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Humanistisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Immer weniger kirchliche Bestattungen

Frank Nicolai · Humanistischer Pressedienst · 2026-08-27 · Quelle

Wissen · Hauptbotschaft Wahrhaftigkeit · tragend

Die sinkende Zahl kirchlicher Bestattungen und der Anstieg der Feuerbestattungen spiegeln einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel wider, bei dem religiöse Traditionen an Bedeutung verlieren und weltliche Formen der Trauerbegleitung zunehmen.

Immer mehr Trauerfeiern werden von weltlichen Trauerrednerinnen und -rednern begleitet, Traditionen und religiöse Bräuche verlieren an Bedeutung.

Der Text analysiert den statistischen Rückgang kirchlicher Bestattungen in Deutschland, wobei im Jahr 2024 nur noch 43,3 Prozent der Verstorbenen von Geistlichen begleitet wurden. Diese Entwicklung korreliert mit dem Anstieg der konfessionsfreien Bevölkerung auf 48 Prozent. Als Gegenpol zur kirchlichen Praxis wird die zunehmende Verbreitung der Feuerbestattung genannt, die heute bei über 80 Prozent der Fälle üblich ist. Der Artikel beleuchtet die historische Entwicklung, bei der die katholische Kirche die Einäscherung lange verbot und erst nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil erlaubte. Die evangelische Kirche hatte die Form bereits in den 1920er-Jahren zugelassen. Die Einführung der Feuerbestattung wird im Text mit dem Engagement von Freidenkern in Verbindung gebracht. Insgesamt wird die Verschiebung von religiösen zu weltlichen Trauerformen als Ausdruck eines gesellschaftlichen Wandels dargestellt.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Leere, Orientierungslosigkeit, Verzweiflung
Wo sitzt das Übel?
in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
Was hilft dagegen?
Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis
Was ist der Mensch nach diesem Text?
selbstbestimmt, Urheber seines Handelns
Wohin geht die Geschichte?
es wird schlechter, eine Ordnung geht zu Ende
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf Argument, Logik, Wissenschaft
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
der Text kritisiert nicht

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nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Gemessen

Grundhaltung
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Eindringlichkeit
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Reichweite
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Konkretheit
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Abgrenzung
1 von 3
Zeitbezug
früher 2, jetzt 3, künftig 0

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Gesellschaft Immer weniger kirchliche Bestattungen Immer weniger Menschen in Deutschland sind Mitglied einer der beiden großen christlichen Kirchen. Im vergangenen Jahr waren nach Berechnungen der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) bereits 48 Prozent der Bevölkerung konfessionsfrei. Dementsprechend gibt es auch immer weniger Bestattungen, die konfessionell begleitet werden. Frank Nicolai 27.08.2026 1 Friedhof Foto: © Frank Nicolai Nach Angaben der Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas wurden im Jahr 2024 (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) nur noch 43,3 Prozent der Bestattungen von einem evangelischen oder katholischen Geistlichen betreut. Bei insgesamt 1.007.758 Todesfällen im Jahr 2024 entspricht das 436.511 Bestattungen. „2020 war der Anteil erstmals unter 50 Prozent gesunken (49,7 Prozent), im Jahr 2000 waren es noch 71,5 Prozent.“ Aeternitas hat Statistiken der Evangelischen Kirche in Deutschland sowie der Deutschen Bischofskonferenz genutzt, um auf diese Zahlen zu kommen. In der Pressemitteilung zur Veröffentlichung wird darauf hingewiesen, dass es in den letzten Jahrzehnten zu einem tiefgreifenden Wandel des Bestattungswesens gekommen ist. „Immer mehr Trauerfeiern werden von weltlichen Trauerrednerinnen und -rednern begleitet, Traditionen und religiöse Bräuche verlieren an Bedeutung.“ Damit spiegelt die Entwicklung einen allgemeinen Trend in der Gesellschaft wider. Besonders betont Aeternitas , dass über 80 Prozent der Verstorbenen hierzulande mittlerweile eingeäschert werden. Dabei waren Feuerbestattungen von der katholischen Kirche lange Zeit verboten. Karl der Große erließ im Jahr 789 ein striktes Verbot der Leichenverbrennung (teilweise unter Androhung der Todesstrafe), womit die Erdbestattung auf dem Friedhof für rund 1.000 Jahre zur alleinigen Norm wurde. Erst im Jahr 1878 eröffnete in Gotha das erste Krematorium in Deutschland , woraufhin die katholische Kirche 1886 ein Verbot der Feuerbestattung unter Androhung des Kirchenausschlusses erließ. Ab den 1920er Jahren ließ die evangelische Kirche die Form der Bestattung zu, die vor der Hegemonie der monotheistischen Religionen durchaus üblich gewesen war. Die katholische Kirche brauchte bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil, um sich zu einer Erlaubnis der Totenverbrennung durchzuringen. Doch auch heute noch stellt sie klar : „Bei Einäscherungen und Urnenbestattungen wirkt sie [die katholische Kirche, Anm. d. Red.] jedoch nur mit, sofern diese nicht aus Gründen erfolgen, die der christlichen Glaubenslehre widersprechen“. Denn man darf nicht vergessen, dass es seinerzeit Freidenker waren, die sich für die Feuerbestattung einsetzten. Bei fowid hat Manfred Isemeyer die Geschichte der Freireligiösen und der Feuerbestattung beschrieben. 1905 bildete sich der Verband Freidenker für Feuerbestattung und 120 Jahre später ist das Ritual, Verstorbene zu verbrennen und nicht ihren „intakten“ Körper in Erwartung der Auferstehung in der Erde zu begraben, wieder Normalität. Kommentare (1) Netiquette für Kommentare Ihr Name E-Mail Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt. Startseite Ihr Kommentar Klartext Keine HTML-Tags erlaubt. Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt. Benachrichtigen Sie mich, wenn neue Kommentare veröffentlicht werden Alle Kommentare Antworten auf meinen Kommentar Bitte dieses Feld leer lassen Rene Goeckel (nicht überprüft) Do. 27 Aug 2026 - 13:31 Sollte bei meiner Beerdigung… Sollte bei meiner Beerdigung ein Priester zugegen sein werde ich Euch zeigen, was Wiederauferstehung bedeutet. Antworten