„Herr, gib mir dieses Wasser ewigen Lebens“. Eine Auslegung von Joh 4,5-42
Jesus bietet allen Menschen, auch jenseits der jüdisch-samaritanischen Trennung, das lebendige Wasser des ewigen Lebens an, und die wahre Anbetung geschieht nicht an einem Ort, sondern im Geist und in der Wahrheit.
Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm zu einer Quelle von Wasser werden, das bis ins ewige Leben quillt.
Der Text zitiert die Erzählung von Jesus und der samaritanischen Frau am Jakobsbrunnen (Joh 4,5-42). Jesus bittet die Frau um Wasser und kündigt ihr ein lebendiges Wasser an, das ewiges Leben schenkt. Die Frau erkennt in ihm einen Propheten und später den Messias. Jesus erklärt, dass die wahre Anbetung nicht an einen Ort gebunden ist, sondern im Geist und in der Wahrheit geschieht. Die Frau wird zur Zeugin und führt viele Samariter zu Jesus. Die Jünger werden zur Ernte der Seelen ermutigt. Der Text endet mit dem Bekenntnis der Samariter, dass Jesus der Retter der Welt ist. Es handelt sich um eine biblische Erzählung, die als Evangeliumslesung vorgetragen wird.
Weltbild
was das heißt- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
- Feindschaft, Hass, Zerfall der Gemeinschaft; Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
- Wo sitzt das Übel?
- im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
- Was hilft dagegen?
- Zuwendung Gottes, Erlösung, die nicht verdient wird; persönliche Erfahrung, Zeugnis, Begegnung mit Gott oder Menschen
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
- gefallen, aus eigener Kraft nicht heil zu machen
- Wohin geht die Geschichte?
- eine Wende, ein Kommen, eine neue Ordnung steht bevor
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
- auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf eigenes Erleben, Zeugnis, Begegnung
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
- jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
- der Text kritisiert nicht
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Wozu der Text aufruft
- Den Willen Gottes tun und sein Werk vollbringen (innerlich)
- Zeugnis von der Begegnung mit Jesus geben (zwischenmenschlich)
- Im Geist und in der Wahrheit anbeten (rituell)
Genannte Stellen
Joh 4,5-42
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 5 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 1 von 3, benannt: Samariter (als von Juden abgegrenzte Gruppe, hier aber als Adressaten der Botschaft)
- Zeitbezug
- früher 2, jetzt 2, künftig 3