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Sunnitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Das Opferfest: Ibrahim sein und die Hingabe nach Ismails Vorbild

DITIB Religionsamt · DITIB · 2026-05-27 · Köln · Quelle

Demut · Hauptbotschaft Geduld · tragend Gemeinschaft · tragend

Das Opferfest erinnert an die bedingungslose Hingabe Ibrahims und Ismails an Allah, die als Vorbild für den Glauben und die Ergebenheit der Gläubigen dient.

Vater und Sohn ergaben sich beide mit vollkommener Treue dem Willen Allahs. Genau in diesem Moment erging der göttliche Ruf: „O Ibrahim! Du hast den Traum erfüllt. (…)“

Der Text ist eine Predigt zum islamischen Opferfest (Id al-Adha), die die theologische Grundlage der Kurban-Praxis erläutert. Sie verweist auf die Sunna des Propheten Muhammad und die Vorbildfunktion des Propheten Ibrahim. Im Zentrum steht die Erzählung von Ibrahims Bereitschaft, seinen Sohn Ismail zu opfern, und der göttlichen Erlösung durch ein Tier. Die Predigt betont die Werte der bedingungslosen Hingabe, des Vertrauens in Allah und der Geduld bei Prüfungen. Es wird die Rolle der Hadscher als Beispiel für Vertrauen und die Errichtung der Kaaba durch Vater und Sohn hervorgehoben. Der Text richtet sich an die Gemeinde und ruft dazu auf, das Vorbild Ibrahims im eigenen Leben nachzuahmen. Er schließt mit einem Festgruß und dem Wunsch nach Segen für die Familien.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
innere Wandlung, Reue, Sinnesänderung; Gebet, Gottesdienst, Meditation, wiederholte Übung
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Ibn Mādsche, Edāhī, 3 · Koran 60:4 · Koran 19:46 · Koran 37:99-101 · Koran 14:37 · Bukhari, Enbiya, 12 · Koran 3:96 · Koran 37:102

Gemessen

Grundhaltung
2 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
3 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
1 von 3
Zeitbezug
früher 3, jetzt 1, künftig 0

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Das Opferfest: Ibrahim sein und die Hingabe nach Ismails Vorbild (27.05.2026) Verehrte Ältere! Liebe junge Geschwister, die ihr unsere Zukunft seid! Und ihr lieben Kinder, die ihr unsere Moschee mit Freude erfüllt! Herzlich willkommen im Haus Allahs an diesem gesegneten Morgen des Opferfestes. Alles Lob gebührt Allah, Der uns ein weiteres Opferfest erleben lässt. Möge unser Fest gesegnet sein! Werte Gläubige! Eines Tages kamen die Gefährten unseres Propheten (s) zu ihm und fragten voller Neugier: „O Gesandter Allahs! Welche Bedeutung haben diese Opfertiere?“ Darauf antwortete der Gesandte Allahs (s): „Sie gehören zur Sunna eures Vaters Ibrahim.“1 Meine Geschwister! Wenn von „Opfergabe (Kurban)“ die Rede ist, denken wir an den Propheten Ibrahim. Und wenn wir an den Propheten Ibrahim denken, denken wir an „Hingabe und Ergebenheit“. Diese Festtage sind zugleich Tage, an denen wir die unerschütterliche Treue Ibrahims (a.s.) in unseren Herzen neu spüren. So spricht unser erhabener Schöpfer im Koran: „Ihr habt doch ein schönes Vorbild in Ibrahim und denjenigen, die mit ihm waren (…)“2 Damit erinnert Allah uns daran, dass wir diesem gesegneten Propheten folgen sollen, dessen Leben ganz Allah gewidmet war. Obwohl Ibrahim (a.s.) in einer Gesellschaft lebte, die Allah andere Götter beigesellte, blieb er ein standhafter Verfechter des Tewhid – des reinen Glaubens an den einen Gott. Weil er die falschen Götter seiner Gesellschaft mutig ablehnte, wurde er von den Menschen ausgegrenzt und sogar von seinem eigenen Vater bedroht.3 Doch er machte niemals Zugeständnisse in seinem Glauben. Für die Wahrheit war er bereit, seine Heimat und sein Zuhause zu verlassen und selbst sein Leben auf Allahs Weg hinzugeben. Das Leben Ibrahims (a.s.) war von schweren Prüfungen geprägt. Viele Jahre blieb ihm ein Kind verwehrt. Er bat seinen Herrn um einen rechtschaffenen Sohn – und Allah schenkte ihm schließlich im hohen Alter einen Sohn, der zur Freude seines Herzens wurde.4 Auf göttlichen Befehl hin ließ Ibrahim (a.s.) seine Frau und seinen geliebten Sohn Ismail in einem trockenen, unfruchtbaren Tal5 zurück – in Mekka. In diesem Augenblick sprach seine Frau Hadscher voller Vertrauen: „Wenn Allah dir dies befohlen hat, dann wird Er uns niemals im Stich lassen.“6 Und genau darin zeigte sich wahre Hingabe und tiefes Vertrauen auf Allah. Die Zamzam-Quelle wurde zur Belohnung für genau dieses Vertrauen und für den schweren Kampf, den Hadscher allein in der Wüste führte. Ismail wuchs heran und erreichte das Alter, in dem er seinem Vater helfen konnte. Gemeinsam errichteten Ibrahim und Ismail mit ihren eigenen Händen die Kaaba, das erste Gotteshaus auf Erden,7 von Neuem. Doch die größte Prüfung sollte erst noch kommen. Ibrahim sah im Traum, dass er seinen geliebten Sohn opferte. Als er Ismail davon erzählte, antwortete dieser: „Mein Vater, tu, was dir aufgetragen wurde, du wirst mich, so Allah will, standhaft finden.“8 Vater und Sohn ergaben sich beide mit vollkommener Treue dem Willen Allahs. Genau in diesem Moment erging der göttliche Ruf: „O Ibrahim! Du hast den Traum erfüllt. (…)“9 Als Zeichen ihrer Aufrichtigkeit schenkte Allah ihnen ein Opfertier.10 Die Erinnerung an diese gewaltige Hingabe wurde von Generation zu Generation weitergetragen und bildet bis heute die Grundlage unserer Opfergabe. Liebe Geschwister! Der Prophet Ibrahim bestand jede Prüfung, die ihm begegnete. Wann immer sein Herr zu ihm sagte: „Ergebe dich!“, antwortete er ohne Zögern: „Ich ergebe mich völlig dem Herrn der Welten.“11 So lehrte er uns, dass der Weg zu einem vollkommenen Glauben durch die bedingungslose Hingabe an Allah führt. Friede sei mit Ibrahim... Friede sei mit Ismail... Friede sei mit Hadscher... Und Friede sei mit der gesamten Umma Muhammeds, die ihrem gesegneten Weg folgt! Ich wünsche Ihnen allen und Ihren Familien ein gesegnetes Opferfest. Id mubarek. Die DITIB-Predigtkommission Quellen: 1 Ibn Mādsche, Edāhī, 3. 2 Koran, Mumtehine, 60/4. 3 Koran, Meryem, 19/46. 4 Koran, Sāffāt, 37/99-101. 5 Koran, Ibrāhīm, 14/37. 6 Buchārī, Enbiya, 12. 7 Koran, Āl-i 'Imrān, 3/96. 8 Koran, Sāffāt, 37/102. 9 Koran, Sāffāt, 37/104-105. 10 Koran, Sāffāt, 37/107. 11 Koran, Baqara, 2/131. 2026-05-27 Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung der DITIB reproduziert, vervielfältigt oder verarbeitet werden. 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