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Orthodox · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Wie Putin sich an seiner eigenen Geschichte rächt | Prof. Dr. Assaad Elias Kattan

ohne Namen · Analogion – orthodoxes Lesepult · 2023-08-08 · Quelle

Wahrhaftigkeit · Hauptbotschaft Gerechtigkeit · tragend

Wladimir Putin zerstört durch den Angriff auf Kiew die historischen und religiösen Wurzeln seiner eigenen Zivilisation, anstatt die westliche Zivilisation anzugreifen, die er ablehnt.

Er zerstört die Wiege seiner eigenen Zivilisation, nicht die Wiege der westlichen Zivilisation, die ihm Ekel und Übelkeit bereitet.

Der Text analysiert den russischen Angriff auf die Ukraine unter der Prämisse, dass Wladimir Putin Rache an seiner eigenen Geschichte übt. Der Autor argumentiert, dass Putin nicht die westliche Zivilisation, sondern die Wiege der russischen Zivilisation in Kiew zerstört. Er verweist auf das Kiewer Höhlenkloster als Mutter der russischen Kirche und heiliges Stätte. Die Zerstörung dieser Stätten wird als Selbstzerstörung der eigenen kulturellen und religiösen Wurzeln gedeutet. Der Text nutzt die Bibel (Jesaja) als rhetorisches Mittel, um die Absurdität des Angriffs zu betonen. Es wird hervorgehoben, dass die Opfer des Angriffs die eigenen historischen und spirituellen Ursprünge Russlands sind. Der Autor stellt fest, dass Putin von der westlichen Zivilisation Ekel empfindet, aber die eigene zerstört. Der Text verbindet aktuelle militärische Handlungen mit theologischer und historischer Deutung.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Feindschaft, Hass, Zerfall der Gemeinschaft; Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Wo sitzt das Übel?
bei einer benannten anderen Gruppe
Was hilft dagegen?
Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis
Was ist der Mensch nach diesem Text?
selbstbestimmt, Urheber seines Handelns
Wohin geht die Geschichte?
es wird schlechter, eine Ordnung geht zu Ende
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf Tradition, Väter, gewachsene Praxis; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
auch verwandten Traditionen, aber nicht allen
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Jesaja 1

Gemessen

Grundhaltung
-1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
3 von 3
Reichweite
4 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
2 von 3, benannt: Westliche Zivilisation
Zeitbezug
früher 3, jetzt 3, künftig 0

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Zum Inhalt springen Dieser Beitrag von Prof. Dr. Assaad Elias Kattan ( Lehrstuhl für Orthodoxe Theologie , Universität Münster) erschien in der arabischen Online-Zeitung Almodon am 27.02.22 . Die deutsche Übersetzung wurde freundlicherweise vom Autor durchgesehen und zur Veröffentlichung freigegeben. Er liegt auch in folgenden Sprachen vor: English , български (Bulgarisch), ქართული (Georgisch), Русский (Russisch) und Ἐλλενικά (Griechisch) vor. Während dieser Artikel geschrieben wird, bombardieren die Kampfflugzeuge des Zaren das wunderschöne Kiew, und überall in der Luft hallen Sirenen. »Wer hat unserer Botschaft geglaubt?«, lässt sich mit dem Prophet Jesaja fragen 1 : Die Kämpfer von Wladimir Putin greifen Kiew an, nicht Tiflis, Jerewan, Berlin, Paris oder Istanbul und schon gar nicht New York. Tatsächlich will der russische Zar Rache an den Ukrainern üben … und an seiner eigenen Geschichte. Er zerstört die Wiege seiner eigenen Zivilisation, nicht die Wiege der westlichen Zivilisation, die ihm Ekel und Übelkeit bereitet. Er zerstört das altehrwürdige Kiew mit seinem majestätischen Höhlenkloster, das im 11. Jahrhundert errichtet wurde und als Mutter der russischen Kirche sowie als ihr Heiligtums gilt. Tausende werden täglich mit seinen Reliquien gesegnet, aus denen weiterhin Myrrhe fließt.