Orthodox · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
Homily on The Wicked Servant and the Image of Christ Not-Made-With-Hands
Metropolitan Tikhon ·
Orthodox Church in America - Reflections in Christ (Homilien Metropolit Tikhon) ·
2026-08-16
· Syosset
· Quelle
Barmherzigkeit · Hauptbotschaft
Demut · tragend
Umkehr · tragend
Wahre Buße und die Annahme der göttlichen Gnade sind nur dann echt, wenn sie sich in der aktiven Vergebung und Barmherzigkeit gegenüber dem nächsten Menschen niederschlägt.
Wenn jedoch unsere Buße nur von unseren Lippen kommt und nicht von unseren Herzen, dann offenbaren unsere Handlungen die Unechtheit unserer Buße.
Die Predigt verbindet das Gleichnis vom barmherzigen König (Mt 18) mit der Festtagstradition des nicht von Menschenhand gemachten Bildes Christi. Der Sprecher interpretiert die im Gleichnis beschriebene Strafe des Königs nicht als Rache, sondern als liebevolle Maßnahme zur Heilung des sündigen Menschen. Das zentrale Motiv ist die Nachahmung der göttlichen Barmherzigkeit: Wer von Gott Vergebung erfährt, muss diese auch seinem Nächsten gewähren. Der Text warnt davor, dass eine nur lippenbekenntliche Buße unecht ist, wenn sie nicht in der Vergebung gegenüber anderen mündet. Als praktisches Beispiel wird die Selbstbezichtigung des Heiligen Nektarios angeführt, der sich für die Fehler seiner Schüler bestraft. Die Predigt ruft zur Demut und zur inneren Umkehr auf, um das göttliche Bild im eigenen und im fremden Gesicht zu erkennen.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Sünde, persönliches Versagen, Schuld vor Gott; Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
- Wo sitzt das Übel?
-
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
- Was hilft dagegen?
-
innere Wandlung, Reue, Sinnesänderung; Zuwendung Gottes, Erlösung, die nicht verdient wird
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
gefallen, aus eigener Kraft nicht heil zu machen
- Wohin geht die Geschichte?
-
eine Wende, ein Kommen, eine neue Ordnung steht bevor (erschlossen)
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf Tradition, Väter, gewachsene Praxis
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
den eigenen Glaubensgeschwistern
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst
Verwandte Texte aus anderen Traditionen
nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition
Wozu der Text aufruft
- Das Angesicht des Bruders anblicken, um das Bild Gottes in ihm zu erkennen (zwischenmenschlich)
- Ein kurzes Gebet für den Bruder sprechen (innerlich)
- Sich selbst anklagen statt andere zu verurteilen (innerlich)
Genannte Stellen
Mt 18,23-35 · Lk 9,51-56 · Lk 10,22-24
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 1 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 2, jetzt 3, künftig 1
Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut auf Deutsch
Matthäus 18,23-35; Lukas 9,51-56; 10,22-24
Christus der Retter, Berlin, Maryland
16. August 2026
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Meine geliebten Kinder im Herrn,
Heute feiern wir die Auferstehung Christi am dritten Tag, den wir als den Herrn verherrlichen, der König ist und in Majestät gekleidet.
Wir ehren auch weiterhin die heiligste Jungfrau am Fest ihrer Himmelfahrt, dem letzten großen Fest, das das Kirchenjahr krönt, indem wir sie als den Thron und Palast des Königs besingen.
Schließlich gedenken wir heute der Übertragung des nicht von Menschenhand gemachten Bildes Christi, des Patroziniums dieser Pfarrei, eines Tages, an dem wir die bekannte Geschichte der wundersamen Heilung Abgars, des Königs von Edessa, in Erinnerung rufen, als er das Bild des heiligen Gesichts des Retters empfing, das wundersam auf ein Tuch geprägt war.
Während wir dieser königlichen Bildsprache Aufmerksamkeit schenken sollten – der König der Herrlichkeit, der von den Toten auferstanden ist, die Gottesgebärenderin, die der Thron des Königs ist, und der irdische König, der in Christus Heilung findet –, sollten wir auch einem anderen offenbarten Bild Aufmerksamkeit schenken: dem des Gesichts.
Wir finden beide dieser Bilder, den König und das Gesicht, in den beiden für heute bestimmten Evangeliumslesungen. In der ersten bietet uns unser Herr eine schöne Gleichnis an, in dem er das Reich der Himmel einem gewissen König gleichsetzt, der seine Rechnungen abwickeln wollte. In der zweiten wird uns gesagt, dass unser Herr „sein Gesicht“ nach Jerusalem richtete, eine Absicht, die dreimal wiederholt wird.
So betrachten wir zunächst das Gleichnis, in dem der Herr das Reich der Himmel einem gewissen König gleichsetzt, der seine Rechnungen abwickeln wollte. Einer seiner Diener, der zehntausend Talente schuldete, wurde vor diesen König gebracht, und da er sah, dass er nicht genug Geld hatte, um ihm zu erstatten, befahl der König, ihn und seine Frau und Kinder als Sklaven zu verkaufen. Wer ist dieser König, wenn nicht der Gute Richter selbst, unser himmlischer Vater, der nicht bestraft, ohne zuvor zu richten? Und wer ist der Diener, der zehntausend Talente schuldete, wenn nicht wir selbst, mit unseren unzähligen Sünden gegen Gott und gegen seine Liebe.
Wir könnten fragen: Wenn Gottes Liebe zu uns so groß ist, warum hat er dann befohlen, den Diener und seine Frau und seine Kinder als Sklaven zu verkaufen, um seine Schuld zurückzuzahlen? Zeigt dies Gottes Wunsch, seine rebellischen und ungehorsamen Diener zu bestrafen? Ist Gott so beleidigt über unsere Sünden, dass er sich rächen muss? Keineswegs, denn Gott begehrt, das Geschöpf zu heilen, das er nach seinem Bild geformt hat. Wenn wir sündigen, verdunkeln wir das Bild Gottes in uns, und Gott versucht auf jede mögliche Weise, uns zur Buße zu führen und uns erneut in dieses Bild zu kleiden. Der König im heutigen Gleichnis handelte nicht aus Grausamkeit, sondern aus Liebe, indem er dem Diener eine Gelegenheit zur Buße gab.
Und der Diener tat in der Tat Buße, indem er sich vor dem König niederwarf und ihn anbetete, und sagte: „Habe Geduld mit mir, und ich werde dir alles bezahlen.“ Hier bemerken wir etwas Bedeutsames: Der Mann zeigt seine Buße durch eine direkte, gesicht-zu-gesicht-Interaktion mit dem König. Der König selbst sieht den Mann als menschliches Wesen an, nicht einfach als Schuldner, der ihm Geld schuldet, und der Mann sieht über die äußere Herrlichkeit des Königs hinweg und erblickt seine Großmut. Tatsächlich war der König so von Mitleid ergriffen, dass er ihm nicht nur eine Aufschub gewährte, sondern die gesamte Schuld vergab. Dies ist die große Liebe Gottes zum Menschen, dass er uns viel mehr gibt, als wir bitten. Und so groß ist seine Demut, dass keine unserer Sünden, wie groß sie auch sein mögen, das Meer seines Mitleids beunruhigen kann.
Aber wenn wir die Vergebung des Herrn erbitten, so müssen wir dies in Demut und mit Buße tun, und nicht wie der Knecht unmittelbar danach tat. Denn obwohl der König ihm so viel Liebe und Barmherzigkeit erwiesen hatte, wurde der Knecht in seinem Herzen nicht bewegt. „Der nämliche Knecht ging hinaus“, heißt es im Evangelium, das heißt, er ging aus der Gegenwart Gottes, aus dem Angesicht des Königs, der seine Schuld vergeben hatte, hinaus. Seine Buße dauerte nur so lange, dass seine Schuld ihm vergeben wurde. Obwohl ihm ein größerer Betrag vergeben worden war, konnte er den kleinen Betrag nicht vergeben, den sein Mitknecht ihm schuldete. Und dies geschah, obwohl dieser Mitknecht ebenfalls eine Verbeugung vollzog und mit denselben Worten rief, die der undankbare Knecht vor dem König verwendet hatte: „Hab Geduld mit mir, und ich werde dir alles zurückzahlen.“ Aber der böse Knecht war nicht willig, die Liebe nachzuahmen, die ihm erwiesen worden war. Er weigerte sich, das Angesicht seines Mitknechtes auf dieselbe Weise zu sehen, wie der König ihn gesehen hatte. Und so warf er ihn ins Gefängnis, bis er das Geld zurückgezahlt hätte.
Wie oft finden wir uns dabei, genau dasselbe zu tun? Wir suchen Vergebung für unsere Sünden, aber wir verweigern es, unserem Nächsten zu vergeben. Wir machen allerhand Ausreden für unsere sündigen Handlungen, doch wir richten über unseren Nächsten ohne jede Unterscheidungskraft. Wie der erste Knecht sind unsere Sünden groß, und wir müssen Gott um Vergebung bitten. Wenn jedoch unsere Buße nur von unseren Lippen kommt und nicht von unseren Herzen, dann offenbaren unsere Handlungen die Unechtheit unserer Buße. Wenn jemand uns durch seine Worte oder Handlungen kränkt oder verletzt, dürfen wir ihn nicht verurteilen oder zornig werden, sondern wir müssen dies als Gelegenheit nutzen, ihm dieselbe Liebe und Barmherzigkeit zu erweisen, die Gott uns erwiesen hat. Dies ist oft eine sehr schwierige Sache zu tun, aber wir können beginnen, das Angesicht unseres Bruders anzusehen, um in ihm das Bild Gottes zu erkennen. Wir können uns auch demütigen, indem wir ein kurzes Gebet sprechen wie: „O Herr, hilf meinem Bruder und mir durch seine Gebete“ [wiederholen]. Auf diese Weise erkennen wir die Menschlichkeit unseres Nächsten, wir erweisen ihm Barmherzigkeit und Liebe, während wir uns gleichzeitig demütigen.
In allen Dingen müssen wir bereit sein, uns selbst anzuklagen, anstatt andere anzuklagen. Indem wir Zorn und Groll in unseren Herzen tragen, schaden wir nicht nur unserem Bruder, sondern auch uns selbst. Aber wenn wir uns zu allen Zeiten selbst verurteilen, wird der Gedanke, andere zu verurteilen, uns verlassen. Heiliger Nektarios von Aegina offenbart dies in seinem Leben. Als er der Schulleiter einer Schule in Griechenland war, wurden ihm einige Jungen vorgeführt. Sie hatten etwas Falsches getan und warteten auf ihre Strafe. Heiliger Nektarios sah sie streng an und sagte mit einem Seufzer: „Meine Jungen, wegen eurer Handlungen fürchte ich, dass ich mich selbst bestrafen muss. Es ist meine Schuld, dass ihr so gehandelt habt, und deshalb werde ich drei Tage lang fasten, um Gottes Vergebung zu erbitten.“ Und tatsächlich aß der große Heilige drei Tage lang nichts. Die Jungen waren so beschämt, als sie diese Tat großer Liebe sahen, dass sie nie wieder Unfug trieben. Und auch alle anderen Schüler der Schule waren zutiefst bewegt und waren sehr darauf bedacht, stets auf eine Gottgefällige Weise zu handeln.
Durch seine Handlungen gab uns Heiliger Nektarios ein lebendiges Beispiel der Lehren unseres Herrn in der heutigen Gleichnis. Wir müssen die Liebe Gottes in unserem Herzen tragen und nicht all unsere Aufmerksamkeit auf die beleidigenden Worte anderer richten. Wenn wir andere von Herzen vergeben und wenn wir Gottes Vergebung von Herzen erbitten, dann wird die Gnade Gottes bei uns sein, und Seine Liebe wird all unsere Handlungen, all unsere Gedanken und all unsere Worte leiten. Lasst uns die Liebe Gottes nachahmen, indem wir stets diejenigen vergeben, die uns kränken, und indem wir stets unsere eigenen Sünden vor Gott bekennen. So möge es uns gewährt werden, mit Gott zu wohnen, wo das Feuer Seiner Liebe uns unbeschreiblichen Frieden und Freude in Seinem Himmlischen Paradies bringen wird.
Und wahrlich, es ist unsere Demut, die uns die Gnade Gottes bringen wird, und es ist unsere Demut, die es uns ermöglichen wird, selbst unseren Feinden mit Liebe zu begegnen. Wenn wir Christus in unserem Herzen haben, welchen Schaden können dann die Worte anderer an uns richten? Wenn wir Freude in unserem Herzen haben, welches Interesse werden dann die Sünden anderer für uns haben? Und wenn wir das Gesicht des anderen sehen, anstatt nach äußerem Anschein zu urteilen, welchen Grund hätten wir dann, über die Sünden anderer aufgebracht zu sein?
Möge unser Herr Jesus Christus uns jenen Frieden, jene Freude und jene Liebe schenken, damit wir wahrhaftig ein Meer der Demut und ein Ozean der Vergebung werden; und durch unser Streben, dies zu erlangen, mögen wir die Gleichförmigkeit mit unserem barmherzigen und gnädigen Herrn erlangen, der verherrlicht wird zusammen mit seinem Vater, der von Ewigkeit her ist, und diesem heiligsten, guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immer und in alle Ewigkeit. Amen.
Wortlaut im Original
Matthew 18:23-35; Luke 9:51-56; 10:22-24
Christ the Savior, Berlin, Maryland
August 16, 2026
In the Name of the Father and of the Son and of the Holy Spirit.
My beloved children in the Lord,
Today, we celebrate the third-day resurrection of Christ, whom we glorify as the Lord who is king and robed in majesty.
We also continue to honor the most holy Virgin on the feast of her Dormition, the last major feast which crowns the Church year, singing of her as the throne and palace of the King.
Finally, we commemorate today the translation of the Image of Christ Not-Made-With-Hands, the patronal feast of this parish, a day on which we remember the well-known story of the miraculous healing of Abgar, the king of Edessa, when he received the image of the Holy Face of the Savior, miraculously imprinted on a cloth.
While we ought to pay attention to this royal imagery – the King of glory risen from the dead, the Mother of God who is the throne of the King, and the earthly king who finds healing in Christ – we should also pay attention to another image that is revealed: that of the face.
We find both of these images: the king and the face, in the two Gospel readings appointed for today. In the first, our Lord offers us a beautiful parable in which he likens the Kingdom of Heaven to a certain king who wanted to settle his accounts. In the second, we are told that our Lord “set his face” towards Jerusalem, an intention that is repeated three times.
So let us first consider the parable in which the Lord likens the Kingdom of Heaven to a certain king who wanted to settle his accounts. One of his servants, who owed ten thousand talents, was brought before this king, and seeing that he did not have enough money to repay him, the king ordered him and his wife and children to be sold as slaves. Who is this king, if not the Good Judge Himself, our Heavenly Father, who does not punish without first judging? And who is the servant who owes ten thousand talents, if not we ourselves, with our countless sins against God and against His love.
We might ask: if God’s love for us is so great, why did He order the servant and his wife and his children to be sold as slaves in order to pay back his debt? Does this reveal God’s desire to punish His rebellious and disobedient servants? Has God become so offended at our sins that He needs to avenge Himself? In no way, for God desires to heal the creature which He has fashioned in His image. When we sin, we darken the image of God in us, and God tries in every way possible to lead us to repentance and to clothe us once more in that image. The king in today’s parable was not acting out of cruelty but out of love, by giving the servant an opportunity to repent.
And the servant indeed did repent by making a prostration before the king and worshipped him, saying: “Have patience with me, and I will pay thee all.” Here we note here something significant: the man shows his repentance by means of a face-to-face interaction with the King. The King himself looks to the man as a human being, not simply a debtor who owes him money, and the man looks beyond the outward glory of the King and beholds his magnanimity. In fact, the king was so moved with compassion that he did not merely give him an extension but forgave the entire debt. This is the great love of God for man that He gives us much more than we ask for. And such is His humility, that none of our sins, however great, can trouble the sea of His compassion.
But when we do ask the Lord’s forgiveness, we must do so in humility and with repentance, and not as the servant did immediately after this. For even though the king had showed him so much love and compassion, the servant was not moved within his heart. “The same servant went out” it says in the Gospel, that is, he went out from the presence of God, from the face of the King who forgave his debt. His repentance lasted only long enough for him to be forgiven his debt. Although he had been forgiven a greater amount, he was not able to forgive the small amount that his fellow-servant owed him. And this was in spite of the fact that this fellow-servant likewise made a prostration and cried out with the very same words which the ungrateful servant had used before the king: “Have patience with me, and I will pay thee all.” But the wicked servant was not willing to imitate the love that had been shown to him. He refused to see the face of his fellow-servant in the same way that the King had seen him. And so he threw him into prison until he would pay back the money.
How often do we find ourselves doing this very same thing? We seek forgiveness for our sins, but we refuse to forgive our neighbor. We make all kinds of excuses for our sinful actions, yet we judge our neighbor without any discernment. Like the first servant, our sins are great and we need to ask God for forgiveness. However, if our repentance comes only from our lips and not from our hearts, then our actions reveal the insincerity of our repentance. When someone offends or hurts us by his words or actions, we must not condemn him or become angry, but we must use this as an opportunity to show him the same love and compassion that God has shown us. This is often a very difficult thing to do, but we can begin by looking at the face of our brother, to see in him the image of God. We can also humble ourselves by saying a short prayer such as “O Lord, help my brother and me through his prayers” [repeat]. In this way, we see the humanity of our neighbor, we show compassion and love for him, while humbling ourselves at the same time.
In all things, we must be willing to accuse ourselves instead of accusing others. By carrying anger and resentment in our hearts, we are not only harming our brother, but also ourselves. But if we condemn ourselves at all times, the thought of condemning others will leave us. Saint Nectarios of Aegina reveals this in his life. When he was the headmaster of a school in Greece, some boys were brought to him. They had done something wrong and they were waiting their punishment. Saint Nectarios looked at them sternly and said with a sigh: “My boys, for your actions, I am afraid that I am going to have to punish myself. It is my fault that you acted as you did, and therefore I will fast for three days to ask God’s forgiveness.” And indeed, the great Saint ate nothing for three days. The boys were so ashamed at seeing this act of great love, that they never misbehaved again. And all the other students of the school were also greatly moved and were very careful to always act in a God-pleasing way.
By his actions, Saint Nectarios was giving us a living example of our Lord’s teachings in today’s parable. We must carry God’s love in our heart and not cast all our attention on the offensive words of others. If we forgive others from our hearts, and if we ask God’s forgiveness from our hearts, then the grace of God will be with us and His love will guide all our actions, all our thoughts, and all our words. Let us imitate God’s love by always forgiving those who offend us and by always confessing our own sins to God. By so doing may we be granted to dwell with God where the fire of His love will bring us inexpressible peace and joy in His Heavenly Paradise.
And indeed, it is our humility that will bring upon us the grace of God, and it is our humility that will allow us to respond, even to our enemies, with love. If we have Christ in our heart, then what harm can the words of others have on us? If we have joy in our heart, then what interest will the sins of others have for us? And if we see the face of the other rather than judging by external appearance, what reason will we have to become upset at the sins of others?
May our Lord Jesus Christ grant us that peace, joy, and love, so that we might truly become a sea of humility and an ocean of forgiveness; and by our struggle to attain this, may we attain to the likeness of our merciful and compassionate Lord, Who is glorified together with His Father, Who is from everlasting, and this most-Holy, good, and life-creating Spirit, now and ever and unto ages of ages. Amen.