Das tägliche Glaubensleben besteht nicht darin, sich für unvorhersehbare Zukunftsnotlagen zu programmieren, sondern darin, die bereits empfangene Gabe eines Geistes der Kraft, Liebe und Besonnenheit im Hier und Jetzt zu verwalten.
Der Prediger eröffnet mit einer aktuellen, positiven Nachricht aus den Medien: Ein 13-jähriger Australier hat seine Mutter und zwei Geschwister nach einem stundenlangen Schwimmkampf im Meer gerettet. Daraus leitet er die Frage ab, wie man sich auf unvorhergesehene Extremsituationen vorbereiten kann – nicht durch Programmierung, sondern durch alltägliches, glaubwürdiges Handeln. Er stellt die Jahreslosung 2026 vor: 2. Timotheus 1,7 – „Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern einen Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ Paulus habe den Text im Gefängnis an seinen Freund Timotheus geschrieben, um ihn für kommende schwierige Zeiten zu stärken. Der Prediger ermutigt, das Leben aus der Perspektive zu sehen, dass Gott bereits etwas gegeben hat, das es zu verwalten gilt, und nicht etwas, das man sich erkämpfen müsse. Der Begriff „Geist“ wird als dynamische Bewegung verstanden, nicht als statische Zugehörigkeitsmarke. Die Predigt endet mit einer Flipchart-Zeichnung, die die innere Bewegung von Menschen innerhalb und außerhalb einer Gemeinschaft darstellt.
2. Tim 1,7
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
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Liebe Glaubensgeschwister, liebe Freunde dieser Gemeinde hier in der Hohen Marta, ich grüße euch ganz herzlich heute Morgen. Schön, dass ihr hier seid. Ich grüße euch in der Veranbuhrung für die Leitung der Freikirche in Bayern auch von Stefan Rebensburg. Sein Sohn wird morgen hier heiraten, wenn ich richtig informiert bin. Und auch von Tye Davis, der auch mit in der Leitung unserer Freikirche der Bayerischen Vereinigung mit da ist. Wer von euch regelmäßig herkommt und ich vermute, dass sind doch auch einige, wie vielleicht jeden Zappert in diesem Quartal hier waren, die werden festgestellt haben, dass in diesem Quartal drei Personen gepredigt haben, die jeweils noch, hörte mich noch, ja hörte mich noch, also die mit dem Nachnamen Dorn heißen, ja, letzte Woche Herr Harald hier gepredigt, über das Heiligtum, sehr spannende und sehr intensive, ich habe sie mir heute Morgen angehört, als ich mit dem Auto hier hochgefahren bin und im Juli war meine Kussine da. Es gibt keine Absprache, es gibt keine Agenda, es gibt keine besondere Botschaft. Es gibt aber gute Nachrichten und damit möchte ich beginnen heute. Wenn wir die letzte Woche anschauen, dann gibt es vielleicht manche Dinge, die uns erreicht haben, die nicht so gut waren. Im persönlichen Bereich, vielleicht wenn wir die Medien geguckt haben, manche Dinge, die uns irritieren, wenn wir mit anderen Teile der Welt gucken, die uns betroffen machen, vielleicht auch Dinge, die uns in unser eigenes Land betroffen machen, politische Entwicklungen, wo wir uns Sorgen machen aus unterschiedlichen Gründen oder uns vielleicht auch darüber freuen, was auch immer, aber gute Nachrichten sind nicht so häufig. Deshalb möchte ich heute mit einer guten Nachricht beginnen. Aus den Medien und diese gute Nachricht liegt schon etwas länger zurück, aber auch nicht so lange. Ich bin ein regelmäßiger Zeitungleser und im Moment lehse ich, oder immer wieder lehse ich den Münchner Merkur. Wir wohnen in Augsburg, München, großer München. Und im Februar dieses Jahres, also Ende Januar, Ende Februar, gab es dort einen Artikel, der war überschrieben mit, und ich lese jetzt mal vor hier, Austin der kleine Held von Australien. Vielleicht habt ihr das auch gehört, Austin der kleine Held von Australien. Und es ist überschrieben mit 13-Jähriger rettet seine Mutter und zwei Geschwister nach stundemlangen Kampf in Meer. Ich habe den Artikel gelesen und ich möchte ihn euch mal vorlesen, weil es eine gute Nachricht ist. Und wenn ich euch den Artikel vorgelesen habe, dann habe ich eine Frage. Ich lese nicht nur einfach so vor, aber hör den einfach mal zu, spannend gut zu hören. Perz, seine Stadt in Australien. Mit einem vierstündigen Schwimmkampf gegen Windunwellen hat ein 13-Jähriger vor der Küste West Australiens seine Mutter und zwei jüngere Geschwister vor dem Ertrinken gerettet. Die Familie war am Freitag Nachmittag während eines Urlaubs rund 250 Kilometer südlich von Perz durch starken Wind auch das offene Meer hinausgetrieben worden. Die vier Familienmitglieder hätten sich mit aufblassbaren Pattleboards und einem Kayak in einer Bucht befunden, als sich die Wetterbedingungen plötzlich verschlechterten. Der 13-jährige Austin versuchte zunächst, mit dem Kayak zurück ans Ufer zu paddeln, um Hilfe zu holen. Das Boot nahm jedoch Wasser auf, sodass er den Versuch abbrechen musste. Schließlich schwammt der Teenager rund 4 Kilometer bei starken Wellengang und zunehmend schwierige Bedingungen zurück an Land. Nach eigenen Angaben war er dabei insgesamt etwa vier Stunden im Wasser, teils mit, teils ohne Schwimmlisten. Das Meer von West Australien ist bekannt für ein hohes Vorkommen an Heinen. Nachdem Austin erschöpft den Strand erreicht hatte, brach er kurzzeitig zusammen, lief dann jedoch noch rund 2 Kilometer weiter, um ein Telefon zu erreichen und den Notuf abzusetzen. Der Leiter der Rettungsbehörde sprach von einer übermenschlichen Leistung des Jungen, der den Behörden anschließend noch eine präzise Beschreibung der verwenden Bode und Kayaks gegeben habe. Daraufhin wurde eine groß angelegte Such- und Rettungsaktion gestartet, an der unter anderem die Wasserschutzpolizei, dreivielicher Rettungsschwimmer und ein Hubschrauber verteiligt waren. Wenige Stunden später entdeckte diese Hubschrauber schließlich die 47-jährige Mutter, sowie den zwölfjährigen Bruder und die achtjährige Schwester des Jungen, etwa 14 Kilometer vor der Küste. Sie klammerderten sich an ein Paddelbord und hielten sich seit Stunden im Aufgebilden mehr über Wasser. Ein Rettungsboot brachte sie sicher an das Land. Zum Glück trugen alle Personen Schwimmbästen, was sie im Überleben beigetragen hat, sagte die Polizei später, das Handeln des 13-jährigen Jungen verdient höchstes Lob, seine Entschlossenheit und sein Mut retteten letztendlich seiner Mutter und seinen Geschwistern das Leben. Eine gute Nachricht, oder? Stell dir mal vor, gute Nachricht. Jetzt kommt mal eine Frage. Ist er 13-jährige Junge? Wie lange hat er sich auf diese Situation vorbereitet? Oder hat er sich überhaupt vorbereitet? Das ist jetzt keine rhetorische Frage, ihr könnt anbohren. Eine echte Frage. Bruder Krill, er hat Schwimmen gelernt. Andere Einschätzungen? Bleiben wir mal dabei. Man könnte sagen, es gibt Situationen im Leben, auf die kann man sich nicht wirklich vorbereiten. Also keiner kommt hoffentlich jemals in eine solche Situation. Wir würden nicht damit rechnen, dass wir irgendwann mal uns 14 Kilometer oder 4 Kilometer oder 10 Kilometer außerhalb des Landes im Meer befinden, da kommen wir aus dem Urlaub, waren vielleicht am Meer und so. Das wünscht sich ja keiner so eine Situation. Aber richtig, er hat irgendwann im Leben mal Schwimmen gelernt. Hätte er nicht Schwimmen gelernt, wäre diese Situation wahrscheinlich ganz anders ausgedacht. So, er hat das Richtige getan, in dem Moment, wo es dran war, ohne zu wissen, was später mal sein wird. Warum sage ich das? Wir als Adventgemeinde glauben daran, dass es möglicherweise auch mal Zeiten gibt, die schwieriger werden als wie sie jetzt sind. Und natürlich überlegen wir uns in unseren persönlichen Glauben, wie können wir uns auf solche Situationen vorbereiten? Gibt es einen Plan, eine Checkliste, was ich dann und dort mache? Es gibt viele Studien, wie Menschen sich in Extremsituationen verhalten. Und die machen deutlich, dass man kann das nicht programmieren, wie man sich in einer Extremsituation in der Zukunft verhält. Aber man kann Veranstalten übernehmen, wie ich mich heute verhalte, was ich heute tue oder was ich nicht tue, was mich in möglichen Situationen, die ich im Moment noch nicht kenne, helfen, das Richtige zu tun. Und wenn wir vom Glauben reden, vom täglichen Glauben, vom der Frömmigkeit, vom alltäglichen des täglichen Glaubens, dann ist es genau das. Wir tun für heute, im Hier und jetzt das, was wir glauben, was Gott uns sagt. Und was uns dabei Orientierung gibt, ist das Wort Gottes, die Bibel. Die gibt es übrigens noch gar nicht so lange in dieser Form, zumindest. Erst seit 500 Jahren können es es Menschen überhaupt lesen, gedruckt. Aber wir als Freikirche, weil wir glauben, dass das wichtig ist, was hier steht, suchen jedes Jahr einen Text, der uns für dieses Jahr im Alltag des täglichen Glaubensleben Orientierung gibt. Wir nennen das so den Leittext für das Jahr. Und der Leittext für dieses Jahr, 2026, wo wir schon eigentlich über die Mitte hinaus sind, ist ein Text, über den ich heute mit euch nachdenken müsste. Dieser Text steht im neuen Testament, in einem Brief, den Paulus an seinen Freund Timodius geschrieben hat. Und ich lese euch diesen Text mal vor. Es heißt in 2. Brief von Timodius Kapitel 1 für 7. Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern einen Geist der Kraft der Liebe und der Besonnenheit. Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern einen Geist der Kraft der Liebe und der Besonnenheit. Das ist der Text, den wir als Adventisten sagen, den stellen wir als Orientierung für alle unsere Geschwister und alle sie sich uns zugehörig fühlen, für das Jahr 2026. Paulus. Paulus war ein interessanter Typ. Wir wissen maßgeblich beteiligt in der frühen Gründung der christlichen Gemeinde und zu diesem Zeitpunkt, wo er das geschrieben hat, war er eigentlich in einer eher schwierigen Situation. Er war nämlich im Gefängnis. Und in diesem Gefängnis reflektiert er sein Leben und die Zukunft und erinnert sich, dass er einen guten Freund hat, jemand, der immer zu ihm gehalten hat. Vielleicht haben wir auch solche Menschen, die als gute Freunde bezeichnen und die zu uns halten. Und in diesem Moment, in dieser schwierigen Situation, gibt er diese Aussage mit auf den Weg, weil er weiß, er wird weiter da sein, wenn ich schon nicht mehr da bin. Und er sagt, Timodius, du und er spricht uns alle an Gott, dieser Gott, an den wir glauben, der hat uns etwas gegeben, nämlich an den Geist, der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. Was meint das, wenn Paulus uns diesen Zuspruch heute ins Jahr 2026 macht? Und ich möchte versuchen mit euch mal einen Schritt nach den anderen zu gehen. Das erste ist, Paulus spricht uns etwas zu. Er hat dir etwas gegeben. Wie sehen wir unser Leben? Sehen wir unser Leben aus das Biefel Gottes, das Gott uns etwas gegeben hat, was schon da ist, was es zu verwalben gilt? Oder sehe ich mein Leben aus der Perspektive, dass ich mir etwas nehmen muss, weil mir jemand anders etwas weggenommen hat und ich muss es mir erkämpfen. Die Vorstellung, wir müssen uns den Himmel erkämpfen. Wir müssen etwas tun dafür, den haben wir seit der Reformation hinter uns gelassen. Weil Luther nochmal seinen Schwäbung drauf gelegt hat, Gott hat uns das zugesprochen. Er hat uns gegeben. So möchte ich dich heute einmal ermutigen, dein Leben aus der Perspektive zu sehen, dass dir Gott etwas gegeben hat. Und mal deutlich zu machen, was ist das, was Gott mir eigentlich gegeben hat. Heute, im Hier und Jetzt. Wenn ich morgen in meiner Andacht, ich fange jeden Tag, halben Stunde Besinnung an, dann hole ich mein iPad raus und schreibe mir fünf bis zehn Punkte auf, wo ich sage, was hat mir Gott heute gegeben. So, dieser Begriff, den Paulus hier mit dem Wort Geist meint, dort steht im neunter Testament die gleiche Begrifflichkeit, die auch auf den Heiligen Geist angewendet werden kann. Und der Heilige Geist ist etwas Dynamisches. Er beschreibt eine Bewegung, nicht allen Standpunkt. So, und ich möchte mal versuchen, das an der Hand, an dem Bild. Wir werden heute einige Bilder hier sehen, deshalb gibt es die Flipchart, mal deutlich zu machen. Ich versuch das mal, was, ich habe hier, ich brauche diesen. Ganz einfach, wenn wir eine Gruppe haben, ja, das ist ein Kreis jetzt mal, eine Gruppe, dann gibt es in der Gruppe Menschen, die dazugehören. Menschen, die sind drin in dieser Gruppe, ich kann doch mal sagen, die Adventgemeinde, wir als Adventgemeinde, Hohemata zum Beispiel, gibt es Leute, die sind drin und da sind Leute, die sind draußen. So, und wir sagen jetzt, was ist der Kreis, als Adventist würden wir sagen, die Taufe. Durch die Taufe kommt man rein und wenn man sich noch nicht taufnet, das ist man eigentlich noch draußen. So, mal ganz einfach jetzt, ja. Das ist die Standortbestimmung, die Zustandsbeschreibung. Das ist das, was Paulus hier nicht meint. Er meint nicht einfach, wer gehört dazu, wer gehört nicht dazu, sondern es geht um den Geist und der Geist macht deutlich, in welche Richtung bewege ich mich. Es kann also sein, dass jemand, der ziemlich im Zentrum dieser Gruppe ist, ja, der ist hier mittendrin und wir sehen das aus welchen Gründen auch immer, aber innerlich bewegt er sich eigentlich nach außen. Er sagt, ich kann damit eigentlich nichts anfangen. Ich bin zwar da, ich erfülle alle Regeln, aber innerlich bewegt er sich hier nach außen. Es kann sein, dass jemand, der außen ist, wo wir sagen, der gehört eigentlich gar nicht dazu, der bewegt sich aber innerlich nach innen. Steht der, was ich meine? So, der Geist meint eigentlich die Dynamik, in die ich mich bewege und den Begriff, den wir dafür haben im Deutschen, ich nenne den mal so, das ist die Haltung. Paulus spricht über die Haltung, geht nicht zuerst um die Zugüricht, gehörst du zu dieser Kirche, zu jener Kirche, duhst du das, sondern mit welcher Haltung lebst du dein Leben, wo du bist? Da kann es sein, dass auch wenn ich vor mal dazugehöre, ich aber mit einer Haltung lebe, die mich eigentlich am Ende herausführende. Und es kann sein, dass ich nicht vor mal dazugehöre, aber ich lebe mein christliches Leben mit einer Haltung, dass ich eigentlich auf den Weg ins Zentrum bin. Und als Christ wird mir sagen, im Zentrum ist immer das Kreuz. Mit welcher Haltung lebe ich mein Leben? Die Haltung ist entscheidender, als wie das, was ich vielleicht sehen kann. Und ich möchte jetzt mal einen kleinen Exkurs aufmachen und mache ich eigentlich nicht, aber jetzt mache ich mal, vor einer Woche war eine Wahl hier in Deutschland, die international mit hoher Aufmerksamkeit betrachtet worden ist. Ihr wisst das. In Osten hat die AfD gewonnen, kann man mal so ganz einfach sagen. Und jetzt gibt es viele Leute, die sich Sorgen machen und ich sage immer, warum macht ihr euch eigentlich Sorgen? Ihr braucht doch keine Sorgen machen, es hat sich doch nichts verändert. Ich war diese Woche in Friedensauer, ich bin mit dem Zug durch Magdeburg gefahren, da hat sich nichts verändert. Das ist doch so wie vor einem halben Jahr, da ist nichts anders geworden. Genauso. Aber warum machen sich Leute Sorgen? Sie machen sich deshalb Sorgen, weil es in dem Programm dieser Partei eine Haltung gibt, eine Bewegung, die etwas mit dem Fremden zu tun hat, mit dem Ausländer. Und die sagen, wenn ich eine Haltung habe, dass ich sage, der Fremde ist eigentlich bedrohlich für mich. Der will mir etwas wegnehmen, dann lebe ich das Leben anders als wenn ich sage, der Fremde, der Ausländer, der Flüchtling wie in die Bibel benutzt, der Flüchtling, der braucht Schutz. Es gibt zwei verschiedene Haltungen das Leben zu leben und sie führen mich zu einem anderen Ergebnis. Ich positioniere mich hier nicht politisch. Ich will nur sagen, dass etwas zu beschreiben ist eine Sache, aber eine Haltung zu haben führt auch natürlich eine Richtung in die ich mich bewege. So und Paulus sagt jetzt, wenn wir über Kirche reden, über Gemeinde, dann geht mal weg von den formalen Grenzen, wer dazu gehört, wer nicht dazu gehört und guckt mal auf die innere Haltung. So und wir sind hier als Adventisten, viele von uns vielleicht, da sind wir schon Jahrzehnte lang getauft. Ich auch, wir gehören zu dieser Gemeinde, vielleicht gehörst auch nicht zu dieser Gemeinde, ist heute nicht wichtig. Paulus spricht etwas zu, er sagte, er hat dir eine Haltung gegeben dieser Gott, einen Geist gegeben und dieser Geist ist nicht geprägt von einer Haltung des Manges, des Wichthabens, sondern eine Haltung der Füllen. Die biblischen Bilder, subchristlichen Glauben, sind immer Bilder der Füllen. Er hat uns im Überfluss gegeben. Wir leben aber in einer Gesellschaft, die uns suggeriert, dass wir immer einen Mangel haben. Ich gebe euch ein Beispiel. Ich habe mein Leben lang viele Jahrzehnte keine Uhr getragen. Ich rede jetzt von der Armadur. So und seit einiger Zeit bin ich auf Instagram unterwegs und irgendwann stelle ich fest, dass mir immer wieder Armband-Uren angezeigt werden. Und irgendwann war es eine bestimmte Armband-Uhr und ich fand die am Anfang nicht besonders bedeutungsvoll, aber je öfter ich die gesehen habe mit dem Algorithmus, desto besser hat mir die Uhr gefallen. Und irgendwann, als mich meine Frau gefragt hat, was ich mir zum Geburtstag wünsche, ja wir leben am Überfluss, wird auch eine Armband-Uhr, das hat eigentlich noch gefehlt. Die sah so gut aus da auf Instagram und tatsächlich, ich habe diese Armband-Uhr gekauft, weil mir jemand suggeriert hat. Es gibt ja einen Mangel in deinem Leben und wenn du die Uhr hast, dann bist du ein glücklicher Mensch. So funktioniert das. Und das kommt aus den Mangel heraus. Bin ich heute glücklicher mit das Uhr? Nein, natürlich nicht. Vielleicht die ersten drei, vier Tage habe ich mich besser gefühlt, aber heute. So funktioniert das. Und Paulus sagt jetzt, löse dich davon, auf das Divide zu schauen. Löse dich davon, auf das zu gucken, was noch fehlt in deinem Leben und konzentriere dich auf das, was Gott dir gegeben hat und lebe aus der Fülle heraus, die dir Gott gegeben hat. Und liebe Schwestern und Brüder, rein materiell gesehen, leben in einem Teil dieser Welt, der die größte Fülle hat auf diesem Planeten. Es ist eigentlich alles da. Eigentlich ist alles da. Und trotzdem sind wir nicht wirklich 100 Prozent zufrieden. Das ist die Sünde. Paulus sagt jetzt, konzentriere dich auf das Pult. Das ist die Energie des Lebens. Das kann ich auch im christlichen Leben jetzt übertragen. Wie komme ich in den Himmel? Wie geht mir immer etwas? Muss ich noch etwas tun, noch etwas perfektionieren? Natürlich müssen wir uns ein Charakter entwickeln, weil andere leiden unter unseren Fehlern. Aber Gott spricht uns durch Vergebung, wir haben das letzte Mal gehört, durch Vergebung, die Zugehörigkeit zum Reich Gottes zu. Und es ist eine andere Art, eine andere Haltung zu leben, wenn ich sage, ich bin schon angekommen und mache da was, als wie wenn ich, dass ich etwas tun, damit ich etwas bekomme, damit ich wo bin. So, Paulus, er hat uns nicht einen Geist der Furcht, der Angst gegeben, zu wenig zu haben, zu kurz zu kommen, sondern eine Haltung der Fülle. Das ist das, was Paulus so am Anfang sagt mit diesem Negativen, was es nicht ist. Könnt ihr den Folgen so ein bisschen? Jetzt geht es weiter. Jetzt sagt Paulus hier, um was es eigentlich geht, sondern einen Geist, schreibt er hier, einen Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. Dieser Begriff, der mit dem Begriff Nasteher benutzt ist, Dynamis, meint Wirksamkeit. Das heißt, da passiert was, das ist nicht langweilig. Und wir alle wünschen uns in diesem Leben, irgendetwas zu hinterlassen, irgendwas zu bewirken, nicht einfach nur so rumzusetzen und wir wollen doch irgendetwas bewirken in dieser Welt. Das ist gesund. Und Paulus spricht uns dazu, der Geist Gott ist, der bewirkt was, der entwickelt was in deinem Leben. Zumindest biologisch. Wenn alles funktioniert und Leute heiraten, kommen meistens auch irgendwann die Kinder. Da entwickelt sich was, automatisch, übrigens verbunden mit was sehr Schöne. Paulus spricht uns dazu. Allerdings, diese Kraft, die Paulus hier meint, ist nicht der Begriff, wie wir ihn in unserer Gesellschaft, für wir leben in einer Gesellschaft, wo Kraft verbunden wird mit Macht, mit Stärke, Amerika, Russland, China, Indien. Die werden sich zukünftig die Welt erst mal aufteilen. Und da geht es um Kraft durch Stärke. Wer hat mehr Potenzial, den anderen abzugrezt, Angst zu machen oder sich zu schützen? Europa schaut, wo sie da bleiben. Es geht um eine Kraft der Stärke. Das ist nicht die Kraft, die Paulus hier meint. Paulus meint hier die Kraft, die aus der Schwäche kommt. Die kommt aus dem, wo ich mich bedürftig fühle. Das heißt, deshalb sagt Paulus, wir sind dann stark, wenn wir schwach sind. Wie hat er das gemeint? Ich habe vor einigen Monaten habe ich einige Bücher verkauft. Ihr wisst Bücher sind ein Auslaufmodell, alles ist elektronisch, aber ich hatte noch ein paar wertvolle Bücher bei mir im Bücherregal und ich dachte, ich setze die mal auf Kleineren zeigen. Das ist so ein Internetportal, wo man Dinge verkaufen kann. Also schicke ich, also nehme ich mal einen, mein Bibelkommentar. Und ich habe den zum Verkauf angeboten. Ich habe schon gemerkt, es hat ein bisschen gedauert, bis ich jemand gemeldet hat. Jetzt nicht die erste Präferenz für Leute, die nach Büchern suchen. Aber irgendwann hat sich jemand gemeldet, wollte ein Foto haben, gemacht und dann er hat gesagt, ja, ich nehme die. Ich fand nicht gut. Und dann ging es darum und dann wird es ein bisschen kompliziert, es wurde nämlich dann kompliziert, weil er dann gesagt hat, wie lä