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Humanistisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Was wusste Netanjahu?

Sebastian Schnelle · Humanistischer Pressedienst · 2026-09-23 · Quelle

Wahrhaftigkeit · Hauptbotschaft Verantwortung · tragend Wissen · tragend

Die Indizien aus der Haaretz-Recherche sprechen dafür, dass Netanjahu vor dem 7. Oktober 2023 über einen geplanten Großangriff gewarnt wurde und die Information nicht an die Sicherheitsführung weitergab, was jedoch bislang nicht abschließend geklärt ist.

Am Ende bleibt unbelegt, wer wann was wusste. Die Indizien sprechen aber gerade nicht für Netanjahu.

Der Text berichtet über eine Recherche der israelischen Zeitung Haaretz, die neue Fragen zur israelischen Regierung vor dem Hamas-Überfall vom 7. Oktober 2023 aufwirft. Im Zentrum steht der Vorwurf, Benjamin Netanjahu sei über einen geplanten Großangriff gewarnt worden, habe die Hinweise jedoch nicht an die Sicherheitsführung weitergegeben. Laut der Recherche soll der Hamas-Chef Yahya Sinwar über den VAE-Berater eine 'große Überraschung' angekündigt haben, die als 'Erdbeben' bezeichnet wurde. Etwa zehn Tage vor dem Überfall soll VAE-Präsident bin Zayed Netanjahu in einem Telefonat direkt gewarnt haben. Netanjahus Büro wies die Darstellung als 'glatte Lüge' zurück und gab an, dass kein solches Telefonat stattgefunden habe. Eine unabhängige Überprüfung der Protokolle liegt bislang nicht vor. Der Text stellt dar, dass die Indizien gerade nicht für Netanjahu sprechen, ohne eine abschließende Bewertung vorzunehmen.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis
Was ist der Mensch nach diesem Text?
selbstbestimmt, Urheber seines Handelns
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf eigenes Erleben, Zeugnis, Begegnung; auf Argument, Logik, Wissenschaft
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen

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nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Gemessen

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Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Internationales Was wusste Netanjahu? Eine Recherche von Haaretz wirft neue Fragen darüber auf, welche Warnungen die israelische Regierung vor dem Hamas -Überfall vom 7. Oktober 2023 erreichten. Im Zentrum steht der Vorwurf, Benjamin Netanjahu sei vor einem geplanten Großangriff gewarnt worden, habe die Hinweise jedoch nicht an die Sicherheitsführung weitergegeben. Was tatsächlich wann bekannt war und welche Konsequenzen daraus gezogen wurden, ist bislang nicht abschließend geklärt. Sebastian Schnelle 23.09.2026 Benjamin "Bibi" Netanjahu, 2016 Foto: © Hudson Institute, Wikipedia CC BY 2.0 Basierend auf einer Recherche der beiden israelischen Journalisten Shlomi Eldar und Ruth Yuval bei Haaretz berichteten internationale Medien von The Guardian bis Der Spiegel darüber, dass die israelische Regierung in Person von Benjamin Netanjahu konkrete Warnungen vor dem Überfall der Hamas am 7. Oktober 2023 erhalten habe. Laut der Recherche von Eldar und Yuval kündigte der damalige Hamas -Chef im Gazastreifen, Yahya Sinwar, Anfang September, also etwa eineinhalb Monate vor dem Überfall an, dass er eine „große Überraschung“ vorbereite. Die Rede war von einem „Erdbeben“ ( zilzal ). Diese Drohung ließ er angeblich über den Berater des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Scheich Mohamed bin Zayed Al Nahyan, an die israelische Regierung übermitteln. Mitte September 2023 sollen diese Hinweise auch den israelischen Inlandsgeheimdienst Shin Bet erreicht haben. Etwa zehn Tage vor dem 7. Oktober soll schließlich VAE-Präsident bin Zayed selbst das Gespräch gesucht und Netanjahu in einem rund 45-minütigen Telefonat direkt davor gewarnt haben, dass Sinwar ein bedeutendes Ereignis plane. Netanjahu soll jedoch beschwichtigend reagiert und diese Information nicht an die Militär- und Geheimdienstspitze weitergegeben haben. In der Folge kam es zu keinen besonderen Schutzmaßnahmen, um den Überfall am 7. Oktober zu verhindern. Die Recherche löste in Israel unterschiedliche Reaktionen aus. Nach Berichten des Spiegel sprach der frühere Ministerpräsident von „einer strafrechtlich relevanten Fahrlässigkeit“, während Stimmen aus der Regierungskoalition darin eine „schmutzige Kampagne gegen die Regierung“ sahen. Das Büro von Benjamin Netanjahu selbst wies die Darstellung aufs Schärfste zurück und bezeichnete den Bericht als „glatte Lüge“ und „böswillige Verleumdung“. Nach Berichten von i24 news gab Netanjahus Büro an, dass nach Überprüfung der offiziellen Anruflisten und Protokolle des Nationalen Sicherheitsrats in dem besagten Zeitraum kein Telefonat zwischen Netanjahu und dem Präsidenten der Emirate stattgefunden habe. Als Ergebnis kündigten Netanjahus Anwälte eine Verleumdungsklage an. Eine unabhängige Überprüfung der Protokolle und Anruflisten liegt bislang nicht vor. Netanjahu selbst betont stets, dass er bis zum Morgen des 7. Oktober von allen Geheimdiensten (IDF und Shin Bet) die Einschätzung erhalten habe, die Hamas sei abgeschreckt und plane keinen Großangriff. Konkrete operative Warnungen über eine unmittelbar bevorstehende Invasion habe er nie erhalten. Auch diese Aussage lässt sich bisher weder widerlegen noch beweisen. Portale wie Ynetnews berichten jedoch aus israelischen Sicherheitskreisen, dass die Äußerung Sinwars über das „Erdbeben“ Ronen Bar, damals Leiter des Geheimdienstes Shin Bet, erreicht haben soll, der sie an Netanjahu weitergegeben haben will. Vertreter des Shin Bet gaben an, dass man den Hinweisen Sinwars womöglich eine ganz andere Tragweite beigemessen hätte, wenn die Sicherheitsdienste von einem direkten Warnanruf der VAE-Führung an den Premierminister gewusst hätten. Am Ende bleibt unbelegt, wer wann was wusste. Die Indizien sprechen aber gerade nicht für Netanjahu. Netiquette für Kommentare Ihr Name E-Mail Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt. Startseite Ihr Kommentar Klartext Keine HTML-Tags erlaubt. Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt. Benachrichtigen Sie mich, wenn neue Kommentare veröffentlicht werden Alle Kommentare Antworten auf meinen Kommentar Bitte dieses Feld leer lassen Share news Sebastian Schnelle Der Autor ist promovierter Philosoph und betreibt den Podcast "vorpolitisch" , in dem er sich mit gesellschaftspolitischen Fragen der Gegenwart beschäftigt und mit Gästen v.a. aus Wissenschaft und Forschung spricht. Er hat zum Islamismus geforscht und publiziert und arbeitet aktuell an einem Buch über die Neue Rechte in Deutschland und ihre Ideengeschichte.