omnist.world

English

Hinduismus · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Unsere wahre Natur – Tägliche Inspiration

Sukadev Bretz · Yoga Vidya – Tägliche Inspirationen · 2026-09-06 · Horn-Bad Meinberg · Quelle

Hoffnung · Hauptbotschaft Demut · tragend Wissen · tragend

Die wahre Natur des Menschen ist ewiges Sein, Wissen und Glückseligkeit, weshalb man im Ungewissen des Lebens dem eigenen Gewissen folgen und alles an Gott darbringen soll.

Der Text erläutert die vedantische Lehre, dass die wahre Natur des Menschen aus Sein, Wissen und Glückseligkeit (Satchidananda) besteht. Sukadev Bretz verweist auf Lehrer im Ashram und zitiert Shankara, um die Einheit mit Brahman zu beschreiben. Er thematisiert das menschliche Erleben von Zufall, Ungerechtigkeit und der Ungewissheit über die eigene Aufgabe im Leben. Am Beispiel der Bhagavad Gita wird das Handeln im Ungewissen und das Darbringen der Taten an Gott als Weg zur Befreiung von Schuld vorgestellt. Die Welt wird als eine Schule ohne bekannten Lehrplan beschrieben, in der man dennoch handeln muss. Der Text ermutigt, trotz des Mangels an klaren Anweisungen aus Gott dem eigenen Gewissen zu folgen. Die zentrale Botschaft ist das Vertrauen, dass hinter allem Leid und Ungewissen die göttliche Natur steht.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis; persönliche Erfahrung, Zeugnis, Begegnung mit Gott oder Menschen
Was ist der Mensch nach diesem Text?
in Täuschung oder Begehren verfangen, aber befreibar
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf eigenes Erleben, Zeugnis, Begegnung; auf Tradition, Väter, gewachsene Praxis
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
der Text kritisiert nicht

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Nirvana-Shatka · Bhagavad Gita

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
1 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 1, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Wir haben ja momentan im Aschram einige. Vedanta-Lehrer, wie zum Beispiel Chandra, Ayra, Svamitattva, Rupananda. Und die Essenz vom Vedanta ist letztlich, Satchidananda, Svarupraha. Meine wahre Natur ist Sein, Wissen und Glückseligkeit. Wir haben einen Körper, wir haben eine Psyche. Wir erleben alles Mögliche in dieser Welt. Dinge kommen auf uns zu. Wir tun Dinge, die wir im Nachhinein betrachten. Vielleicht manchmal als richtig, manchmal als falsch betrachten. Noch tief, noch weiter im Nachhinein betrachtet. Wir werden hoffentlich feststellen, irgendwo hat es doch alles in Sinn gemacht. Wir erleben Dinge, die manchmal schön sind, manchmal weniger schön, manchmal gerecht. Und manchmal ungerecht. Manchmal erleben wir freundliche Menschen, manchmal noch freundlichere Menschen. Und manchmal auch unmögliche Menschen. Und der gleiche Mensch kann man freundlich sein und mal unfreundlich sein. Aber hinter allem steckt das höchste Selbst beziehungsweise Brahman. Brahman, Satchidan, Nummer 404, Nirvana, Shatka, hat Shankara eben geschrieben. Satchidananda Rupa, Shivoham, Shivoham. Meine wahre Natur ist Sein Wissen, Glück, Seeligkeit. Was auch immer geschieht. Shivoham, ich bin dieser Shiva. Im Bhakti Yoga sagen wir, wir verehren das göttlich. Om Namah Shivaaya, Erbietung an Shiva, Erbietung an den liebbevollen und den gütigen. Weil man sich manchmal fragen kann, wenn man will den lieben Gott, sprechen ist der immer lieb. Aber letztlich können wir auch sagen, Gott wird uns ja nicht bewusst quälen. Er wird sich schon was bei gedacht haben. Hoffen wir mindestens. Ich glaub, da fests dran, ich, dass er denkt, ich hab da irgendwo. Aber es gibt manche Situationen, wo man manchmal irgendwo mit Gott schimpfen kann. Aber hinter allem Satchidananda Rupa, Shivoham, Shivoham, meine wahre Natur ist Sein Wissen, Glück, Seeligkeit. Und letztlich ist mein tiefstes Inneren eins mit diesem göttlichen. Viele kennen die Geschichte. Hannuman hat mal zu Rama gesagt, auf einer physischen Ebene bin ich dein Diener. Auf einer geistigen Ebene bin ich Teil von dir. Auf der höchsten Ebene bin ich du. Auf einer physischen Ebene wollen wir Gott dienen, Menschen dienen, schauen, was wir bewirken können dieser Welt. Aber wir sind als Diener beschränkt und wir haben einen Chef, der uns nicht genau sagt, was er von uns will. Wenn ihr euch an Gott wendet, bitte sag mir doch, was du von mir willst. Manchmal kommt eine Antwort und manchmal kommt ... keine Antwort. Dann wollen wir in dieser Ungewissheit, was ist eigentlich unsere Aufgabe, müssen wir trotzdem handeln. Oder es heißt auch, diese Welt ist eine Schule. Nur die Schule ist so betrachtet, dass wir den Lehrplan nicht kennen. Heutzutage in der modernen Pädagogik, da wird vorher mindestens in der Erwachsenenpädagogik, da wird erst mal gesagt, was ist das Lernziel? Was sind die verschiedenen Schritte um dorthin? Was wird alles gemacht? Wozu ist es gut? Und dann zum Schluss gibt es vielleicht noch eine Prüfung. Wenn man die bestanden hat, dann weiß man, da schlägt man noch ein Zertifikat. Manche von euch haben schon wahrscheinlich 100 Zertifikate von Yoga, Witya bekommen, dann kann man ersetzt gut, dann kann man schapeten, kann man irgendwo. Aber so ist diese Welt nicht als Schule. Wir wissen gar nicht, was wir machen. Wir wollen lernen, nachzugeben, uns durchzusetzen. Sollen wir Larnendinge zu akzeptieren? Sollen wir Larnend mutig zu sein? Sollen wir Larnend über uns hinauszuwachsen? Sollen wir Larnend bescheiden zu sein? Wir wissen es nicht. Jetzt hofft ihr natürlich, dass ich euch jetzt sage, wie ihr es rauskriegt. Ich muss jetzt seit 45 Jahren versuchen, das auch rauszukriegen. Und mit Gebet ist sicherlich eine Weise. Manchmal euch setzt sich Gott und manchmal äußert er sich so. Er sagt, du musst im Ungewissen handeln. Im Ungewissen musst du tun, was du kannst, so gut wie du kannst. Und dann Gott darbringen. Das macht ja schon Christian an der Bhagavad Gita. Er sagt zwar, am Anfang gibt er dem Arjuna ein paar Sachen, die er machen soll, dass er sich als Arjuna infragen will. Was soll ich denn jetzt wirklich machen? Er sagt, er trifft eine Entscheidung nach Bestem, Wissen und Gewissen und bringen sie ganz Gott da. Wenn du alles Gott da bringst, dann wirst du, mach, trifft dich keine Schuld oder anders ausgedrückt, dann wird alles irgendwie gut sein. Und dieses Vertrauen ist eben auch in diesem Nirvana-Shatka. Was auch immer geschieht, sei der bewusst, du bist. Das ist die Unwissen und Glücksserigkeit. In allem Ungewissen. Natürlich geht das ist der Refrain. Man könnte jetzt die ganze Zeit darüber sprechen. Ich war mal im 1992 im Sivadan-Dashamrishikesh. Da gab es da so einen, der hat eine Woche lang, jeden Tag eine Stunde gesprochen. Also für jeden Vers eine Stunde von diesem Nirvana-Shatka. Und auch eine andere Woche über Mohamut-Garra. Also kurz zu hümmnen kann man viel sagen. Aber in jedem Fall. Wir tun was wir können. Wir tun so gut, wie wir können. Wir bringen alles Gott da. Und dann wissen wir, satschiteinander rupa, shivoham, shivoham. Was auch immer geschieht, meine wahre Natur ist, sein, Wissen und Glücksserigkeit.