Das geplante Gebäudemodernisierungsgesetz sabotiert die Energiewende, verschärft die fossile Abhängigkeit und führt zu einer sozialen Kostenfalle, weshalb aktiver Widerstand geboten ist.
Der Newsletter der Parents for Future kritisiert scharf die Pläne der Bundesregierung, insbesondere das geplante Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG), das den Einbau neuer Gas- und Ölheizungen wieder erlaubt. Die Autoren argumentieren, dass diese Politik die Energiewende sabotiert, fossile Abhängigkeiten verlängert und Mieter sowie Eigentümer in eine teure Kostenfalle manövriert. Es wird behauptet, dass die vorgesehene Beimischung von Biokraftstoffen technisch und ökonomisch nicht tragfähig sei und die Klimaziele verfehle. Als Reaktion auf diese politische Entwicklung ruft der Text zu Protestaktionen, Petitionen und der Teilnahme an einer bundesweiten Aktionswoche auf. Die Kritik richtet sich sowohl gegen die Wirtschaftsministerin als auch gegen die Koalitionsfraktionen, die unter Lobby-Druck und populistischen Versprechen gehandelt hätten. Der Text verbindet die politische Analyse mit konkreten Handlungsempfehlungen für die Leserschaft, um sich gegen die 'Gaskostenfalle' zu engagieren.
Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
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NEWSLETTER #47 Seite 1 www.parentsforfuture.de (P4F)•Newsletter #47•03/2026 Liebe Leserinnen und Leser, Wirtschaftsministerin und Lobbyistin Katherina Reiche ar beitet an drei Gesetzesentwürfen, mit denen sie die Ener giewende sabotiert und unsere fossile Abhängigkeit mani festiert. Mit dem Netzpaket soll der Ausbau von Windkraft und Solar ausgebremst werden. Die Novelle des EEG macht kleine PV-Anlagen unwirtschaftlich. Die Änderungen am GEG führen in die Gaskostenfalle und verlängern den Aus stieg aus fossilen Heizungen. Frau Reiche, es reicht!
Von taz bis BDI regt sich Widerstand, Protestaktionen lau fen oder sind in Vorbereitung. Macht mit – es gibt verschiedene Möglichkeiten sich zu engagieren.
Außerdem beschäftigen wir uns in dieser Ausgabe mit Bil dung: Wir stellen die „Klimadialoge“ und den neuen Kli ma-Report der Scientists Mainz vor, empfehlen euch zwei kinderfreundliche Museen sowie zwei spannende Podcasts (Spoiler: die Känguru-Rebellion startet). Und da Lesen bil det, haben wir auch Buchempfehlungen im Angebot – und verlosen drei Exemplare. Dafür müsst ihr allerdings etwas rätseln.
Schließlich reisen wir nach Costa Rica, in die USA und für die „good news“ um die ganze Welt.
Jörg Weißenborn für das Newsletter-Team NEWSLETTER #47 Parents for Future (P4F) /// Germany 03/2026 INHALT „Freiheit zum absoluten Blödsinn“:
Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) 2 Neue Verbraucherschutz-Initiative:
Raus aus der Gaskostenfalle! 4 Bündnispartner vorgestellt: Klimadialoge.de 5 Die gute Nachricht 7 Klimaaktivismus weltweit: Costa Rica 8 Wünsch dir Klimabücher in der Bibliothek 9 Buchempfehlung: „Am Kipppunkt“ 10 Buchvorstellung und Buchverlosung:
„Was wir meinen, wenn wir Hoffnung sagen“ 1 1 Endangerment Finding: eine fatale US-Entscheidung und ihre möglichen Konsequenzen 12 Klima-Report der Scientists for Future Mainz 13 Klima-Bildung zum Anfassen 14 Podcast-Empfehlungen 15 Klima-Telegramm 16 Bild-Montage: Campact, Jihan – Adobe Stock, drsg98– Adobe Stock
Parents for Future (P4F) /// Germany 03/2026 NEWSLETTER #47 Seite 2 www.parentsforfuture.de (P4F)•Newsletter #47•03/2026 Die wichtigste Botschaft für die Öffentlichkeit: Das neue „Heizungsgesetz“ erlaubt wieder den Einbau neuer Gas- und Ölheizungen, auch bestehende sollen unbefristet weiter betrieben werden dürfen. Die 65 %-Regelung aus dem GEG wird gestrichen. Die Klimaziele können jetzt auch über eine stufenweise Transformation der Brenn stoffe hin zu „Bioöl“ und „Biogas“ erreicht werden. Neue Heizungen müssen einen zunehmenden Anteil CO 2-neutraler Brennstoffe nutzen („Biotreppe“), beginnend mit einem Anteil von 10 Prozent ab 2029. Außerdem soll gene rell für Erdgas und Heizöl eine moderate Grüngasquote bzw. Grünheizölquote eingeführt werden, beginnend mit „bis zu einem Prozent“ ab 2028.
Hinsichtlich der Verfügbarkeit der Bio-Brennstoffe ver traut die Bundesregierung ganz auf Marktmechanismen, die Wirtschaftsministerin Reiche „anreizen“ will. Die erforderlichen Mengen werden jedoch aller Voraussicht nach nicht zur Verfügung stehen. Dafür reichen weder die Agrarflächen im Inland noch die Importkapazitäten aus. Außerdem konkurriert die Nutzung für die Gebäu dewärme mit anderen Einsatzgebieten, in denen diese Bio-Produkte dringend benötigt werden, und treibt dort die Preise in die Höhe: Der BDI weist auf den Bedarf in der Industrie hin, das Wuppertal-Institut und das Insti tut der Deutschen Wirtschaft auf den zunehmenden Be darf von Biomethan für die sichere Stromversorgung in Dunkelflauten.
„FREIHEIT ZUM ABSOLUTEN BLÖDSINN“ GEBÄUDEMODERNISIERUNGSGESETZ (GMG) Die Eckpunkte des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GMG), das das aktuelle Gebäudeenergiegesetz (GEG) ab lösen soll, wurden am 24. Februar von den Koalitionsfraktionen vorgestellt. Mit ihm will die Union ihr Wahlkampf versprechen, das Heizungsgesetz abzuschaffen, einlösen und den Häuslebesitzern „ihre Freiheit“ zurückgeben, eine „Freiheit zum absoluten Blödsinn“, wie die taz titelte .
NEUES „HEIZUNGSGESETZ“ (GMG):
HAUPTKRITIKPUNKTE • falsches Signal: Öl- und Gasheizungen wieder erlaubt • Verunsicherung von Kund*innen und Heizungsmarkt • Nebelkerze: Die „Biotreppe“ wird nicht funktionieren • Kostenfalle: Heizen mit Öl und Gas wird sehr teuer • de-facto-Verabschiedung von den Klimazielen Bild: oblePix – Adobe Stock
Parents for Future (P4F) /// Germany 03/2026 NEWSLETTER #47 Seite 3 www.parentsforfuture.de (P4F)•Newsletter #47•03/2026 Ein falsches Signal Vom GMG geht das Signal aus, dass eine Umstellung der Heiztechnik nicht nötig sei. Eine konsistente Strategie ist jedoch nicht zu erkennen, auch die Fördermodalitäten für den Einbau von Wärmepumpen stehen noch nicht fest. Bis mindestens 2029 soll es eine Fortsetzung der „auskömmlichen Förderung“ geben. Wie die gestaltet werden soll, ist noch Verhandlungssache. Die Konsequenz: Haus halte werden verunsichert und zögern Investitionsent scheidungen heraus, was sich negativ auf Industrie und Handwerk auswirkt. Das Institut der deutschen Wirt schaft (IW) urteilt: „Aus Gründen der Planungssicherheit hätte das Gebot zum Einbau klimaneutraler Heizungssysteme erhalten bleiben müssen.“ Offen ist auch, ob die vorgesehenen Regelungen gegenüber gesetzlichen Vorgaben Bestand haben, wie den höchstrichterlichen Entschei dungen deutscher Gerichte oder den Vorgaben der Euro päischen Gebäudeeffizienzrichtlinie (EPBD).
Klimaziele de facto aufgegeben Mit den Plänen zum GMG können nicht einmal die – sehr schwachen – deutschen Klimaziele erreicht werden. For mal hält die Koalition zwar an den Klimazielen fest, han delt aber nicht danach. Es gibt keinerlei Aussagen, wie die Ziele im Gebäudesektor erreicht werden sollen. Die Eck punkte beinhalten keine Lenkungswirkung mehr, der Klimaeffekt der Beimischung von Bio-Heizstoffen ist zu gering und längerfristig wirken Lock-In-Effekte : Neu installierte fossile Heizungen bleiben länger in Betrieb und erzeugen länger klimaschädliches CO 2. Nachteilig kann sich auch die Entkopplung des GMG von der kommuna len Wärmeplanung auswirken: Nach dem Abschluss der Planung gibt es keine erhöhten Anforderungen mehr an die Wärmeversorgung. Das Signal des „Weitermachens wie bisher“ erschwert Ausbau und Akzeptanz von Wär menetzen und den stufenweisen Rückbau der Gasnetze.
Kostenfalle insbesondere für Mieter*innen Verboten ist der Umstieg auf eine nachhaltige Heizlösung nicht, wer jedoch in seiner neuen „Entscheidungsfrei heit“ auf die fossile Lösung setzt oder sie vom Vermieter vorgegeben bekommt, tappt unweigerlich in eine Kostenfalle: In einigen Jahren wird es einen deutlichen Preis anstieg beim Heizen mit Gas geben: Der Brennstoff Gas wird insbes. durch eine steigende Grüngasquote teurer, der CO2-Preis steigt und die Fixkosten für die Gasnetze müssen – unabhängig von allen politischen Entscheidun gen – als Netzentgelte auf eine abnehmende Zahl von Gaskunden umgelegt werden. Mit welchen Maßnahmen Mieterinnen und Mieter vor der Kostenfalle geschützt werden sollen, ist noch völlig offen.
Soziale und politische Risiken Falsche Investitionsentscheidungen mit der Folge stark steigender Heizkosten gefährden den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Verdruss und wirtschaftliche Not stär ken den rechten Populismus und gefährden den sozialen Frieden. Die de-facto-Aufgabe der deutschen Klimaziele führt zudem zu Frustration vor allem in der jungen Be völkerung und zu einem Verlust der Glaubwürdigkeit politischer Akteure, die höchstrichterliche Urteile einfach ignorieren. Mit dem GMG wird der Ausstieg aus fossilem Gas und Öl verzögert und zugleich eine neue Abhängig keit aufgebaut: vom Import großer Mengen an Grünga sen. Damit bleibt Deutschland in hohem Maße von ex ternen Akteuren ökonomisch abhängig und politisch erpressbar. Die Gefahr internationaler Auseinanderset zungen um den Zugriff auf fossile und Bio-Energieres sourcen steigt.
Wie konnte es soweit kommen?
Wenn selbst taz und BDI sich in der Kritik der Eckpunk te zum GMG einig sind, fragt man sich, wie dieses Er gebnis zustande kommen konnte. Entscheidend dürften zwei Faktoren gewesen sein: Die Lobby-Interessen der Energiewirtschaft, die mit ihrer früheren Managerin Katherina Reiche einen sehr effektiven Brückenkopf im Wirtschaftsministerium hat, und die populistische Hetz kampagne gegen den „Heizhammer“ im Vorfeld der letz ten Bundestagswahl. Die Union musste unbedingt ihr Wahlversprechen wahr machen und das Heizungsgesetz „abschaffen“, wollte sie nicht Gefahr laufen, von rechts als „Habeck light“ diffamiert zu werden. Die SPD, die dem Unionsdruck nachgegeben hat, versucht nun nach träglich, das GMG zumindest etwas mieterfreundlicher zu machen, womit die grundlegenden Konstruktionsfeh ler aber nicht behoben werden können.
Tipp: Mit welchen Aktionen GermanZero das Gebäude modernisierungsgesetz (GMG) verhindern will, lest ihr im Beitrag „Raus aus der Gaskostenfalle!“ auf der folgen den Seite.
Wolfgang Schöllhammer Newsletter-Redaktion
Parents for Future (P4F) /// Germany 03/2026 NEWSLETTER #47 Seite 4 www.parentsforfuture.de (P4F)•Newsletter #47•03/2026 In Deutschland heizen rund 20 Millionen Haushal te mit Erdgas. Sie haben gerade ihre Rechnung ge schickt bekommen. Bei den meisten steigt sie jedes Jahr.
Energie-Expert:innen warnen, dass sich dieser Teue rungs-Trend kaum noch bremsen lässt. Wer kann, wech selt zur günstigeren Wärmepumpe oder in ein sauberes Nahwärme-Netz.
Seit dem Krieg in der Ukraine und in Nahost wird vie len klar, wie schnell sich fossiles Heizen verteuert. Unbe merkt und schon seit Jahren dreht sich aber eine andere Kostenspirale, die noch größer ist – die „Netzentgelte“.
Das sind die Fixkosten zur Instandhaltung großer lokaler Gasnetze. Sie verteilen sich heute auf deutlich weniger Haushalte als früher. Studien sagen für die Mitte der 2030er voraus, dass sich Gas-Heizrechnungen mehr als verdoppeln könnten [Quelle 1 + Quelle 2 ]. Auf eine vierköpfige Familie kommen allein durch die Netzentgelte bis 2045 Mehrkosten von rund 2.000 Euro jährlich zu.
Was unternimmt unsere Bundesregierung jetzt? Sie soll te die Gas-Abhängigkeit beenden, Bürger:innen beim schnellen Umstieg helfen und für saubere, bezahlba re Wärme sorgen. Stattdessen erfindet sie aber eine zu sätzliche Verteuerung: Union und SPD planen, das „Heizungsgesetz“ unbrauchbar zu machen (offiziell heißt es „Gebäudemodernisierungsgesetz“, siehe Artikel auf Seite 2). Wenn es der Bundestag nicht bis Mitte Juni verhindert, wird sehr teurer Wasserstoff und viel zu knappes Biomethan in die Gasnet ze beigemischt. Wirtschaftsministerin Reiche übernimmt dafür von der Gaslobby die Green washing-Begriffe „Biotreppe“ und „Grüngas“ und will die wichtige 65 %-Regel für erneuerba re Energien streichen. Das Ergebnis: Treibhaus gase sinken noch langsamer als im bisherigen Gesetz. Und Gasheizungen würden um meh rere Hundert Euro jährlich teurer.
Das trifft viele von uns hart. Betroffen sind Mil lionen von Mieter:innen und Eigenheim-Besit zer:innen mit knappem Budget. Wenn die Poli tik nicht gegensteuert, rutschen wir tiefer in die Gaskostenfalle. Das dürfen wir nicht zulassen.
#WegVomGas-Petition: Über 100.000 Menschen haben unterschrieben Jetzt regt sich Widerstand: Anfang März hat GermanZero die bundesweite Verbraucherschutz-Initiative „Raus aus der Gaskostenfalle“ gestartet. Sie will Betroffenen hel fen, Wärme bezahlbar und klimaschonend zu machen.
Dazu gehört eine Onlinepetition, die sich an die Bundes regierung richtet. Das For Future-Bündnis hat offiziell dafür geworben – mit großem Erfolg: In den ersten drei Ta gen unterschrieben sofort 100.000 Menschen im ganzen Land. Sie wollen alle #WegVomGas.
Vom 23.-29. März folgt eine bundesweite Aktionswo che, bei der auch For Future-Gruppen zum Mitma chen eingeladen sind. Lokalgruppen verteilen vor Ort Infoflyer, zeigen Betroffenen Heizungstipps und den in teraktiven Gaskostenrechner auf der Website.
Wollt Ihr diese Initiative stärker machen? Für Kli ma-Aktive finden bis zum Jahresende weitere Webinare, Social-Media-Wellen und Vor-Ort-Aktionen statt. Alle In fos jetzt auf germanzero.de/projekte/gaskostenfalle.
Autor: Mathias v. Gemmingen, Gründer von Schwarm for Future und aktiv bei GermanZero Kontakt: gaskostenfalle@germanzero.de NEUE VERBRAUCHERSCHUTZ-INITIATIVE:
RAUS AUS DER GASKOSTENFALLE!
Frage: Die Klimadialoge, wie kam es dazu?
Antwort: Auslöser war ein Partygespräch. Dort diskutierte eine Gruppe netter Menschen über E-Autos. Schnell zeigte sich, sie sind an Klimaschutz interessiert und mo tiviert. Sie diskutierten sachlich und konstruktiv, leider jedoch auf Basis völlig falscher, mindestens aber veralte ter Fakten und Annahmen. Dies war die Geburtsstunde der Klimadialoge.
Wenn interessierte Menschen über Klima diskutieren, sollen sie die notwendigen Fakten und Quellen schnell zur Hand haben. Das ist die Idee der Klimadialoge.
Frage: Wie kann ich mir das konkret vorstellen?
Antwort: Ganz klassisch – manche sagen altmodisch – als Blog im Internet. Zu jedem Klimathema gibt es einen Übersichtstext. Von E-Autos über Windräder und Batteri en bis hin zur Dunkelflaute oder Atomkraft. Fokussiert, lösungsorientiert und unterhaltsam.
Frage: Auf deiner Webseite ist von „partytauglich“ die Rede… Antwort: Ja, Klimaschutz darf auch Spaß machen. Hu mor ist legal. Zugegeben, das Attribut partytauglich setzt einen gewissen Nerdlevel der Party voraus, doch die Kli madialoge können nicht nur informieren, sondern auch unterhalten. Schließlich bietet der Klimawandel alle Ele mente eines Dan Brown Action Thrillers.
Schon 1856 hat Eunice Newton den Treibhauseffekt im Labor nachgewiesen. Seit dem Club of Rome sind die Grenzen des Wachstums allgemein bekannt. Das ruft in den 1980ern dunkle Mächte der Öl-Lobby auf den Plan, die ihre alte Welt der fossilen Brennstoffe und Milliar dengewinne schützen wollen. Mit windigen Methoden und massiven Desinformationen werden seitdem die Kli maforschung diskreditiert sowie Klimaschützer drangsa liert und bedroht, bevor 2018 eine neue Hoffnung ent steht, angestoßen von einem jungen Mädchen nur mit einem einfachen Pappschild und Beharrlichkeit als ma gische Waffen.
Frage: All das findet man auf Klimadialoge.de?
Antwort: In der Tat. Die Seite umfasst mehr als nur Windräder und PV. Auch die Geschichte der Klimaforschung findet sich dort. Ebenso greife ich die Hintergründe der Klimaleugner auf und beschreibe Tipps und Strategien, um mit Klimaskeptikern umzugehen. Auch ein Blick in unsere klimaneutrale Zukunft ist mit dabei – Fluxkom pensator inklusive.
BÜNDNISPARTNER VORGESTELLT:
KLIMADIALOGE.DE Die Klimadialoge erklären verständlich und strukturiert den Klimawandel und welche Lösungen wirklich funktio nieren. Kompakt, fundiert und partytauglich. Jeden Sonntag gibt es einen neuen Text pünktlich zum ersten Kaffee.
Jörg Weißenborn hat mit dem Autor und Herausgeber Holger Rohlfs gesprochen.
Parents for Future (P4F) /// Germany 03/2026 NEWSLETTER #47 Seite 5 www.parentsforfuture.de (P4F)•Newsletter #47•03/2026
Der wichtigste Teil bleibt jedoch die Sammlung von Lö sungen, mit denen wir heute handeln und die Erderwär mung stoppen.
Frage: Wie überzeugt man deiner Erfahrung nach Klimaleugner?
Antwort: Meistens gar nicht. Das ist auch nicht das Ziel.
Echte Klimaleugner wollen ja nicht überzeugt werden, sondern bewusst falsche Informationen verbreiten. Da für investiert die fossile Lobby Milliardenbeträge seit mehr als vierzig Jahren. Gerade auf Social Media sind die Klimaleugner weit verbreitet und sehr laut.
Da lohnt sich auch keine Sachdiskussion, denn deren Ziel ist ja nicht der Erkenntnisgewinn. Mittlerweile verweise ich Klimaleugner nur noch auf die Texte der Klimadialo ge. Im FAQ-Bereich sind die typischen Behauptungen ge sammelt und widerlegt bzw. erklärt.
Frage: Lesen die Leugner das denn?
Antwort: Selten, doch man schreibt immer auch für die, die mitlesen. Neben den „hauptberuflichen“ Klimaleug nern gibt es viele, die sind interessiert, aber verunsichert.
Sind wir ehrlich, so ist der Klimawandel komplex und schwer vorstellbar. Selbst engagierte Klimaaktivist:innen tun sich schwer, die Ursachen des Klimawandels genau er zu erklären. Und die IPCC-Reports sind für die meis ten Menschen komplett unverständlich. Da hilft es, Informationen und Zusammenhänge einfacher zugänglich zu machen. Die Klimadialoge starten mit den Grundlagen und alle Quellen sind direkt verlinkt.
Es gibt auch einen Text für Skeptiker, die die Nachwei se für den Klimawandel genauer verstehen wollen. Letzt endlich landet man immer beim Motiv.
Frage: Jetzt sind wir wieder beim Action Krimi?
Antwort: So in etwa. Der Klimawandel ist komplex und niemand von uns kann alle Studien selbst überprüfen.
Am Ende stellt sich bei allen Informationen die Frage nach dem Motiv.
Es gibt viele schlechte Gründe, den Klimawandel zu leugnen. Für das Öl-Imperium bricht durch erneuerbare Energien das Geschäftsmodell weg. Klar, warum die mit sehr viel Geld alles tun, um die Folgen fossiler Brenn stoffe zu verharmlosen. Ähnliches hat man schon bei der Tabak-Industrie erlebt. Doch wer hätte ein Motiv, einen Klimawandel zu erfinden?
Frage: Kritiker sagen, der Klimawandel wäre nur ein Geschäftsmodell.
Antwort: Selbstverständlich verdient man mit Klima wandel auch Geld. Windräder, PV-Anlagen, Elektroautos verschenkt keiner aus Nächstenliebe. Doch was soll das beweisen? Sehr viel mehr Geld verdient zum Beispiel die fossile Industrie, mehr als 3 Mrd. US$ Gewinn – pro Tag.
Auch zeitlich betrachtet ergibt das keinen Sinn. Der Kli mawandel ist seit den 1980ern bekannt, doch erst heute wird damit Geld verdient. Wie genau funktioniert die ses ominöse Geschäftsmodell? Ich erfinde einen Klima wandel, produziere dafür jahrzehntelang konsistent ge fälschte Forschungsdaten, nur um Jahrzehnte später ein paar Windräder und PV-Anlagen zu verkaufen? Ach ja, und ganz nebenbei mache ich mir dafür die gesamte Öl-, Kohle- und Gas-Industrie zum Feind und damit nicht nur die mächtigsten Firmen der Welt, sondern auch ein paar militärisch sehr gut ausgerüstete Staaten? Brillante Idee.
Warum also sprechen all die Wissenschaftler und Insti tute seit mehr als 30 Jahren so vehement vom Klimawandel? Die sehr einfache Erklärung lautet: Der Klimawan del ist real und er ist jetzt. Je schneller wir handeln, umso schöner unsere Zukunft – und billiger wird es auch.
Frage: Wer mehr über dich persönlich erfahren will… Antwort: …besucht einfach diese Webseite . Dort findet ihr alle Kontaktmöglichkeiten für Auftrittsanfragen und zum Mitmachen bei Orga, Recherche, Moderation etc.
KONTAKT ZU KLIMADIALOGE.DE paper-plane Newsletter Jeden Sonntag zum ersten Kaffee.
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Parents for Future (P4F) /// Germany 03/2026 NEWSLETTER #47 Seite 7 www.parentsforfuture.de (P4F)•Newsletter #47•03/2026 DIE GUTE NACHRICHT Riesenschildkröten: zurück nach mehr als 180 Jahren Die Riesenschildkröte ist nach mehr als 180 Jahren zurück auf der Galápagos -In-sel Floreana. Sie war kurz nach dem Besuch Charles Darwins auf der Insel Mit -te des 18. Jahrhunderts nach der Einführung invasiver Säugetiere ausgestorben.
Nun wurden 158 Jungtiere auf der Insel ausgesetzt – unter anderem gezüchtet aus dem Genmaterial der ausgestorbenen Art. Forschende arbeiteten mehr als 15 Jah -re an diesem Projekt. Federführend war dabei die ecuadorianische Naturschutz -organisation Jocotoco. Sie wird vom deutschen Biologen Martin Schaefer geleitet.
Deutlich mehr Elektrobusse in deutschen Städten Die Zahl der Elektrobusse in deutschen Städten wächst. 2025 war fast jeder zweite neu ange-schaffte Stadtbus elektrisch. Insgesamt sind in Deutschland 4.750 Busse mit alternativen An-trieben im ÖPNV-Einsatz. Diese Zahlen veröf-fentlichte da