Man kann auch in schwierigen Situationen wie Krankheit oder hohem Druck Stärke und Hoffnung finden, wenn man sich nicht nur über eine Sache definiert und die Gemeinschaft um sich herum schätzt.
Der Text ist eine Podcast-Folge des Bistums Münster, in der die Fußballtorhüterin Mala Grohs zu Gast ist. Sie erzählt von ihrem Weg in den Leistungssport, ihrer katholisch geprägten Herkunft und ihrer Krebsdiagnose vor anderthalb Jahren. Grohs beschreibt, wie sie gelernt hat, mit Druck und Nervosität umzugehen, ohne sich selbst zu hart zu beurteilen. Sie betont die Bedeutung von Gemeinschaft, sowohl im Team als auch in der Familie und im kirchlichen Umfeld. Der Text verbindet sportliche Leistung mit persönlichen Erfahrungen von Krankheit und Wiederaufbau. Die Kernbotschaft ist, dass man sich nicht nur über eine Sache identifizieren sollte und dass man auch in schwierigen Situationen Hoffnung und Stärke finden kann. Der Gegenwartsbezug liegt in der aktuellen sportlichen Situation und der persönlichen Lebensgeschichte der Gastgeberin.
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
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Meistens sieht man, wenn es ein Torwartfehler war, dass es dann schon eine große Last, die man auch mit sich tragen kann. Da muss man echt richtig fleißig daran arbeiten, nicht so hart zu sich selber zu sein. Ich mag es dann so, dass diese Nervosität hochkommt, weil ich auch die Erfahrung gemacht habe, dass sie mich einfach besser macht und schärfer und wacher und deswegen habe ich da einfach nicht so diese Angstgefühle davor. Ich glaube, wir haben einfach eine tolle Welt auch im Frauenfußball, wo einfach alle Menschen willkommen sind, wo kleine Mädels und Jungs mit ihren Eltern in die Stadien kommen und ihre Vorbilder anfeuern können und es wird so ein guter Fußball auch gespielt. Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Kannste Glauben, dem Podcast des Bis zum Smünster. Ich bin Angristin Lardermann, schön, dass ihr mit dabei seid. Bei uns ist heute eine Frau zu Gast, die viele wahrscheinlich zuerst mit Fußball verbinden. Malagros ist Torhüterin beim FC Bayern und stand schon für die deutsche Frauennationalmannschaft im Tor. Und sie hat jetzt mit ihrer Mannschaft das Double-Perfect gemacht. Die FC Bayern Frauen sind nämlich zum vierten Malenfolge deutsche Meisterinnen geworden und jetzt auch DFB Pokalsiegerinnen. Gleichzeitig endet in diesen Tagen auch ein großes Kapitel, denn nach sieben Jahren verlässt Malad den FC Bayern. Malad kommt ursprünglich aus Münster, aus einem ja, ich sag mal, katholisch geprägten Umfeld. Ihre Mutter arbeitet für das Bistum, Malad selbst war Messdienerin und hat auch eine beschäftliche Schule besucht. Heute ist sie 24 Jahre alt und lebt in der Welt des Profi-Sports. Sie studiert aber auch Maschinenbau und sie musste lernen, wie schnell selbst im Leistungssport nichts mehr selbstverständlich ist. Denn vor anderthalb Jahren bekamen sie die Diagnose Krebs und hat sich dann Stück für Stück wieder zurück auf den Fußballplatz gekämpft. Ich spreche jetzt mit ihr über Teamgeist und Verantwortung, über Druck und die Frage, wie man mit Situationen umgeht, die man plötzlich nicht mehr kontrollieren kann. Und auch darüber, was Menschen trägt, wenn das Leben ein aus der Bahn wirft. Malad, herzlich willkommen schön, dass du da bist. Ja, danke für die Einladung. Malad, also erst ein paar Tage her, dass du zum fünften Mal den Meistertitel mit deiner Mannschaft feiern konntest und das war gleichzeitig auch dein letztes Heimspiel mit dem FC Bayern. Ich kann mir nur, also ich kann nur erahnen, was die letzten Tage wie trubelig und turbulenti waren. Vielleicht kannst du mal sagen, was ging so die letzten Tage so in dir vor? Es war jedenfalls ein sehr besonderer Tag und es war auch so, da war nach die Tage davor geprägt, dass ich natürlich grob wusste, was auf mich zukommt mit so einem letzten Heimspieltag in einer Saison mit der Übergabe von der Trofee. Das ist jedes Mal eigentlich ein richtig schöner Tag. Ich habe auch nachher zu meiner Familie gesagt, Mensch, irgendwie scheint immer die Sonne, wenn dieser Tag kommt. Und es ist irgendwie einfach immer ein richtig schöner Tag mit dem Heimspiel. Bisher hatte ich auch das Glück, dass wir diese Spiele immer gewonnen haben. So auch am Wochenende. Ja, ist einfach ein schöner Abschluss. Die Familien sind da, die Fans sind auch einfach noch mal richtig gut drauf. Und deswegen habe ich mich sehr darauf gefreut und war natürlich aber auch so ein bisschen aufgeregt, weil ich auch nicht so richtig wusste, wie vielleicht meine Gefühlswelt in dem Moment aussieht. Und ich glaube, ich habe es ganz gut hinbekommen, dass ich es echt genießen konnte. Ja, es sind wahrscheinlich immer so gemischte Gefühle. Aber wenn dann das Setting stimmt, die Sonne scheint man das Spiel gewinnen. Die Familie und Freunde da sind, klingt das schon sehr passend. Wenn Menschen deinen Namen hören, dann denken viele, glaube ich, zuerst mal an Fußball verbinden. Das ist also mit Fußball gerade auch hier in Münster, wo du herkommst. Aber wenn du dich selbst beschreiben müsstest, da ist ja noch mehr. Also was willst du sagen? Was macht Malakroos aus? Ja, ist immer eine schwierige Frage, das auf den Punkt zu bringen. Aber ich glaube, ich mache schon einfach meine Vielseitigkeit aus zusammen mit dieser Zielebeigkeit, die mich ja auch in den Leistungssport gebracht hat und vielleicht auch da, wo ich jetzt Stehe hingebracht habe. Aber ja, ich versuche einfach und das ist mir ganz wichtig, mich nicht nur über diese eine Sache zu identifizieren. Und dass es immer mehrere Dinge gibt, die in meinem Leben einfach wichtig sind und auf die ich mich auch konzentrieren kann. Weil ja, ich habe wirklich der Meinung, wenn das nicht so gesund ist, wenn man sich nur auf eine Sache fokussiert. Ja, und deswegen, ich bin einfach gern unterwegs, bin auch gern präsent auf den verschiedensten Events, die rundherum stattfinden. Ich erkundige gern die Stadt, in der ich dann eben lebe, wie jetzt München. Ich liebe es, nach Hause zu kommen, die Heimat und alte Bekannte und Gesichter wiederzutreffen, fühle mich auch da einfach noch sehr zu Hause. Und das ist, ich habe konzentriert, fokussiert. Ich würde ausdanken, wenn man dich so von außen wahrnimmt. Find ich, wiegst auch eher als der ruhiger Typ. Das würdest du sagen, ist das im Profisport manchmal von Nachteil, eher zu den ruhigeren Charakteren zu gehören? Oder ist es als Profi doch irgendwie so, dass man so eine Art, ich nenn es jetzt mal, Rampensauer sein muss? Ich glaube, natürlich muss man unter Druck performen können. Oder das ist einfach ein ganz großer Anteil, weil man muss, also man muss diesen Druck einfach so ein bisschen lieben auch und gerne damit umgehen. Ich mag es, wenn so diese Nervosität hochkommt, weil ich auch die Erfahrung gemacht habe, dass sie mich einfach besser macht und schärfer und wacher und deswegen habe ich da einfach nicht so diese Angstgefühle davor. Ich glaube, aber das ist was anderes als diese ruhigere Persönlichkeit, die du beschreibst und das würde ich auch so sehen. Also ich sehe es für mich als Vorteil oder ich weiß es, wenn ich bei mir bin und schaffe selbstbewusst damit zu sein, wie ich als Person bin. Dann bin ich auch am besten und dann kann ich am besten performen. Und ich habe es wirklich probiert über die Jahre auch diese Tipps und Hinweise aufzunehmen und umzusetzen, dass man vielleicht also auch Trainer, die gefordert haben, ist so eine Teuerin, so ein bisschen lauter verbal präsent, vielleicht auch aggressiver sein sollte, was die Aussagen angeht, also immer, immer trennen. Aber man hat einfach gemerkt, das bin ich ich. Und dann bin ich auch nicht auf dem Platz so wie wie ich mir das vorstelle, sondern ich bin einfach eher eine fokussierte gedanklich sehr präsent Spielerin. Und ich rede auch klar mit meinen Mitspielerinnen auf dem Platz, aber natürlich sehr schreiheit. Du bist in Münster aufgewachsen, kommst hier eben her, hier ist deine Heimat in einer Familie, in der ich würde jetzt mal so sagen, Kirche und Glaube wahrscheinlich irgendwie ein Stück selbstverständlich war. Vielleicht nehmen wir uns mal mit, wie sah das konkret bei euch zu Hause aus, bei diesem Thema? Also Selbstverständlichkeit ist, glaube ich, ein gutes Wort. Ich würde sagen, auch gerade erst im Nachhinein fällt dann halt viel auf, was vielleicht auch unseren Familienalter geprägt hat und irgendwie auch vom Glauben geprägt ist, möglicherweise was, wo ich immer dachte, das ist halt so, was in anderen Familien aber nicht so ist. Genau, mit meiner Mama, die während ich aufgewachsen bin, ja vor allem als Pastoralreferentin in der Gemeinde gearbeitet hat, sind wir danach, wie vor sehr verwurzelt und jeden, waren jeden Sonntag im Familiengottesdienst. Mein Bruder und ich, wir waren bei den Messdienern. In der Leiterrunde dort auch die Leiterrunde ist nach wie vor unser engster Freundeskreis, in dem wir uns einfach so zu Hause fühlen. Also es ist einfach so hergelebte Normalität irgendwie und gerade auch das Kollege umrunden Mamas, mit dem sind auch wir ja natürlich aufgewachsen und sind auch Freunde der Familie dabei. Du hast, glaube ich, auch eine beschriftliche Schule besucht, die Marien-Schule, ein Mädchen-Gymnarium und du warst auch im Team hier am Dom, das Gottesdienste gestreamt hat, ins Internet, richtig? Ja, stimmt. Das habe ich tatsächlich dann doch nicht so lange gemacht, weil das einfach terminlich selten geklappt hat, leider. Aber ich bin mit eingestiegen und habe ein paar Gottesdienste gestreamt, genau. Und die Marien-Schule war eh auch mein Zuhause. Leitzsächlich gab es da ja einfach schon früh bei dir ja auch diesen ganz anderen großen Raum, nämlich den Fußball. Warum eigentlich die Position Torfühterin? Also warum stellt man sich freiwillig ins Tor? Ich glaube, viele meiden ja eher so die Verantwortung, aber ich habe das offensichtlich ja irgendwie angezogen. Also was war der Grund, wie bist du zu dieser Position gekommen? Also ich habe schon mit der Position auch ein bisschen kehl befinden müssen. Also ich habe zum Anfang einfach ausprobiert, weil das so ein bisschen meine Eintrittskarte war in die Mannschaft für meinem Bruder, da hat nämlich der Torfwatt auch gehört und ich gesagt, ich könnte das doch machen. Und dann fahre ich das ein ganz cool und das hat auch gut geklappt. Und dann war das so ein bisschen mein Einstieg. Die Jahre danach habe ich dann aber auch wirklich sehr verteilt, auf den Platz verbracht, auf den verschiedensten Positionen und mir hat es im Tor immer Spaß gemacht. Ich fand es auch viel langweilig. Langweilig. Ja, am Anfang habe ich schon auch Respekt davor gehabt. Also ich musste mich schon damit anfreunden, diese Verantwortung zu tragen. Ja, wurde dann von den Auswahltrainern aber schon so ins Tor gestellt. Da war auch dann klar, dass wenn ich hier weitermachen will, dann ist das so ein bisschen mein Weg und ich habe dann in der U17 Bundesliga ein Jahr beim VfL Bochum bei den Mädels in der Bundesliga gespielt. Und das war so ein bisschen das Jahr, in dem ich einfach, ich war der Kapitänin und habe, ja, glaube ich, einfach also Fußballerinnen, sehr gute Saison gespielt und habe da so ein bisschen gewählt, wie cool es sein kann im Tor. Auch mal ein Sieg festzuhalten und was man da halt so machen kann und wie man die Position ganz gut ausfüllen kann und habe da so ein bisschen auch mein Respekt und meine Angst verloren, was eigentlich glaube ich sehr wichtig war, sonst weiß ich nicht, ob ich das noch so viel länger gemacht hätte und ob ich mich immer wohler gefühlt. Und dann ging es zum Glück irgendwann auch mit dem speziellen Torfabtraining los. Das hatte ich in der Jugend noch nicht so viel. Und da konnte ich mich dann richtig reinarbeiten in diese extra Dinge, die die Position mit sich bringt. Und das macht mir jetzt auch sehr viel Spaß und das hinkt mich auch sehr glücklich dar, wo ich bin. Ist natürlich auch echt eine Position, die so gar keine Fehler verzeiht. Also man sieht zumindest direkt, wenn man irgendwie ein Fehler macht. Aber das ist ja schon echt eine besondere Position innerhalb eines Teams. Ja, absolut. Also klar, dass mit den Fehlern ist so das Offensichtlichste, dass ja auch als Laie quasi. Genau. Also man meistens sieht man, wenn es ein Torwartfehler war und kann somit dann irgendwie diese Gegentore dann direkt die einen Person zuordnen und das ist dann schon ja eine große Last, die man auch mit sich tragen kann. Da muss man echt richtig fleißig daran arbeiten, nicht so hart zu sich selber zu sein. Also das ist für mich der wichtigste Punkt. Weil klar, irgendwann kommen dann auch Medien dazu und viele Leute vorausfinden dann oder sagen dann was dazu und beschweren sich darüber. Aber für mich ist es eigentlich eher dieses, dass ich mich selber deswegen nicht fertig mache oder mich selber schäme. Es sind Fehler, weil ich weiß ja eigentlich, dass ich nicht extra gemacht habe. Aber diese Kleinigkeit, das ist so der Moment, das muss man hinbekommen, weil manche mal ganz schön Nerven aufräumen. Ja. Du wirst ja natürlich Teil einer Mannschaft, aber was wird zu sagen, worin merkt man eigentlich, dass aus einer Mannschaft so ein Team geworden ist? Ich glaube, es sind so diese kleinen Momente, wenn man es schafft, als Team ständig in Kommunikation zu sein, wenn keiner irgendwie auf den Platz nur die Aktionen für sich durch wird. Und man merkt das immer, wenn man viel Blickkontakt hat, zum Beispiel gerade in den großen Stadien, kann man ja auch kaum noch reden. Dieses viel Blickkontakt, dass wenn mal jemand irgendwie auf dem Boden landet, dass immer jemand da ist, vom eigenen Team auf der Person aufzuhelfen. Und man denkt so, dass die Dinge einfach passieren, aber das ist nicht so, sondern das ist wirklich auch Arbeit, die man reinsteckt. Und ich finde wirklich, dass es dann passiert, wenn man sehr aufmerksam mit seinen Teammitgliedern um einen herum ist und dann irgendwann halt wirklich nicht mehr so für sich seine Aufgaben abarbeitet, sondern das gemeinsam macht. Es ist jetzt sehr auf dem Platz gedacht, aber es geht viel genauso für Rund um den Platz und beim Training in der Kabine. Wenn man einfach das Gefühl hat, man schaut links und rechts und nicht mehr nur auf sich. Also Stichwort Kommunikation, das finde ich total spannend. Und was willst du sagen, gibt es Learnings für Menschen auch außerhalb des Sports von so einem Zusammenspiel in der Mannschaft? Also was kann man da mitnehmen? Welche Erfahrungen du machst in einer Mannschaft? Was kann man damit nehmen, wie wichtig das ist, ein Team zu sein? Ja, ich glaube viel. Also wahrscheinlich ist es für uns noch sehr viel normaler und wir können das manchmal gar nicht so die Besonderheit darin vielleicht gar nicht so sehen, weil das auch doch sehr gewohnt sind. Aber wie haben wir das so macht, dann spürt man schon, in welchem Moment ein Team halt voll da ist und auch produktiv und sich wirklich gemeinsam gemeinsame Dinge arbeitet und wann das eben nicht so richtig ist und wann man die Verbindung fehlt. Ja, ich glaube Sport, da können wir echt Vorbilder sein. Ja, auf jeden Fall. Ich finde auch immer, wenn etwas so gut gelingt, dann sieht man immer ganz schön, dass Erfolg da nicht durch eine Person alleine entsteht, sondern das hat jeder irgendwie Beitrag dazu zu leistet und dass aber auch nicht jeder immer glänzen muss, sondern dass das halt eine Team Sache ist und man dann zusammen, wenn jeder seinen Teil leistet, irgendwie zukommt. Total, aber es ist halt auch also ich finde eigentlich das Wichtigste ist, wenn man wirklich niemanden verlieren will, dass man es müssen nicht alle gesehen fühlen. Das geht einfach nicht anders und das passiert nicht einfach so. Und da müssen dann wege sind auch wirklich alle gefordert und ja, müssen wir das dann auch mittragen. Weil ich kenne das auch, weil ich vielleicht auch so eine Persönlichkeit bin, dass ich ja schon das Team auch wirklich immer sehr nach vorne stellen will. Und wenn ich jetzt einen persönlichen Rückschlag erfahre, dass ich dann ist es mir auch wichtig, dass ich das nicht in die Mannschaft trage. Das ist eine Fähigkeit, glaube ich, die ist nicht. Also die haben nicht alle und die wird auch gelobt. Aber manchmal will man das als eine dieser Spielerinnen gar nicht mehr so hören. Ich kann es dann irgendwann nicht mehr hören, wenn mir jemand sagt, da das ist aber lieb, dass du das fürs Team machst, sondern dann geht es auch darum so ein bisschen diese Frustration, die dann vielleicht die eine Hälfte vom Team fühlt, nicht auf dem Platz zu stehen und nicht nur so weg zu reden, sondern also es müssen sich wirklich alle gesehen fühlen und ja, das ist gar nicht so leicht. Stichwort persönlicher Rückschlag, aber jetzt nicht im sportlichen Sinne, sondern in deinem persönlichen Bereich erwart mitten in der Vorbereitung als Mannschaft, als du 2024 ganz plötzlich mit einer Diagnose an die Öffentlichkeit gegangen bist, die dich natürlich, das Team aber auch deine Fans ziemlich geschockt hat. Magst du mir erzählen, wie das damals für dich war? Klar war das ein Schock. Also in erster Linie ein Schock, weil jetzt mir eigentlich gut ging und das ist man mit so einer Diagnose, die so ein bisschen aus dem Nichts kommt, die aber lebensbedrohlich ist, irgendwie befordert ist, ist glaube ich auch keine Wunder und auch sehr normal. Ich habe es ein bisschen versucht, die normalen Sachen abzuarbeiten. Und das hat für mich sehr gut funktioniert und einfach Schritt für Schritt die einzelnen Sachen, die auf einen Zukunft abzuarbeiten und gleichzeitig aber auch was mir wichtig, da transparent zu sein und dass sich nicht einfach irgendwie von der Bildpläche verschwinde, sondern auch für mich war es mir wichtig, dass die Leute Bescheid wissen, dass ich eine klare Ansage machen kann. Also es hat mir wirklich eigentlich nur gut getan, das zu erzählen. In so einem jungen Alter, wie du da warst, was passiert damit eine Menschen, der dann plötzlich nicht mehr Leistungsträgerin ist, sondern plötzlich auch einfach Patientin in einer Klinik. Man fühlt sich plötzlich sehr auf den Boden der Tatsachen geholt. Andererseits, also das ist mir wirklich gut gelungen, die Verantwortung dafür abzugeben. Das Sache ist für dich nichts kann. Und es ist einfach so ein Kontrast, den zu dieser anderen Seite, der ich als Sportlerin ausgestellt werde, dass ich jeden Fehler natürlich mehr auf meinem Video noch mal anschauen muss und darf und auch sollte und man so doll damit konfrontiert wird, wie man welche Leistungen man erbracht hat. Und in diesem Fall habe ich halt wirklich, also wirklich so richtig mit Voller überzeugend sagen kann, da kann ich nichts dafür und das ist jetzt einfach so und auch das Problem muss auch nicht ich lösen, sondern das muss jemand anders machen, der sich damit auskennt. Und ich konnte daran irgendwie ziemlich viel Freiheit finden und mir ist es gut gelungen, an die Menschen um mich rum zu glauben. Und es war okay. Also ich glaube, hinterher habe ich dann noch mal gemerkt, wie viel Anstrengung das auch gekostet hat. Und das ist nicht auch einfach so passiert, sondern dass diese ganze positive Energie, die man versucht zu bündeln, auch einfach irgendwo herkommt, aber also in dem Fall war ich wirklich was okay, Patientin zu sein. Das hat mir viel abgenommen. Es hat auch ganz viel mit Vertrauen zu tun. Wie du schon sagst, man muss den Ärztinnen und Ärzten vertrauen, weil man nicht selber kontrollieren kann irgendwie. Was hat dir in dieser Zeit halt gegeben, vielleicht auch Hoffnung? Also Halt und Hoffnung, was bedeutet das für dich heute? Also ich habe sehr viel innere Überzeugung, dass ich und auch sehr viel Vertrauen, dass erst mal sich jeder da natürlich auch bestmöglich um mich kümmert. Und da bin ich natürlich auch einfach an die besten Leute geraten und ich weiß, ich kann mich auf meine Familie verlassen und ja, ich werde einfach gehalten. Ich fühle mich da 100 Prozent wohl und sicher, egal in welchem Zustand und dieses Vertrauen, das ist in mir drin. Es ist sicherlich starke Prägung über meine gesamte Kindheit und mein Leben bisher, viel Arbeit von meinen Eltern, viel positive Arbeit von allen rund um uns, ob es auch die Großeltern sind, Freunde und von der Familie. Und ja, ich kann einfach auch richtig, richtig viel Kapital zurückgreifen. Ja, das macht sich also in so einer Situation wahrscheinlich richtig bemerkbar. Also da merkt man das erst mal so, dass man, wie man geprägt ist, was dann wichtig ist. Haben sich in der Zeit irgendwelche Fragen dir gestellt, die vorher vielleicht keinen Platz hatten, weil du auch einfach ein super vollen Alltag hat, das irgendwie ein volles Leben. Also haben sich da irgendwelche Fragen gestellt über ja, so sind Fragen oder das Leben allgemein auch über Spirentorität oder Glauben oder irgendwie so was. Ist da so was in der Zeit dir wichtig geworden? Nicht speziell, würde ich sagen. Also ich glaube, es war wirklich eher dieses auf meine vertrauten Routinen zurückzugreifen in dem Moment. Ich habe mich hinterher, als ich eigentlich körperlich wieder ganz fit war und auf dem Platz war und gemerkt habe, d