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Schiitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Interreligiöser Dialog 2023

ohne Namen · Al-Mustafa Institut Berlin · 2026-09-10 · Berlin · Quelle

Wissen · Hauptbotschaft Gemeinschaft · tragend Demut

Interreligiöser akademischer Austausch zwischen den abrahamitischen Religionen ist angesichts aktueller Krisen notwendig und kann durch die gemeinsame Beschäftigung mit dem Menschsein zusammenführen statt trennen.

Bei unserem Interreligiösen Dialog geht es denn auch darum, dass sich Akademiker der abrahamitischen Religionen auf akademischer Ebene begegnen und einen respektvollen und kritischen Meinungsaustausch führen.

Der Text kündigt einen interreligiösen Dialog der Stiftung für Islamische Studien und des Al-Mustafa-Instituts am 17.3.2023 an. Er begründet die wachsende Bedeutung des Dialogs mit den Folgen der Anschläge vom 11.9.2001, der Flüchtlingswelle 2015 und aktuellen kriegerischen Auseinandersetzungen. Gemeinsames Gebet wird als häufig abgelehnt dargestellt, weshalb akademischer Austausch im Vordergrund steht. Die Veranstaltung soll sich auf die Frage konzentrieren, was ein vollkommener Mensch aus jüdischer, christlicher und islamischer Perspektive ist. Der Begriff der Vollkommenheit wird mit antiken und mittelalterlichen Konzepten sowie mit Thomas von Aquin verknüpft. Ausgewiesene Fachleute sollen Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausarbeiten. Der Text hofft, dass gerade das Thema des Menschseins zusammenführt und nicht trennt. Zum Abschluss wird zur Anmeldung und Weiterleitung an Interessenten aufgerufen.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Feindschaft, Hass, Zerfall der Gemeinschaft; Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit (erschlossen)
Wo sitzt das Übel?
in der Epoche selbst, im Zustand des Zeitalters
Was hilft dagegen?
persönliche Erfahrung, Zeugnis, Begegnung mit Gott oder Menschen; Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung (erschlossen)
Wohin geht die Geschichte?
es wird schlechter, eine Ordnung geht zu Ende
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf Tradition, Väter, gewachsene Praxis; auf Argument, Logik, Wissenschaft
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
auch verwandten Traditionen, aber nicht allen
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
der Text kritisiert nicht

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
1 von 3
Reichweite
4 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 1, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Am 17.3.2023 veranstaltet die Stiftung für Islamische Studien (SIS e.V.) in Kooperation mit dem Al-Mustafa-Institut einen Interreligiösen Dialog. Der Interreligiöse Dialog hat seit Anfang des 21. Jahrhunderts immer mehr an Bedeutung gewonnen. Das lag zunächst daran, dass seit den Terroranschlägen vom 11.9.2001 Terroristen, die religiöse Motive für ihr Handeln vorgaben, permanent in den westlichen Medien präsent waren und immer wieder vom „Kampf der Kulturen“ die Rede war. In dieser Situation ging es darum, durch Begegnung und Austausch Vorurteile abzubauen und Vertrauen wiederherzustellen. Seitdem sind mit der Migration, insbesondere mit der großen Flüchtlingswelle von 2015, und kriegerischen Auseinandersetzungen, in denen auch die Religion eine Rolle spielt, neue, komplizierte Probleme hinzugetreten, die die Notwendigkeit eines solchen Dialogs unterstreichen. In unseren Tagen, in denen in Europa wieder Krieg geführt wird und in denen die ganze Welt aus den Fugen zu geraten scheint, erscheint ein solcher Dialog notwendiger denn je. Da gemeinsames Gebet und gemeinsame Gottesdienste häufig abgelehnt werden, kommt dem akademischen Austausch eine bedeutende Rolle dabei zu, Möglichkeiten der Zusammenarbeit aufzuzeigen. Bei unserem Interreligiösen Dialog geht es denn auch darum, dass sich Akademiker der abrahamitischen Religionen auf akademischer Ebene begegnen und einen respektvollen und kritischen Meinungsaustausch führen. Als Thema unserer diesjährigen (Online stattfindenden) Veranstaltung des Interreligiösen Dialogs haben wir uns vorgenommen, die Frage „Was ist ein vollkommener Mensch?“ aus den unterschiedlichen Perspektiven des Judentums, des Christentums und des Islam näher zu beleuchten. Unter Vollkommenheit wird landläufig ein Zustand verstanden, den man nicht weiter verbessern kann. Im Zentrum antiker und mittelalterlicher Konzeptionen steht dabei der Begriff der Entelechie. In der christlichen Theologie hat Thomas von Aquin den Vollkommenheitsbegriff in Makellosigkeit und Vollendung ( integritas sive perfectio ) differenziert. Ausgewiesene Fachleute sollen auf akademischer Ebene Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausarbeiten. Gegenstand des Dialogs ist letztlich das „Menschsein“, wobei wir hoffen, dass wir gerade bei diesem Thema zu einem Ergebnis kommen, das zusammenführt und nicht trennt. Wir würden uns über Ihre Anmeldung sehr freuen und wären Ihnen dankbar, wenn Sie dies an potentielle Interessenten weiterleiten könnten. Anmeldung unter: info@almustafa