Die Einführung einer humanistischen Militärseelsorge ist als gleichwertiges, weltliches Angebot zu verstehen, das die Lebensrealität konfessionsfreier Soldaten abbildet und eine Lücke in der bestehenden pluralistischen Seelsorge schließt.
Der Text analysiert die Forderung des Humanistischen Verbands Deutschlands (HVD) nach einer humanistischen Militärseelsorge in der Bundeswehr. Er stellt dies der bestehenden evangelischen, katholischen und jüdischen Seelsorge gegenüber und diskutiert die Motivation hinter dieser Forderung. Der Sprecher verweist auf aktuelle Meldungen der humanistischen Hochschule Berlin und Interviews, die die Dringlichkeit eines weltlichen Angebots für konfessionsfreie Soldaten betonen. Er kritisiert dabei die unklare Abgrenzung zwischen 'weltanschaulich neutral' und 'humanistisch' sowie die politische Lobbyarbeit der Kirchenvertreter. Am Beispiel des evangelischen Militärbischofs wird gezeigt, wie religiöse Institutionen ihre Strukturen an den Ausbau der Bundeswehr koppeln. Der Text plädiert für eine genauere Definition der spezifischen humanistischen Prägung, um die Gleichwertigkeit mit religiösen Angeboten zu belegen.
Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
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Willkommen zur neuen Freigeistfolge. Ich wage es heute über ein Thema zu reden, das in der Öffentlichkeit kaum präsent ist und über das aber manche funktionäre sekulare Organisationen manchmal nachdenken und das unter denen seit Jahrzehnten umstritten ist. Die Rede ist von humanistischer Militärseelsorge. Ja, was ist das? Der Hintergrund dieser Idee ist die folgende. Die Bundeswehr bietet bisher nur evangelische, katholische und jüdische Seelsorge an. Aber ein Großteil der Soldatinnen und Soldaten gehört natürlich keiner Kirche mehr an. Daher scheint die Forderung naheliegend ein gleichwertiges, weltliches Angebot zu etablieren, das sich an Nichtreligiöse richtet. Dabei wird an folgende Ziele gedacht. Ethische Hilfestellung, Begleitung bei moralischen Fragen und Zweifeln, aber eben ohne Religionsbezug. Auch Unterstützung in Lebensfragen, die da auftreten mögen, wobei man sich dann eben auf Vernunft, Empathie und Menschlichkeit verlässt, ohne Religion. Und dadurch ja insbesondere eine Einlösung gleicher Rechte, nämlich es gibt dann ja Schutz und Betreuung, auch für Menschen im System Bundeswehr, die nicht an Gott glauben. So, nun kann man fragen, gibt es einen solchen spezifisch weltanschaulichen Bedarf oder ja, sind nicht Probleme, die die Menschen beschäftigen, einfach Thema der Psychologie, reicht nicht psychologische Beratung eigentlich aus. Und je nachdem, wie ernst man den Weltanschauungsbegriff und den Weltanschauungsbezug im Denken und Fühlen der Menschen nimmt, wird man sagen, doch es gibt schon Fragen, bei denen man mit jemanden sprechen möchte, von dem man annehmen kann, dass er in Grundfragen ähnlich tickt, wie man selber. Also weltanschaulicher Beratungsbedarf. Der Verband, der diese programmatische Forderung verfolgt, ist der HVD, der humanistische Verband Deutschlands, der schon lange, das sozusagen auf der Agenda hat. Tatsächlich erinnere ich mich, dass ich bei der ersten Veranstaltung, die ich besucht habe im Jahr 1993, das war eine Tagung in Berlin, des damals neu gegründeten HVD, dass das da auch schon ein Thema war. Da hatte man Kontakt zu niederländischen Humanisten, bei denen es eine humanistische Militärbereitung damals schon gab. Und da hatte man das im Blick. Aber es war damals bereits umstritten, weil Pazifisten innerhalb des eigenen Verbandes gesagt haben, ja, was soll denn das? Dann tragen wir ja zum System Militär bei und können wir das denn verantworten. Und die anderen haben gesagt, na ja, es geht um die Menschen. In diesem System Bundeswehr. Und dann ist eben die Frage, sollten solche Berater denn Uniform tragen, vielleicht eher nicht? Sollten sie in die Befehlskette eingebunden sein, vielleicht eher nicht? Sollten sie staatlich finanziert werden? Na ja, und dann kommen wir zu Eigeninteressen von Verbänden. Und da ist die Forderung natürlich, insbesondere da die anderen auch staatlich finanziert werden. Möchte man das dann eben auch. Vertleichen kann man dieses Thema mit der sogenannten Anstalt. Seelsorge, also es gibt ja auch Krankenhausseelsorge und Gefängnisseelsorge. Und ja, also immer kann man die Frage stellen, sollen weltanschauliche Berater nur Zugang zu den Menschen bekommen? Oder soll das in einer stärker strukturierten Weise angeboten werden, sodass dann eben eine Kooperation mit dem Staat erforderlich wird? Wobei es dann ja um Rechte und Pflichten und insbesondere auch um Geld geht. Nun, kürzlich ist eine Meldung auf der Homepage der humanistischen Hochschule Berlin erschienen. Also aus dem HVD ist ja eine humanistische Hochschule in Berlin hervorgegangen. Die entsprechende Themen rund um den Humanismus reflektiert. Meldung vom 4. März 2026 Militärseelsorge bei der Bundeswehr. Warum die Bundeswehr humanistische Militärseelsorge braucht? Ich lese vor, was da auf der Seite steht. Die Frage nach einer modernen pluralistischen Militärseelsorge gewinnt in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Obwohl die Bundeswehr seit Jahrzehnten seelsorgerische Strukturen für evangelische, katholische, jüdische und künftig muslimische Soldaten etabliert hat, fehlt bis heute ein gleichwertiges Angebot für jene, die keine Religion angehören. Dabei ist gerade diese Gruppe längst keine Minderheit mehr, weder in der Zivilgesellschaft noch in den Streitkräften. In einem kurz ausgestrahlten Interview des Deutschlandfunks ist der Sendeformat Tag für Tag. In diesem Fall ist der Interviewendejournalist Christian Röther gewesen. Die Sendung war am 30. Januar 2026. Da betonte Sven Thale, Prorektor Weltanschauung an der humanistischen Hochschule Berlin und Bundesbeauftragter des humanistischen Verbands Deutschlands für Seelsorge in Institutionen die Dränglichkeit eines humanistischen Angebots. Rund die Hälfte der in Deutschland lebenden Menschen ist konfessionsfrei und in der Bundeswehr ist der Anteil vergleichbar hoch. Dennoch existiert bislang keine weltanschaulich neutrale Form der Seelsorge, die die Lebenswelt dieser Soldaten abbildet. Im Text steht hier tatsächlich nicht Soldaten, sondern Soldatinnen mit Doppelpunkt. Und das ist in der Meldung auch uneinheitlich. An manchen Stellen mit Doppelpunkt, an anderen mit Sternchen. Das will ich so nicht vorlesen, diese Verhundzung der Schriftsprache. Und das dann auch noch uneinheitlich zu tun. Das ist ja echt albern und nützt niemanden, wie ich anlässlich dieses HVD Textes ganz allgemein bemerken will. Diese Meldung hat einen damals aktuellen Anlass. Nämlich von der evangelischen Militärseelsorge ist eine Studie in Auftrag gegeben worden. Die zeigt, dass 91% der Soldaten Militärseelsorge für wichtig halten und dass im Auslatzeinsatz dieser Wert sogar auf 95% steigt. Und das wird hier positiv aufgegriffen von der humanistischen Hochschule, die dann sagt, klar, also vertrauliche Gespräche sind in belastenden Situationen unverzichtbar. Das wird dadurch gezeigt. Aber zweitens zeigt sich auch, dass die derzeitigen Strukturen eine Lücke haben. Und die schreiben dann, sie bieten Hilfe an, die bewusst oder unbewusst eine religiöse Perspektive mittransportiert, selbst wenn die meisten Radsuchenden nicht religiös sind. Das ist natürlich das entscheidende Argument. Hier gleich behandelt werden zu wollen. Und ja, dann wird beschrieben, was die humanistische Seelsorge eben will. Nämlich es wird ohne religiöse Bindung gearbeitet. Es geht um Sinn und Verantwortung sowie moralische Orientierung rein aus dem menschlichen Zusammenleben, also Mitgefühl und Vernunft. Und es wird nochmal aufgelistet, was die klaren Grundideen sind. Der Mensch steht im Zentrum, nicht der Glaube, nicht das Transcendente, sondern der Mensch mit seinen Erfahrungen, Sorgen und Bedürfnissen. Sinn und Moral entstehen aus menschlichem Zusammenleben. Und deswegen ist eben eine vertrauliche Unterstützung ohne religiösen Rahmen geboten. Und damit erreicht man dann auch weltanschauliche Passgenauigkeit. Denn ob ein seelsorgerisches Angebot als hilfreich oder als fremd empfunden wird, das hängt eben oft davon ab, ob man dann gegenüber hat, dass die eigenen Grundannahmen teilt. Insofern kann eine weltlich orientierte Seelsorge eine Lebensnahriform der Unterstützung bieten. Da habe ich also Formulierungen verwendet, die da auf der Homepage genannt werden. Es wird dann auch darauf hingewiesen, dass andere europäische Länder da schon weiter sind, insbesondere die Niederlande seit den 1960er Jahren, aber auch Belgien, Norwegen und Großbritannien. Auf die Regelungen in anderen Ländern komme ich dann später nochmal zurück. Das Fazit lautet also, es geht nicht darum, religiöse Seelsorge zu ersetzen, sondern das Spektrum so zu erweitern, das ist die gesellschaftliche Realität, widerspiegelt und kommt also die gesellschaftliche Verantwortung noch in den Blick. Und es heißt dann noch, eine humanistische Militärseelsorge wäre in diesem Kontext mehr als nur ein Serviceangebot. Sie wäre ein gesellschaftliches Signal. Wir nehmen weltanschauliche Vielfalt ernst. Wir sehen die Lebensrealität junger Menschen. Wir schaffen Strukturen, die moderne Werte berücksichtigen. Ja, Zitat Ende von dieser Homepage. Das ist natürlich geschickt aufgezogen. Das ist klar, wenn man so ein Projekt einrichten will, dann muss man wohl so argumentieren, was so über die mitmenschliche Begründung gesagt wird, ist ja sehr nachvollziehbar. Da kann man eigentlich nicht widersprechen. Man könnte kritisch nachfragen, ob denn die spezifische weltanschauliche Prägung präzise genug ist, denn was da so genannt wird, Vernunft, Mitmenschlichkeit, Verantwortung und gegenseitige Rücksichtnahme, das würden sicherlich auch die religiösen Militärseelsorge für sich in Anspruch nehmen. Und naja, wenn man auf dem Gleichbehandlungsticket als Weltanschauungsverband tätig werden will, dann muss man natürlich positiv benennen, was die weltanschauliche Prägung im eigenen Sinn ausmacht, was das Spezifikum des Humanismus ist. Und ich denke, das ist mit Worten wie, ja, es soll offen sein und wir repräsentieren Vielfalt und so weiter. Das ist damit nicht abgefrüstückt. An einer Stelle im Text heißt es ja auch, es geht um eine weltanschauliche neutrale Form der Beratung. Ja, aber weltanschaulich neutral und weltanschaulich humanistisch ist eben nicht dasselbe. Also, vielleicht müsste da im Sinne des HVD noch ein bisschen nachgeschärft werden. Ja, dann schauen wir uns doch mal an, wie das die machen, die es schon gibt, etwa die EKD, evangelische Kirche in Deutschland. Da gibt es den evangelischen Militärbischof. Diese Einrichtung gibt es seit 1957 und als Selbstdarstellung auf der Homepage dieses Angebots liest man folgendes. Auch Soldaten brauchen die Kirche. Im Einsatz kann ihr Leben auf dem Spiel stehen und sie gebrauchen tödliche Waffen. Das wirft einschneidende Fragen auf. Zudem wechseln die Einsatzorte. Deshalb muss die Kirche dahin gehen, wo Soldaten arbeiten. Der evangelische Militärbischof leitet die Seelsorge an den Standorten und in den Einsätzen der Bundeswehr. Dabei ist er ganz Kirche und wird eigenständig tätig. Kein Befehlshaber kann ihm oder den militärgeistlichen Anweisungen geben. Zitat Ende. Nun, der Militärbischof der EKD, das ist momentan Dr. Bernhard Fellenberg. Und ja, das ist ein kluge Lobbyarbeiter für seine eigene Sache. Man liest als Meldung vom 8. Juli 2025, und das ist ein kluge Lobbyarbeiter. Man liest als Meldung vom 8. Juli 20. Juli 20. Angesichts des geplanten Aufwuchses bei der Bundeswehr, also Bundeswehr wird ja ausgebaut, so wissen wir ja, angesichts dieses Aufwuchses fordert der Militärbischof der evangelischen Kirche in Deutschland Bernhard Fellenberg von Verteidigungsminister Boris Pistorius mehr Stellen für die Militärseelsorge. Ich hoffe, dass das Ministerium jetzt, wo mehr Geld da ist, auch an die Militärseelsorge denkt, sagte Fellenberg. Zitat Ende. Also, Ziel der evangelischen Kirche ist ein proportionales Mitwachsen mit dem Militär. Und klar, so sieht man das bei eigenen Angeboten. Ich erwähne noch, dass es Meldung vom 5. Dezember 2025 mitzuteilen gab, dass der Militärbischof Bernhard Fellenberg in Stigrad berufen worden ist und erfolgt dort der evangelischen Theologin Petra Barr nach, die seit Mai 2025 Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium wurde. Herzlichen Glückwunsch. Ich habe da noch ein Zitat gefunden, das lautet, der Militärbischof zufolge ist die Nachfrage nach Angeboten der Militärseelsorge groß und die Rate der Kirchenaustritte bei Angehörigen der Bundeswehr sehr gering. Ja, das mag sein, dass es bei den Angehörigen der Bundeswehr wenig Austritte gibt, denn die sind ja vorher schon ausgetreten. Es gibt eine lateinische Redewendung, die seit Ende der 70er Jahre die Losung der evangelischen Seelsorge in der Bundeswehr widerspiegelt, nämlich Dominisumus. Wir sind des Herrn. Dominisumus. Naja, ich habe schon reichhaltigere lateinische Sprüche gelesen. An ungefähr 100 Bundeswehrstandorten in Deutschland gibt es evangelische Militärpfarrer und Pfarrerinnen, die leiten die Militärpfarrämter, wo dann auch noch eine Pfarrhelferin oder ein Pfarrhelfer arbeiten kann. Sie haben keinen militärischen Rang, tragen auch keine Uniform, gehören also nicht zur militärischen Hierarchie. Und natürlich unterliegen sie den Beichtgeheimnis und der damit verbundenen Schweigepflicht. Soweit wird das also beschrieben auf der zugehörigen Seite im Netz. Die Militärseelsorge steht ihnen bei persönlichen, familiären oder beruflichen Herausforderungen zur Seite, zum Beispiel bei Einsamkeit, Glaubensfragen, Konflikten, Trauereinsatzbelastungen, Zukunftsfragen oder Lebenskrisen. Auch einfach ein Gespräch kann bereits entlasten sein, aber auch ohne Bewertung. Zitat Ende. Auch ich enthalte mich der Bewertung. Ich weise aber noch darauf hin, dass es unter den Fragen, die man da antliegen kann, noch die Frage gibt, will der Militärpfarrer mich bekehren? Und die Antwort lautet, nein. Die Militärseelsorge respektiert ihre persönliche Überzeugung, unabhängig von Religion, Weltanschauung oder Lebensweise, Ziel ist nicht Missionierung, sondern Begleitung, Unterstützung und Orientierungshilfe in den vorhandenen Situationen. Ich füge einen kleinen Exkurs an. In der DDR gab es keine Militärseelsorge. Und das hat dann nach der Einheit zu einer Debatte innerhalb der evangelischen Kirche geführt. Denn, ja, also die östlichen Landeskirchen waren da nicht begeistert. Es kam dann 1994 zum Kompromiss von Halle, der den Status quo festschrieb, aber zugleich den ostdeutschen Protestanten eine Gesichtswahrung ermöglichte. Nämlich der Militärseelsorgevertrag wurde nicht übernommen. Und das ist dann ähnlich nochmal bestätigt worden bei einer Synode in Anberg 2001. Die östlichen Landeskirchen sind also den Militärseelsorgevertrag nicht beigetreten. Aber es wurde dann verstanden als Gemeinschaftsaufgabe der EKD, also sozusagen auf Bundesebene. Und deswegen finden die bestehenden Regelungen dann auch in den neuen Bundesländern seither Anwendung geschickt eingefädelt. Ja nun, und wie schaut's bei der katholischen Kirche aus? Da gibt es natürlich den katholischen Militärbischof. Das ist seit 2011 Dr. Franz Josef Oberbeck, der Bischof von Essen. Er ist danachfolger von Walter Mixer. Mixer war ja ein sehr profilierter katholischer Bischof. Na gut, nun ist es Oberbeck. Auf der entsprechenden Seite der katholischen Kirche findet man ein Wort des Bischofs, ich zitiere. Die Kirche der Seelsorge ist darum eine Kirche der Weite, die sich der Begleitung der Soldatinnen und Soldaten ihrer Familien und der Menschen, mit denen sie Leben annimmt, um aus ihrem Selbstverständnis heraus Menschen, die dem Frieden und der Gerechtigkeit dienen, aus der Kraft des Evangeliums und im Glauben nahe zu sein. Zitat Ende. Auch die rechtlichen Grundlagen werden da gleich mit angegeben. Und vielleicht von Interesse ist tatsächlich das Reichskonkordat von 1933, Artikel 27. Das ist da auch gleich mit verlinkt und um der historischen Bedeutungsschwere sinnfällig Ausdruck zu verleihen, möchte ich da mal ein bisschen vorlesen. Seine Heiligkeit papsed Pius XI und der Deutsche Reichspräsident, von dem gemeinsamen Wunsch, die geleitet, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Deutschen Reich bestehenden freundschaftlichen Beziehungen zu festigen und zu fördern, gewillt, das Verhältnis zwischen der katholischen Kirche und dem Staat für den Gesamtbereich des Deutschen Reiches in einer beide Teile befriedigenden Weise dauernd zu regeln, haben beschlossen, eine feierliche Übereinkunft zu treffen, welche die mit einzelnen deutschen Ländern abgeschlossenen Konkordate ergänzen und auch für die übrigen Länder in den Seinen einsetzen einheitliche Behandlung der einschlägigen Fragen sichern soll. Zu diesem Zweck haben seine Heiligkeit papsed Pius XI zu ihrem Bevollmächtigten, man würde erwarten zu seinem Bevollmächtigten, aber das ihrem bezieht sich vermutlich auf Heiligkeit. Also nochmal, seine Heiligkeit papsed Pius XI zu ihrem Bevollmächtigten, seine Eminence, den hochwürdigsten Herrn Kardinal Eugen Pacelli, ihren Staatssekretär und der Deutsche Reichspräsident zum Bevollmächtigten, den Vizekanzler des Deutschen Reiches, Herrn Franz von Papen, bekannten, die nachdem sich ihre beiderseitigen Vollmachten ausgetauscht und in guter und gehöriger Form befunden haben über folgende Artikel übereingekommen sind. Und im Artikel 27 steht dann, der Deutschen Reichswehr wird für die zu ihr gehörenden katholischen Offiziere, Beamten und Mannschaften sowie deren Familien eine exemte Seelsorge zugestanden. Die Leitung der Militärseelsorge obliegt dem Armeebischof. Seine körperliche Ernennung erfolgt durch den Heiligen Stuhl, nachdem letzter, dass sich mit der Reichsregierung in Verbindung gesetzt hat und so weiter und so weiter. Und am Ende dann die näheren Bestimmungen über die Organisation der katholischen Heeresseelsorge erfolgen durch ein apostolisches Brewe, also offenbar eine kurz verlautbarung, breves heißt ja kurz. Die Regelung der beambtenrechtlichen Verhältnisse erfolgt durch die Reichsregierung. Also es hat alles eine Ordnung. Ja und es gibt übrigens eine Bischofskirche des katholischen Militärbischofs für die Deutsche Bundeswehr. Das ist die St. Johannes Basilika in der Lilienthal-Straße in Berlin Kreuzberg. Kreuzberg, wer hätte das gedacht? So, dann gibt es ja eine dritte entsprechende Institution neben katholisch und evangelisch, die jetzt aufgebaut wurde. Seit 2021 kann man auf der entsprechenden Seite der Bundeswehr im Netz lesen. Seit 2021 wird in der Bundeswehr die jüdische Militärseelsorge mit ihren bundesweit fünf Außenstellen aufgebaut. Da gibt es also ein Militärrabinat, das ist in Berlin angesiedelt und der erste Militärbundesrabiner, Herr Zolt-Balla, hat 2021 seine Arbeit aufgenommen und wird wie folgt zitiert. Unsere wichtigste Aufgabe ist es jüdische Soldatinnen und Soldaten im Grunddienst und im Auslandseinsatz bei der Religionsausübung zu unterstützen. Wir helfen etwa bei der Bereitstellung Koscher in Essenz, kümmern uns um die religiöse Lehre, unterstützen bei der Regierung jüdischer Feiertage und stehen selbstverständlich für Gespräche über alles, was unsere Soldatinnen und Soldaten bewegt zur Verfügung. Herr Balla stammt aus Budapest. Er steht in keinem Dienstverhältnis zum Staat, sondern wird direkt vom Zentralrat der Juden und er ist Rabbiner in Leipzig, auch Landessrabiner von Sachsen und Vorstandsmitglied der orthodoxen Rabbinerkonferenz. Also er kennt sich sicher gut aus mit Koscher in Essen. Nun kann man fragen, wie stark ist da eigentlich die Nachfrage? Wie viele jüdische Soldatinnen und Soldaten gibt es bei der Bundeswehr? Das ist auch eine dieser Fragen, die man anklicken kann auf der Homepage, allerdings ist die Antwort ernüchternd. Es lautet nämlich, die genaue Zahl jüdischer Bundeswehrangehöriger ist nicht bekannt, da die Religionszugehörigkeit und andere religiöse und weltanschauliche Überzeugungen zu den besonders sensiblen und daher geschützten Daten zählen. Diese werden beim Eintritt in die Bundeswehr nicht erhoben. Zitat Ende. Ja, und wie schaut es denn bei den Muslimen aus? Da habe ich die schönste Zusammenfassung beim katholischen DOM Radio.de gefunden. Meldung vom 4. März. Muslimische Militärseelsorge startet laut Werbeauftragten in Kürze. Nach Angaben des Werbeauftragten Henning Otte, CDU, soll es bereits in Kürze eine muslimischen Militärseelsorge für die Bundeswehr geben. Das Verteidigungsministerium bereite eine entsprechende Vergabe vor, heißt es in dem aktuellen Jahresbericht, den Otte am Dienstag in Berlin vorstellte. Mit dem Angebot könne dann voraussichtlich noch in diesem Jahr gestattet werden. Also ja, jetzt offenbar Ende 2026. Damit könne eine bisher bestehende Lücke endlich geschlossen werden. Nach Angaben des Werbeauftragten gibt es rund 3.000 Soldaten und Soldatinnen muslimischen Glaubens in der Bundeswehr. Okay, also bei den Muslimen weiß man das. Nach dem Soldatengesetz hat jeder Soldat, jede Soldatin Anspruch auf Seelsorge und ungestörte Religionsausübung. Und so weiter und so weiter. Die Militärseelsorge wird vom Staat finanziert und organisiert. Die Kirchen- und Reli