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Sunnitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Dies ist der Berg Uhud, der uns liebt, und den wir lieben.

DITIB Religionsamt · DITIB · 2026-06-05 · Köln · Quelle

Verantwortung · Hauptbotschaft Barmherzigkeit · tragend Dankbarkeit

Umweltbewusstsein ist eine religiöse Pflicht, die aus der Anerkennung der Schöpfung als göttliches Pfand folgt und sich in konkretem Handeln wie Baumpflanzen und Reinhaltung der Umwelt zeigt.

Bewahren wir die Umwelt, die Allah uns als Amāna anvertraut hat, und bemühen wir uns, dieses göttliche Gut unversehrt an die kommenden Generationen weiterzugeben.

Der Text ist eine Freitagspredigt der DITIB, die Umweltbewusstsein als religiöse Pflicht darstellt. Sie stützt sich auf Koranverse und Hadithe, die die Schöpfung als Zeichen Gottes beschreiben und den Propheten als Vorbild für respektvollen Umgang mit der Natur zeigen. Der Berg Uhud wird als Beispiel für die geistige Verbundenheit des Propheten mit der Natur angeführt. Sauberkeit wird als Ausdruck des Glaubens und als gesellschaftliche Verantwortung verstanden. Barmherzigkeit gegenüber allen Lebewesen, insbesondere durch das Pflanzen von Bäumen, steht im Zentrum. Die Umwelt wird als göttliches Pfand (Amāna) bezeichnet, das an kommende Generationen weitergegeben werden soll. Der Text ruft zu konkreten Handlungen auf: Bäume pflanzen, Grünflächen bewahren, öffentliche Räume sauber halten. Er verbindet religiöse Pflichterfüllung mit praktischem Umweltengagement.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
praktisches Handeln am Nächsten, Werke; Gebote befolgen, Ordnung einhalten, Pflichten erfüllen
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
auch Tieren, Pflanzen, der ganzen Schöpfung
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Koran 54:49 · Koran 2:190-191 · Buhari, Megazi, 82 · Muslim, İman, 58 · İbn Hanbel, III, 184 · İbn Hanbel, V, 416

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
4 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 2, jetzt 2, künftig 2

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
﷽: .اِنَّ ف۪ي خَلْقِ السَّمٰوَاتِ وَالْاَرْضِ وَاخْتِلَافِ الَّيْلِ وَالنَّهَارِ لَاٰيَاتٍ لِاُو۬لِي الْاَلْبَابِۚ :وَقَالَ رَسُولُ اللّٰهِ صَلَّي اللّٰهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ .وَهَذَا أُحُدٌ ، جَبَلٌ يُحِبُّنَا وَنُحِبُّهُ Eine Erfordernis unseres Glaubens: Umweltbewusstsein (05.06.2026) Werte Gläubige! Allah der Erhabene hat die Himmel und die Erde in einem ausgewogenen Maß und vollkommener Ordnung erschaffen.[1] Berge, Meere, Bäume, Tiere und alle Lebewesen sind Teil dieser göttlichen Ordnung. Der Koran ruft uns dazu auf, die Schöpfung mit Nachdenken und Besinnung zu betrachten. Denn jedes Wesen in unserer Umwelt ist ein Zeichen, das die Macht und die Schöpfungskunst Allahs widerspiegelt.[2] Daher offenbart unser Umgang mit der Umwelt letztlich auch unsere Haltung gegenüber dem Schöpfer. Meine Geschwister! Unser Prophet (s), zeigte uns den besten Umgang mit der Natur, die Allah erschaffen hat. Er brachte uns bei, allen Geschöpfen – ob lebendig oder leblos – mit Liebe, Barmherzigkeit und Verantwortung zu begegnen. Der Gesandte Allahs betrachtete die göttlichen Gaben niemals als gewöhnliche Konsumgüter, sondern erwies jedem einzelnen von ihnen Achtung und Wertschätzung. Als er in Medina den Berg Uhud erblickte, sagte er: „Dies ist der Berg Uhud, der uns liebt, und den wir lieben.”[3] Diese Aussage gehört zu den schönsten Beispielen für die tiefe geistige Verbundenheit, die er mit der Natur pflegte. Zu unseren wichtigsten Pflichten gegenüber der Umwelt gehört es, sie sauber zu halten. Der Gesandte Allahs (s) lehrte uns, dass Sauberkeit in direktem Zusammenhang mit dem Glauben steht. Er betrachtete sogar das Entfernen von Dingen, die den Menschen auf ihren Wegen Schaden oder Unannehmlichkeiten bereiten, als eine Anforderung des Glaubens.[4] Daher ist die Reinhaltung der Umwelt keine gewöhnliche weltliche Angelegenheit. Vielmehr bedeutet es, nach dem Wohlgefallen Allahs zu streben, den Glauben im Herzen nach außen sichtbar werden zu lassen und der Sunna des Propheten (s) treu zu bleiben. Für jeden Gläubigen gehört es zur Verantwortung vor Allah, zunächst das eigene Zuhause und anschließend die gesamte Umwelt sauber zu halten. Ein bewusster Gläubiger weiß sehr genau: Jede verschmutzte Straße, jede zerstörte Grünfläche und jede verschwendete Gabe stellen letztlich einen Eingriff in das gemeinsame Recht der Gesellschaft dar. Daher begegnet er der von Allah in vollkommener Ordnung erschaffenen Schöpfung mit Achtsamkeit und Verantwortungsbewusstsein. Er bemüht sich nach Kräften, dieses göttliche anvertraute Gut zu bewahren. Werte Gläubige! Im Kern unseres Umweltbewusstseins steht die Barmherzigkeit gegenüber allen Lebewesen auf der Erde. Denn wer den Geschöpfen Erbarmen zeigt, dem wird auch Allah, der Allerbarmer, Seine Barmherzigkeit erweisen. Unser Prophet (s) hat insbesondere das Pflanzen von Bäumen, das zu den schönsten Ausdrucksformen dieser Barmherzigkeit gehört, gefördert.[5] Zugleich verkündete er die frohe Botschaft, dass einem Menschen selbst nach seinem Tod weiterhin Lohn gutgeschrieben wird, solange andere von dem gepflanzten Baum Nutzen ziehen.[6] Werte Muslime! Bewahren wir die Umwelt, die Allah uns als Amāna anvertraut hat, und bemühen wir uns, dieses göttliche Gut unversehrt an die kommenden Generationen weiterzugeben. Lasst uns unserer Verantwortung gerecht werden, indem wir Bäume pflanzen, die vorhandenen Grünflächen bewahren und alles meiden, was das natürliche Gleichgewicht beeinträchtigt. Halten wir unsere Häuser, Moscheen, Straßen, Spielplätze, Schulen, Arbeitsstätten, öffentlichen Verkehrsmittel und alle gemeinschaftlichen Lebensräume, unsere gesamte Umwelt sauber und gepflegt. Möge unser Herr uns zu jenen seiner Diener machen, die diese uns anvertraute Erde verschönern, für jede Gabe dankbar sind und der Natur mit Barmherzigkeit begegnen. Möge Er uns zu denen zählen, die nicht Verderben stiften, sondern Gutes bewirken; nicht zerstören, sondern wiederaufbauen. _______________________________________ Die DITIB-Predigtkommission [1] Kamer, 54/49. [2] Al-i İmran, 2/190-191. [3] Buhari, Megazi, 82. [4] Muslim, İman, 58. [5] İbn Hanbel, III, 184. [6] İbn Hanbel, V, 416. 2026-06-05 Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung der DITIB reproduziert, vervielfältigt oder verarbeitet werden. 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