Die totale Hingabe an weltliche Ambitionen wie den Profifußball führt zu spiritueller Leere und Verlorenheit, die nur durch eine radikale Umkehr und die Hinwendung zu Gott geheilt werden kann.
Der Text erzählt die Biografie von Danny Söder, der Fußball als zentralen Lebensinhalt und spirituellen Götzen betrachtete. Er beschreibt den Weg vom Amateurfußball in Neusüßburg über die Jugendakademie der Eintracht Frankfurt bis hin zum Profibetrieb. Söder reflektiert, dass der Leistungsdruck und die Abhängigkeit vom Fußball ihn in eine dunkle Phase führten, in der er sich als verloren sah. Er bezeichnet den Fußball rückblickend als seinen 'spirituellen Götzen', der ihn von Gott ablenkte. Der Text markiert den Übergang von dieser Phase der Verlorenheit hin zur Begegnung mit dem Islam und der Ahmadiyya Muslim Jamaat. Die Erzählung dient als Zeugnis für den Weg 'zum Licht' und die spirituelle Rettung durch den Glauben.
Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
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Ich weiß noch, als der Anruf kam von meinem Trainer: "Ey, Danny, morgen bist du bei den Profis". Ich saß dann in der Kabine mit Profis, Multimillionären, die Ruhm und Reichtum und sonst was haben. Also all das, was man ja auch irgendwo will in dem Alter, vor allem Dingen. Und die haben auf mich gar keinen glücklichen Eindruck gemacht. Aber äh irgendwie ist man echt abgerutscht, also auch in eine sehr dunkle Phase muss ich sagen. Ey, nur noch du Gott kannst mich retten. Assalam alum Format Der Weg zum Licht. Heute treffen wir den Bruder Danny Söder und er hat uns hier in Neuisenburg auf einen Sportplatz herbestellt. Wer ihn kennt, weiß wieso, aber wir sind gespannt, was er uns heute zu sagen hat und ich freue mich auf das Gespräch heute. Assalam alumikumam. Wie geht's dir? Gut, Gott sei Dank. Und helft auch alhamdulillah. Ja, Danny, du hast uns hier auf einen Bolzplatz herbestellt und natürlich, wir fragen uns natürlich, wer bist du? Was war dein Weg, deine Reise zu unserer Jemat? Aber natürlich die Frage kommt als erstes auch, warum hier? Ja, tatsächlich. Ich habe es gerade schon beim Begrüßen gesagt. Das war der erste Fußballplatz, den ich betreten habe. Ja, damals meinem Zwillingsbruder hergekommen. Ich glaube so im Alter von in etwa 5 Jahren. Und Fußball war lange Zeit spirituell gesehen mein Götze, könnte man retrospektivisch sagen, aber mein Lebensinhalt. Ja, also mein ganzes Leben hat sich rund um den Fußball gedreht und hier in Neuisenburg hat das ganze angefangen in meiner Heimatstadt, in meinem Heimatverein und ja, ich guck, komme auch immer gerne her. Äh schwält so ein bisschen in Erinnerung hier. Ähm, aber Fußball war wie gesagt lange Zeit mein Leben und das war der erste Platz, den ich betreten habe. Du hast mit 5 Jahren hast du angefangen. Ist das ähm Normalerweise ist es ja so, der Vater oder Onkel oder so sind da schon aktiv gewesen und wollen dann natürlich auch, dass das eigene Kind da mitmacht. War es bei dir ähnlich? Ich weiß gar nicht, wie wir auf die Idee gekommen sind. Also entweder mein eineiger Zwillingsbruder und ich haben immer eine Idee und der andere folgt dann dieser Idee im Regelfall. Ähm. Genau. Und irgendwo werden wir das im Kindergarten oder so aufgegriffen haben und der Ball hat uns schon immer irgendwie fasziniert und ganz unbescheiden gesagt, wir konnten das auch irgendwie immer ganz gut und dann wollten wir unbedingt Fußball spielen und die Eltern haben das natürlich unterstützt dann. Auf jeden Fall. Auf jeden Fall. Du hattest ähm auch was Witziges erzählt gehabt, ähm dass ihr gedacht habt, man muss nicht in den Kindergarten, wenn man Fußball spielen. Ich weiß noch, wir sind hier rumgelaufen, haben den Trainingsplatz für die Bambinis gesucht, sind dann irgendwann fündig geworden, weil hier gibt's ja einige Plätze und nach dem Training hat meine Mutter uns heute irgendwann mal erzählt, Jahre später, dass wir dann ganz verdutzt geguckt haben, als sie gesagt haben: "Hey, macht euch fertig. äh morgen geht's dann wieder zur Schule und so weiter und so fort oder Kindergarten, ich weiß es gar nicht mehr ganz genau und wir sagt: "Hä, wir müssen jetzt noch weiter in die Schule oder in den Kindergarten." Ich dachte, wir spielen jetzt Fußball. Und ähm was war so in zu dem Zeitpunkt, also 5 sees Jahr, Mann ist ja sehr sehr klein noch und so. Man, was war so damals? War es direkt okay Fußball, das ist mein Leben oder war das so, okay, mit 5 se Jahren, man kommt ja an verschiedene Dinge heran, ist auch neugierig. Das war relativ klar von Anfang an. Also das damals schöne für mich gewesen war, ich hatte auch direkt immer ein Plan. Also mit 6 Jahren wusste ich schon, ich will Fußballer werden und der Plan galt dann auch bis zum 20. Lebensjahr in etwa. Und ich habe mich dann auch links und rechts wenig damit beschäftigt, was würde ich denn anderes tun, als Fußballer zu werden. Für mich gab es quasi nur diesen Plan A. äh haben zwar immer schon geschaut, dass wir auch gut Schule machen und so weiter und so fort, aber eins war klar, wir wollen Fußballer werden, also mein Zwillingsbruder und ich und haben vieles auf diese Karte gesetzt und auch viel Opfer gebracht äh und viel Leidenschaft einfach reingesteckt. Mm. Darf ich fragen ä in zu dem Zeitpunkt, wie wie seid ihr damals aufgewachsen religiös? Also was ist so der religiöse Background gewesen? Ja, also wir sind tatsächlich in den christlichen Kindergarten gegangen hier in Neuisenburg auch in St. Josef Kindersgarten. Äh, ich habe das aber gar nicht mehr so bewusst in Erinnerung, um ehrlich zu sein. Ich erlebe es jetzt wieder so, wo meine eigene Tochter in den Kindergarten geht und den gleichen Kindergarten besucht und da begegnet mir das wieder. Aber wenn ich selber reflektiere, wie war so mein eigener Weg, dann ähm muss ich sagen, dass wir zu Hause nie wirklich einen praktizierenden Gläubigen hatten, an denen wir uns orientiert haben. Sonntagskirche und so etwas gab es nicht so gut wie nicht immer mal punktuell, aber sehr unregelmäßig und dann waren wir auch an den Wochenenden auf den Fußballplätzen. Okay. Genau. ähm überall dann später in Deutschland und so weiter und so fort und das war nur so kulturell angelehnt, also sprich man lässt sich ja irgendwann taufen, Kommunion, Firmung, was dann halt im christlich in der christlichen äh Kirche dann auch so gibt in der Ostern und Weihnachten, dann die Messe und Ostern so ein bisschen, aber es war eher kulturell hier und da statt wirklich aktiver glauben. War das dann eher so, man hat sich dann doch eher so auf das Welt konzentriert? Voll, voll. Also, deswegen spiritueller Götze war schon äh sehr bewusst gewählt diese Terminologie. Ähm ich habe mich ausschließlich auf den Fußball konzentriert, also mehr schlecht als Rechte noch irgendwie Schule gemacht. Wir haben dann auch noch Abi und so gemacht, aber es war wirklich nur Fußball. Fußball gedacht, Fußball geatmet, gelebt. Ich bin aufgestanden mit dem das erste, was ich gedacht habe, war wahrscheinlich Fußball. Ja, das heißt, du warst so komplett mit Fußball 1 gew soid man konnte sich mit Fußball identifizieren dann voll voll und man hatte auch dementsprechend seine Idole und seine Leidbilder so wie er will ich mal werden. Ja. Ähm und das war so der Nordstern, da war alles ausgerichtet nach. Und wie lang ging das dann mit dem Fußball? Also du hast mit fünf angefangen, das ist ja schon früh, wenn man da schon so diesen Gedanken hat, ich will Fußballer werden, ich will Fußballprofi werden, ist ja schon stark, dass man in dem Alter schon so ein festen Entschluss gefasst hat und sich so ein Ziel gesetzt hat. Wie ging das dann weiter? Ja, auch das weiß ich nicht, woher das kommt, aber wenn Robin, also heißt mein Zwillingsbruder und ich, wenn wir was gemacht haben, dann haben wir das sehr konsequent auch immer gemacht und auch sehr diszipliniert, würde ich sagen. Wir waren nie so Jungs, die nach dem Motto, komme ich heute nicht, komme ich morgen so amateurhaft oder un oder halbherzig irgendwas machen wollten. Wir sind dann voll auf das Thema Fußball und für uns war klar, wir wollen auch Fußballer werden und dann haben wir auch das Glück gehabt, dass Gott sei Dank wir so ein gewisses Talent dafür hatten und haben dann auch gemerkt, wir sind dann so gehören zu den Guten, zu den besten würde ich jetzt mal sagen, so in der Region und dann wurd das immer weiter auch gescoutet, bis wir dann äh mit 12 Jahren, glaube ich, bei der Eintracht, die aus Frankfurt Fußball gespielt haben und dann nahm das natürlich auch noch mal ein ganz anderes Level und noch andere Intensität an. Ähm und das hat uns auch retrospektivisch sehr geprägt. Ja, natürlich, weil du bist in einem sehr leistungsorientierten Umfeld. Du äh richtest dein Leben sehr diszipliniert nach etwas, was mir vielleicht heute im Islam auch zugute kommt oder auch in der unternehmerischen Kontext, in dem ich heute aktiv bin. Ähm und ja, also mit 12, 13 Jahren ging es dann, sage ich mal, professionell bis hin zum frühen Erwachsenenalter mit 1920 dann halt bei der Eintracht Fußball gespielt. Ja, ich frage mich auch manchmal dieser Umsprung von ähm jetzt diesen normalen Kicker und so auf das professionelle ähm hat man dann noch diesen Spaß im Fußball, also diesen Gedanken? Also man macht es ja aus Spaß, hat man ja wahrscheinlich angefangen alles, aber hat man dann noch so dieses ähm diesen Spaß noch oder ist das dann nur noch dieser Wettbewerbsgedanke, ich muss der Beste werden? Ja. Ähm die wirklich Guten behalten sich den Spaß irgendwo bei, sonst wären sie auch nicht so gut. Aber es kommt sehr früh auch schon Druck irgendwie dazu. Also ich habe das schon relativ früh gespürt. Ich muss auch sagen, irgendwann dann, als es so zum Leistungsdenken kam bei der Eintracht, habe ich auch Nervosität vor Spielen gefühlt, die ich vorher, sag ich mal, hier in Neuisenburg nicht so hatte. Ja, also man hat dann schon auch Druck gehabt und ich muss da ehrlich sein, ich hatte dann auch oft Spiele, wo ich morgens nicht so gut essen konnte, weil ich mir Druck gemacht habe und so weiter. Ähm, also man verliert teilweise auch den Spaß daran, wenn es sehr sehr äh leistungsorientiert wird und man ausschließlich quasi etwas erreichen möchte. Mm. Als Torwart hat man dann noch so ein besonderen Druck. Das stimmt. Ja, dannantwortlich etwas stimmt. Ja, es gibt immer so zwei Motive, die Lust aufs Gewinnen oder die Angst vom Verlieren und der Torwart, der ich dann eben auch war, äh ist ja eher so diese defensive Angst vor Gegentoren. Der hat eine ganz andere Grundenergie als der Stürmer, der sagt: "Hey, ich mach das Tor." Ja, das stimmt. Ja. Ja. Hast du in der Zeit schon irgendwo deine ersten Berührung so mit mit dem Islam gehabt oder mit Muslimen gehabt? Ähm, mit Sicherheit waren Jungs äh mit denen ich Fußball gespielt habe, auch jetzt sagen mal im jungen Alter äh Muslime. Ja, aber das hat man gar nicht so wahrgenommen. Also ich persönlich habe da nicht wahrgenommen, wer hat jetzt welchen Glauben oder ich habe auch wenig ähm äh irgendeine spirituelle Praxis äh miterlebt. Das einzige, was man dann halt mal mitbekommen hat, ist, dass ein paar andere Fußballerkollegen Mitspieler dann eben kein Schwein gegessen haben oder sowas, wenn irgendwelche Turniere waren oder sowas. Aber darüber hat man sich, um ehrlich zu sein, kaum Gedanken gemacht in dem Alter. Ja. Okay. Und dann ab 12 ging es ja dann ähm zur Eintracht. Genau. Und ähm ja, da hast du ja erzählt gehabt, da wurde das alles bisschen ähm intensiver. Man hat sich ja natürlich dann so bisschen leistungsorientierter verhalten. Du bist ja bis in die erste Liga gekommen mit der Eintracht, ne? Ja, also ich habe dann irgendwann, wenn man dann alt genug wird, mit 17 Jahren U17 Bundesliga gespielt und dann kann man sich das so vorstellen, wie das auch bei den Herren der Fall ist. Also man spricht da spielt dann gegen so die ganzen Vereine, die man dann eben auch aus der Bundesliga kennt. Ja, und da haben wir tatsächlich auch das Glück gehabt, ein sehr gutes Team zu haben und haben dann in der U17 sogar auch die deutsche Meisterschaft geholt damals im Finale gegen Bayern Leverkusen. Heimspiel hier in Frankfurt äh war das Finale tatsächlich. Ähm und genau, dann geht's immer weiter und ich habe dann ähm äh bis hoch zu U23 bei der Eintracht gespielt und hatte auch dann das Glück im Profibereich den Trainingsbetrieb mitzumachen, aber Einsätze habe ich dort nie bekommen. Also ich habe immer U Bundesliga gespielt, U17, U19 oder U23. Ja, aber Profieinsätze habe ich selbst nie gehabt. Aber jetzt warst du ja dort, ne? Und man hat ja da die man ich hab den Alltag eines Profis miterlebt. Miterlebt. Genau. Ging es dann weiter, war das dann so? War das in dem Moment für dich? Okay, das ist es. Jetzt habe ich mein Ziel erreicht und das ist das, was ich haben wollte, Fußball und natürlich man will sich mal weiter steigern und so weiter. Ja, aber es war der Bereich Fußball. Ja, voll. Also, ich weiß noch, als der Anruf kam von meinem Trainer: "Ey, Danny, morgen bist du bei den Profis." Und die Profis kennst ja nur aus dem Fernseh und da geht so ein Kindheitstraum schon ein Stück weit in Erfüllung und ich weiß auch bis heute noch, wo ich stand, als ich den Anruf bekommen habe und man hat schon auf jeden Fall äh das Gefühl gehabt, die all die Jahre Training und so weiter und so fort für diesen Moment und es lohnt sich jetzt oder es fängt an sich zu lohnen, aber man war trotzdem noch nicht am Ziel angekommen, weil den Profivertrag hatte man noch nicht und wenn man ja dann auch schon da ist, dann will man es natürlich auch komplett durchziehen und ähm auch Profi werden. Aber ähm es war natürlich für den Moment damals äh eine sehr sehr aufregende Zeit, dann dort regelmäßig trainieren zu dürfen und sich dort auch beweisen zu dürfen im Training. Auch dort ist es ja wahrscheinlich auch so, man hat dann diesen Wettbewerbsgeist auch, man hat zwar seine Kollegen, aber die sind noch gleichzeitig Konkurrenten in einem gewissen Rahmen. Das ist so das Paradoxe am am Fußball am Mannschaftssport. Deine deine Jungs sind deine Kollegen. Ja. Aber auch irgendwo deine Konkurrenten, weil sie um diese letzten Profipätze mit dir spielen. Ja, und wie gesagt, da lernt man einiges. Äh, Disziplin, da lernt man auch mit Druck umzugehen. Ähm, aber in dem Moment, als ich dann bei den Profis mittrainieren durfte, ist die Hierarchie ja auch schon relativ klar. Dann bist du der junge Kerl, der sich erstmal beweisen muss, der dann natürlich auch der einzige ist, der die anderen Spieler sieht oder ganz wenige junge Spieler sitzen halt dann die anderen Spieler äh der dem der die Bälle trägt und so weiter und so fort. Das ist dann erstmal klar. Aber das macht man gerne und da wird ja auch ein Traum irgendwo wahr. Genau. Aber n ist erstmal der Jungspund, der als Sparringspartner hochkommt. Ja, du hast dann so gesehen dort so deine Erfüllung gehabt. Kann man das sagen, dass es eine Art Erfüllung war für dich, dass man jetzt bei den Profis ist? Ja, äh in dem Moment schon. Ich muss sagen, mein Weltbild hat so ein bisschen nach den Spielfeldlinien aufgehört, um die Metapher mal so ein bisschen zu zeichnen. Du du suchst auch nur Erfüllung innerhalb des Fußballkosmoses. Ja, um ehrlich zu sein, habe ich auch gedacht, die ganze Welt dreht sich irgendwo um Fußball. Heute sieht man das ja ganz ganz anders. Ähm, aber für den Moment habe ich mich schon ein Stück weit erfüllt gefühlt. Äh, erfüllt, aber nur in dem Sinn, dass ich gesagt habe, ich bin on track, also ich bin auf dem Weg dorthin, wo ich hin will. War nicht so, dass mein Herz irgendwie Ruhe gefunden hatte oder so, ne? Es war immer noch ein stetiges Jagen nach etwas und es war auch eine ständige Unsicherheit. Geht das überhaupt auf, was ich mir davor nehme? Mm, das ist sehr interessant, dieses Jagen nach immer mehr und so. Also, es ist ja irgendwo auch ein gesunder Ehrgeiz, aber ob man das auch jemals erlangt, ähm es ist auch immer so eine Frage. Ja, wann war dann für dich so der Moment, wo du dann das Spielfeld verlassen hast? Ja, äh ich habe dann tatsächlich so mit 2021 müsste das gewesen sein, die Fußballschuhe an den Nagel gehangen. Warum? Weil ich gemerkt habe, das bin nicht mehr ich. Wie kann man das erklären, wenn man 15 Jahre in etwa nur das war? Ähm irgendwie ist aus diesem lodernden Feuer für Fußball so ein halb aufgetreter Bunsenbrenner geworden. Also das Feuer ist zurückgegangen und ich habe auch nicht mehr so wirklich dran geglaubt, dass ich diesen letzten Ste Profi, der dann mehr als nur Trainingspartner ist bei den Profis, machen werde und war dann nur noch so halbherzig dabei und das war sehr befremdlich, weil alles, was ich glaubte zu sein, diese Identität Fußballer, du selbst identifizierst dich als Fußballer und du wirst ja auch in deinem Umfeld dann auch als Fußballer genau äh identifiziert. All das hat man dann stückweise, aber relativ schnell, ich denke mal so, das war so einem Jahr ungefähr, langsam, aber sicher losgelassen. Es kam das einfach so? Es kam das kam einfach so, also der Glaube daran, dass das Richtige für mich ist. Ähm, also man ich dachte es so, wenn man jetzt immer wieder so auf der Bank sitzt oder so z.B., dass man dann so irgendwann merkt, okay, die wollen mich vielleicht gar nicht oder Teamkollegen oder so etwas. Ja, das war also um der Wahrheit die Bühne zu geben, ich hatte nicht das Gefühl, dass ich wirklich diesen letzten Profivertrag bei der Eintracht bekomme. Das war natürlich auch ausschlaggeben, sonst hätte ich das wahrscheinlich weitergemacht, aber mein Innenleben, ja, fühlte sich dann irgendwann sehr leer an. Also, ich habe dann mein Abi gemacht und habe dann nach dem Abi ein Jahr nur Fußball gespielt, weil ich habe bei den Profis regelmäßig trainiert. Ja, ich habe bei der U23 auch trainiert und gespielt, je nachdem. Ich weiß noch, dass ich mich so nutzlos gefühlt habe. Ich habe dann auch mit den anderen Profis in der Kabine gesessen und will jetzt keinen Namen nennen, aber die waren so leer. Ich kann mich an Spieler erinnern, die viele vielleicht auch kennen, äh, die sich mit Fußball beschäftigen. den ging es mental gar nicht gut und das habe ich damals so als 18-Jähriger gar nicht so verstanden, aber ich saß dann in der Kabine mit Profis, Multimillionären, die Ruhm und Reichtum und sonst was haben. Also all das, was man ja auch irgendwo will in dem Alter vor allem Dingen. Und die haben auf mich gar keinen glücklichen Eindruck gemacht. Mm. und auch meine Kollegen in der U23, also meine eigentliche Mannschaft, wo ich ja auch im Spielbetrieb war, die waren auch so: "Ey, was ist, wenn es nicht klappt?" Und das war alles so fragil. M man hat ja alles, man hat so gesehen seine gesamte Existenz von diesem einem äh oder von dieser Karriere abhängig gemacht. Genau. Genau. Und witzigerweise war von der Energie, von der Kabine in der U23 und von den Profis kaum ein Unterschied. Was will ich damit sagen? Die U23 Spieler, die Profis werden wollten, hatten Angst aufs falsche Pferd zu setzen und ihre Identität aufgeben zu müssen. Und die Profis hatten das hatten auch Angst davor, meine ich, beobachtet zu haben, das was sie haben zu verlieren. Ich habe da auch keine richtige äh erfüllte Menschen gesehen, obwohl die viel Geld hatten, obwohl die ja auch ihr Traum irgendwo in Erfüllung gegangen ist. Ich habe da in der Kabine viele leere Gesichter gesehen. Mm. Ähm, wie du hast gesagt, du hast eine Leere gespielt. Also, wie ging es dir dann genau, wenn ich nachfragen darf? Du hast jetzt gesehen, okay, das ist da, die sind ein bisschen leer und die sind, also die strahlen nichts mehr aus und aber wie fühlt man sich dann? Also, es gehört sich so ein bisschen an, wenn ich das sagen wie als ob man so unter Zombies wäre. Ja. Ja. Ja. Das galt auch für den einen oder anderen Spieler, für mich teilweise sogar auch. Ähm, dann am Ende und dann habe ich auch diesen klaren Cut gesetzt. Also ich glaube, dass dass man sich dann halt extrem viel Druck macht und dieser Druck dann letztenendes so überwältigen ist für den einen oder anderen, dass er merkt, dass das, wo ich hier auf diesem Platz angefangen habe, aus den Gründen, dass diese Gründe irgendwie nicht mehr greifen, dass sie nicht mehr zum Tragen gekommen sind, weil äh man es quasi nur noch macht, um seine Identität aufrecht zu erhalten oder weil man sonst ja nichts hat. Ja. oder weil man denkt, man muss es auch machen. Äh, aber die der Spaß an der Sache selbst ist dann für die allermeisten, glaube ich, verloren gegangen. Und deshalb hast du dann dein Abi noch gemacht nebenbei. Ja, also meine Eltern haben auch immer schon gesagt: "Hey, bitte auch auf Schule achten und Co." Äh, glaub, das machen alle Eltern. Ja. Ja, auf jeden Fall. Und da haben sie auch recht. Äh, aber ich bin meinen Eltern extrem dankbar. die haben uns dann immer nach Frankfurt gefahren, auch besonders meine Mutter nach Frankfurt gefahren zum Training und von der Schule abgeholt und so weiter und so fort. Das wäre das so gar nicht möglich gewesen, ähm beides unter einen