Orthodox · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
Our Bodies Are Temples
ohne Namen ·
Orthodox Christian Network (OCN) ·
2026-09-26
· Quelle
Verantwortung · Hauptbotschaft
Gemeinschaft · tragend
Umkehr · tragend
Heiligkeit ist keine auf den sakralen Raum beschränkte Eigenschaft, sondern eine tägliche, konsequente Pflege des eigenen Leibes und Geistes, die durch Gebet, Schrift, Anbetung und Beichte aufrechterhalten werden muss.
Ein Sinn für Heiligkeit soll jeden Aspekt unseres Lebens durchdringen. Es ist so, als würde eine Person sagen, sie sei zu neunzig Prozent wahrhaftig, und man sich fragt, was ist mit den anderen zehn Prozent?
Der Text geht von der paulinischen Aussage aus, dass Gläubige der Tempel des lebendigen Gottes sind. Der Sprecher vergleicht die sorgfältige Pflege des kirchlichen Altars mit der nachlässigen Haltung gegenüber dem eigenen Büro und Alltag. Daraus leitet er ab, dass Heiligkeit nicht auf den sakralen Raum beschränkt sein darf, sondern jeden Lebensbereich durchdringen soll. Er benennt konkrete Verfehlungen wie übermäßiges Essen, Trinken, mangelnde Bewegung, unzüchtige Blicke und Worte als Verstöße gegen die Tempel-Metapher. Als Weg zur Heiligung nennt er vier Stufen: Verständnis, Wunsch, Plan und Freude. Diese werden mit alltäglichen Praktiken wie Bibellesen, Gebet, Anbetung und Beichte konkretisiert. Die Autowäsche-Analogie verdeutlicht, dass Heiligkeit tägliche, konsequente Pflege erfordert und durch Selbstzufriedenheit verloren geht. Der Text schließt mit einem Aufruf, Gott nicht in ein Abteil zu sperren, sondern ihn an die Spitze des gesamten Lebens zu stellen.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Sünde, persönliches Versagen, Schuld vor Gott; Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst (erschlossen)
- Wo sitzt das Übel?
-
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
- Was hilft dagegen?
-
Gebet, Gottesdienst, Meditation, wiederholte Übung; Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe, Zugehörigkeit
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
- Wohin geht die Geschichte?
-
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf Tradition, Väter, gewachsene Praxis
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
den eigenen Glaubensgeschwistern
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst
Verwandte Texte aus anderen Traditionen
nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition
Wozu der Text aufruft
- den eigenen Leib täglich durch Gebet reinigen (innerlich)
- feste Zeiten für Bibellesen und Anbetung einrichten (rituell)
- mindestens einmal pro Jahr zur Beichte gehen (rituell)
Genannte Stellen
2 Kor 6,16-18 · 2 Kor 7,1
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 1 von 5
- Konkretheit
- 3 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 1, jetzt 3, künftig 1
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut auf Deutsch
Welche Übereinkunft hat der Tempel Gottes mit Götzenbildern? Denn wir sind der Tempel des lebendigen Gottes; denn Gott hat gesagt: „Ich will in ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. Darum tretet aus ihnen heraus und sondert euch ab, spricht der Herr, und rühret nichts Unreines an; so will ich euch annehmen und will euch ein Vater sein, und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Allmächtige." Da wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte, so lasset uns uns reinigen von jeder Befleckung des Leibes und des Geistes und die Heiligkeit vollenden in der Furcht Gottes.
2. Korinther 6:16-18; 7:1 (Epistel des 17. Sonntags)
Ich bekenne, dass ein markanter Kontrast zwischen der Sauberkeit des Altars und der Sauberkeit meines Büros besteht. Im Büro bin ich nicht immer prompt damit, Dinge wegzuräumen oder ordentlich zu stapeln. Ich verschiebe ständig Stapel hin und her und lasse Dinge lange nach Beendigung einer Veranstaltung liegen. Ich habe dort definitiv einige schlechte Gewohnheiten.
Der Altar meiner Kirche hingegen ist eine andere Geschichte. Er ist makellos. Es ist nicht ein einziger Staubfleck oder etwas an seinem Platz. Wenn ich ein neues Tuch auf den Altar lege, überprüfe ich es und überprüfe es erneut, um sicherzustellen, dass es gerade ist. Nach Beendigung eines Gottesdienstes räume ich prompt Bücher weg, falte liturgische Gewänder zusammen, und der Ort sieht immer makellos aus.
Warum der Unterschied? Ich vermute, ich bin schuldig, wie viele andere Menschen, das Leben in Abteilungen zu betrachten. Wenn dies der heilige Altar ist, muss er tadellos sein. Das verstehe ich. Das Büro hingegen ist, so meine ich, nur ein Büro. Es entspricht nicht der Heiligkeit des Altars. Aber sollte es das nicht? Ist Gott nur am Altar gegenwärtig? Können heilige Dinge in meinem Büro geschehen, genau wie am Altar? Die Antwort auf all diese Fragen ist JA.
Ein Sinn für Heiligkeit soll jeden Aspekt unseres Lebens durchdringen. Es ist so, als würde eine Person sagen, sie sei zu neunzig Prozent wahrhaftig, und man sich fragt, was ist mit den anderen zehn Prozent? Wenn jemand zu zehn Prozent der Zeit unwahrhaftig ist, ist er ein Lügner. Also, wenn jemand sagt: „Ich suche die Heiligkeit zu neunzig Prozent der Zeit", was ist dann mit den anderen zehn Prozent?
Der Heilige Paulus sagt uns, dass wir der Tempel des lebendigen Gottes sind. Gott wohnt nicht nur in unserem Kirchengebäude oder an unserem Altar. Er wohnt in unseren Büros, in unseren Häusern, in unseren Beziehungen und in unseren eigenen Leibern. Unsere Leiber sollen heilige Wesen sein. Gott hat jeden von ihnen nach seinem Bild und Gleichnis erschaffen und hat seinen Geist, sich selbst, in jeden von uns gelegt.
Wenn wir also zu viel essen oder zu viel trinken oder wenn wir nie Sport treiben oder wenn wir unsere Leiber verstümmeln, so bewahren wir unseren „Tempel des lebendigen Gottes" nicht auf angemessene Weise. Wenn unsere Augen schlechte Dinge sehen oder unsere Münder schlechte Worte sagen oder unsere Ohren schlechte Musik hören oder unsere Geister schlechten Gedanken nachgeben, so bewahren wir auch unseren „Tempel" nicht, wie er bewahrt werden sollte.
Natürlich fallen wir alle in dieser Hinsicht kurz. Niemand hat einen makellosen Tempel aus Leib und Geist. Das ist Teil des Kampfes, Teil des christlichen Weges, „uns zu reinigen von jeder Befleckung des Leibes und des Geistes und die Heiligkeit vollenden in der Furcht Gottes" (2. Korinther 7:1). Wie tun wir das?
Ich vermute, wenn ich über diese Frage nachdenke, denke ich daran, wie ich den Altar in der Kirche sauber halte. Erstens gibt es das Verständnis, dass der Altar sauber sein sollte. Zweitens gibt es den Wunsch, ihn sauber zu halten. Drittens gibt es einen Plan, einen Zeitplan, wie man ihn sauber hält. Und viertens gibt es eine Freude, eine Zufriedenheit, den Altar sauber zu haben.
Es ist dasselbe mit unseren Leibern. Erstens brauchen wir ein Verständnis dafür, dass sie rein gehalten werden sollten. Dies kommt davon, dass wir fortwährend Wissen über Gott und das, was Er von unseren Leibern und unserem Leben verlangt, erwerben. Dies kommt vom Lesen der Heiligen Schriften. Zweitens gibt es einen Wunsch, unsere Leiber so zu halten, wie Gott es will. Dies kommt vom persönlichen Gebet, ebenso wie von Ermutigung durch andere, indem man bei anderen ist, die denselben Wunsch teilen und diesen Wunsch einander ermutigen können. Dies ist eine der Dinge, die eine Kirchengemeinschaft tut. Sie ermutigt die Heiligkeit in ihren Mitgliedern. Drittens muss es einen Plan geben. Ich habe einige feste Zeiten jede Woche, in denen ich den Altar reinige und ihn für den nächsten Gottesdienst herrichte. Ich habe einige feste Zeiten jedes Jahr, in denen er eine gründliche „Tiefenreinigung" bekommt. Wir sollten uns jede Zeit für das Gebet einrichten, in der wir Gott bitten, den Leib von schlechten Gedanken zu reinigen. Wir sollten uns jede Zeit für das Lesen der Heiligen Schriften einrichten. Wir sollten uns jede Woche Zeit für die Anbetung einrichten. Und wir sollten uns mindestens einmal pro Jahr Zeit für eine „Tiefenreinigung" einrichten, indem wir zur Beichte gehen. Schließlich, wenn wir diese Dinge tun, gibt es eine Freude, eine Befriedigung, einen reinen Leib zu haben.
Ich habe einmal eine Analogie über das Waschen des eigenen Autos gelesen. Wenn jemand sein Auto hat waschen lassen, will er nicht, dass an diesem Tag Regen fällt oder dass Vogeldreck auf dem Auto ist. Es gibt eine gewisse Stolz und Freude daran, ein sauberes Auto zu haben. An dem Tag, an dem man sein Auto gründlich wäscht, wird man keinen Müll darin liegen lassen. Das Problem ist, dass man an einem Tag ein Stück Müll im Auto liegen lässt. Und dann ein weiteres. Und dann ein weiteres. Und schließlich wird das Auto wirklich schmutzig. Die Lösung hier ist, den Müll aufzusammeln, während er sich ansammelt, und das Auto bleibt in ziemlich gutem Zustand. Die Versuchung besteht darin, den Müll liegen zu lassen und ihn sich ansammeln zu lassen, weil wir faul oder selbstzufrieden werden.
Unser Leben funktioniert auf dieselbe Weise. Der Streben nach Heiligkeit muss eine tägliche Bemühung sein. Unsere „Tempel" rein zu halten muss eine tägliche Bemühung sein. Bleibe täglich dabei, und der Tempel bleibt rein. Werde selbstzufrieden, und der Müll sammelt sich schnell an.
Wenn ich von meinem Urlaub zurückkomme und seit mehreren Wochen nicht am Altar war, bedeutet das, dass ich etwas Zeit aufwenden muss, um ihn „wieder in Form" zu bringen. Wenn ich wöchentlich dabei bleibe, wie ich es das ganze Jahr über tue, erfordert es minimale (wenn auch konsequente) Anstrengung, einen makellosen Altar zu halten. Nun, wenn ich das nur auf mein Büro, meinen Leib und den Rest des Lebens übertragen könnte, wäre ich gut auf dem Weg zur Heiligkeit.
Die Frauen, die die Begräbniswürze brachten, hörten die Stimme eines Engels, die aus dem Grab kam: „Hört auf zu weinen, und bringt statt Trauer Freude. Singt Loblieder; ruft laut, dass Christus, der Herr, auferstanden ist. Er ist der Eine, der als Gott es gefiel, das Menschengeschlecht zu erretten." (Zweites Auferstehungskathisma des zweiten Satzes, Plagaler 4. Ton, Übers. von Pfr. Seraphim Dedes)
Reinige deinen „Tempel" jeden Tag durch das Gebet und sei fortwährend wachsam, Schmutz sich ansammeln zu lassen. Halte Gott nicht in einem Abteil. Halte Ihn immer an der Spitze deines Lebens!
Der Beitrag Unsere Leiber sind Tempel erschien zuerst auf OCN.
Wortlaut im Original
What agreement has the temple of God with idols? For we are the temple of the living God; as God said, “I will live in them and move among them, and I will be their God, and they shall be my people. Therefore come out from them, and be separate from them, says the Lord, and touch nothing unclean; then I will welcome you, and I will be a father to you, and you shall be my sons and daughters, says the Lord Almighty.” Since we have these promises, beloved, let us cleanse ourselves from every defilement of body and spirit, and make holiness perfect in the fear of God.
2 Corinthians 6: 16-18; 7:1 (Epistle of the 17 th Sunday)
I confess there is a marked contrast between the cleanliness of the altar and the cleanliness of my office. In the office, I am not always prompt about putting things away, or stacking things nicely. I’m constantly moving piles around, and keep things out long after an event is over. I most definitely have some bad habits there.
The altar of my church, however, is another story. It is immaculate. There isn’t a speck of dust or anything out of place. When I put a new cloth on the altar, I check it and recheck it to make sure it is straight. After a service is over, I promptly put books away, fold up vestments, and the place always looks pristine.
Why the difference? I guess I am guilty, like many other people, of looking at life in compartments. If this is the holy altar, it needs to be spotless. I get that. The office, on the other hand, in my opinion I guess, is just an office. It doesn’t equate to the holiness of the altar. But shouldn’t it? Is it only in the altar that God is present? Can’t holy things happen in my office, just as they do in the altar? The answer is YES to all these questions.
A sense of holiness is supposed to permeate every aspect of our lives. It’s like when a person says that they are truthful ninety percent of the time and you wonder, what about the other ten? If someone is untruthful ten percent of the time, they are a liar. So, if someone says “I seek holiness ninety percent of the time,” then what about the other ten percent?
Saint Paul tells us that we are the temple of the living God. God does not only reside in our church building, or in our altar. He resides in our offices, our homes, our relationships and our own bodies. Our bodies are supposed to be holy entities. God created each of them in His image and likeness, and has put His Spirit, Himself, into each of us.
So, if we are eating too much, or having too much to drink, or if we never exercise, or if we mutilate our bodies, we are not keeping our “temple of the living God” in an appropriate way. When our eyes see bad things or our mouths say bad words or our ears listen to bad music or our minds give way to bad thoughts, we are also not keeping our “temple” as it should be kept.
Of course, we all fall short with this. No one has an immaculate temple of the body and mind. This is part of the struggle, part of the Christian journey, to “ cleanse ourselves form every defilement of body and spirit and make holiness perfect in the fear of God.” (2 Corinthians 7:1) How do we do this?
I guess when I think about this question, I think about how I keep the altar at church clean. First, there is an understanding that the altar should be clean. Second, there is a desire to keep it clean. Third, there is a plan, a schedule for how to keep it clean. And fourth, there is a joy, a satisfaction, in having the altar clean.
It’s the same thing with our bodies. First, we need an understanding that they should be kept clean. This comes from continuingly acquiring knowledge about God and what He desires of our bodies and our lives. This comes from reading the Scriptures. Second, there is a desire to keep our bodies as God wants them to be. This comes from personal prayer, as well as encouragement from others, being around others who share the same desire and can encourage this desire in one another. This is one of the things a church community does. It encourages holiness in its members. Third, there has to be a plan. I have a couple of set times each week that I clean the altar and set it up for the next service. I have a couple of set times each year when it gets a thorough “deep” cleaning. We should set up time each day for prayer, asking God to cleanse the body of bad thoughts. We should set aside time each day for reading the Scriptures. We should set aside time each week for worship. And we should set aside time at least once per year for a “deep cleaning,” going for confession. Finally, when we do these things, there is a joy, a satisfaction, of having a clean body.
I once read an analogy about getting one’s car washed. When someone has gotten their car washed, they don’t want it to rain that day, or have bird droppings on the car. There is some pride and joy in having a clean car. The day you thoroughly wash your car, you aren’t going to leave litter in it. The problem is that one day, you leave a piece of litter in the car. And then another. And then another. And eventually the car becomes really dirty. The solution here is to pick up the litter as we accumulate it, and the car stays in pretty good shape. The temptation is to leave the litter and let it accumulate because we get lazy or complacent.
Our lives work the same way. Striving to be holy needs to be a daily pursuit. Keeping our “temples” clean needs to be a daily pursuit. Keep after it daily, and the temple stays clean. Become complacent and the litter quickly accumulates.
When I get back from vacation and haven’t been in the altar for several weeks, it means I need to spend some time to get it “back in shape.” When I stay on it weekly, as I do most of the year, it takes minimal (albeit consistent) effort to keep an immaculate altar. Now, if I could just translate that to my office, my body and the rest of life, I’d be well on my way to holiness.
The women who were bringing the burial spices heard the voice of an Angel coming from the sepulcher: “Cease from your tears, and instead of sorrow bring joy. Sing praises; cry aloud that Christ the Lord has risen. He is the One who as God was well pleased to save the human race.” (Second Resurrectional Kathisma of the second set, Plagal 4th Tone, Trans. by Fr. Seraphim Dedes)
Clean your “temple” every day through prayer and be continually vigilant in allowing dirt to accumulate. Don’t keep God in a compartment. Always keep Him at the front of your life!
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