Sonntag, 30. August 2026 (22. Sonntag im Jahreskreis A) Kath. Kirchengemeinde Freiburg i. Br. – Pfarrer Siegfried Huber
Christlicher Glaube besteht nicht nur im Empfang von Trost, sondern erfordert die aktive, oft anstrengende Übernahme von Verantwortung für das Gute und die Gerechtigkeit im Alltag.
Christlicher Glaube ist längst nicht nur Lifestyle – etwas, das gut aussieht, was Spaß macht, was das persönliche Wohlbefinden steigert. Das hoffentlich auch immer wieder.
Die Predigt nimmt einen Radiomoderator, der nur nach positiven Erlebnissen fragt, als Ausgangspunkt, um die Tendenz zur Ausblendung des Leidens im Leben und im Glauben zu thematisieren. Der Sprecher argumentiert, dass der christliche Glaube oft auf Trost und Segen reduziert wurde, während die anstrengende Seite der Nachfolge Jesu als überholt abgetan wird. Unter Berufung auf den Römerbrief wird Paulus' Aufforderung, sich nicht der Welt anzupassen, als Mahnung zu Wachheit und kritischem Denken neu interpretiert. Es geht nicht um Weltflucht, sondern um die Fähigkeit, das Gute und Vollkommene in einer unvollkommenen Welt zu erkennen. Der Glaube wird als Weg beschrieben, der sowohl Trost als auch klare Haltung und Einsatz für eine gute Welt umfasst. Konkret werden alltägliche Handlungen wie Hilfe für Nachbarn oder politische Stellungnahme für Menschenwürde als Ausprägung dieses Glaubens genannt. Die Predigt schließt damit, dass christlicher Glaube kein Lifestyle ist, sondern die Bereitschaft erfordert, das eigene Kreuz zu tragen und Jesus nachzufolgen.
Weltbild
was das heißt- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
- Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
- Wo sitzt das Übel?
- im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
- Was hilft dagegen?
- praktisches Handeln am Nächsten, Werke; Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
- von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
- auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf den Stifter oder Propheten der Tradition
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
- jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
- auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst
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Wozu der Text aufruft
- sich nicht einlullen lassen, sondern einen wachen Blick haben (innerlich)
- Hilfe für andere leisten, angefangen in der Familie oder Nachbarschaft (zwischenmenschlich)
- politische Haltung zeigen, wo Menschenwürde zur Diskussion gestellt wird (gesellschaftlich)
Genannte Stellen
Röm 12,1-2 · Mt 16,21-27
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 4 von 5
- Konkretheit
- 3 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 1, jetzt 3, künftig 1