Allgemeine Rabbinerkonferenz
Die staatliche Eintreibung einer 'freiwilligen' Spende für religiöse Zwecke stellt die Freiheit der Gabe in Frage und erzeugt strukturelle Abhängigkeiten, die das Gemeindeleben verändern.
Wie frei ist man dann in dieser Spende?
Der Text behandelt die Frage, wie frei eine 'freiwillige Spende' ist, wenn sie über staatliche Strukturen wie die deutsche Kirchen- bzw. Gemeindesteuer eintreiben wird. Er vergleicht das deutsche System mit dem englischen, in dem Gemeinden nur von Mitgliedsbeiträgen und Spenden leben. Die biblische Grundlage bildet die Erzählung von der 'Terumah' (freiwillige Gabe) für die Bundeslade im 2. Buch Mose. Der Rabbiner zeigt sowohl Vorteile (finanzielle Sicherheit, hauptberufliche Angestellte) als auch Nachteile (Beamtendenken, Abhängigkeit, Schrumpfung der Mitgliederbasis) des deutschen Modells auf. Er stellt die Frage, was es bedeutet, wenn der Staat das Geld für Gott eintreibt, und beruft sich auf die Trennung von Ritus und Staat. Der Text endet mit einem Schabbat-Wunsch und ist als Auslegung im Kontext der Allgemeinen Rabbinerkonferenz eingeordnet.
Weltbild
was das heißt- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
- Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
- Wo sitzt das Übel?
- in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
- Was hilft dagegen?
- Genügsamkeit, Fasten, freiwilliges Opfer, Loslassen; Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
- selbstbestimmt, Urheber seines Handelns
- Wohin geht die Geschichte?
- die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
- auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf eigenes Erleben, Zeugnis, Begegnung
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
- den eigenen Glaubensgeschwistern
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
- auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen
Verwandte Texte aus anderen Traditionen
nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je TraditionFreitagspredigt
Der Text verknüpft die Sura Maun mit sozialer Verantwortung und warnt vor heuchlerischer Religiosität, die Gebet und Hilfe trennt.
Talmudisches: Frieden mit sich selbst und anderen
Der Text verknüpft die jüdische Lehre von Schalom mit der Notwendigkeit inneren Friedens als Voraussetzung für gesellschaftlichen Frieden.
Weitergehen auf den Spuren des Schmerzes – bis zum Gotteslob
Die Predigt beschreibt die Zerstörung Jerusalems als historischen Wendepunkt, der die religiöse Resilienz des Judentums und die Treue Gottes bewies.
Cheerful Giving
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Spenden aus reinem Vermögen
Eine Freitagsansprache ermutigt zur finanziellen Opferbereitschaft im Weg Gottes und belegt dies mit Koranversen und fünf konkreten Beispielen unerwarteter Segnungen nach dem Spenden.
Wozu der Text aufruft
- über die Freiheit der Spende nachdenken (innerlich)
- die Finanzierung der Gemeinde reflektieren (gesellschaftlich)
Genannte Stellen
2. Mose 25,2
Gemessen
- Grundhaltung
- 0 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 4 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 1 von 3, benannt: Freikirchen, Muslime und andere religiöse Gemeinschaften außerhalb des deutschen Kirchensteuersystems
- Zeitbezug
- früher 2, jetzt 3, künftig 1