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Humanistisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Streit um IStGH spitzt sich zu

Sebastian Schnelle · Humanistischer Pressedienst · 2026-08-27 · Quelle

Gerechtigkeit · tragend Wissen

Das Verhältnis der USA zum Internationalen Strafgerichtshof ist seit dessen Gründung von einem grundlegenden Spannungsfeld zwischen dem Anspruch, internationale Verbrechen zu ahnden, und dem Bestreben, die eigene Machtposition und die eigenen Soldaten vor fremder Gerichtsbarkeit zu schützen, geprägt

Der Wunsch nach einer Möglichkeit, internationale Verbrechen ahnden zu können und gleichzeitig die eigene Machtposition zu schützen und vor allem die eigenen Soldaten vor jeglicher Gerichtsbarkeit außerhalb der USA zu verteidigen, treibt die US-Politik seitdem um.

Der Text beschreibt die Verschärfung des Konflikts zwischen den USA und dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) unter Präsident Donald Trump. Die USA haben Sanktionen gegen die IStGH-Präsidentin Tomoko Akane und den Juristen Abdoulaye Seye verhängt, basierend auf einer Executive Order von 2025. Grund ist der Streit um die Zuständigkeit des IStGH im Gaza-Konflikt, insbesondere die Haftbefehle gegen Benjamin Netanjahu und Joaw Galant. Der Text erklärt die rechtliche Grundlage des IStGH (Römisches Statut von 1998) und die unterschiedlichen Positionen: Die USA und Israel haben das Statut unterzeichnet, aber nie ratifiziert, während Palästina 2015 beigetreten ist. Der IStGH argumentiert, dass der Ort des Verbrechens entscheidend ist, nicht die Staatszugehörigkeit der Täter. Israel bestreitet die Zuständigkeit, da Palästina kein Staat sei. Der Text ordnet die aktuelle Eskalation in die historische Entwicklung des US-Verhältnisses zum IStGH ein, das seit den Verhandlungen unter Bill Clinton von einem Spannungsfeld zwischen der Ahndung internationaler Verbrechen und dem Schutz der eigenen Machtposition geprägt ist.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Feindschaft, Hass, Zerfall der Gemeinschaft
Wo sitzt das Übel?
in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
Was hilft dagegen?
Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis (erschlossen)
Was ist der Mensch nach diesem Text?
selbstbestimmt, Urheber seines Handelns (erschlossen)
Wohin geht die Geschichte?
Wiederkehr, kein Ziel, immer dasselbe Muster
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf Argument, Logik, Wissenschaft
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens (erschlossen)
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
der Text kritisiert nicht

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nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Gemessen

Grundhaltung
0 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
1 von 3
Reichweite
4 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
1 von 3
Zeitbezug
früher 2, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Internationales Streit um IStGH spitzt sich zu Die USA haben Sanktionen gegen die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs Tomoko Akane sowie den Juristen Abdoulaye Seye verhängt und verschärfen damit den Konflikt um die Zuständigkeit des IStGH. Grund ist der anhaltende Streit über die IStGH-Haftbefehle im Gaza-Konflikt sowie die Frage, ob der Gerichtshof ohne Ratifizierung Israels überhaupt ermitteln darf. Damit erreicht das historisch gespannte Verhältnis zwischen den USA und dem IStGH unter Präsident Donald Trump einen neuen Tiefpunkt. Sebastian Schnelle 27.08.2026 Internationaler Strafgerichtshof in Den Haag Foto: Choinowski via Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0 Die USA haben Sanktionen gegen die Präsidentin Tomoko Akane und einen leitenden Anwalt des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH), den Juristen Abdoulaye Seye, verhängt. Damit verschärft sich der Konflikt um den IStGH und die Grenzen seiner Zuständigkeit im Konflikt zwischen Israel und Palästina. Grundlage der Sanktionen ist ein 2025 von Donald Trump erlassenes Dekret, die Executive Order 14203, wonach in den USA gehaltene Vermögenswerte eingefroren und Sanktionierte vom US-Finanzsystem ausgeschlossen werden können, wenn diese aus Sicht der US-Regierung daran beteiligt sind, die Zuständigkeiten des IStGH in illegitimer Weise und zum Nachteil der USA oder ihrer Verbündeten auszuweiten. Dies ist für die Betroffenen vor allem deshalb unangenehm, weil sie damit faktisch von der Nutzung von Kreditkarten und anderen Online-Bezahlsystemen ausgeschlossen sind. Grundlage der Zuständigkeit des Internationalen Strafgerichtshofs ist das Römische Statut von 1998, welches sowohl die USA als auch Israel zwar unterzeichnet, nie aber ratifiziert haben. Damit fallen weder die USA noch Israel unter die Jurisdiktion des Gerichtshofs. 2024 hatte der IStGH dennoch Haftbefehl gegen Benjamin Netanjahu und Joaw Galant, den ehemaligen Verteidigungsminister von Israel, erlassen. Nach Argumentation des Gerichtshofs ist es nämlich nicht entscheidend, aus welchem Land mögliche Täter und Verdächtige stammen, sondern wo möglicherweise ein Verbrechen begangen wurde. In diesem Fall wäre es also unerheblich, dass Israel das Römische Statut nie ratifiziert hat, da Palästina diesem 2015 beigetreten war. Israel wiederum negiert diese Argumentation mit dem Hinweis, dass Palästina kein Staat sei und somit dem Römischen Statut nicht beitreten könne, was wiederum die Anklage des IStGH verneint . Damit geht das zwiegespaltene Verhältnis der USA zum Internationalen Strafgerichtshof in eine weitere Runde, das mit den Verhandlungen zum Römischen Statut unter Bill Clinton begann. Der Wunsch nach einer Möglichkeit, internationale Verbrechen ahnden zu können und gleichzeitig die eigene Machtposition zu schützen und vor allem die eigenen Soldaten vor jeglicher Gerichtsbarkeit außerhalb der USA zu verteidigen, treibt die US-Politik seitdem um. Mal stellt sich die Lage dabei pragmatischer dar, wie etwa unter Barack Obama, der teilweise mit dem IStGH zusammenarbeitete, manchmal feindseliger, wie aktuell unter Donald Trump, der den IStGH geschwächt sehen möchte. Wie das Kräftemessen am Ende ausgehen wird, bleibt abzuwarten. Share news Sebastian Schnelle Der Autor ist promovierter Philosoph und betreibt den Podcast "vorpolitisch" , in dem er sich mit gesellschaftspolitischen Fragen der Gegenwart beschäftigt und mit Gästen v.a. aus Wissenschaft und Forschung spricht. Er hat zum Islamismus geforscht und publiziert und arbeitet aktuell an einem Buch über die Neue Rechte in Deutschland und ihre Ideengeschichte.