Evangelisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
Sernon preached at the Sung Eucharist on the Fourteenth Sunday after Trinity 2026
The Venerable Jennifer Adams-Massmann Canon Steward and Archdeacon of Westminster ·
Westminster Abbey - Predigtarchiv ·
2026-09-06
· London
· Quelle
Gemeinschaft · Hauptbotschaft
Umkehr · tragend
Wahrhaftigkeit · tragend
Christlicher Glaube und menschliches Wohlbefinden sind untrennbar mit der Pflege von Gemeinschaft verbunden, in der Gott durch gegenseitige Verantwortung, Wahrhaftigkeit und heilende Liebe gegenwärtig ist.
Es gibt keine Einzelgänger-Christen. Wir gehören einander.
Die Predigt nutzt das Buch 'Selbsthilfe aus dem Mittelalter' als Einstieg, um die mittelalterliche Vorstellung einer nicht-individualisierten Spiritualität zu beleuchten. Der zentrale Gedanke ist, dass Glaube und Wohlbefinden keine privaten Angelegenheiten sind, sondern auf Gemeinschaft basieren. Am Beispiel des Propheten Ezechiel wird die Rolle des 'Wächters' erläutert, der Gemeinschaften vor dem langsamen Zerfall durch Ignoranz und Gleichgültigkeit warnen soll. Die Predigt vergleicht dies mit der Pflege historischer Gebäude, bei der kleine Risse früh erkannt und repariert werden müssen. Paulus' Aufruf zur Liebe wird als das Bindemittel der Gemeinschaft interpretiert, das das Gesetz erfüllt. Das Matthäus-Evangelium liefert den konkreten Prozess zur Konfliktlösung und Wiederherstellung von Beziehungen nach Verletzungen. Die theologische Grundlage bildet die Überzeugung, dass Gott in Christus in die menschliche Zerbrochenheit eintritt, um sie zu heilen, und so das Leben begehrt. Die Predigt schließt mit dem Versprechen Gottes, bei der schwierigen Arbeit der Gemeinschaftsbildung nicht allein zu lassen.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Feindschaft, Hass, Zerfall der Gemeinschaft; Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst
- Wo sitzt das Übel?
-
in der eigenen Gemeinde, Familie, Religion
- Was hilft dagegen?
-
Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe, Zugehörigkeit; persönliche Erfahrung, Zeugnis, Begegnung mit Gott oder Menschen
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
vor allem Teil einer Gemeinschaft oder Schöpfung
- Wohin geht die Geschichte?
-
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
den eigenen Glaubensgeschwistern
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst
Verwandte Texte aus anderen Traditionen
nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition
Wozu der Text aufruft
- Risse in der Gemeinschaft bemerken und reparieren (zwischenmenschlich)
- Schwierige Gespräche wagen, um Vertrauen wiederherzustellen (zwischenmenschlich)
- Sich gegenseitig zur Verantwortung für das Leben der Gemeinschaft aufrufen (gesellschaftlich)
Genannte Stellen
Ez 33,11 · Röm 13,8-10 · Mt 18,15-20
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 3 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 2, jetzt 3, künftig 1
Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut auf Deutsch
Kürzlich habe ich ein Buch mit dem faszinierenden Titel „Selbsthilfe aus dem Mittelalter“ in die Hände bekommen.
Wie hätte ein Priester der Westminster Abbey dem widerstehen können?
Sein Autor, Dr. Peter Jones, ist ein britischer Mediävist, der als junger Akademiker nach Sibirien zog, um an einer kleinen Universität Geschichte zu lehren. Anfangs liebte er es, doch die langen Winter und die Isolation nahmen ihm allmählich die Kraft. Er fragte sich, was falsch war. Warum fühlte er sich so betäubt, obwohl er von Arbeit umgeben war, die er liebte, und von Menschen, die er respektierte?
Auf der Suche nach Weisheit wandte er sich an das Material, das er am besten kannte: mittelalterliche Hirtenbücher.
Diese Bücher wurden verfasst, um Priestern zu helfen, ihren Pfarreimitgliedern, die zur Beichte kamen, Trost und Rat zu geben. Jones erwartete, sie seien moralisierend und verurteilend. Stattdessen stellte er fest, dass sie überraschend scharfsichtig über Dinge wie Depression, Angst, Trauer und Versuchung waren. Sie waren auch eigenartig: voller Gedichte, Karten, Auszüge aus medizinischen Lehrbüchern und Fragmenten aus Heiligenleben. Und Listen, viele Listen: die zwölf Stufen des Stolzes, die fünf Arten von Tränen, die sechs Zeichen der Neid.
Was Dr. Jones jedoch am meisten beeindruckte, war das Bild vom Menschen, das hinter ihnen stand. Viele von uns denken instinktiv an Wohlbefinden, Moral und sogar Glauben als weitgehend private Angelegenheiten. Mein Leben ist mein Geschäft. Meine Religion ist privat. Die Verfasser der mittelalterlichen Hirtenbücher gingen von etwas ganz anderem aus: Es gibt keine Einzelgänger-Christen. Wir gehören einander.
Eine ähnliche Annahme zieht sich durch alle unsere Lesungen heute Morgen. Doch bevor wir etwas über Zugehörigkeit und Gemeinschaft sagen, müssen wir bei Gott anfangen.
Der zentrale Vers in den heutigen Lesungen steht am Ende der Lektion aus dem Buch Ezechiel:
„Ich habe kein Gefallen am Tod des Gottlosen, sondern daran, dass er von seinen Wegen abkehrt und lebt.“
Gott begehrt das Leben. Selbst wenn Menschen einander oder sich selbst tiefen Schaden zufügen, gibt Gott nicht einfach auf. Er streicht uns nicht. Er will, dass wir das Leben wählen und gedeihen. Und so schickt er Menschen, um uns daran zu erinnern.
Der Prophet Ezechiel ist einer von ihnen. Er sprach zu einer Gemeinschaft, die die Nachwirkungen einer Katastrophe durchlebte. Jerusalem war gefallen, und die Nation war zusammengebrochen. Die Elite war ins Exil nach Babylon verschleppt worden. Und inmitten all dieses Verlusts und Traumas bestand die Versuchung, die Schultern zu zucken und aufzugeben. Nicht mehr um Ungerechtigkeit zu sorgen, in Gleichgültigkeit gegenüber der Anbetung zu verfallen, zu denken, dass es nicht darauf ankommt, was wir tun. Aber Gott verweigert diese Art von Fatalismus.
In dieser Situation ruft Gott Ezechiel auf, ein Wächter zu sein. Ein Wächter auf der antiken Stadtmauer hält Ausschau nach herannahender Gefahr und schlägt Alarm, wenn ein Heer kommt. Ezechiel wird aufgerufen, dies für seine Gemeinschaft zu tun: Menschen dabei zu helfen, Gefahren zu erkennen, die sie sonst ignorieren würden, ungerechte Muster oder Gewohnheiten, die zur Normalität geworden sind, Arten des Zusammenlebens, die das Gemeinwohl allmählich untergraben. Sein Anliegen richtet sich nicht gegen individuelle Versagen, sondern gegen die Wege, auf denen eine ganze Gemeinschaft von Gott und den Zwecken Gottes abdriften kann. Also fragt er, was unser gemeinsames Leben als Gottes Volk bedroht. Wo ist der Stoff gerissen und braucht Reparatur?
Ein Teil von Ezechiels Aufgabe besteht darin, Menschen zur gegenseitigen Verantwortung für das Leben der Gemeinschaft aufzurufen. Er spricht unbequeme Wahrheiten. Gottes Warnung ist ein Ausdruck der Liebe, eine Verweigerung der Gleichgültigkeit. Sie werden zurück zur Beziehung mit Gott und miteinander gerufen: „Wendet euch also um und lebt.“
Denn es ist oft leichter, Probleme einfach zu ignorieren, aber wir alle wissen, dass sie dadurch nicht immer verschwinden.
Jeder, der mit historischen Gebäuden wie der Abtei arbeitet, weiß, dass ernste Probleme selten dramatisch beginnen. Häufiger fangen sie mit etwas Kleinem an: einem Leck, einem Riss, einer mangelhaften Reparatur, die vor Jahrzehnten durchgeführt wurde. Wenn sie unbeaufsichtigt bleiben, weiten sie sich. Die schwierige Aufgabe besteht darin, Risse zu bemerken, bevor größerer Schaden entsteht, und sie zu reparieren. Oder noch besser, proaktiv zu handeln, noch bevor Risse entstehen.
Jede Gemeinschaft muss sich fragen, wo Risse entstehen? Welche Stimmen ignorieren wir oder verteidigen wir uns gegenüber, anstatt zuzuhören, damit wir uns verändern können? Gibt es Menschen, deren Bedürfnisse, Stimmen oder Verwundbarkeiten wir nicht mehr wahrnehmen? Wie können wir Gott und unseren Nächsten in dieser Zeit und an diesem Ort wahrer lieben?
Wie der Heilige Paulus im Römerbrief schreibt, erfüllt die Liebe das Gesetz. Die Liebe ist der Faden, der das Gewebe zusammenhält. „Schuldet niemandem etwas“, sagt er, „außer einander zu lieben.“ Denn, erinnert er sie daran, „Die Liebe tut dem Nächsten nichts Unrecht.“
Wenn Hesekiel fragt, was das Leben einer Gemeinschaft bedroht, und Paulus uns daran erinnert, dass die Liebe zentral für den Aufbau und die Erhaltung der Gemeinschaft ist, dann fragt Matthäus in unserem Evangelium, was wir tun, wenn bereits Schaden angerichtet wurde? Wenn das Vertrauen angegriffen ist, wenn Worte gesprochen wurden, die nicht ungesprochen werden können, Beziehungen zerbrochen sind und Löcher im Gewebe des gemeinschaftlichen Lebens entstanden sind – was dann?
Das ist die Frage, die Jesus adressiert.
Er befasst sich mit der Gesundheit der neuen Gemeinschaften der Jünger. Sogar die frühesten Anhänger Jesu erlebten deutlich Wettbewerb, Spannungen, Versagen und Konflikt. In Matthäus stellt sich Jesus einen Konflikt zwischen Mitgliedern der Jünger vor und legt einen sorgfältigen Prozess dar: zuerst ein privates Gespräch, dann die Einbeziehung einiger vertrauenswürdiger anderer und schließlich die breitere Gemeinschaft, wenn keine Versöhnung erreicht werden kann.
Er befürwortet weder Ausweichverhalten, noch Sündenbock-Macherei, noch pauschale Verurteilung, sondern die schwierige Arbeit des Wiederaufbaus von Beziehungen.
Es ist wert, sich daran zu erinnern, wo Matthäus diese Worte platziert: direkt nachdem Jesus gerade das Gleichnis vom verlorenen Schaf erzählt hat. Die Sorge ist somit, wie man jene sucht, die für die Gemeinschaft verloren gehen. Statt über jemanden zu plaudern, geht man zu ihm. Statt ihn abzutun, sucht man ihn auf. Statt sich in das Schweigen zurückzuziehen, wagt man das schwierige Gespräch, wo angemessen. Das Ziel ist nicht, so zu tun, als wäre nichts geschehen. Es ist die Schaffung einer Gemeinschaft, die wahrhaftig genug ist, um Schaden zu konfrontieren und Verwundbare zu schützen, und Rechenschaft zu suchen, und liebenswert genug, um auf Heilung und vielleicht Wiederherstellung der Gemeinschaft hinzuarbeiten – wo immer dies noch möglich ist.
Und es mag nicht immer möglich sein, wie Jesus anerkennt.
Und doch: Gott begehrt das Leben.
Nirgendwo sehen wir dies klarer als in Jesus Christus selbst.
Denn das Bemerkenswerte am christlichen Glauben ist, dass Gott uns nie etwas abverlangt, das er nicht zuerst selbst getan hat.
Vielmehr verlangt Gott uns nie etwas ab, das er nicht zuerst selbst getan hat.
Als die Menschen sich von Gott und voneinander entfremdeten, steht Gott nicht in der Distanz und gibt einfach Anweisungen heraus. In Christus tritt er in die Zerbrochenheit des menschlichen Lebens selbst ein, um uns zu heilen.
Er tritt in eine Welt ein, die durch Konflikt, Verrat, Ablehnung und Gewalt geprägt ist. Er tritt in das zerrissene Gewebe ein und repariert es.
Am Kreuz sehen wir Gott, der unseren Schmerz und unsere Zerbrochenheit auf sich nimmt, der die Wunden der Welt, die er liebt, auf sich nimmt. Denn Gott weigert sich, seine Welt zu verlassen. Das Kreuz ist die ultimative Erklärung, dass Gott das Leben begehrt und in Jesus sich selbst ausschüttet, damit wir leben und gedeihen können.
Die letzte Zusage Jesu in unserem heutigen Evangelium lautet:
„Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“
Diese Worte sind nicht nur für sehr kleine Gemeinden, um Mut zu schöpfen. Sie sind für uns alle, um Mut zu schöpfen, wenn wir uns daran erinnern müssen, dass Gott bei uns ist, während wir die schwierige Arbeit unternehmen, eine Gemeinschaft zu werden, die von der Liebe Gottes geformt und getragen wird.
Die Zusage war nie, dass wir alles richtig machen werden. Sondern dass Gott uns nicht allein lässt, um unser zerrissenes Leben zu flicken oder unsere ringenden Gemeinschaften auf unsere eigene Weise zu reparieren. Er kommt in Christus zu uns und öffnet erneut die Möglichkeit der Gemeinschaft mit Gott und einander.
Ich begann mit dem Buch „Selbsthilfe im Mittelalter“. In Wahrheit waren die mittelalterlichen Autoren nicht besonders an Selbsthilfe interessiert. Sie glaubten, dass wir alle Gefährten, Wegweiser, Wahrheitskündiger und Gemeinschaften brauchen, damit wir in unserem Glauben gedeihen können. Und wir alle brauchen andere, die uns daran erinnern, dass Gott in uns und unter uns gegenwärtig ist.
Denn Gottes Wunsch, gestern, heute und immer, ist, dass wir umkehren und leben.
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Wortlaut im Original
I recently picked up a book with the intriguing title Self-Help from the Middle Ages.
How could a priest at Westminster Abbey resist?
Its author, Dr Peter Jones, is a British medieval historian who, as a young academic, moved to teach history at a small university in Siberia. He loved it at first, but the long winters and isolation gradually took their toll. He wondered what was wrong. Why, surrounded by work he loved and people he respected, did he feel so numb?
Seeking some wisdom, he turned to the material he knew best: medieval pastoral handbooks.
These books were written to help priests offer comfort and counsel to their parishioners who came for confession. Jones expected them to be moralistic and judgemental. Instead, he found them surprisingly perceptive about things like depression, anxiety, grief and temptation. They were also quirky: full of poems, maps, bits from medical textbooks, and snippets of saints' lives. And lists, lots of lists: the twelve steps of pride, the five kinds of tears, the six signs of envy.
What struck Dr Jones most, however, was the vision of the human person which lay behind them. Many of us instinctively think of wellbeing, morality, and even faith as largely private matters. My life is my business. My religion is private. The medieval handbook writers assumed something rather different: There are no solo Christians. We belong to one another.
A similar assumption runs through all our readings this morning. But before we say anything about belonging and community, we need to begin with God.
The central verse in today's readings comes at the end of the lesson from Ezekiel:
"I have no pleasure in the death of the wicked, but that they turn from their ways and live."
God desires life. Even when people are doing deeply hurtful things to each other or themselves, God doesn’t just give up on us. He doesn’t cancel us. He wants us to choose life and to thrive. And so he sends people to remind us of this.
Ezekiel the prophet is one of these. He was speaking to a community who were living through the aftermath of catastrophe. Jerusalem has fallen, and the nation has collapsed. The elite has been carried into exile in Babylon. And in the midst of all that loss and trauma, there was a temptation to shrug and give up. To stop caring about injustice, to grow complacent about worship, to think what we do doesn’t matter. But God refuses that kind of fatalism.
In this situation God calls Ezekiel to be a watchman. A watchman on the ancient city wall keeps lookout for approaching danger and sounds the alarm when an army is coming. Ezekiel is called to do this for his community: to help people see dangers they might otherwise ignore, unjust patterns or habits that have become normal, ways of living together that slowly erode the common good. His concern is not with individual failings but with the ways a whole community can drift from God and God’s purposes. So he asks what threatens our common life together as God’s people. Where has the fabric torn and needs repair?
Part of Ezekiel's task is to call people to mutual responsibility for the life of the community. He speaks uncomfortable truths. God’s warning is an expression of love, a refusal of indifference. They are called back to relationship with God and each other: "Turn, then, and live."
After all, it is often easier to just ignore problems, but we all know that does not always make them go away.
Anyone who works with historic buildings such as the Abbey knows that serious problems rarely begin dramatically. More often they start with something small: a leak, a crack, a poor repair carried out decades earlier. Left unattended, they widen. The difficult task is noticing cracks before greater damage follows and repairing them. Or even better, to be proactive even before cracks start.
Every community must ask itself where are the cracks appearing? Which voices are we ignoring or becoming defensive about instead of listening to so we can change? Are there people whose needs, voices or vulnerabilities we have stopped noticing? How can we love God and our neighbour in this time and place more truly?
As Saint Paul writes in Romans, love fulfils the law. Love is the thread which holds the fabric together. “Owe no one anything,” he says, “except to love one another.” For, he reminds them, "Love does no wrong to a neighbour."
If Ezekiel asks what threatens a community's life, and Paul reminds us that love is central to building and sustaining community, then Matthew in our Gospel asks what we do when damage has already been done? When trust has frayed, when words have been spoken that cannot be unsaid, relationships have broken down, and holes have appeared in the fabric of communal life – what then?
That is the question Jesus addresses.
He is concerned with the health of the new communities of disciples. Even the earliest followers of Jesus clearly experienced competition, tensions, failures and conflict. In Matthew, Jesus imagines a conflict between members of the disciples and sets out a careful process: first a private conversation, then the involvement of a few trusted others, and finally the wider community if reconciliation cannot be achieved.
He does not advocate for avoidance, nor for scapegoating, nor blanket condemnation, but the difficult work of rebuilding relationships.
It is worth remembering where Matthew places these words: right after Jesus has just told the parable of the lost sheep. The concern is thus how to seek those who are becoming lost to the community. Instead of gossiping about someone, you go to them. Instead of writing them off, you seek them out. Instead of retreating into silence, you risk the difficult conversation, where appropriate. The goal is not pretending that nothing has happened. It is creating a community truthful enough to confront harm and protect the vulnerable, and seek accountability, and loving enough to work towards healing and maybe restoration of fellowship – wherever that remains possible.
And it may not always be possible, as Jesus acknowledges.
And yet : God desires life.
Nowhere do we see this more clearly than in Jesus Christ himself.
For the remarkable thing about the Christian faith is that God never asks us to do anything that he has not first done himself.
Rather, God never asks us to do anything he has not first done himself.
When human beings became estranged from God and from one another, God does not stand at a distance and simply issue instructions. In Christ he enters the brokenness of human life itself to heal us.
He enters a world marked by conflict, betrayal, rejection and violence. He enters the torn fabric and he repairs it.
At the cross we see God taking on our pain and brokenness, taking upon himself the wounds of the world he loves. For God refuses to abandon his world. The cross is the ultimate declaration that God desires life and in Jesus pours out himself so that we might live and flourish.
Jesus' final promise in our Gospel today is this:
"Where two or three are gathered in my name, I am there among them."
These words are not just for very small congregations to take heart. They are for all of us to take heart when we need to remember God is with us, as we undertake the difficult work of becoming a community shaped and sustained by God’s love.
The promise has never been that we will get everything right. But that God will not leave us alone to mend our fractured lives or repair our struggling communities on our own. He comes among us in Christ, opening up again the possibility of communion with God and one another.
I began with the book Self-Help from the Middle Ages. In truth, the medieval writers were not especially interested in self-help. They believed that we all need companions, guides, truth-tellers and communities so that we can flourish in our faith. And we all need others to remind us that God is present in and among us.
For God's desire, yesterday, today and always, is that we should turn and live.
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