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Evangelisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Eine Weihnachtsgeschichte - Heiligabend

Evangelisch-reformierte Gemeinde Frankfurt · Evangelisch-reformierte Gemeinde Frankfurt · 2025-12-24 · Frankfurt am Main · Quelle

Wahrhaftigkeit · Hauptbotschaft Umkehr · tragend Demut

Die heutige gemütliche Krippen-Inszenierung domestiziert die Weihnachtsgeschichte zu einer harmlosen Ersten Szene und blendet den radikalen Anspruch Jesu auf Nachfolge und den Verzicht auf die eigene Komfortzone aus.

Also wir schauen die erste Szene, Jesus wird geboren, alles ist in der Krippe, alles ist irgendwie glücklich und happy und über der Krippe ist der Stern von Bethlehem und dann machen wir irgendwie einen Cut und schalten den Film aus und gucken das uns jedes Jahr wieder an, immer wieder die erste Szene

Der Text ist ein Podcast-Gespräch einer evangelisch-reformierten Gemeinde über die Weihnachtsgeschichte und deren heutige Rezeption. Die Sprecherinnen und der Sprecher argumentieren, dass die biblische Erzählung in Matthäus und Lukas ursprünglich als Kontrapunkt zu antiken Herrscherbiografien gedacht war: eine armselige, bedrohte Geburt statt einer glorifizierten Königsgeburt. Sie stellen die heutige „cozy“-Inszenierung mit Krippe, Stern, Esel und Besinnlichkeit der ursprünglichen Härte gegenüber: Flucht nach Ägypten, Verfolgung durch Herodes, Schwangerschaftsnot, weite Wege zur Steuereintragung. Die zentrale These lautet, dass wir die Weihnachtsgeschichte wie einen Film nur in der ersten Szene konsumieren und den weiteren Anspruch Jesu – Nachfolge, Feindesliebe, Verlassen der Komfortzone – ausblenden. Dabei wird die Krippe als domestizierende Darstellung kritisiert, die Jesus ohnmächtig und harmlos mache. Der Text verweist auf Befreiungstheologie und die Spannung zwischen Jesus als König und Jesus als Baby. Es wird ein Aufruf zur Selbstkritik formuliert: Wir sollten nicht nur die erste Szene feiern, sondern den ganzen „Film“ ernst nehmen.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit; Festhalten, Begehren, Nicht-loslassen-Können
Wo sitzt das Übel?
in der eigenen Gemeinde, Familie, Religion
Was hilft dagegen?
Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis; innere Wandlung, Reue, Sinnesänderung
Was ist der Mensch nach diesem Text?
gefallen, aus eigener Kraft nicht heil zu machen
Wohin geht die Geschichte?
eine Wende, ein Kommen, eine neue Ordnung steht bevor (erschlossen)
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf Argument, Logik, Wissenschaft
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens (erschlossen)
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Lk 2 · Mt 2

Gemessen

Grundhaltung
-1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
3 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 3, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Herzlich willkommen heute in unserem finalen Advents Podcast. Das ist nämlich der Weihnachtspodcast. Also frohe Weihnachten an euch erstmal. Ja frohe Weihnachten und heute wollen wir es auch ganz weihnachtlich angehen lassen. Wir wollen darüber reden, wie erzählen wir eigentlich die Weihnachtsgeschichte und was lassen wir vielleicht auch aus und was sind denn so vielleicht so Weihnachtstrategie, die wir irgendwie immer weiter verbreiten. Und natürlich auch die Frage, warum wurde diese Geschichte überhaupt erzählt. Also herzlich willkommen im Weihnachtspodcast mit Angelina Viel und Daniel Fricke. Warum Angelina wurde eigentlich die Weihnachtsgeschichte, wie wir sie kennen, im Lukas Evangelium, dann auch im Matthäus Evangelium. Wieso wurde das weiter erzählt? Warum hat man das aufgeschrieben? Ich meine, dass was ja das Besondere an der Weihnachtsgeschichte ist, ist, dass sie ja irgendwie erstmal schön ist. Man hat irgendwie eine schöne Atmosphäre, eine schöne Geschichte, irgendwie diese Krippen gebohrt, eines Königs, irgendwie als irgendwie so ein bisschen cozy, könnte man sich das vorstellen. Die damals vermutlich nicht gedacht. Das war eigentlich ja total unangenehm, in so einer Krippe geboren zu werden, nach all diesen Herausforderungen auf dem Weg. Aber wenn wir uns das jetzt irgendwie heute so vorstellen, mit diesem Stern von Bedlehem und die Angel kommen und verkünden den Hirten die frohe Botschaft und dann gehen die Hirten in den Stahl und sehen, wie das Jesus kind den Messias, zwischen Eseln und Scharfer Wulet, das hier natürlich witzigerweise ja nicht mal vorkommt. Aber so stellen wir uns das irgendwie heute vor. Ich glaube damals, also in Evangelium ist ja eben so eine Heldengeschichte eigentlich. Also es gab es für Kaiser, gab es sowas, dass man deren Lebenslauf sozusagen beschrieben hat und was da alles war, also glorifiziert. Und ich glaube eben in damaligen Zeiten war das ein kompletter Kontrapunkt. Also da wird eine sozusagen Heldengeschichte erzählt, oder von einem Herrscher, eine Herrschergeschichte. Und der wird ziemlich armselig und stinkig und keine Ahnung laut da irgendwo im Abseits geboren. Und das ist nicht in einem tollen Palast. Und du siehst ja auch diese starke Gegensatz zu Herodes, der da in seinem Palast sitzt. Und das wird der Matthäus Evangelium erzählt. Er schickt dann diese Weisen, Sterndeuter weiter und will aber wissen, was da passiert. Und fühlt sich komplett bedroht, obwohl da irgendwie so eine Geburt im Kleinen irgendwie passiert. Ja, aber ich meine diese Geburt, das hat man ja irgendwie auch bei Moses fällt mir da auf. Das ist ja auch irgendwie jetzt keine Geburt eines Heldens, Geburt eines Königs, sondern irgendwie der wird geboren und erstmal in der so ein Korb gelegt und dann irgendwie hinaus getrieben, bis er dann irgendwie gefunden wird. Das ist ja auch keine Geburt, wo man sagen kann, boah, Gott tut hier einen Wunder. Und das ist irgendwie einer der Außerwählende, der irgendwie das Volk aus der Gefangenschaft befreien soll. Also das sind ja irgendwie oft so die Stories von Helden, wie wir sie ja heute glaube ich auch erzählen. Ich meine, bei Harry Potter ist ja auch so irgendwie die Geburt oder nicht Geburt, aber irgendwie die erste Szene, weil dann auch irgendwie vor die Tür einfach gelegt wird. Ich glaube heute stimmen wir uns das irgendwie ganz gerne so vor, dass Helden eben komplett konträr geboren werden, also irgendwie in Armut, in irgendwie nicht so schönen Situationen und dann was daraus dann eben gemacht wird, das dann irgendwie das Heldenhafte. Also irgendwie von Arm und Wehrlos zu einem König. Ich meine, klar, in der Antike war es eben wirklich so, es musste richtig schick sein, alles musste irgendwie passen. Es musste perfekt sein, dass sich der Gott auch als Gott erweist oder der Herrscher, als der größte Herrscher von allen. Und da war, glaube ich, die biblische Botschaft eben Kontrapunkt. Und ich meine, was du natürlich, weil du von Cosy sprachst und irgendwie gemütlich und schön beisammen seien, weil Matthäus einfach geben wird ja ziemlich klar, also Herodes sagt irgendwie, ja, schickt die los und sagt, ja, sag mir, ich will dem Kind holigen und es ist völlig klar, schon zwischen den Zeilen zu lesen, er will das Kind töten, ist ganz klar, weil es ihm irgendwie Konkurrent ist oder ähnlich ist und dann fliehen die ja nach Ägypten. Also von Anfang an ist das Leben eigentlich bedroht. Und das finde ich aber interessant, also wie du es so dargestellt hast in unserer Übermalung auch ein bisschen, von diesem gemütlichen, besinnlichen, bei Sammensein, Geschenke, Baumkärzen, Wärme, Essen, Gemeinschaft und eigentlich ist diese Geschichte ja im Kontrapunkt dagegen. Es ist eben unterwegs sein, nicht wissen, wo man hingehört, da gibt es kein Zuhause, da gibt es ein Weg, da gibt es eine Flucht dann später auch, da gibt es unangekündigten Besuch, sage ich immer. Maria hörte diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Das ist ja auch eine Frage, also vielleicht muss ich erstmal mit klar kommen, mit der ganzen Situation, mit dem Kind zu bekommen, aber dann auch mit den Besucher ansturmen und allem, was da noch so passiert. Also die Engel und alle, also das ist ja auch jede Menge, was sie zu verarbeiten hat. Das ist irgendwie jenseits von gemütlich, besinnlich und so, sondern ziemlich ja Overkill an Eindrücken eigentlich, was da passiert. Mehr und nicht mal was da passiert, sondern einfach irgendwie, alle sich mal, das ist eine Last, glaube ich auch irgendwie so, wie so Gottes Sohn zur Welt zu bringen ist, wird ja wirklich gesagt, das wird ja so ein Gottes sein. Also ich kann mir nicht vorstellen, was der Fächer für den Druck auf einem lasse und dann eben all diese Sachen, die noch dazukommen, dann irgendwie diese Steuereintragung, wo die dann irgendwie 50 Kilometer oder noch weiter, 150 Kilometer, auf jeden Fall einige Tagesmärsche nach Bedlehemme müssen, um sich eintragen zu lassen, Hochschwanger. Und ich finde es interessant, weil in Gripenspielen oder auch, was du ja schon beschrieben hast, die Geschenke, Baum und heutzutage feiern wir in Weihnachten eben, eben irgendwie dieses familiäre, dieses Zusammensein und es wird irgendwie oft so dargestellt, als ob es vielleicht nicht einfach, aber heutzutage irgendwie total schön war irgendwie. Oder man stellt das schon irgendwie schwierig dar, aber für uns ist es irgendwie eine total schöne Geschichte irgendwie. Also auch in Kinderfilmen, ich erinnere mich an einen Kinderfilm, ich weiß nicht mal wie der heißt, aber wo dann ein Esel irgendwie ist und die dann irgendwie begleitet auf ihrem Weg und das dann auch irgendwie total schön dargestellt wird, auch für Kinder natürlich, aber dass man irgendwie den Eindruck hat, dass es irgendwie eine total angenehme Story ist, die man gerne weiter erzählt, obwohl eben gerade in Matthäus Evangelium, wie du gesagt hast, das komplette Gegenteil ist, das ist eigentlich eine total krasse Geschichte, total schwierige Geburt und was damit einhergeht, also Flucht, Verfolgung, also das ist als andere als schön eigentlich. Und so, dass wir so was eigentlich feiern, das ist schon irgendwie ein bisschen suspekt eigentlich. Natürlich wissen wir, wie es ausgeht, also wir wissen ja, dass es irgendwie gut wird, zumindest setzen wir das mal voraus. Eine bekannte Kollegin hat mal gesagt, dass es eigentlich, also Jesus für Maria ja ein Horror war als Kind, also so ein Sohn wird sie die ja nicht wünschen, der irgendwie wenig mit der Familie irgendwie zu tun hat, der kommt nicht zum Geburtstag, schreibt nicht mal eine Karte und Ähnliches, sondern der geht irgendwie raus in die Welt und dann sagt, naja, also was interessiert mich meine Familie? Es gibt ja einige Situationen, wo er da aneinandergerät und wo er eigentlich sagt, naja, ihr seid jetzt meine Familie, also was interessiert mich meine wirkliche, leibliche Familie? Und trotzdem lesen wir das als die heilige Familie, was da alles passiert im Stall und es ist alles cozy. Ich meine, was mein Problem mit Weihnachten ist, also es ist ja auch Jesus Problem mit Weihnachten, ist eben, dass er da nur als Kind gesehen wird, als Baby in der Krippe, ich weiß das erzähle ich manchmal, aber das ist so ein Punkt für mich, eben dieses Domestiziertsein im Innerkrippe liegen, da tut er keinem irgendwie, tut er keinem was, er stört nicht, sondern er gehört dazu so wie so ein Detail, was halt an Weihnachten da sein muss. Aber eigentlich ist es ja für uns auch eine wahnsinnige Herausforderung. Also es ist ein Zuspruch, klar, also da ist Jesus, der Immanuel, der Gott mit uns, so ist ja sein zweitname, sage ich immer, der will aber was von mir, also der will mein Leben, der will, dass ich ihm nachfolge später, der will, dass ich feinde Liebe, der einen wahnsinnigen Anspruch an mich formuliert und das passiert aber ja da auch, also dieser Jesus kommt ja in die Welt und es ist nicht irgendwie nur eine nette romantische, besinnliche Geburt, sondern wow, das ist ein ganz schöner, eigentlich Angriff auf meine Komfortzone, sage ich mal, was da passiert. Ich hatte ja vor kurzem eine Anacht gehalten bei unserer Weihnachtsfeier in der Fachschaft der Anna Uni und dort ist mir dann während der Anacht irgendwie aufgefallen, dass ich die Jesus-Geschichte so ein bisschen als ein Film verglichen habe. Also irgendwie die Weihnachtsgeschichte als die erste Szene, habe ich auch gefunden, so ein bisschen einmal mit Harry Potter, die erste Szene und an Weihnachten ist es ja irgendwie oft so, dass wir uns irgendwie nur die erste Szene anschauen und irgendwie außer Acht lassen was weiter geschieht. Also wir schauen die erste Szene, Jesus wird geboren, alles ist in der Krippe, alles ist irgendwie glücklich und happy und über der Krippe ist der Stern von Bethlehem und dann machen wir irgendwie einen Cut und schalten den Film aus und gucken das uns jedes Jahr wieder an, immer wieder die erste Szene, also ein bisschen wie wenn du von den davor waren oder so immer nur den Anfang wie guckst, bevor, ja, vorsichtig. Ja genau, das läuft so auf Dauerschleif und vielleicht an Ostern, skipen wir noch den restlichen Teil des Films und schauen uns irgendwie das Ende an mit der Kreuzigung und Aufverstehung. Aber irgendwie sagen wir mal, wenn man das ein anderthalb Stundenfilm wäre, würden wir uns die ersten fünf Minuten und vielleicht die letzte viertel Stunde anschauen. Aber den restlichen Filmen lassen wir irgendwie außer Acht. Aber das ist ja irgendwie das Entscheidende, was du ja auch gesagt hast jetzt mit Jesus verlangt ja extrem viel von uns. Darüber haben wir auch in der letzten Folge so ein bisschen gesprochen. Er will das mit unserer Kreuzung auf uns nehmen, dass wir unsere Familie verlassen und ihm nachfolgen. Die Ansprüche von Jesus sind ja eigentlich für uns als Menschen unmöglich, die zu erreichen, aber oft und vielleicht gerade deshalb bleiben wir irgendwie in der Krippe liegen, weil die Jesus und gucken irgendwie nicht weiter, was passiert. Ja, klar, weil das würde, also weil das uns ja auch schwierig machen würde in der Zukunft, also weil er uns dann was zu sagen hätte. Also ich fand das ganz spannend, das kommt so aus der Befreiungstheologie eben entweder Jesus als König, was auch schwierig ist, weil ein König einfach irgendwie jenseits von einem ist und macht hat und naja, dann muss man nicht mögen den König. Oder eben als Baby, dann hat er eben nichts zu sagen, weil das Baby macht halt irgendwie Krach und das muss man sich kümmern, das hat keine Macht. Also ne, und irgendwie ist beides schwierig, also entweder dieses absolut Übermächtige, was uns ja, was es uns vielleicht auch schwierig macht, da überhaupt mit in Kontakt zu kommen, weil das so extra-terrestisch ist, also außerhalb der Welt irgendwie steht so, ja, okay, wie soll das gehen und das andere irgendwie machtlos und ohnmächtig und das ist, so kommt mir Jesus in der Krippe eben manchmal vor und wir erinnern uns gerne bei den Geburtstag unserer Kinder auch so ein bisschen, wie war die Geburt, wie ist das gelaufen, was gab es für Momente, wie, ne, kleinlich mit allen Details, aber so ein bisschen, das in Erinnerung rufen, weil das schon was Besonderes, das ist ein besonderer Moment. Aber das wird natürlich immer in den Kontext gestellt von, du hast ja heute dein Geburtstag und guck mal, was aus dir geworden ist und guck mal, was auf dem Weg schon alles passiert ist und es bleibt nicht, als wäre komisch, wenn man am Geburtstag erzählen würde, so, okay, wir gucken mal, wie du geboren wurdest und dann war es das und dann feiern wir uns selbst irgendwie danach so, ja, das wäre doch irgendwie komisch, aber also das ist das, was wir machen. Angelina, ich würde gerne nochmal ein bisschen, aber die Frage stellen, weil wir ja über das Erzählen jetzt kommen. Warum wurde diese Geschichte überhaupt erzählt? Also warum, also wer hat die weitergegeben, wie stellst du dir das vor, wie ist das irgendwie dazu gekommen, dass wir das heute lesen? Ja, ich meine, das ist eine gute Frage. Ich meine, am Anfang wurde natürlich irgendwie viel mündlich weitergegeben. Ich denke, es wurde wirklich weiterzählt, irgendwie diesen Jesus auch vielleicht ein bisschen greifend, also irgendwie nicht nur diese prediger Zeit und daneben Kreuzestode und Auferstehung, sondern irgendwie diesen ganzen Jesus und auch irgendwie Jesus als Mensch vielleicht zu greifen und das eben irgendwie weiterzuerzählen, über Generationen hinweg bis zum heutigen Tag, wobei heute, das glaube ich eher diesen wirklich Stellenwert hat von es Tradition geworden, dass wir Weihnachten feiern und Weihnachten diese Geschichte erzählen und ich meine auch irgendwie vielleicht auch nur an Weihnachten dann in die Kirche gehen, um exakt diese Geschichte zu hören, ja, das irgendwie ein anderer Stellenwert hat als damals. Ich glaube damals hatte das schon eher so diesen Stellenwert von irgendwie ein König geboren, da passiert etwas und deswegen erzähle ich diese Geschichte weiter und ich glaube, da ist eine gewisse Narrativverschiebung inzwischen gekommen. Ja, also wenn wir natürlich auch schauen, also wer schreibt das auf? Also ich meine klar, es wurde irgendwie weitergegeben, wahrscheinlich gab es ja auch noch Erzählungen, die nicht irgendwie aufgeschrieben wurden, davon hört man ja auch immer wieder und so ein bisschen auch die Frage, das versteckt der Evangelium, was gibt es noch für Geschichten? Manche Dinge sind ja auch bekannt, die nicht in die Bibel gekommen sind, wo Jesus eben in seiner Kindheit Jugend unterwegs ist. Ich meine, der Evangelist Lukas ist natürlich ein Geschichtsschreiber, stellt sich ja selbst auch so vor und man merkt das, er kontextualisiert das ganz bewusst und sagt also in dem Jahr, in dem da wirklich dieser Stadthalter Quirinius war, also dass du das auch ziemlich genau einsortieren kannst. Es geht eben nicht darum, irgendwie ein Märchen zu erzählen, über einen Göttersohn oder so, sondern das ist ein Menschensohn, einer, der wirklich Gott auf die Erde kommt, ich sage mal Gott küst Mensch, das ist so ein bisschen die Geschichte. Also jetzt ist es ein ganz intimer Moment, aber passiert was ganz Besonderes, was außergewöhnlich ist, aber das passiert eben in der Zeit und es ist nicht irgendwie da irgendwo und völlig abstrakt passiert. Also macht es sehr konkret, macht es auch so, dass man das ja eben einordnen kann, direkt in den Zeitstrahl einordnen kann. Wobei dann natürlich auch Fehler passiert sind. Also wenn man sich diese ganzen Sachen anschaut und wirklich schaut, wann war das und wann habt ihr regiert und so was, dann passt ja jetzt ins Jahr an, null passt das jetzt nicht, sondern da ist dann schon irgendwie eine gewisse Zeit spannend, der das irgendwie möglich war. Aber was ich interessant finde, ist das ja auch irgendwie astronomisch viel versucht wird, also beispielsweise irgendwie diesen Stern von Bedelemm, irgendwie astronomisch auch einzuordnen, wann kann das gewesen sein und da gibt es ja auch irgendwie Daten, irgendwie passen, wo das irgendwie alles passen gemacht wird. Also was ich mal erzählst, Geschichte schreiben, ich finde es schon auch spannend, dass auch heute irgendwie versucht wird, irgendwie zu schauen, wann war das eigentlich faktisch, richtig und wann genau war das und wie ist diese Geschichte vermutlich wirklich irgendwie abgelaufen. Also klar, ich meine, wir lesen viel Stern von Bedelemm, Hürden und so was. Wir können jetzt nicht nachprüfen, ob das wirklich so passiert ist, wir können nur glauben daran. Ich meine, das ist ja auch irgendwie der Clou an der Geschichte, dass man es nicht weiß, sondern glaubt. Ich finde es schon spannend, dass irgendwie auch eine sehr historische, astronomische und so was eben versucht wird, irgendwie zu schauen, wie hat das damals stattgefunden und wie passt diese Geschichte auch irgendwie in den wissenschaftlichen Kontext rein. Ja, und ich meine, wenn du bei Matthäus eben schaust, du hast jetzt das Astronomische angesprochen, hast du ein anderes Interesse, der irgendwie sagt, genau es geht um diese Sterndeutern, diese Weisen, Astronomen, die das irgendwie mitbekommen, die aus verschiedenen Teilen der Welt auch kommen und zu diesem Ereignis irgendwie unterwegs sind, die auch heiden sind. Also die kriegen irgendwie mit, oh, hier passiert was Außergewöhnliches und es ist wissenschaftlich, was da im Hintergrund ja steht, auch nachprüfbar, dass sich das irgendwie ankündigt und es ist ein Zeichen an den Gestürmen, die Gott ja auch beherrscht, sozusagen in der Vorstellung. Und daran wird es sichtbar und es wird irgendwie ganz klar, also die ganze Welt zeigt auf diesen Jesus, dass der da geboren wird und eben damals die Juden irgendwie, also die Menschen, die da waren, irgendwie und um ihn herum waren, irgendwie Probleme hatten ihn vielleicht auch anzunehmen. Vielleicht will er das, also will Matthäus das auch ein bisschen erzählen und will ihn irgendwie auch deutlich machen und sagen, hey, hier, der Highland ist doch bei euch geboren. Also ihr müsstet das doch irgendwie verstehen, gerade aufgrund des Zeugnisses des Alten Testament, auf das er sich dann häufig bezieht und sagt, okay, da ist es doch schon angekündigt. Also das finde ich nur nochmal eben deutlich zu machen, aus welcher Perspektive wird das erzählt. Und ich meine, wenn wir jetzt ins Johannes-Erphangelium schauen, wie wird es da erzählt? Also die Geburt wird er erst mal gar nicht erwähnt, aber das gesamte Evangelium ist ja sehr irgendwie heroisch, will ich jetzt sagen, irgendwie sehr hell-den-episch eigentlich erzählt. Also irgendwie alleine schon in der Anfang, das Wort war bei Gott und das Wort kam zu uns. Also auch sehr poetisch und sehr philosophisch, könnte man sagen, und wenn man sich dann die anderen Evangelien anschaut, da ist es irgendwie anders. Wir haben als Beispiel auch irgendwie dann die Kreuzigung von Jes oder die Geschichte davor, wo wir dann eben insbesondere ins Lukas-Erphangelium geschaut haben und gesagt haben, naja, in diesem Evangelium wird es irgendwie anders erzählt. Also irgendwie an Jesus, der mit sich ringt, irgendwie der Nabas und der irgendwie, wo man eine Connection hat, wo man weiß, okay, der leidet und der kann nachempfinden, wie ich vielleicht auch leide. Und bei Johannes-Erphangelium das komplette Gegenteil ist, da hat man irgendwie kein Jesus, der irgendwie leidet, sondern ein Jesus, der irgendwie... Über allem steht irgendwie so ein bisschen, der cool... Genau, dort kommt irgendwie dieses göttliche zum Vorschein, was man sich klar auch vorstellt. Irgendwie Gott, der irgendwie bei allem steht, der alles irgendwie mitmacht und der irgendwie seine Blicke auf das himmlische Reich richten und nicht irgendwie auf, ich sage immer, die menschlichen Begierungen oder sowas. Aber dadurch kommt der einem natürlich auch auf da irgendwie weiter weg und entfernt vor und irgendwie nicht so nah bei uns. Es ist nicht mehr so wie dieser Immanuel Gott mit uns, sondern eher irgendwie entfernt als jetzt beispielsweise in den Alpen. Das ist beispielsweise