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Freikirchlich · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

4polig reifen - Selbstleitung und Selbstfürsorge am Beispiel Jesu | Patrick Will

FeG Würzburg – Predigt-Podcast · FeG Würzburg – Predigt-Podcast · 2026-09-06 · Würzburg · Quelle

Verantwortung · Hauptbotschaft Gemeinschaft · tragend Wissen · tragend

Gesunde christliche Reifung und gesellschaftliche Mündigkeit erfordern die bewusste Übernahme der Verantwortung für die eigene innere Balance in vier Dimensionen, anstatt sie auf äußere Umstände oder andere Personen abzuwälzen.

Du bist verantwortlich für dich, nicht dein Partner. Übrigens auch nicht Gott und auch nicht der Teufel. Wir machen das manchmal ganz gerne, dass wir dann Sachen abgeben. Sondern wir haben eine Verantwortung.

Der Prediger Patrick Will thematisiert die Notwendigkeit von Selbsterkenntnis und Selbstverantwortung im christlichen Leben. Er argumentiert, dass viele Menschen Verantwortung für ihren Zustand auf andere (z. B. Politik, Partner, Gott) abwälzen, statt sie selbst zu übernehmen. Als biblisches Modell für eine gesunde Reifung dient Lukas 2,52, der Jesus' Wachstum in vier Dimensionen beschreibt: körperlich, geistig, geistlich und gesellschaftlich. Diese vier Aspekte werden als Grundlage für ein ausgewogenes Leben und eine gesunde Selbstfürsorge interpretiert. Der Text verbindet diese theologische Auslegung mit modernen psychologischen Konzepten wie der hebräischen Anthropologie und der Psychosomatik. Es wird davor gewarnt, unbewusste Glaubenssätze zu befolgen, die zu Überlastung führen, und stattdessen eine aktive, bewusste Leitung des eigenen Lebens einzufordern. Der Appell richtet sich an die Zuhörer, ihre eigene Rolle in der Gesellschaft und Gemeinde bewusst zu gestalten und dabei auf die Balance zwischen den vier Reifungsbereichen zu achten.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit; Sünde, persönliches Versagen, Schuld vor Gott (erschlossen)
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis; praktisches Handeln am Nächsten, Werke
Was ist der Mensch nach diesem Text?
selbstbestimmt, Urheber seines Handelns
Wohin geht die Geschichte?
es wird besser, Entwicklung zum Guten
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf den Stifter oder Propheten der Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Mt 7 · Spr 3,7 · 1 Thess 5,21 · Lk 2,52 · 2 Kor 5,14 · Gal 5

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
1 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 2, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Ich möchte mit einer Frage beginnen. Wer stimmt folgendem Satz zu Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung. Jetzt kommt ihr auch ein bisschen darauf an, wie man diesen Satz sagt. Also selbsterkennend ist es der erste Weg zur Besserung oder ja, selbsterkennend ist es der erste Weg zur Besserung. Aber wer würde dem Satz zustimmen? Keiner, doch Paar. Manchmal wird man ja da ziemlich brutal auch mitkonfrontiert. Vielleicht auch auf dem Weg zum Gottesdienst, man fährt Auto, einer nimmt einem die Vorfahrt, flucht und denkt, du, na, und kurze Zeit später macht man dasselbe und denkt dann, oh, vielleicht hat er es auch nicht absichtlich gemacht. Und das ist dann auch so eine Selbsterkenntnis. In der Bibel werden wir ja immer wieder zur Selbsterkenntnis aufgefordert, zum Beispiel von Jesus Matthäus 7. Was siehst du den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht wahr den Balken? Sein Motto ist ja Schluss mit Schuld zu Beisungen und die Einladung zur Selbsterkenntnis. Wir haben ganz viele solche Stellen, zum Beispiel auch Sprüche 3 vs. 7, begegne im Herrn mit Erfurcht und Meide, das Böse oder die Jahreslosung von 2025 prüft alles und das Gute behaltet, alles auch Einladung zur Selbstreffliktion. Und diese Stellen finde ich zeigen, dass wir immer wieder aufgefordert werden von Gott, Verantwortung für uns selbst zu übernehmen. Und das machen wir in der Regel ja auch jeden Tag. Wir treffen Entscheidungen, Übernehmenverantwortungen und das geht oft mit dem Thema Selbstfürsorge einher. Also heute gehst du aus dem Haus und sagst, ok, ich ziehe mir Schuhe an, es besser als Barfuß zu gehen. Oder es regnet draußen, ich ziehe mir eine Jacke an oder ich muss auf Toilette, also gehe ich auf Toilette. Also wir treffen eine ganze Menge von Entscheidungen jeden Tag über 30.000, wo wir für uns selber Sorgen und Verantwortung übernehmen. Dann gibt es aber auch Bereiche, wo wir nicht die Verantwortung für haben. Also ich habe zum Beispiel nicht die Verantwortung zu fragen, jetzt den Sitznachbarn, Muster auf Toilette oder hast du auch eine Regenjacke dabei und so, sondern das ist dann nicht mehr unsere Verantwortung. Es gibt eine Ausnahme bei Kindern. Je kleiner die sind, umso mehr Verantwortung müssen wir für die übernehmen. Übrigens dann auch wieder für Menschen, die alt werden, die noch älter werden, wo es auch um dieses Thema geht. Wie kann ich da die Verantwortung teilen und für meine Eltern irgendwo ein Stück weit mit mehr Verantwortung übernehmen. Aber dann gibt es auch Punkte, wo wir Verantwortung nicht übernehmen und die wegschieben. Zum Beispiel, man, ich bin so gestresst, die Kinder, die gehen mir so auf den Nerv. Oder die Gemeinde, die will so viel von mir. Und man macht andere verantwortlich für seinen eigenen Zustand. Das ist übrigens sehr beliebt, heute ist ja Wahl in Sachsen-Anhalt. Und ich habe gerade vor Kurzem mit jemandem gesprochen und er sagte dann, ja, also dieser ziemlich ruppelhafte Umgang oder diese Rämpel-Line, als das so gibt, das haben die Linken ja vor 20 Jahren auch gemacht, also können wir das auch machen. Mit dem Unterschied, dass wir aus dem Wertekontext eigentlich kommen sollten und deswegen ist das keine Begründung. Und auch beim Sturm auf das Kapitol wurde gesagt, das ist ja wegen Wahlbetrug. Also man übernimmt nicht Verantwortung für sich, sondern schiebt sie sogar anderen zu. Und das ist in der Bibel ja auch auf den ersten Seiten auch sehr schön zu sehen. Adam, ich war es nicht. Oder Hagar und Sarai und Abraham, diese interessante Geschichte, wo immer wieder gesagt wird, ich war es nicht, der war es, die war es und so weiter. Wie kommt das? Und wie können wir selbst ein Leben führen, wo wir gut für uns sorgen, wo wir uns gut selbst leiten, denn das ist notwendig in unserer Zeit. Will Gott das? Ja, er will das. Und wie sollen wir das machen? Wir alle kennen das wichtigste Gebot, liebe Gott, und deinem Nächsten, wie dich selbst. Und ich glaube, es geht Gott auch darum, dass wir eine gesunde Lebensbalance finden und das hängt mit diesem Gebot tatsächlich zusammen. In meiner ersten Stelle als Pastor an der Bergstraße habe ich ganz viel gegeben, war sehr enthustisch, für sie auch gut, als Pastor viel zu geben und so. Und dann hatte ich jemanden in der Gemeindeleitung immer schwierig. Und der hat immer wieder mal kritisiert und so. Und es war mal wieder der Tag in der Gemeindeleitung, wo ich kritisiert wurde. Und ich war damals Dienstanfänger und habe dann nicht mich gewährt, weil ich gedacht habe, was machen die Anstellungsträger und so. Aber innerlich, ich habe dann sozusagen außen immer viel Ja gesagt, aber eigentlich habe ich mich richtig geärgert. Und das war dann mal wieder so eine Situation. Und dann sprach der Geist Gottes zu mir, denke ich zumindest, habe ich jetzt nicht so oft, aber ich sagte nämlich so, ich reiß mir hier den Arsch auf und jetzt kriege ich auch noch Kritik. Und dann hörte ich so die Stimme, Patrick, wer sagt hier eigentlich, dass du dir den Arsch aufreißen musst? Und dann sagte ich, okay. Und dann merkte ich, das war ein Satz, den ich mir selber sagte. Und wir alle kennen ja solche Glaubenssätze, die unser Leben so bestimmen. String dich an, beeil dich, mach's allen recht, war meiner. Und die sind ja auch alle nicht schlecht, diese Anträbersätze, bis zum gewissen Grad. Wenn sie zu viel werden, dann wird es eben ziemlich ungesund. Das Problem ist, dass die uns mehr prägen, als wir denken. Und die sind uns schon so zur Gewohnheit geworden, teilweise von Kindesbeinen an. Aber sie bringen uns dann eben oft nicht weiter und wir entwickeln uns nicht wirklich. Das heißt, heute Morgen soll es darum gehen, welche Verantwortung hast du für dich und übernimm die auch? Du bist verantwortlich für dich, nicht dein Partner. Übrigens auch nicht Gott und auch nicht der Teufel. Wir machen das manchmal ganz gerne, dass wir dann Sachen abgeben. Sondern wir haben eine Verantwortung. Wir sagen ja auch nicht zu Gott, gib mir zu trinken. Wir haben eine Verantwortung für unsere Selbstfürsorge und Selbstleitung. Eine meiner Lieblingsferse in der Bibel ist, ich guck mal, ob es geht. Ich mach dann einfach so und ihr klickt weiter an. Ich soll es vielleicht auch anmachen, das wäre auch nicht schlecht. Also behüte dein Herz mit allen Fleiß, denn daraus quillt das Leben. Und das passt sehr gut in das hebräische Menschenbild. Denn im hebräischen Menschenbild ist es so, dass es einen inneren Menschen gibt, und es ist ein äußeren. Wir kennen das von der Psychosomatik, die Psyche, die Seele, das Innere und das Soma der Körperdommerum. In der Bibel wird dann manchmal von Seele, Neffes gesprochen oder von dem Herzen, als dem Sitz, wo alles in uns so drin ist. Und darauf sollen wir achten. Und wie sollen wir das machen? Und ich finde, da hilft uns das wichtigste Gebot weiter. Sollst du den Herrn, deinen Gott lieben, mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit all deinen Gedanken, das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig, das zweite Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst. Und dann Galata 5, darin ist das ganze Gesetz erfüllt. Und interessant ist, dass eigentlich immer bei diesen Bibelfersen mit diesen dreifach Gebots, nicht doppelgebots, eigentlich dreifach Gebote, liebe Gott, den Nächsten und mich selbst, dass da immer steht, wie dich selbst. Es hat also irgendeine Bedeutung. Und wir sollen ja auch für andere angenehme Menschen sein, an dem man das Licht Jesus so sieht. In Zweite Korinther 5, Vers 14, da heißt es Gott, aber sein Gedankt, der uns alle Zeit im Triumph mitgeführt hat in Christus und offenbart, den Geruch seiner Erkenntnis durch uns an allen Orten, denn wir sind für Gott ein Wohlgeruch Christi unter denen, die gerettet werden und unter denen, die verloren werden. Und man denkt mir mal, ja, bin ich das wirklich so ein Wohlgeruch für andere? Oder bin ich man eher so ein Stinkstiefel? Und was ist das? Und wie können wir uns so entwickeln, dass wir wirklich Menschen werden, die auch ein Wohlgeruch sind? Und da kommt jetzt dieser Predigtvers ins Spiel und das Beispiel von Jesus. Jesus nahezu an alter Weisheit und Gunst bei Gott und den Menschen, so heißt es in Lukas 2, 52. Kurz vorher war er der 12-Jährige, der im Tempel verschwunden war, die Eltern nach drei Tagen einmal gesucht. War dann Zippen Sachen damals und so, deswegen völlig normal. Als man erst mal länger sich nicht Sorgen gemacht hat, dann war Maria echt, oh Mann. Und Jesus sagt, ich wusste dir nicht, wo er mich findet, hier im Haus meines Vaters. Und dann finden wir nichts mehr über Jesu Jugend, gar nichts. Bis auf diesen Pferd. Pferd vorher noch erging mit und geräuchte ihn willig und so. Und dann dieser Pferd. Und in diesem Pferd versteckt sich, meiner Meinung nach, das ist auch so ein bisschen unser Modell im Haus Lebensquell, ein Modell für Lebensbalance und wie wir gut reifen können und gut für uns selber sorgen können. Ich bin darauf gekommen, weil ich meiner letzten Gemeinde, Oberursel, haben wir irgendwann Roy Ranger in Stamm gegründet. Damals gab es auch noch nicht so viel FHG-Fahrt-Finderstämme. Und die Roy Ranger haben diese Zacken in ihrem Emblem und eine von den vier Zacken, die beziehen sich auf Lukas 2.52. So bin ich mit in Kontakt gekommen und dann habe ich mir den Text mal angeschaut und habe, wow, das ist ja sehr interessant. Die Ranger sagen dann, es geht also um körperliche Reife, um geistige Reife, geistliche und gesellschaftliche. Und dann habe ich gedacht, okay, wenn man sich das mal genauer anschaut, das ist eigentlich so ein Lebensbalance-Modell. Und deswegen macht das Sinn, sich das mal ein bisschen genauer anzuschauen. Die Ranger stehen immer so die griechischen Wörter, also körperliche Reife, das Alter, Hellechia, Jesus noch weiter zu einem Jahr. Das ist für uns ja klar, also wir werden älter, der Körper reift irgendwann an Falten auch und so. Aber wir werden älter, das passiert ganz automatisch. Und dann gibt es auch die geistige Reife und das ist eigentlich eine, die mit Weisheit hier bezeichnet wird und Weisheit in der Bibel ist aber nicht intellektuell der Schlauste sein, sondern im Jakobusbrief finden wir, das hat ganz viel mit Charakter zu tun und mit dem inneren Reifen mit unserer Seele. Und dann die geistliche Reife, also wie es in meiner Beziehung zu Gott eigentlich. Da steht, und Gott hatte, das ist ja gut, nach die Übersetzung hier, seine Freude an Jesus. Und dann die gesellschaftliche Reife, die Gunst bei den Menschen. Und da könnten wir heute so einen schönen, fachlichen Begriff reinsetzen wie Sozialkompetenz. Also ich komme mit den anderen, mit anderen Menschen gut aus und habe eine gewisse Reife, wie ich mit anderen Menschen umgehe. Und ich finde, wir leben momentan in einer Gesellschaft, wo wir davon mehr gebrauchen können. Wo alles immer mehr sich polarisiert und so. Und ich glaube, wo wir als Christen, ich war gerade auf einer Tagung vom Institut für Glaube und Wissenschaft, wo es um dieses Thema ging, was könnten wir da alles eigentlich an Positiven reinbringen. Ganz egal wo wir politisch stehen, am Umgang miteinander, wie wir miteinander umgehen und was wir eigentlich alles haben, wofür wir dankbar sein können. Also wie kriegen wir das hin, dass wir am Beispiel Jesus schauen, wie kann ich mich so färbpolig wie er entwickeln und gucken, dass das Licht wirklich in mir ist und nicht so viel dunkles, sondern wirklich viel Licht. Denn wenn du andere auch leiten willst, vielleicht gibt es ja auch einige Leiter hier bei euch oder in der Firma oder auch im Jugendkreis, was auch immer, wenn du andere leiten willst, musst du dich auch selbst gut leiten können. Und wenn du Beziehungen willst oder Familie dann hast, dann musst du dich auch gut leiten können. Und es hat was damit zu tun, dass das ein Ausfluss hat, von dem wie wir innerlich drauf sind, was dann nach außen auch durchscheint. Und das bedeutet eben immer auch, dass ich für mich selber sorgen kann. Und wie geht das ganz konkret? Wenn man diese Begriffe jetzt mal auf das hebrische Menschenbild runter bricht, dann könnte man sagen, also hier kommt das Körperliche, das soll so ein Autoreifen sein mit einer Ferie. Und was wir im Haus Lebenserleben ist, Menschen kommen zu uns, also auch erläutte einfach eine Urlaub machen, aber auch viele die Beratung suchen. Und dann ist oft was am Körper nicht in Ordnung und die Ursache dafür liegt aber im Inneren, wo die Ferie nicht mehr rund läuft. Gibt es auch mal anders herum, aber hauptsächlich so. Das heißt, es läuft was nicht mehr rund. Und ich glaube, solange in einem dieser Bereiche bei dir ein Mangel ist oder eine Verlusterfahrung, dann brauchst du letztlich Hilfe oder zumindest einen Auftrag, daran mal zu arbeiten und mal zu gucken. Also das eine ist das Körperliche. Für unseren Körper auch zu sorgen. Und dann geht es ein bisschen weiter als neben dem, das ist automatisch falsch, Falten stehen, sondern was tue ich denn für meinen Körper? Und dann die Weisheit, das Seelische, das ist die Beziehung zu mir selbst. Ich gucke in mein Inneres und schau, wie sieht es denn da eigentlich aus? Wie geht es mir denn da mit mir, mit meinem geworden sein? Was nehme ich denn da mit, auch in Beziehungen? Und dann, wie geht es mir mit Gott? Geht es manchmal mit der Beziehung zu Gott? Habe ich ihn wirklich so richtig kennengelernt als den liebenden Gott? Ich fand das ein sehr schönes Lied, was ihr ausgesucht habt, dass Jesus mich berührt. Viele Menschen heute haben relativ schwierigen Zugang manchmal zu Gott, was die Gefühle angeht. Und dann manchmal einen Zugang zu Gefühlen, aber ist das dann auch der Gott oder ist das ein Abbild davon? Ich werde das nie vergessen. Ich war Reisesekretär bei der Schüler-SMD und wir waren an der Bergstraße auch schon in der Gemeinde, wo ich dann Pastor wurde, im Hauskreis und wir haben Lukas 15 gelesen. Und das war damals ein Material von Reise zum Leben von John Ortberg und dann steht dann in dem Material, glaubst du, dass Gott dich wirklich liebt, so wie den verlorenen Sohn? Und in mir war, wenn du mich gefragt hättest, ich sage natürlich, glaub ich. Und in diesem Abend, das war wieder so ein Moment, wo ein Satz mit meinem Kopf kam, das glaubst du gar nicht wirklich. Im tiefsten Herzen glaubst du das nicht. Und dann merkte ich, dass mein Gottesbild angeknackst war, dass es wesentlich mehr beeinflusst war von meiner Herkunftsfamilie als von Gott. Und das ist was, was wir manchmal auch machen im Hauslebensfärter Seeelsorge. Das Gottesbild rausschälen. Und da rufe leicht sich wie vor die Sonne bei einer Sonnenfinsternis, was dann schattend rüberschiebt, und ich denke, das wäre die Sonne, aber es ist sie nicht. Sie scheint so ein bisschen durch, den Blick wieder frei zu räumen und den wahren Gott kennen zu lernen. Deswegen, wie geht es dir in deiner Beziehung zu Gott, in der Reife zu Gott? Und dann die Sozialkompetenz habe ich schon gesagt, die Beziehung zum Nächsten, wie geht es dir damit? Das alles hängt miteinander zusammen. Und deswegen brauchen wir eine Balance in all diesen Bereichen, sonst funktioniert es nicht. Augustinus hat mal gesagt, Liebe sagt, ich will, dass du bist. Ich fand das interessant, oder erstes Lied, von dem der sagt, er will, dass du bist, so wie du bist. Und er hat erst mal nur Gutes für dich im Sinn. Und ich würde noch nicht mehr sagen, erst mal, sondern immer Gutes für dich im Sinn. Er ist zugewandt. Du bist bejaht und angenommen. Genau, wie das Kind das eben gesagt hat. Gott sagt zu uns, ich bin offen für dich. Und deswegen heißt Liebe oft erst mal auch hinhören, hinspüren. Und was heißt das für das Leben, für dieses Punkt, lieben wie dich selbst? Wie sieht gesunde Selbstliebe dann aus? Ich muss also erst mal hinspüren. Und an der Stelle fragen, wie geht es mir denn wirklich in meinem Herzen, in meinem Inneren? Und ich lade euch ein, das heute irgendwann mal zu machen, so ein Kraft zu malen mit diesen vier Bereichen. Es ist interessant, die neuen Worklife Balance Modelle, ganz oft ist da jetzt auf einmal Spiritualität mit drin. Ganz spannend. Es ist genau das, was hier auch drin ist. Also wie geht es dir in deiner Beziehung zu deinem Körper, in der Beziehung zum Nächsten, in deiner Beziehung zu dir selbst, in deiner Beziehung zu Gott? Und es geht nicht darum, da Maximum immer zu erreichen, aber es geht da darum, dass es ausgewogen ist, dass es eine Balance hat. Und manchmal haben wir da wirklich auch so ein verstecktes, falsches Gottesbild, wo wir im Inneren sagen, Gott liebt mich nicht wirklich. Und dann haben wir vielleicht manche so begegnen, wir das auch bei uns im Haus öfter, so innere Kritiker in uns drinnen, die uns verurteilen. Und dann sind so Sätze, du spendest nicht genug, du machst nicht genug. Und es ist nicht genug beispielsweise. Was sagt Gott? Jesus sagt, mein Vater lässt die Sonne aufgehen und Gott in den Zahlen lesen, über die gerechten und ungerechten. Regen und Sonne kriegt sogar jeder. Oder Jesu Wunderbein macht Wein für eine Party oder zigtausend Euro für dieses Parfüm, was für ihn verwendet wird. Adam und Eve versetzt er in einen Garten und nicht in einem schlechten Arbeitsplatz mit Überstunden, was auch immer. Oft gehen wir schlechter mit uns um als Gott mit uns. Und Gott ist oft gnädiger mit uns als wir mit uns. Und Gott schenkt gerne. Das Beste ist sowieso, finde ich, umsonst. Wir sind über Sonne, Wasser, Natur, in Österreich. Wahnsinn, so die Berge zu sehen. Gott ist nicht eng, der macht unser Leben weit, nicht trostlos. Also deswegen frage dich, wie geht es mir? Behüte dein Herz mit allen Fleiß, denn daraus quillt das Leben. Das ist eine Aufforderung, die Salome uns gibt. Und ich würde sogar sagen, es ist gut, wenn ihr euch nicht nur fragt, wie geht es mir? Vielleicht auch jetzt nach dem Gottesdienstbau oder im Hauskreis. Dann ist jemand mal fragt, wie geht es dir wirklich? Weil kennt ihr das? Wie geht es dir? Einmal in der Gemeinde, ich kam morgen zu rein. Eine Frage. Und Patrick, wie geht es dir? Ah, nicht so gut. Ach, du bist ja gut! Also diese Floskel, die wir so haben. Dann hast du, setz mal jemanden gefragt und auch dich selbst, wie geht es mir denn wirklich? Und dann merken wir schon, dass es gar nicht so ohne. Und da brauche ich einen Raum, wo ich das auch geschützt sagen darf. Und ich hoffe auch, dass eure Gemeinde, und es ist so ein Wunsch für alle Gemeinden, wo ich hingehe, dass die Räume haben, wo ich schwach sein darf. Wo ich ehrlich sein darf. Sagen darf, wie es mir wirklich geht. Du kannst nicht hart gegen dich selber sein, ohne dann auch hart nach außen zu sein. Denn das hat Auswirkungen. Und in diesem Material Reise zum Leben, das beginnt mit einer tollen Geschichte, also finde ich nicht so toll, aber ich fand die sehr beeindruckend, hab ich nie vergessen, wo ein Gemeindelltester, Frank, nennen wir ihn mal, so hat der Orteberg das da geschrieben, immer sehr, sehr hart war zu anderen Menschen. Sehr gesetzlich, sehr hart. Und keiner ist auf die EG, die gekommen, ihn mal darauf anzusprechen, wenn man in den Gefahr, wie geht es dir gut? Und es gibt Gemeindekorrektur und so weiter, der Ortebergangs, aber wo ist die Korrektur für diesen Menschen? Dass es ihm besser geht. Deswegen, wie geht es dir wirklich? Und wir müssen unser Herz da wirklich, das ist ein Auftrag, den Gott uns gibt, auf unser Herz zu achten. Und wenn wir von so einem inneren Kritiker betroffen sind, uns mit ihm auseinanderzusetzen, indem wir zu entzaubern, was ist denn da eigentlich los? Und natürlich gibt es auch das Gegenteil, dass es Menschen gibt, die sagen, bei mir ist immer alles super, ich bin rebellisch und alle anderen sind doof und ihnen fragen sich gar nicht, auch das gibt's. Aber es geht um die Balance, wie geht es dir wirklich? Für viele Menschen, wenn sie sich mit sich selbst beschäftigen oder bzw. das nicht tun, haben wir trotzdem Dinge, unter denen wir leiden und dann greift man zu Ersatzgeschichten, wie vielleicht das nächste Sahne-Eis oder ein pornografischer Film oder was auch immer es ist. Wo ist der Raum, wo man da offen