Der Mensch ist nicht Eigentümer dessen, was er empfangen hat, sondern Verwalter, der die empfangene Barmherzigkeit durch sich hindurchfließen lassen und anderen weitergeben soll.
Die Predigt nimmt das Gleichnis vom unerbarmlichen Knecht (Mt 18,21–35) auf und leitet daraus das Konzept des christlichen Treuhänderamtes ab. Der zentrale Gedanke lautet, dass der Mensch nicht Eigentümer dessen ist, was er empfangen hat, sondern Verwalter von Gaben, die ihm anvertraut wurden. Barmherzigkeit, Vergebung und Gnade sollen nicht bei dem Einzelnen enden, sondern durch ihn hindurchfließen und anderen zugutekommen. Als Bild wird das Gemälde 'Die sieben Werke der Barmherzigkeit' im Rijksmuseum herangezogen, in dem Christus unter den Bedürftigen erscheint. Der Text verbindet Gebet und praktisches Handeln und betont, dass Verwaltung nicht Mittelbeschaffung ist, sondern eine Art des Begegnens mit Christus. Der Gegenwartsbezug liegt im Londoner Trafalgar Square, wo Reiche und Elendste, Touristen und Obdachlose aufeinandertreffen. Abschließend werden drei Fragen gestellt: Was habe ich empfangen? An was halte ich mich zu fest? Wo bittet Christus mich zu geben?
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut auf Deutsch
Eine Predigt, gehalten in St Martin-in-the-Fields am 13. September 2026 von Revd Andrew Woodward
Lesung für die Ansprache: Matthäus 18: 21–35
Einige Worte von Petrus aus unserer Evangeliumslesung – „Herr, wie oft soll ich meinem Bruder vergeben, der gegen mich sündigt? Bis zu siebenmal?" Petrus glaubt, großzügig zu sein. Siebenmal. Gewiss ist das genug. Gewiss gibt es einen Punkt, an dem die Barmherzigkeit ihre Grenze erreicht. Und Jesus sagt: „Nicht siebenmal, sondern ich sage dir: siebzigmal siebenmal." Und dann erzählt Jesus eine Geschichte. Ein Knecht schuldet seinem Herrn eine außergewöhnliche Summe Geldes – weit mehr, als er je zurückzahlen könnte. Der Herr erblickt ihn mit Erbarmen. Er vergibt die Schuld. Er lässt ihn frei. Der Knecht geht auf die Straße, trifft auf jemanden, der ihm eine viel kleinere Summe schuldet, und fordert die Zahlung. Als der andere Knecht nicht zahlen kann, lässt er ihn ins Gefängnis werfen.
Der Kontrast ist beinahe absurd. Ein Mann, der unbegrenzte Barmherzigkeit empfangen hat, weigert sich, auch nur einen Bruchteil dieser Barmherzigkeit einem anderen zu gewähren. Und vielleicht ist es deshalb, dass dieses Evangelium etwas Tiefgründiges über das Treuhänderamt zu sagen hat. Denn das Treuhänderamt geht letztlich nicht darum, was wir besitzen. Es geht darum, was wir mit dem tun, was wir empfangen haben. Der große Fehler des ersten Knechtes ist, dass er vergisst, dass er ein Empfänger ist. Er verhält sich, als gehöre ihm alles. Sein Geld gehört ihm. Seine Rechte gehören ihm. Seine Schulden gehören ihm. Seine Macht gehört ihm. Seine Sicherheit gehört ihm.
Aber Jesus erzählt die Geschichte so, dass wir gezwungen sind, die Wahrheit zu sehen: Der Knecht lebt, weil ihm Barmherzigkeit erwiesen wurde. Sein Leben wurde ihm zurückgegeben. Und dort beginnt das christliche Treuhänderamt. Wir sind nicht die Eigentümer des Lebens. Wir sind seine Empfänger.
Das Treuhänderamt beginnt mit der einfachen Erkenntnis:
Alles ist Gabe.
Die Frage lautet daher nicht: „Wie viel von meinem Geld soll ich Gott geben?"
Eine tiefere Frage lautet:
Wie kann alles, was Gott mir anvertraut hat, zu einer Gabe für andere werden?
Mein Geld. Mein Zuhause. Meine beruflichen Fähigkeiten. Sogar meine Versagen und meine Wunden.
All dies kann zu Material der Gnade werden. Die Tragödie des Knechtes besteht nicht nur darin, dass er sich weigert zu vergeben. Es ist, dass die Barmherzigkeit, die er empfängt, nie zu Barmherzigkeit in ihm wird.
Er hat Gnade als Transaktion erfahren, aber nicht als Verwandlung.
Das Evangelium stellt eine schwierige Frage:
Was geschieht mit der Großzügigkeit Gottes, nachdem sie uns erreicht?
Hält sie bei uns an? Oder fließt sie durch uns hindurch?
Die Sprache des Treuhänderamtes ist so wichtig.
Ein Treuhänder ist kein Eigentümer. Ein Treuhänder empfängt etwas und ist damit beauftragt, es gut zu verwenden. Und so wird das christliche Leben zu einer Bewegung:
Die Barmherzigkeit Gottes wird von uns empfangen. Sie verwandelt uns. Und dann wird sie durch uns geteilt.
Das ist das Treuhänderamt.
Nachdem ich gerade von einigen Tagen in Amsterdam zurückgekehrt bin und mich an Neil MacGregors Vortrag darüber erinnere, gibt es im Rijksmuseum ein bemerkenswertes Gemälde namens Die sieben Werke der Barmherzigkeit, gemalt vom Meister von Alkmaar im Jahr 1504. Ich habe lange Zeit vor diesem Gemälde verbracht.
Es ist ein großes Polyptychon, bestehend aus sieben Szenen.
Die Hungrigen speisen.
Den Durstigen zu trinken geben.
Die Nackten kleiden.
Den Fremden Obdach geben.
Die Kranken besuchen.
Gefangene trösten.
Und die Toten bestatten.
Das Gemälde ist beinahe eine visuelle Kommentierung dessen, was geschieht, wenn Barmherzigkeit zum Treuhänderamt wird.
Barmherzigkeit wird zu Brot. Barmherzigkeit wird zu Wasser. Barmherzigkeit wird zu Kleidung.
Barmherzigkeit wird zu einem Raum, in dem der Fremde schlafen kann. Barmherzigkeit wird zu einem Besuch bei jemandem, der krank ist. Barmherzigkeit wird zu Begleitung für jemanden, der gefangen ist. Barmherzigkeit wird zu Würde, die den Toten entgegengebracht wird.
Und es gibt etwas Besonders Auffälliges an dem Gemälde. Christus ist dort. Nicht nur über den Bedürftigen. Nicht nur von oben herab beobachtend.
Christus erscheint in den Szenen unter den Menschen, manchmal beinahe in der Menge verborgen. Das Rijksmuseum bemerkt, dass das Gemälde Christus bewusst unter diejenigen stellt, die Barmherzigkeit empfangen, und dabei Matthäus 25 aufgreift: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan."
Es ist so, wie wir vorsichtig Risiken eingehen und diese Taten verkörpern, dass wir entdecken, dass Christus bereits dort ist.
Und plötzlich wird Verwaltung zu etwas viel Größerem als Mittelbeschaffung. Sie wird zu einer ganz neuen Art des Handelns und des Begegnens mit Christus.
Wir sind privilegiert, mitten in London zu sein, auf dem Trafalgar Square, wo verschiedene Welten aufeinandertreffen. Ich begegne diesen Welten täglich, sowohl bei Tag als auch bei Nacht.
Die Reichen und die Elendsten. Touristen und Menschen ohne Zuhause.
Kultur und Kommerz. Die Eiligen und die Kontemplativen.
Die Person, die alles hat, und die Person, die beinahe nichts hat.
Dies ist ein Ort der Begegnung zwischen Gott und der Menschheit. Unser Leben der Anbetung, der Gastfreundschaft und des sozialen Handelns ist eine Sammlung verwandter Aktivitäten. Sie gehören zusammen.
Verwaltung bedeutet nicht, zwischen Gebet und praktischem Handeln zu wählen.
Es bedeutet zu entdecken, dass das Gebet uns zum Handeln sendet und das Handeln uns zurück zum Gebet sendet. Wir werden gesegnet, damit wir zu einem Segen für andere werden können.
Der unerbittliche Knecht denkt wie ein Eigentümer. Wir sind berufen, wie ein Verwalter zu denken.
Der Eigentümer sagt: „Was ist meins?"
Der Verwalter fragt: „Was ist mir anvertraut worden?"
Der Eigentümer sagt:
„Wie viel kann ich behalten?"
Der Verwalter fragt:
„Wie kann dies zu einem Segen werden?"
Der Eigentümer sieht den Fremden als Bedrohung.
Der Verwalter sieht den Fremden als jemanden, den man willkommen heißt.
Der Meister von Alkmaar stellt Christus in die Menge, weil Christus oft genau dort gefunden wird, wo wir uns darauf trainiert haben, nicht hinzuschauen.
In unserer Evangeliumslesung beginnt Jesus mit der Vergebung. Vergebung bedeutet nicht, so zu tun, als wäre Schaden egal. Es bedeutet nicht, Ungerechtigkeit zu ignorieren.
Es geht nicht darum, angemessene Grenzen oder Rechenschaft zu verweigern. Und es bedeutet nicht, dass Entschuldigung um Entschuldigung es jemandem erlaubt, Schaden zuzufügen, ohne jede Form der Wiedergutmachung.
Aber es bedeutet, zu verweigern, die Schulden und Wunden der Vergangenheit zur Währung zu machen, mit der wir jede menschliche Beziehung messen.
Der Knecht in Jesu Geschichte hat ein unermessliches Geschenk empfangen, aber er weigert sich, dieses Geschenk ihn verändern zu lassen. Unsere Berufung sollte anders sein.
Wir empfangen Barmherzigkeit, damit Barmherzigkeit Teil der Art wird, wie wir leben. Wir empfangen Versöhnung, damit wir zu Boten der Versöhnung werden können. Wir empfangen Gastfreundschaft, damit wir gastfreundlich werden können. Wir empfangen den Überfluss Gottes, damit wir großzügig werden können. Wir empfangen Vergebung, damit wir vergebend werden können.
Wir empfangen Christus, damit wir zu Christi Gegenwart in der Welt werden können.
Vielleicht ist es heute wert, drei Fragen zu stellen.
Erstens: Was habe ich empfangen?
Nicht nur materiell.
Welche Gaben?
Welche Beziehungen?
Welche Gelegenheiten?
Welche Ressourcen?
Welche zweiten Chancen?
Welche Vergebung?
Welche Liebe? Dankbarkeit ist der Anfang der Verwaltung.
Zweitens: An was halte ich mich zu fest fest?
Wo bin ich von der Verwaltung ins Eigentum abgerutscht?
Und drittens: Wo bittet Christus mich zu geben?
Die sieben Werke der Barmherzigkeit sind nicht einfach eine Liste aus einem mittelalterlichen Gemälde.
Sie sind eine geistliche Prüfung unseres Lebens.
Sie fragen uns:
Wie sieht Barmherzigkeit aus, wenn sie durch unsere Hände geht?
Gott verlangt nicht von uns, Überfluss aus dem Nichts zu schaffen. Der Knecht in der Gleichnisgeschichte wurde nicht aufgefordert, zurückzuzahlen, was er nie hätte zahlen können. Er wurde aufgefordert, anders zu leben, weil er Barmherzigkeit empfangen hatte.
Gott beginnt nicht damit zu sagen: „Gib mir alles, was du hast."
Gott beginnt damit zu sagen:
„Sieh dir alles an, was ich dir bereits gegeben habe."
Lass nun meine Gaben durch dich zu Gaben werden.
Verwaltung bedeutet wirklich, Gott zu erlauben, das Gewöhnliche in unseren Händen zu nehmen und es zu einem Instrument außergewöhnlicher Liebe zu machen.
Denke noch einmal an das Gemälde.
Sieben Taten.
Sieben gewöhnliche Dinge.
Die Hungrigen speisen.
Den Durstigen Trinken geben.
Die Obdachlosen beherbergen oder dem Fremden dienen.
Die Nackten kleiden.
Die Kranken besuchen.
Die Gefangenen besuchen.
Und die Toten bestatten.
Nichts Spektakuläres. Keine große Strategie. Nur Menschen, die auf menschliches Bedürfnis antworten.
Und in fast jeder Szene ist Christus da. Verborgen im offenen Blick. Das bedeutet, dass die Frage vor uns nicht einfach lautet:
„Wie viel soll ich geben?"
Die tiefere Frage lautet: „Wo bittet Christus mich, mich selbst zu geben?" Denn wir haben Barmherzigkeit empfangen. Wir haben Vergebung empfangen. Wir haben Gnade empfangen.
Wir haben mehr empfangen, als wir je zurückzahlen könnten. Und nun sendet Christus uns in die Welt – nicht als Eigentümer, die das Unsere schützen, sondern als Verwalter dessen, was wir empfangen haben.
So mögen wir großzügig sein mit unserem Geld.
unserer Zeit.
unserer Aufmerksamkeit.
unseren Gebäuden.
unserer Gastfreundschaft.
unserer Vergebung und mit unserem Leben.
Und möge dieser Ort weiterhin das sein, wozu er berufen ist: ein Ort, an dem Gott und Menschheit einander begegnen, wo der Fremde Willkommen findet, wo die Armen gesehen werden, die Verwundeten Gemeinschaft finden, wo Kultur und Handel dem gemeinsamen Wohl dienen und wo diejenigen, die Gottes Segen empfangen haben, die Freude entdecken, selbst ein Segen für andere zu werden.
Denn die Barmherzigkeit, die wir empfangen, soll niemals bei uns enden. Sie soll durch uns hindurchgehen. Und vielleicht ist das die letzte Lektion des unbarmherzigen Knechts:
Wir sind nicht gesegnet, bloß die Barmherzigkeit Gottes zu besitzen.
Wir sind gesegnet, sie zu verwalten. Wir sind gesegnet, sie zu teilen.
Und Stück für Stück sind wir gesegnet, sie in der Welt zu werden. Amen.
Wortlaut im Original
A Sermon preached at St Martin-in-the-Fields on September 13, 2026 by Revd Andrew Woodward
Reading for address: Matthew 18: 21–35
Some words from Peter from our Gospel reading – ‘Lord, if another member of the church sins against me, how often should I forgive? As many as seven times?’ Peter thinks he is being generous. Seven times. Surely that is enough. Surely there comes a point when mercy has reached its limit. And Jesus says: ‘Not seven times, but I tell you, seventy-seven times.’ And then Jesus tells a story. A servant owes his master an extraordinary sum of money-far more than he could possibly repay. The master looks upon him with compassion. He forgives the debt. He releases him. The servant walks out into the street, encounters someone who owes him a much smaller amount, and demands payment. When the other servant cannot pay, he has him thrown into prison.
The contrast is almost absurd. A man who has received mercy without limit refuses to extend even a fraction of that mercy to someone else. And perhaps that is why this Gospel has something profound to say about stewardship. Because stewardship is not ultimately about what we possess. It is about what we do with what we have received. The first servant’s great mistake is that he forgets that he is a recipient. He behaves as though everything is his. His money is his. His rights are his. His debts are his. His power is his. His security is his.
But Jesus tells the story in such a way that we are forced to see the truth: the servant is alive because mercy has been shown to him. His life has been given back to him. And that is where Christian stewardship begins. We are not the owners of life. We are its recipients.
Stewardship begins with the simple recognition:
Everything is gift.
The question is not therefore, ‘How much of my money should I give to God?’
A deeper question is:
How might everything God has entrusted to me become a gift for others?
My money. My home. My professional skills. Even my failures and my wounds.
All of them can become material for grace. The tragedy of the servant is not merely that he refuses to forgive. It is that the mercy he receives never becomes mercy in him.
He has experienced grace as a transaction, but not as a transformation.
The Gospel asks a difficult question:
What happens to God’s generosity after it reaches us?
Does it stop with us? Or does it flow through us?
The language of stewardship is so important.
A steward is not an owner. A steward receives something and is entrusted to use it well. And so, the Christian life becomes a movement:
God’s mercy is received by us. It transforms us. And then it is shared through us.
That is stewardship.
Having just returned from a few days in Amsterdam and remembering Neil Macgregor speaking on this, there is a remarkable painting in the Rijksmuseum in called The Seven Works of Mercy , painted by the Master of Alkmaar in 1504. I spent a long time in front of this painting.
It is a large polyptych made up of seven scenes.
Feeding the hungry.
Giving drink to the thirsty.
Clothing the naked.
Sheltering the stranger.
Visiting the sick.
Comforting prisoners.
And burying the dead.
The painting is almost a visual commentary on what happens when mercy becomes stewardship.
Mercy becomes bread. Mercy becomes water. Mercy becomes clothing.
Mercy becomes a room in which the stranger can sleep. Mercy becomes a visit to someone who is ill. Mercy becomes companionship for someone who is imprisoned. Mercy becomes dignity offered to the dead.
And there is something particularly striking about the painting. Christ is there. Not merely above the needy. Not merely watching from heaven.
Christ appears among the people in the scenes, sometimes almost hidden in the crowd. The Rijksmuseum notes that the painting deliberately places Christ among those receiving mercy, echoing Matthew 25: “Inasmuch as ye have done it unto one of the least of these my brethren, ye have done it unto me.”
It is as we tentatively take risks and embody these actions that we discover that Christ is already there.
And suddenly stewardship becomes something much more than fundraising. It becomes a whole new way of acting and of encountering Christ.
We are privileged to be in the middle of London, in Trafalgar Square, where different worlds meet. I encounter those worlds daily, both day and night.
The wealthy and the destitute. Tourists and people without homes.
Culture and commerce. The hurried and the contemplative.
The person who has everything and the person who has almost nothing.
This is a place of encounter between God and humanity. Our life of worship, hospitality and social action is a collection of related activities. They belong together.
Stewardship is not about choosing between prayer and practical action.
It is about discovering that prayer sends us towards action, and action sends us back towards prayer. We come to be blessed in order that we may become a blessing to others.
The unforgiving servant thinks like an owner. We are called to think like a steward.
The owner says: “What is mine?”
The steward asks: “What has been entrusted to me?”
The owner says:
“How much can I keep?”
The steward asks:
“How can this become a blessing?”
The owner sees the stranger as a threat.
The steward sees the stranger as someone to welcome.
The Master of Alkmaar puts Christ in the crowd because Christ is often found precisely where we have trained ourselves not to look.
In our Gospel reading, Jesus begins with forgiveness. Forgiveness does not mean pretending that harm does not matter. It does not mean ignoring injustice.
It isn’t about refusing appropriate boundaries or accountability. And it doesn’t mean that apology after apology allows someone to carry on doing harm regardless, without any form of reparation.
But it does mean refusing to allow the debts and wounds of the past to become the currency by which we measure every human relationship.
The servant in Jesus’ story has received an immeasurable gift, but he refuses to let that gift change him. Our vocation should be different.
We receive mercy so that mercy may become part of the way we live. We receive reconciliation so that we can become agents of reconciliation. We receive hospitality so that we can become hospitable. We receive God’s abundance so that we can become generous. We receive forgiveness so that we can become forgiving.
We receive Christ so that we can become Christ’s presence in the world.
So perhaps today it might we worth asking three questions.
First: What have I received?
Not only materially.
What gifts?
What relationships?
What opportunities?
What resources?
What second chances?
What forgiveness?
What love? Gratitude is the beginning of stewardship.
Second: What am I holding on to too tightly?
Where have I slipped from stewardship into ownership?
And thirdly: Where is Christ asking me to give?
The seven works of mercy are not simply a list from a medieval painting.
They are a spiritual examination of our lives.
They ask us:
What does mercy look like when it passes through our hands?
God does not ask us to create abundance from nothing. The servant in the parable was not asked to pay back what he could never pay. He was asked to live differently because he had received mercy.
God does not begin by saying: “Give me everything you have.”
God begins by saying:
“Look at everything I have already given you.”
Now let my gifts become gifts through you.
Stewardship really means allowing God to take what is ordinary in our hands and make it an instrument of extraordinary love.
Think again about the painting.
Seven acts.
Seven ordinary things.
Feeding the hungry
Providing Drink to the thirsty,
Sheltering the homeless or tending to the stranger
Clothing the naked
Visiting the sick
Visiting the imprisoned
and burying the dead.
Nothing spectacular. No grand strategy. Just human beings responding to human need.
And in almost every scene, Christ is there. Hidden in plain sight. Which means that the question before us is not simply:
“How much should I give?”
The deeper question is: “Where is Christ asking me to give myself?” Because we have received mercy. We have received forgiveness. We have received grace.
We have received more than we could ever repay. And now Christ sends us into the world—not as owners protecting what is ours, but as stewards of what we have received.
So may we be generous with our money.
our time.
our attention.
our buildings.
our hospitality.
our forgiveness and with our lives.
And may this place, continue to be what it is called to be: a place where God and humanity meet, where the stranger finds welcome, where the poor are seen, the wounded find companionship, Where culture and commerce are placed at the service of the common good, and where those who have received God’s blessing discover the joy of becoming a blessing to others.
For the mercy we receive is never meant to stop with us. It is meant to pass through us. And perhaps that is the final lesson of the unforgiving servant:
We are not blessed merely to possess God’s mercy.
We are blessed to steward it. We are blessed to share it.
And little by little we are blessed to become it in the world. Amen.