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Sunnitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Infak – barmherzig wirtschaften

ohne Namen · IGMG Freitagspredigt · 2026-10-01 · Quelle

Barmherzigkeit · Hauptbotschaft Fürsorge · tragend Gemeinschaft · tragend

Wirklicher Gewinn vor Allah entsteht nicht durch Anhäufen von Besitz, sondern durch das Teilen von dem, was man liebt, und durch die Pflege von Barmherzigkeit und Gemeinschaft.

Infak bedeutet, mit Menschen zu teilen, die Hilfe brauchen, um Allahs Zufriedenheit zu erlangen.

Der Text ist eine deutschsprachige Hutba, die das islamische Konzept des Infak als barmherzigen Umgang mit Geld und Besitz darstellt. Besitz wird als Allah anvertraut beschrieben, und das Teilen wird als Weg zu seiner Zufriedenheit vorgestellt. Der Koran und ein Hadith werden zitiert, um die Pflicht und den Wert des Gebens zu untermauern. Die Gegenwartskritik richtet sich gegen Konsum, Gier und die Messung des Menschen an Besitz. Infak wird über Geld hinaus auf Wissen, Zeit, Trost und Fürsorge ausgeweitet. Die eigene Familie wird als erster Adressat der Hilfe genannt, dann Verwandte, Nachbarn, Waisen, Schüler, Reisende und alle Bedürftigen. Die Gemeinde wird aufgerufen, durch Beiträge Projekte wie Moscheen, Bildungszentren und Schulen zu unterstützen. Der Text schließt mit einem Bittgebet um Großzügigkeit, Würde der Bedürftigen und Barmherzigkeit im Leben.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Gier, Konsum, unstillbares Verlangen nach mehr; Festhalten, Begehren, Nicht-loslassen-Können
Wo sitzt das Übel?
in der Epoche selbst, im Zustand des Zeitalters
Was hilft dagegen?
praktisches Handeln am Nächsten, Werke; Genügsamkeit, Fasten, freiwilliges Opfer, Loslassen
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
ausdrücklich auf beide

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Koran 3:92 · Buhari, Zakat, 18

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
3 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 1, jetzt 2, künftig 2

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Verehrte Muslime! Unser Glaube zeigt uns in allen Bereichen des Lebens den Weg. Auch darin, wie wir mit Geld und Besitz umgehen. Denn was wir haben, geh ö rt letztlich Allah. Er hat es uns anvertraut. Infak bedeutet, mit Menschen zu teilen, die Hilfe brauchen, um Allahs Zufriedenheit zu erlangen. Deshalb werden im Koran das Gebet und das Teilen oft zusammen erwähnt. Wenn wir uns im Gebet niederwerfen, stärken wir unsere Verbindung zu Allah. Wenn wir teilen, stärken wir unsere Verbindung zu den Menschen. Allah sagt: „ Ihr werdet das Gute niemals erreichen, solange ihr nicht von dem spendet, was ihr liebt. “ [1] Das zeigt uns: Wirklichen Gewinn bei Allah erreichen wir durch das Teilen, nicht dadurch, dass wir immer mehr sammeln. Wir leben in einer Zeit, die uns ständig zum Kaufen und Konsumieren animiert. Oft wird der Wert eines Menschen daran gemessen, was er besitzt. Mehr verdienen, mehr haben und mehr ausgeben – das wird zum Ziel des Lebens gemacht. Doch der Islam lehrt uns einen Umgang mit Geld und Besitz, bei dem Mitgefühl statt Konkurrenz zählt und das Teilen wichtiger ist als der eigene Vorteil. Infak lindert die Not der Armen und reinigt zugleich die Herzen der Wohlhabenden. Aus Geiz wird Großzügigkeit, aus Gier wird Zufriedenheit und aus Einsamkeit wird Gemeinschaft. Denn wenn wir geben, geben wir nicht nur etwas von unserem Besitz ab. In unserem Herzen wächst dabei auch Barmherzigkeit. Der Gesandte Allahs (s) sagte: „ Die gebende Hand ist besser als die nehmende. Beginne mit deiner Hilfe bei denen, für deren Lebensunterhalt du verantwortlich bist! “ [2] Teilen bringt Segen in unseren Besitz und beginnen sollte unsere Hilfe bei der eigenen Familie. Von dort reicht sie weiter zu Verwandten und Nachbarn, zu Waisen, Schülern und Studierenden, zu Reisenden und zu allen Menschen, die Unterstützung brauchen. Liebe Geschwister! Infak bedeutet nicht nur, Geld zu geben. Auch Wissen zu teilen, uns Zeit für andere zu nehmen und einem jungen Menschen zur Seite zu stehen, geh ö rt dazu. Ebenso geh ö rt dazu, nach einem älteren Nachbarn zu sehen, einen Kranken zu besuchen oder jemanden zu tr ö sten, dessen Herz verzweifelt ist. Wir sollten unseren Kindern deshalb nicht nur Besitz hinterlassen. Geben wir ihnen auch mit, wie wichtig es ist, zu teilen, dankbar zu sein und mit anderen mitzufühlen, wenn sie Kummer haben. Vergessen wir nicht: Allah m ö chte nicht, dass wir m ö glichst viel besitzen, sondern dass unsere Herzen genügsam sind. Jedes Mal, wenn wir geben, zeigen wir unser Vertrauen in Allah. Wer gibt, vertraut auf Allahs Versprechen. Wie jedes Jahr lädt uns unsere Gemeinschaft mit der Infak-Kampagne dazu ein, Gutes zu tun. Mit unseren Beiträgen k ö nnen in unseren Regionen Dutzende Projekte Wirklichkeit werden. Moscheen, Gebäude für unsere Gemeindearbeit, Bildungszentren und Schulen werden gebaut und erneuert. Wenn wir dazu beitragen, k ö nnen uns dafür auch nach unserem Tod weiter gute Taten gutgeschrieben werden. Teilen wir deshalb von dem, was uns zur Verfügung steht. Schließen wir uns den Menschen an, die Gutes tun, und helfen wir mit, dass sich Gutes und Sch ö nes verbreitet. M ö ge Allah uns zu seinen Dienern zählen, die ihren Lebensunterhalt auf erlaubte Weise verdienen, das Teilen als Geschenk und nicht als Last sehen, die Würde der Bedürftigen beim Geben achten und die Barmherzigkeit in den Mittelpunkt ihres Lebens stellen. Amin. [1] Sure Ali Imran, 3:92 [2] Buhari, Zakat, 18 Hutba – Deutsch Hutba – Türkisch Hutba – Englisch Hutba – Arabisch Hutba – Niederländisch Hutba – Französisch Hutba – Schwedisch Hutba – Dänisch SPRACHWAHL SPRACHWAHL Deutsch Türkisch Englisch Französisch Arabisch SUCHE SUCHE SEARCH ARA CHERCHER يطلب SELBSTDARSTELLUNG DUYURU PUBLIKATIONEN PUBLIKATIONEN MAGAZINES YAYINLARIMIZ IRFAN EVLERI