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Humanistisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Kirchentag: Feldbetten und Isomatten in 64 Schulen

hpd · Humanistischer Pressedienst · 2026-09-18 · Quelle

Gerechtigkeit · Hauptbotschaft Wissen · tragend Gemeinschaft

Der Evangelische Kirchentag in Düsseldorf belastet die Stadtgesellschaft finanziell und logistisch erheblich, indem er Schulen für Übernachtungen in Anspruch nimmt und Unterricht ausfallen lässt, während die Gegenleistungen über Spenden der Besucher finanziert werden sollen.

Die Stadt geht davon aus, dass 64 der rund 150 Schulen dafür genutzt werden, um Klassenzimmer als Nachtquartiere für die 5.000 unbezahlten Helfer des Kirchentags zur Verfügung zu stellen.

Der Text beschreibt, dass für den Evangelischen Kirchentag in Düsseldorf 64 Schulen als Übernachtungsmöglichkeit für 5.000 unbezahlte Helfer genutzt werden sollen. Klassenzimmer werden mit Feldbetten und Isomatten zu Schlafräumen umgebaut, wodurch Unterricht an mehreren Tagen ausfällt. Die Stadt Düsseldorf steuert 5,8 Millionen Euro bei, das Land 7 Millionen und der Bund knapp eine Million. Der Kirchentag will im Gegenzug gemeinnützige Organisationen unterstützen, finanziert über Spenden der Besucherinnen und Besucher. Das Fünf-Tage-Ticket kostet 169 Euro. Der Text stellt die finanziellen und logistischen Belastungen für die Stadtgesellschaft in den Vordergrund und verweist auf schlechte Pisa-Ergebnisse als Kontext für den Unterrichtsausfall.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Gier, Konsum, unstillbares Verlangen nach mehr
Wo sitzt das Übel?
in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
Was hilft dagegen?
gerechte gesellschaftliche oder politische Verhältnisse (erschlossen)
Was ist der Mensch nach diesem Text?
selbstbestimmt, Urheber seines Handelns (erschlossen)
Wohin geht die Geschichte?
es wird schlechter, eine Ordnung geht zu Ende (erschlossen)
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf Argument, Logik, Wissenschaft
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens (erschlossen)
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Gemessen

Grundhaltung
-1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
4 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
1 von 3, benannt: keine
Zeitbezug
früher 0, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Nachgehakt Kirchentag: Feldbetten und Isomatten in 64 Schulen hpd 18.09.2026 Der Evangelische Kirchentag vom 5. bis 9. Mai ist nicht nur eine teure Angelegenheit für den Steuerzahler − die Stadt Düsseldorf schießt 5,8 Millionen Euro, das Land 7 Millionen Euro und der Bund knapp eine Million Euro dazu − das Leben der Düsseldorfer, seien sie nun religiös oder konfessionsfrei, wird auch noch anders belastet: Die Stadt geht davon aus, dass 64 der rund 150 Schulen dafür genutzt werden, um Klassenzimmer als Nachtquartiere für die 5.000 unbezahlten Helfer des Kirchentags zur Verfügung zu stellen. Die Klassenräume werden dann von Mittwoch bis Sonntag mit Feldbetten und Isomatten zu Schlafräumen umgebaut. Was dazu führt, dass ein Unterricht an dem betreffenden Mittwoch und Freitag (der Donnerstag ist ein Feiertag) nicht stattfinden kann. In Zeiten schlechter Pisa-Ergebnisse erscheint das nicht gerade wie eine gute Nachricht. Die Rheinische Post berichtet, dass die Schulen selbst entscheiden, ob sie den Unterricht vor- oder nacharbeiten oder etwa in digitaler Form stattfinden lassen. Den Freitag sollen die Schulen für einen der drei beweglichen Ferientage nutzen. Angesichts der Belastungen der Stadtgesellschaft (finanziell und logistisch) will der Deutsche Evangelische Kirchentag aber auch etwas zurückgeben, indem gemeinnützige Organisationen und Projekte unterstützt werden. Das soll freilich nicht mit den Millionensubventionen oder mit eigenem Geld des Kirchentags oder der evangelischen Kirche finanziert werden. Die Mittel dazu sollen die Besucherinnen und Besucher neben ihren bereits geleisteten Eintrittsgeldern (das Fünf-Tage-Ticket kostet 169 Euro) aufbringen, indem sie während der Gottesdienste beim Kirchentag Geld in den Klingelbeutel werfen . Share news hpd