omnist.world

English

Sunnitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Vorurteile und gesellschaftlicher Frieden

ohne Namen · IGMG Freitagspredigt · 2026-10-15 · Quelle

Gemeinschaft · Hauptbotschaft Gerechtigkeit · Hauptbotschaft Barmherzigkeit · tragend

Gesellschaftlicher Frieden entsteht nicht durch Gesetze allein, sondern durch den Abbau von Vorurteilen und durch alltägliche, respektvolle Begegnung zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Glaubensrichtung.

Ein Vorurteil ist, wenn wir über einen Menschen urteilen, ohne ihn zu kennen. Ein Vorurteil ist, wenn wir jemanden nach seinem Namen, seiner Herkunft, seiner Sprache, seiner Glaubensrichtung, seinem Aussehen oder seinem Wohnort beurteilen.

Der Text ist eine islamische Predigt (Hutba), die sich an die muslimische Gemeinde richtet und den gesellschaftlichen Frieden als zentrales Anliegen thematisiert. Er definiert Frieden nicht nur als Abwesenheit von Krieg, sondern als Vertrauen, Gerechtigkeit und gegenseitigen Respekt. Als größtes Hindernis für diesen Frieden werden Vorurteile benannt, die Menschen nach Herkunft, Glaube oder Aussehen urteilen. Der Text stützt sich auf Koranverse und Hadithe, die zur Geschwisterlichkeit, zum Verzicht auf Verdächtigungen und zum respektvollen Umgang aufrufen. Ein aktueller Bezug wird hergestellt, indem soziale Medien und Medienkritik als Quellen falscher Behauptungen und Spaltung genannt werden. Die Predigt fordert konkrete alltägliche Schritte wie Grüßen, Zuhören und Streitbeilegung. Sie betont, dass religiöse Praxis nicht nur Gebet umfasst, sondern auch die Achtung der Würde anderer. Der Text schließt mit dem Wunsch, weise zu denken und zu handeln.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit; Feindschaft, Hass, Zerfall der Gemeinschaft
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
praktisches Handeln am Nächsten, Werke; Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe, Zugehörigkeit
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Koran 49:13 · Buhari, Adab, 58

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
4 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 1, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Verehrte Muslime! Der Islam verbindet Menschen. Er setzt auf Geschwisterlichkeit statt Feindschaft und auf Barmherzigkeit statt Hass. Frieden in einer Gesellschaft bedeutet mehr, als dass es keinen Krieg gibt. Echter Frieden herrscht dort, wo Menschen einander vertrauen, es gerecht zugeht, Unterschiede respektiert werden und sich jeder sicher fühlt. Gesetze schaffen dafür die Grundlage. Doch damit dieser Frieden bestehen bleibt, müssen wir auch gut miteinander umgehen. Eines der größten Hindernisse dabei sind Vorurteile. Ein Vorurteil ist, wenn wir über einen Menschen urteilen, ohne ihn zu kennen. Ein Vorurteil ist, wenn wir jemanden nach seinem Namen, seiner Herkunft, seiner Sprache, seiner Glaubensrichtung, seinem Aussehen oder seinem Wohnort beurteilen. Allah aber schaut auf den Charakter und das Verhalten eines Menschen. Vorurteile sind wie ein Vorhang, der uns den Blick auf die Wahrheit versperrt. Solange wir diesen Vorhang nicht zur Seite ziehen, können wir nicht gerecht miteinander umgehen. Allah warnt uns davor, andere ohne Grund zu verdächtigen. Er sagt: „ Ihr Menschen! Wir haben euch aus einem Mann und einer Frau erschaffen und euch zu Völkern und Stämmen gemacht, damit ihr einander kennenlernt. “ [1] Unsere Unterschiede sind ein Geschenk und ein Zeichen von Allahs Macht. Die Erschaffung von Himmel und Erde gehört ebenso zu diesen Zeichen wie die Vielfalt unserer Sprachen und Hautfarben. Liebe Geschwister! Noch nie war es so leicht, an Informationen zu kommen und miteinander zu kommunizieren. Und doch fällt es den Menschen heute oft besonders schwer, einander zu verstehen. In sozialen Medien, Zeitungen und im Fernsehen werden falsche Behauptungen, vorschnelle Urteile und Worte verbreitet, die Menschen gegeneinander aufbringen. Das schwächt unser Vertrauen ineinander. Wenn wir jemanden verurteilen, ohne ihm zuzuhören, eine ganze Gruppe für die Fehler einzelner Menschen verantwortlich machen oder Andersdenkende ausschließen, gefährden wir den Frieden in unserer Gesellschaft. Allahs Gesandter (s) sagte: „ Hütet euch vor Verdächtigungen, denn sie gehören zu den verlogensten Aussagen. Forscht nicht nach den Geheimnissen anderer und sucht nicht nach ihren Fehlern. Beneidet einander nicht, hegt keinen Hass gegeneinander und wendet euch nicht voneinander ab. Ihr Diener Allahs, seid Geschwister! “ [2] Unser Iman wird nicht allein durch Gebete und andere Ibadas vollständig. Dazu gehört auch, die Rechte anderer zu achten und ihre Würde zu schützen. Ein friedliches Zusammenleben wächst durch kleine, ehrliche Schritte im Alltag, nicht durch große Worte. Jemanden grüßen, einen Streit beilegen, einem Menschen zuhören, und anderen wohlwollend begegnen: All das bildet die Grundlage für eine friedliche Gesellschaft. Bringen wir unseren Kindern Gerechtigkeit und Barmherzigkeit bei, statt Hass zu schüren und Menschen voneinander zu trennen. Bauen wir Vertrauen auf – zu unseren Nachbarn, unseren Arbeitskollegen und Menschen aus anderen Kulturen. Denn Allah segnet die Gesellschaft, in der Menschen einander vertrauen und keine Angst voreinander haben. Möge Allah uns zu Menschen machen, die mit Weisheit denken und handeln. Amin. [1] Sure Hudschurat, 49:13 [2] Buhari, Adab, 58 Hutba – Deutsch Hutba – Türkisch Hutba – Englisch Hutba – Arabisch Hutba – Niederländisch Hutba – Französisch Hutba – Schwedisch Hutba – Dänisch SPRACHWAHL SPRACHWAHL Deutsch Türkisch Englisch Französisch Arabisch SUCHE SUCHE SEARCH ARA CHERCHER يطلب SELBSTDARSTELLUNG DUYURU PUBLIKATIONEN PUBLIKATIONEN MAGAZINES YAYINLARIMIZ IRFAN EVLERI