Sunnitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
„ Anstandsregeln der Moschee und Gemeinschaft “
DITIB Religionsamt ·
DITIB ·
2024-10-25
· Köln
· Quelle
Gemeinschaft · Hauptbotschaft
Demut · tragend
Verantwortung · tragend
Das gemeinschaftliche Gebet in der Moschee erfordert ein bewusstes, respektvolles Verhalten und die Pflege der Stille, um den göttlichen Lohn und den Zusammenhalt der Gemeinde zu sichern.
Daher ist es essenziell, im Gebetsbereich die Stille zu bewahren. Dazu gehört das Stummschalten unseres Mobiltelefons.
Der Text der DITIB Religionskommission erinnert an die Sunna des gemeinschaftlichen Gebets und definiert die Moschee als heiligen Ort, der besonderen Respekt erfordert. Er listet konkrete Verhaltensregeln auf, die von der Körperpflege und Kleidung zu Hause bis hin zum Verhalten im Gebetsraum reichen. Dazu gehören das Vermeiden stark riechender Speisen, die sparsame Wassernutzung bei der Waschung und die Aufrechterhaltung der Stille durch das Stummschalten von Mobiltelefonen. Die Gläubigen werden aufgefordert, die vorderen Reihen zu besetzen und die Ausgänge freizuhalten, um die Ordnung und den Zusammenhalt zu wahren. Während der Predigt und des Gebets gilt absolute Konzentration auf Allah, ohne Störungen durch Gespräche oder Handlungen. Das Verlassen der Moschee soll ruhig und respektvoll erfolgen, um die betenden Geschwister nicht zu stören. Der Text schließt mit der theologischen Verheißung, dass engagierte Moscheebesucher am Jüngsten Tag einen Schatten finden werden.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst
- Wo sitzt das Übel?
-
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
- Was hilft dagegen?
-
Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe, Zugehörigkeit; Gebet, Gottesdienst, Meditation, wiederholte Übung
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
vor allem Teil einer Gemeinschaft oder Schöpfung
- Wohin geht die Geschichte?
-
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
den eigenen Glaubensgeschwistern
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst
Verwandte Texte aus anderen Traditionen
nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition
Wozu der Text aufruft
- Mobiltelefone stummschalten (zwischenmenschlich)
- Vorderste Gebetsreihen auffüllen (gesellschaftlich)
- Wasser sparsam bei der Waschung nutzen (innerlich)
Genannte Stellen
Bukhari, Sahih, Edhan, 37 · Muslim, Sahih, Mesadschid, 249 · Abu Dawud, Tahara, 127 · Muslim, Sahih, Mesadschid, 72 · Koran 5:6 · Koran 7:31 · Darimi, Sunan, Sala, 72
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 3 von 5
- Konkretheit
- 3 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 2, jetzt 3, künftig 2
Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut anzeigen
„Anstandsregeln der Moschee und Gemeinschaft“
(25.10.2024)
Meine Geschwister! Verehrte Gläubige!
Eine bedeutende Sunna unseres Propheten (s) ist das gemeinschaftliche Gebet. Er führte stets das Gebet der Gemeinschaft an und vernachlässigte es nicht einmal, als er gegen Ende seines Lebens schwer erkrankte. Der Prophet (s) betonte die Einheit und den Zusammenhalt unter den Muslimen, indem er sagte, dass jeder Schritt zur Moschee göttlichen Lohn1 bringt und das gemeinschaftliche Gebet 27-mal wertvoller ist als das individuelle Gebet.2
Wenn wir über das gemeinschaftliche Gebet sprechen, denken wir automatisch an die Moscheen, die als Herzstücke unserer Gemeinden gelten. Diese heiligen Orte erfordern jedoch auch ein bewusstes Verhalten von uns – nicht nur während des Gebets, sondern bereits beim Betreten und bis hin zum Verlassen der Moschee.
Lassen Sie uns gemeinsam die manchmal vergessenen Verhaltensregeln in der Moschee wieder in Erinnerung rufen.
Die Vorbereitung auf den Besuch der Moschee beginnt bereits zu Hause. Angenfangen mit der Körperpflege und dem Zähneputzen suchen wir uns saubere, angemessene Kleidung aus, die unsere Awrah bedeckt.3 Die Awrah sind Körperteile, die im und außerhalb des Gebets verdeckt sein müssen. Zudem ist es von großer Bedeutung, stark riechende Speisen wie Knoblauch und Zwiebeln nicht zu verspeisen.4 Diesem Prozess folgt die rituelle Gebetswaschung,5 bei der wir darauf achten, so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig Wasser zu benutzen. Vergessen wir nicht, Allah liebt die Verschwenderischen nicht!6 Auch das saubere Hinterlassen der Toiletten und Waschräume und die Pflege des Innen- und Außenbereichs der Moschee sind sehr wichtig.
Verehrte Gläubige!
Moscheen sind Orte, an denen Allahs gedenkt wird. Orte, an denen wir uns vollkommen Allah zuwenden. Daher ist es essenziell, im Gebetsbereich die Stille zu bewahren. Dazu gehört das Stummschalten unseres Mobiltelefons. Falls das Telefon dennoch klingelt, sollten wir es mit einer einzigen Handbewegung ausschalten, um die ruhige Gebetsatmosphäre nicht zu stören. Dies würde das Gebet nicht beeinträchtigen. Wird in der Moschee der Koran rezitiert, gepredigt, oder der Ezan ausgerufen, sollten wir nicht mehr miteinander sprechen, sondern zuhören. Wie Allah sagt, haben wir der Koranrezitation zuzuhören.
Werte Geschwister!
Unser Prophet (s) legte großen Wert auf den Zusammenhalt seiner Gemeinschaft. Er definierte den Schulterschluss im Gebet als Zeichen dieses Zusammenhalts und beschrieb die erste Gebetsreihe als die Beste. So bemühten sich unsere Vorbilder, die Sahabe, stets darum, in den vordersten Reihen zu beten. Auch wir sollten zuallererst die vordersten Reihen auffüllen und gleichzeitig die Bereiche vor den Treppen sowie Ein- und Ausgänge freihalten.
Ist diese Ordnung gewährt, fängt das Gebet an, der Moment, an dem wir alle gemeinsam Allah anbeten. Wir folgen den Anweisungen des Imams, verbeugen oder werfen uns nicht vor ihm nieder.7 Wenn wir rezitieren, dann nur so laut, dass wir es selbst hören. Wir stören unseren Nachbarn nicht. Und all dies, mit dem Bewusstsein, dass dieses Gebet unser letztes sein könnte. All dies, wobei unser Körper zur Kaaba und und unser Herz zur Barmherzigkeit Allahs zugewandt ist.
Werte Gläubige!
Unser Festtag, der Freitag, ist dabei der Zenit. Alle Gläubigen sind für das Freitagsgebet versammelt, warten gespannt auf die Freitagspredigt. Fängt die Freitagspredigt an, sitzen wir still, legen unser Telefon im “Stummmodus” beiseite und beschäftigen uns nur mit der Predigt. Wir ermahnen nicht einmal unseren Nachbar, leise zu sein. Dies ist es, was uns unser Prophet aleyhisselâm lehrte.
Zum Schluss bleibt das Verlassen der Moschee. Auch hier ist Anstand, Freundlichkeit, Nachsicht und Demut äußerst wichtig. So bewahren wir die Ruhe, stören unsere Geschwister, die weiterhin Allah dienen, nicht und legen unsere Schuhe ohne Geräusche sanft auf den Boden.
All dies tun wir mit dem Gewissen, dass diejenigen, deren Herzen an die Moscheen gebunden sind, am Tag der Auferstehung einen Schatten finden werden. An jenem Tag, an dem es keinen Schatten gibt. Möge Allah uns diese Gabe schenken, amin.
Die DITIB-Predigtkommission
1. Buchari, Sahih, Edhan, 37.
2. Müslim, Sahih, Mesadschid, 249.
3. Ebu Dawud, Tahara, 127.
4. Muslim, Sahih, Mesadschid, 72.
5. Koran, Maide, 5/6.
6. Koran, Aʿraf, 7/31.
7. Darimi Sunan, Sala, 72.
2024-10-25
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Genehmigung der DITIB reproduziert, vervielfältigt oder verarbeitet werden.
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