter dem Titel „Protagonisten des gesellschaftlichen Fortschritts: Die unersetzliche Rolle der Jugend in Europa" ist die kürzlich veröffentlichte Erklärung ein Beitrag zu einer Unterhaltung, die das Brüsseler Büro seit mehreren Jahren mit europäischen Institutionen und anderen gesellschaftlichen Akteuren führt. Dies umfasste Treffen mit europäischen Abgeordneten, die Teilnahme an der Europäischen Jugendwoche und Foren, die vom Büro selbst einberufen wurden, einschließlich eines kürzlichen Workshops, der lokale Gemeinden und Jugendorganisationen zusammenbrachte.
Alessandro Benedetti, ein Vertreter des Büros, beobachtete in einem Gespräch mit dem Nachrichtendienst, dass die Idee junger Menschen als wesentlicher gesellschaftlicher Akteure bereits weit verbreitet sei. „Sie wird von europäischen Politikern auf verschiedenen Ebenen erwähnt. Aber diese Idee wirklich in die Realität umzusetzen, ist eine viel schwierigere Aufgabe."
Die Frage, so schlug er vor, sei, an welchem Punkt junge Menschen in den Prozess eintreten. „Einen Stuhl am Tisch hinzuzufügen, damit junge Menschen ihre Stimme erheben können, ist eine reale Dimension der Beteiligung", sagte er. „Aber es ist ganz anders, zu sagen, dass junge Menschen Protagonisten in einem Prozess des gesellschaftlichen Fortschritts sein sollten und daran mitwirken sollten, die Gesellschaft selbst neu zu denken."
Die Erklärung der BIC hebt hervor, dass Beteiligung, verstanden als bloße Einbindung in institutionelle und politische Prozesse, nicht auf die Fähigkeit zurückgreifen kann, die bei Millionen junger Menschen in Europa vorhanden ist — die Fähigkeit eines jeden von ihnen, in bedeutungsvoller Weise zur Gesellschaft beizutragen.
Zwei Bedingungen werden in der Erklärung als solche identifiziert, die es dieser Fähigkeit ermöglichen, Ausdruck zu finden. Gestützt auf die Erfahrung der Bahá'í-Gemeinschaft beschreibt die Erklärung Bildungsprozesse, die es jungen Menschen ermöglichen, moralische und ethische Prinzipien in Handlung umzusetzen, die Gesellschaft und ihre Möglichkeiten zu analysieren und Studium mit Taten des Dienstes zu verbinden.
„Solche Prozesse entwickeln nicht nur Handlungsfähigkeit", heißt es, „sie bieten auch die moralische Orientierung, die es jungen Menschen ermöglicht, diese Handlungsfähigkeit auf den Fortschritt des Gemeinwohls zu richten."
Die zweite Bedingung ist, dass die Umgebungen, die das Leben junger Menschen gestalten — bildungsbezogene, bürgerliche, soziale und mediabezogene — ihre Rolle als Protagonisten verstärken, anstatt sie als Konsumenten oder Zuschauerkreise darzustellen.
Vier Bereiche werden genannt, in denen der Beitrag junger Menschen unersetzlich ist: die Stärkung des Gemeinschaftslebens und der generationenübergreifenden Beziehungen, der Aufbau gesellschaftlicher Einheit über die Vielfalt Europas hinweg, das Neuverdenken des Verhältnisses der Gesellschaft zu Medien und Technologie und die Gestaltung multilateraler Systeme, die auf der Einheit der Menschheit beruhen.
Herr Benedetti bemerkte, dass die Fähigkeiten, die solche Beiträge auf jeder Ebene erfordern, zunächst in der Nähe des Zuhauses entwickelt werden.
„Egal wie groß eine Initiative ist, die Beteiligung am Leben der Gesellschaft entsteht auf lokaler Ebene", sagte er.
„Die BIC lernt, diesen Beitrag aus der Erfahrung Tausender junger Menschen zu artikulieren, die den Herausforderungen ihrer eigenen Realitäten begegnen", fügte Herr Benedetti hinzu. „Die Fähigkeiten, die sie entwickeln — ihr eigenes Realitätsverständnis, das Erfassen der in der Gesellschaft wirkenden Kräfte und das Zusammenbringen verschiedener Menschen — sind dieselben, die der Kontinent braucht."
Die Erklärung, die hier eingesehen werden kann, baut auf die laufenden Bemühungen der BIC auf, zum Diskurs über den Beitrag beizutragen, den junge Menschen im Fortschritt der Gesellschaft spielen.
Wortlaut im Original
BIC Brussels — Recent years have seen growing acceptance across Europe that young people should have a voice in the policies that shape their lives. A new statement from the Brussels Office of the Bahá’í International Community (BIC), released as the European Union develops a new Youth Strategy, asks what it would mean to go further: to see young people as protagonists who are not only heard but entrusted with responsibility for the life of their communities.
Titled “Protagonists of Social Advancement: The Irreplaceable Role of Youth in Europe,” the recently published statement is one contribution to a conversation the Brussels Office has sustained for several years with European institutions and other social actors. This has included meetings with European parliamentarians, participation in European Youth Week , and forums convened by the Office itself, including a recent workshop bringing together local municipalities and youth organizations.
Alessandro Benedetti, a representative of the Office, in a conversation with the News Service, observed that the idea of young people as essential social actors is already widely shared. “It is mentioned by European policymakers at different levels. But to truly bring this into reality is a much harder job.”
The question, he suggested, is at what point young people enter the process. “Adding a seat at the table so that young people can express their voice is one real dimension of participation,” he said. “But it is quite different from saying that young people should be protagonists in a process of social advancement and share in reimagining society itself.”
The BIC statement highlights that participation understood as involvement in institutional and political processes alone cannot draw on the capacity present among millions of Europe’s young people—the capacity of every one of them to contribute meaningfully to society.
Two conditions are identified in the statement as allowing that capacity to find expression. Drawing on the experience of the Bahá’í community, the statement describes educational processes that enable young people to translate moral and ethical principles into action, to analyze society and its possibilities, and to combine study with acts of service.
“Such processes do more than develop agency,” it states, “they also provide the moral orientation that enables young people to direct that agency towards the advancement of the common good.”
The second condition is that the environments shaping young people’s lives—educational, civic, social, and media—reinforce their role as protagonists rather than casting them as consumers or audiences.
Four areas are named where the contribution of young people is irreplaceable: strengthening community life and intergenerational relationships, building societal unity across Europe’s diversity, reimagining society’s relationship with media and technology, and shaping multilateral systems grounded in the oneness of humanity.
Mr. Benedetti noted that the capacities such contributions require, at every level, are first developed close to home.
“No matter how big an initiative, participation in the life of society is born at the local level,” he said.
“The BIC is learning to articulate this contribution from the experience of thousands of young people who are addressing the challenges of their own realities,” Mr. Benedetti added. “The capacities they develop—understanding their own reality, grasping the forces at work in society, and bringing different people together—are the same ones the continent needs.”
The statement, which can be viewed here , builds on the ongoing efforts of the BIC to contribute to the discourse on the part that young people play in the advancement of society.