Bahaitum · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
Seeing one another in the light of our shared humanity
ohne Namen ·
Bahá'í World News Service (BWNS) ·
2026-09-18
· Haifa
· Quelle
Gemeinschaft · Hauptbotschaft
Gerechtigkeit · tragend
Wissen
Religion kann in einer von rassistischer Ungerechtigkeit geprägten Gesellschaft eine eigenständige Perspektive bieten, indem sie Menschen anhand geteilter geistiger Wirklichkeit statt trennender Linien sieht, und so zur Überwindung von Spaltung beiträgt.
Was sie hier bietet, ist eine Art, den Menschen nicht anhand der Linien zu sehen, die sie trennen, sondern anhand der geistigen Wirklichkeit, die sie teilen.
Der Text beschreibt ein von der Bahá'í-Gemeinschaft in den USA über fünf Jahre organisiertes interreligiöses Forum, das sich mit rassistischer Ungerechtigkeit befasst. Ausgangspunkt ist die These, dass Religion in einer polarisierten Gesellschaft eine eigenständige Perspektive bieten kann, indem sie Menschen anhand geteilter geistiger Wirklichkeit statt trennender Linien sieht. Die Ergebnisse wurden in der Publikation 'Illumined by Oneness' zusammengefasst und als Ressource für ähnliche Gespräche angeboten. Das Forum wurde in Zusammenarbeit mit der Katholischen Universität von Amerika einberufen und brachte Führungskräfte aus verschiedenen Glaubensgemeinschaften zusammen. Die Diskussionspapiere behandelten Themen wie Identität, Gerechtigkeit, Einheit, Materialismus, historische Erzählungen und die Rolle der Medien. Ein zentrales Argument ist, dass allein Wissenschaft und rationales Denken keine gesunde Gesellschaft schaffen können und die Frage nach der Rolle der Religion neu gestellt werden muss. Die Bahá'í-Lehren werden als Grundlage genannt, nach denen Rassismus überwunden werden muss.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Feindschaft, Hass, Zerfall der Gemeinschaft; Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
- Wo sitzt das Übel?
-
in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
- Was hilft dagegen?
-
Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe, Zugehörigkeit; persönliche Erfahrung, Zeugnis, Begegnung mit Gott oder Menschen
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
vor allem Teil einer Gemeinschaft oder Schöpfung
- Wohin geht die Geschichte?
-
es wird besser, Entwicklung zum Guten
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf eigenes Erleben, Zeugnis, Begegnung; auf den Stifter oder Propheten der Tradition
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen
Verwandte Texte aus anderen Traditionen
nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition
Wozu der Text aufruft
- Gespräche in eigenen Umfelden initiieren (gesellschaftlich)
- Rassismus überwinden und hinter sich lassen (gesellschaftlich)
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 4 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 1, jetzt 3, künftig 1
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut auf Deutsch
WASHINGTON D.C. — Während die nationale Debatte über rassistische Ungerechtigkeit in den Vereinigten Staaten polarisierter wird, kann die Religion für einen solchen Moment eine eigenständige Perspektive bieten. Die Religion hat im Laufe der Geschichte die Menschen sowohl geteilt als auch zusammengebracht. Was sie hier bietet, ist eine Art, den Menschen nicht anhand der Linien zu sehen, die sie trennen, sondern anhand der geistigen Wirklichkeit, die sie teilen.
Diese Überzeugung leitete eine Reihe von Diskussionen über einen Zeitraum von fünf Jahren, organisiert vom Bahá'í-Büro für Öffentlichkeitsarbeit in den Vereinigten Staaten. Die Diskussionen sind Teil der breiteren Bemühungen der Bahá'í in diesem Land, gesellschaftliche Harmonie zu fördern, die auch Versammlungen umfasst, die kürzlich vom Büro veranstaltet wurden, um den 250. Jahrestag der Vereinigten Staaten zu begehen. Diese Bemühungen untersuchen, wie die Menschen zusammenarbeiten können, um dem Gedeihen ihrer Gesellschaft entgegenzuwirken.
Erkenntnisse aus den Diskussionen, die in den vergangenen fünf Jahren stattfanden, wurden nun in einer neuen Publikation gesammelt, Illumined by Oneness: Resources and Reflections from a Multifaith Dialogue on Overcoming Racism, mit einer begleitenden Website.
Das Buch vereint eine Verdichtung der Ideen aus den Gesprächen unter der Gruppe von Akteuren und früheren Diskussionspapieren und Essays, die auf Januar 2017 zurückgehen, eine Zeit erhöhter Spaltung über rassistische Ungerechtigkeit in den Vereinigten Staaten. Die Materialien werden als Ressource für diejenigen angeboten, die ähnliche Gespräche in ihren eigenen Umfeldern initiieren möchten.
In Zusammenarbeit mit dem Programm für Friedens- und Gerechtigkeitsstudien und dem Institut für Politikforschung und Katholische Studien an der Katholischen Universität von Amerika in Washington, D.C. einberufen, brachte das langjährige Forum Führungskräfte und Vertreter aus nationalen Religionsorganisationen aus einer Reihe von Glaubensgemeinschaften zusammen.
Von Anfang an waren die Zusammenkünfte nicht protokollierte Räume für offene und suchende Gespräche. Jedes vierteljährliche Treffen wurde von einem Diskussionspapier verankert, das vom Büro für Öffentlichkeitsarbeit vorbereitet wurde, gemeinsam vorgelesen und in Kleingruppen und Plenumsitzungen erörtert wurde. Die Papiere behandelten Themen wie Identität, Gerechtigkeit und Einheit, Materialismus, historische Erzählungen, die Medien und ihr Potenzial, rassistische Vorurteile zu verstärken oder herauszufordern, und die eigenständige Rolle, die die Religion bei der Überwindung von Spaltungen spielen kann.
„Die amerikanische Bahá'í-Gemeinschaft hat sich von ihren frühesten Jahren an als eine Gemeinschaft verstanden, die eine Mission hat, Einheit zu fördern und rassistische Gräben zu überwinden", sagte Selvi Adaikkalam Zabihi, ein Mitglied des Büros, in einem Gespräch mit dem Nachrichtendienst. „Die Bahá'í-Lehren besagen, dass Rassismus überwunden und hinter sich gelassen werden muss."
Frau Zabihi erklärte, dass die Publikation Teil der breiteren Bemühungen des Büros ist, zu einer Debatte über geistige Erneuerung in der amerikanischen Gesellschaft beizutragen. „Seit einiger Zeit", sagte sie, „besteht die Annahme, dass allein Wissenschaft und rationales Denken gesunde Gesellschaften schaffen können. Aber wir sehen, dass der Materialismus uns nicht dorthin bringen kann, wo wir hin müssen. Dies wirft erneut die Frage nach der Rolle der Religion bei der Schaffung der Grundlage für eine gerechte Gesellschaft, für Stabilität, Frieden und Wohlstand auf."
Wortlaut im Original
WASHINGTON D.C. — As the national conversation about racial injustice in the United States grows more polarized, religion may offer a distinctive perspective for such a moment. Religion has across history both divided people and drawn them together. What it offers here is a way of seeing human beings not by the lines that separate them, but by the spiritual reality they share.
This conviction guided a series of discussions spanning five years, organized by the Bahá’í Office of Public Affairs in the United States. The discussions form part of the broader efforts of the Bahá’ís of that country to foster societal harmony, which also includes gatherings recently hosted by the Office to mark the 250th anniversary of the United States. These efforts explore how people can work together toward the flourishing of their society.
Insights from the discussions held over the past five years have now been gathered in a new publication, Illumined by Oneness: Resources and Reflections from a Multifaith Dialogue on Overcoming Racism , with a companion website .
The book draws together a distillation of ideas from the conversations among the group of social actors and earlier discussion papers and essays dating to January 2017, a time of heightened division over racial injustice in the United States. The materials are being offered as a resource for those wishing to initiate similar conversations in their own settings.
Convened in collaboration with the Peace and Justice Studies Program and the Institute for Policy Research and Catholic Studies at the Catholic University of America in Washington, D.C., the long-standing forum brought together leaders and representatives from national religious organizations across a range of faith communities.
From the outset, the gatherings were off-the-record spaces for open and searching conversation. Each quarterly meeting was anchored by a discussion paper prepared by the Office of Public Affairs, read aloud together, and explored in small groups and plenary sessions. The papers addressed such themes as identity, justice and unity, materialism, historical narratives, the media and its potential to reinforce or challenge racial prejudice, and the distinctive role religion can play in overcoming divisions.
“The American Bahá’í community has, from its earliest years, understood itself as having a mission to foster oneness and address racial divides,” said Selvi Adaikkalam Zabihi, a member of the Office, in a conversation with the News Service. “The Bahá’í teachings state that racism must be overcome and left behind.”
Ms. Zabihi explained that the publication forms part of the Office’s wider efforts to contribute to a conversation on spiritual renewal in American society. “For some time,” she said, “there has been an assumption that science and rational thought alone can create healthy societies. But we are seeing that materialism cannot take us where we need to go. This raises again the question of the role of religion in creating the basis for a just society, for stability, peace, and prosperity.”