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Humanistisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Säkular und atheistisch: Eine Studie zur Weltanschauung von Veganern

Inge Hüsgen · Humanistischer Pressedienst · 2026-08-26 · Quelle

Wissen · Hauptbotschaft Wahrhaftigkeit · tragend

Veganer im deutschsprachigen Raum sind mehrheitlich säkular und atheistisch eingestellt; der Zusammenhang zwischen Weltanschauung und politischer Verortung ist zwar vorhanden, aber statistisch gering.

Die Befragten stehen Religionen mehrheitlich kritisch gegenüber und tendieren deutlich stärker zu atheistischen sowie agnostischen Überzeugungen.

Der Text stellt die Ergebnisse einer Befragung von 2.161 Veganerinnen und Veganern im deutschsprachigen Raum vor. Die Studie wurde vom Psychologen Guido F. Gebauer im Auftrag der Dating-Plattform Gleichklang durchgeführt. Über die Hälfte der Befragten lehnt Religion ab oder stark ab, nur 12,8 Prozent bezeichnen sich als religiös oder stark religiös. Auch nicht-religionsgebundene Spiritualität wird von der Mehrheit neutral oder ablehnend bewertet. Säkulare Weltanschauungen wie Atheismus und Agnostizismus sind am weitesten verbreitet. Der Zusammenhang zwischen Weltanschauung und politischer Verortung ist statistisch signifikant, aber gering. Die Studie widerspricht damit früheren Behauptungen, Veganismus sei eng mit Religion, Esoterik oder konservativen Weltbildern verbunden. Die Ergebnisse sollen als Datenbasis für künftige Debatten dienen.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Wo sitzt das Übel?
in der Epoche selbst, im Zustand des Zeitalters (erschlossen)
Was hilft dagegen?
Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis
Was ist der Mensch nach diesem Text?
selbstbestimmt, Urheber seines Handelns
Wohin geht die Geschichte?
es wird besser, Entwicklung zum Guten (erschlossen)
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf Argument, Logik, Wissenschaft
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens (erschlossen)
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Gemessen

Grundhaltung
0 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
1 von 3
Reichweite
4 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
1 von 3
Zeitbezug
früher 1, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Gesellschaft Säkular und atheistisch: Eine Studie zur Weltanschauung von Veganern Eine umfassende Befragung im deutschsprachigen Raum wirft ein neues Licht auf das Weltbild von Veganern und Veganerinnen. Die Ergebnisse untermauern die Kritik an gängigen Stereotypen über eine angebliche Esoterik- oder Religionsnähe von Menschen, die tierische Produkte vermeiden: Die Befragten stehen Religionen mehrheitlich kritisch gegenüber und tendieren deutlich stärker zu atheistischen sowie agnostischen Überzeugungen. Inge Hüsgen 26.08.2026 4 Symbolbild Foto: SHVETS production via Pexels Pexels License Über die Hälfte der Befragten, 56,6 Prozent, lehnen Religion ab oder stark ab, 30,6 Prozent stehen Religion neutral gegenüber und nur 12,8 Prozent bezeichnen sich als „religiös“ oder „stark religiös“. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung von 2.161 Veganerinnen und Veganern zwischen 18 und 84 Jahren. Durchgeführt wurde sie vom Psychologen Guido F. Gebauer im Auftrag der Dating-Plattform „Gleichklang“, die sich an ökologisch und progressiv orientierte Menschen richtet. Die Befragten, überwiegend aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, wurden über verschiedene Kanäle angesprochen, darunter neben „Gleichklang“ auch Facebook, Reddit und vegane Newsletter. In Deutschland ernährt sich etwa ein Prozent der Bevölkerung vegan , also rein pflanzlich. Davon wiederum sind über 70 Prozent Frauen, wie andere Untersuchungen ergaben. Dieses Geschlechterverhältnis spiegelt sich auch in der aktuellen Studie wider, an der 1.417 Frauen, 639 Männer und 105 nichtbinäre Personen teilnahmen. Neben der organisierten Religion wurde auch untersucht, inwieweit sich die Befragten an nicht-religionsgebundener Spiritualität orientieren. Auch hier zeigte sich die Mehrheit ablehnend, wenn auch bei geringfügig höheren Zustimmungswerten. 41,3 Prozent äußern sich neutral, 31,8 Prozent lehnen Spiritualität ab oder stark ab. Nur 26,9 Prozent haben eine spirituelle Orientierung, 5,2 Prozent eine starke spirituelle Orientierung. Weitaus verbreiteter sind dagegen säkulare Weltanschauungen. 26 Prozent der Teilnehmer bezeichnen sich als Atheisten, 12,4 Prozent als Agnostiker. Unter den Gläubigen bilden die Buddhisten mit 8 Prozent die größte Gruppe, gefolgt von den Christen mit 4,7 Prozent. Kleinere Anteile entfallen auf Anhänger von Janinismus (2,8 Prozent), esoterische Spiritualität (2,6 Prozent), Anthroposophie (2,2 Prozent), Hinduismus (2,0 Prozent), Judentum (0,6 Prozent) und Islam (0,3 Prozent). Ein weiteres zentrales Ergebnis der Studie betrifft den Zusammenhang von Weltanschauung und politischer Verortung. Zwar lassen sich statistisch signifikante Zusammenhänge feststellen, diese fallen jedoch durchweg gering aus: Nur 6,2 Prozent der Unterschiede in den politischen Einstellungen lassen sich statistisch durch die Haltung zu Religion und Spiritualität erklären. Das bedeutet: Über 93 Prozent sind durch andere Faktoren, etwa soziale Situation, Bildung, persönliche Werte und Alter, geprägt. Dennoch zeigen die Daten laut Studienautor Gebauer zwei – schwach ausgeprägte – Orientierungen: Einerseits tritt eine Hinwendung zu religiösen oder spirituellen Vorstellungen wie Christentum, Buddhismus, Esoterik oder Anthroposophie etwas häufiger zusammen mit konservativen und autoritäreren politischen Haltungen auf. Dagegen zeigt sich eine religions- und spiritualitätskritische Einstellung sowie eine atheistische Selbstverortung geringfügig häufiger gemeinsam mit linksorientierten Positionen und der Ablehnung von Autoritätsdenken. Aber: Einzelne religiöse und spirituelle Strömungen weisen in Detail durchaus auch Überschneidungen mit klassisch nicht-konservativen Anliegen auf, etwa bei der Friedenspolitik, Antikolonialismus oder Flüchtlingshilfe. Besonders erhellend sind die Ergebnisse der Studie vor der Hintergrund früherer Publikationen, die einen Zusammenhang zwischen Veganismus und Religion, Esoterik sowie konservativen beziehungsweise rechten Weltbildern behaupteten. Hierzu verweist Studienautor Gebauer beispielhaft auf Arbeiten der Autorinnen Jutta Ditfurth und Mira Landwehr. Eine kritische Auseinandersetzung mit diesen Thesen leistete bereits hpd -Autor Colin Goldner in einer Buchrezension . Darin argumentierte er, dass für Landwehrs Behauptungen die tragfähige empirische Grundlage fehle. Die Ergebnisse der nun vorliegenden Studie liefern eine Datenbasis für künftige Debatten über die weltanschauliche Verortung von veganen Menschen und Organisationen. Kommentare (4) Netiquette für Kommentare Ihr Name E-Mail Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt. Startseite Ihr Kommentar Klartext Keine HTML-Tags erlaubt. Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt. Benachrichtigen Sie mich, wenn neue Kommentare veröffentlicht werden Alle Kommentare Antworten auf meinen Kommentar Bitte dieses Feld leer lassen Uwe Zappel (nicht überprüft) Mi. 26 Aug 2026 - 14:48 Vielen Dank für die… Vielen Dank für die interessante Darstellung. Schön wären noch Vergleichsdaten zum Bevölkerungsdurchschnitt gewesen und ein Hinweis auf die Quelle, wo frau/man Details nachschlagen könnte. Auch ein Aussage zur Repräsentativität der Untersuchung wäre interessant. Antworten