Schiitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
From Charity to Empowerment: A Reflection on the International Day of Charity
ohne Namen ·
Islamic Centre of England – Weekly Articles ·
2026-09-01
· London
· Quelle
Fürsorge · Hauptbotschaft
Gerechtigkeit · tragend
Wissen · tragend
Wohltätigkeit muss von bloßer Geldspende zu einer umfassenden Praxis der Empowerment und Würdeerhaltung erweitert werden, die alle menschlichen Fähigkeiten einbezieht und auf nachhaltige Selbstversorgung abzielt.
Die zentrale Frage lautet daher nicht nur „Wie viel sollten wir geben?“, sondern vielmehr: „Was sollten wir geben, wem, mit welcher Absicht, durch welche Mittel und mit welchem Ergebnis?“
Der Text reflektiert über den Internationalen Tag der Wohltätigkeit und argumentiert, dass Güte weit über finanzielle Spenden hinausgeht. Er definiert eine gute Tat als würdige Handlung, die Leiden verringert und Fähigkeiten fördert, ohne Abhängigkeit zu erzeugen. Der Autor verweist auf islamische Quellen wie den Koran und Hadithe, um die Breite der Wohltätigkeit zu belegen, und vergleicht dies mit jüdischen, christlichen und hinduistischen Traditionen. Eine detaillierte Tabelle listet verschiedene Formen der Hilfe auf, von Notfallhilfe bis zu digitaler Unterstützung und Umweltenschutz. Die Absicht wird als zentrale Säule der Wohltätigkeit beschrieben, wobei Aufrichtigkeit mit gesunder Methode und nützlichem Ergebnis verbunden werden muss. Der Text ruft dazu auf, alle verfügbaren Ressourcen – Zeit, Wissen, Fachwissen – einzusetzen, um Armut nachhaltig zu bekämpfen und gesellschaftliche Solidarität zu stärken.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
- Wo sitzt das Übel?
-
in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
- Was hilft dagegen?
-
praktisches Handeln am Nächsten, Werke; Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
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von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
- Wohin geht die Geschichte?
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es wird besser, Entwicklung zum Guten
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
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auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf den Stifter oder Propheten der Tradition
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst
Verwandte Texte aus anderen Traditionen
nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition
Wozu der Text aufruft
- Fähigkeiten und Zeit für soziale Zwecke einsetzen (gesellschaftlich)
- Methode der Hilfe auf Würde und Nachhaltigkeit prüfen (innerlich)
- Bedürftige zu Selbstversorgung befähigen (zwischenmenschlich)
Genannte Stellen
Koran 3:92 · Koran 2:177 · Hadith: 'Jede gute Tat ist Almosen' · Hadith: 'Wer zum Guten führt...' · Hadith: 'Keine Handlung ohne Absicht' · Koran 76:9 · Koran 2:262 · Koran 2:264
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 4 von 5
- Konkretheit
- 3 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 1, jetzt 3, künftig 2
Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut auf Deutsch
Seyed Hashem Moosavi
Einleitung
Der fünfte September wurde von den Vereinten Nationen als Internationaler Tag der Wohltätigkeit – oder, bedeutsamer, als Internationaler Tag der Güte – festgelegt. Dieser Anlass ist nicht bloße Einladung, Geldspenden zu erhöhen; er ist eine Gelegenheit, die Bedeutung der Güte, neue Formen der Teilnahme, die Ethik des Helfens, die Rollen von Regierung und Gesellschaft, das Potenzial der verpflichtenden finanziellen Pflichten des Islams sowie den Erhalt des öffentlichen Vertrauens neu zu durchdenken.
In den Köpfen vieler Menschen ist die Wohltätigkeitsarbeit immer noch auf das Spenden von Geld, die Verteilung von Lebensmitteln, den Bau von Moscheen oder die Hilfe für Kranke beschränkt. All dies sind wertvolle Ausdrücke der Güte; doch die heutige Welt hat gezeigt, dass Wohltätigkeit sich vom Lehren einer Fähigkeit bis zur Bereitstellung einer Rechtsverteidigung für Unterdrückte, vom Spenden von Zeit und Fachwissen bis zur Erstellung kostenloser Software für Menschen mit besonderen Bedürfnissen, wie Sehbehinderte, und von der Errichtung eines akademischen Stiftungsvermögens bis zum Schutz der Umwelt erstrecken kann. Die zentrale Frage lautet daher nicht nur „Wie viel sollten wir geben?“, sondern vielmehr: „Was sollten wir geben, wem, mit welcher Absicht, durch welche Mittel und mit welchem Ergebnis?“
Von einer nationalen Initiative zu einem globalen Anlass
Die Idee, einen globalen Tag der Wohltätigkeit zu widmen, entstand 2011 als Initiative der ungarischen Zivilgesellschaft und erreichte, mit der Unterstützung des ungarischen Parlaments und der Regierung, die Vereinten Nationen. Am 17. Dezember 2012 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Resolution 67/105 und erklärte den 5. September zum Internationalen Tag der Wohltätigkeit. Das Datum markiert den Jahrestag des Todes von Mutter Teresa im Jahr 1997, einer Persönlichkeit, die viele Jahrzehnte ihres Lebens dem Dienst an Armen, Kranken und Benachteiligten widmete und die 1979 den Friedensnobelpreis erhielt. Der Vorschlag Ungarns wurde einvernehmlich angenommen, wobei 44 Staaten aus verschiedenen Regionen der Welt den Entwurf der Resolution formell unterstützten.
Der Zweck dieser Festlegung war nicht bloß, eine historische Persönlichkeit zu ehren. Die Resolution der Vereinten Nationen erkannte die Wohltätigkeit als Mittel zur Verringerung menschlichen Leidens, zur Bekämpfung der Armut, zur Stärkung der sozialen Solidarität und zur Förderung des Dialogs zwischen den Nationen an. Sie rief Regierungen, internationale Organisationen, zivilgesellschaftliche Gremien und Einzelpersonen auf, eine Kultur der Güte durch Bildung, Bewusstseinsbildung und geeignete Aktivitäten zu fördern.
Die Vereinten Nationen betonen auch, dass Wohltätigkeit öffentliche Dienste im Bereich Gesundheit, Bildung, Wohnen und Kinderschutz ergänzen kann, während sie gleichzeitig Kultur, Wissenschaft, Sport, das natürliche Erbe und die Rechte marginalisierter Gruppen unterstützt. Somit ist dieser Tag weniger eine „Feier des Geldgebens“ als ein Aufruf, menschliche Fähigkeiten im Dienst am Gemeinwohl zu mobilisieren. [1]
Was ist eine gute Tat?
Im gesellschaftlichen Gebrauch kann eine „gute Tat“ als jede legitime, durchdachte und auf Würde zentrierte Handlung definiert werden, die Leiden verringert, ein Recht wiederherstellt, ein echtes Bedürfnis erfüllt, menschliche Fähigkeiten fördert oder einen dauerhaften Nutzen für die Gesellschaft und die Welt schafft – ohne selbst zu Unrecht, Demütigung oder schädlicher Abhängigkeit zu führen.
Diese Definition enthält mehrere wichtige Punkte. Erstens ist Güte nicht auf das Geben von Geld beschränkt; Wissen, Zeit, Fähigkeit, gesellschaftliche Glaubwürdigkeit, Netzwerke, Arbeitsmöglichkeiten, freundliche Worte und sogar die Verhinderung von Schaden können alle Akte der Wohltätigkeit sein. Zweitens ist nicht jede Handlung, die gut erscheint, wirklich gut; wenn eine Form der Hilfe die Würde des Empfängers beschädigt, ihn zu einem Werkzeug der Öffentlichkeitsarbeit macht oder seine Abhängigkeit erhöht, muss ihre Methode überdacht werden. Drittens sind gute Taten nicht immer freiwillige Empfehlungen; manchmal werden sie zu bindenden Pflichten, wie dem Zahlen von Zakat, Khums, Unterhalt, Schulden und anderen Rechten, die einer Person geschuldet sind.
Das islamische Verständnis von Güte ist viel breiter als das finanzielle Almosen. Der Koran sagt: «لَن تَنَالُوا الَّبرَّ حَتَّىٰ تُنفِقُوا مِمَّا تُحِبُّونَ» – „Ihr werdet nie wahre Rechtschaffenheit erlangen, bis ihr von dem ausgebt, was ihr liebt.“ (Āl ʿImrān 3:92)
Der Koran stellt die Rechtschaffenheit auch als umfassende Kombination aus Glauben, Anbetung, Erfüllung von Versprechen, Geduld und der Zuwendung von Vermögen an Verwandte, Waisen, Bedürftige und in Not geratene Reisende dar (al-Baqarah 2:177).
Der Prophet Muhammad, Friede und Segen seien mit ihm und seiner Familie, sagte: «کُلُّ مَعْرُوفٍ صَدَقَةٌ» – „Jede gute und anerkannte Tat ist Almosen.“
Eine andere Überlieferung besagt: -وَالدَّالُّ عَلَى الْخَیْرِ کَفَاعِلِهِ» – „Derjenige, der einen anderen zum Guten führt, ist wie derjenige, der es vollbringt.“ [2] Diese Überlieferungen erweitern die Bedeutung des Almosengebens vom materiellen Vermögen auf die gesamte Bandbreite menschlicher Fähigkeiten.
Almosen in verschiedenen Religionen
Das Prinzip der Wohltätigkeit ist, obwohl es durch verschiedene Grundlagen und Praktiken ausgedrückt wird, auch in den großen religiösen Traditionen vorhanden.
Im Judentum ist das Konzept der tzedakah eng mit Gerechtigkeit und moralischer Pflicht verbunden. Die Hilfe für die Armen ist nicht bloß ein Akt der Mitgefühl; sie ist die Erfüllung eines ethischen Rechts. In der auf Maimonides zurückgehenden Tradition ist die höchste Form der Hilfe, den bedürftigen Menschen zur Selbstversorgung zu bringen – beispielsweise durch die Bereitstellung von Beschäftigung, Kapital, Ausbildung oder den Mitteln zum Erwerb eines Einkommens.
Im Christentum nimmt die caritas, oder die selbstlose Liebe, einen grundlegenden Platz ein. Die Versorgung der Hungernden, der Kranken und des Fremden wird als Dienst an Christus betrachtet, und das verborgene Almosengeben wird der Prunksucht vorgezogen. [3]
In den hinduistischen und buddhistischen Traditionen ist dāna eine Praxis der Großzügigkeit und der Loslösung von Anhaftung. Auch im Sikhismus betonen die seva – der selbstlose Dienst – und die Tradition der Gemeinschaftsküche langar den Dienst und die soziale Gleichheit.
Diese Traditionen sind nicht identisch, doch sie konvergieren in einem Punkt: Geben ist nicht bloß die Übertragung von Eigentum; es bildet auch den Geber aus und formt die Gesellschaft.
Eine breite Karte der Formen der Wohltätigkeit
Um die öffentliche Teilnahme zu erweitern, sollten Menschen ermutigt werden, nicht nur auf das Geld in ihren Bankkonten zu schauen, sondern auch die finanziellen und nicht-finanziellen Vermögenswerte, die sie besitzen, anzuerkennen.
Bereich der Wohltätigkeit
Beispiele für Teilnahme
Hauptvorteil
Notfallhilfe
Lebensmittel, Medikamente, Unterkunft und Unterstützung bei Krieg, Überschwemmungen, Erdbeben und Vertreibung
Rettung von Leben und Verringerung des unmittelbaren Leidens
Unterstützung des Lebensunterhalts
Deckung der Grundausgaben für Familien, ältere Menschen, Waisen und Menschen mit Behinderungen
Erhaltung eines minimalen würdevollen Lebensstandards
Wirtschaftliche Stärkung
Berufsausbildung, Arbeitswerkzeuge, zinslose Darlehen, Schaffung von Arbeitsplätzen und Geschäftsrat
Verringerung der Abhängigkeit und Schaffung nachhaltiger Einkommen
Bildung und Wissen
Stipendien, freiwilliger Unterricht, Bibliotheken, Übersetzung, Forschung und offene Inhalte
Öffnung langfristiger Möglichkeiten
Körperliche und geistige Gesundheit
Behandlung, Blut- und Organspende, Beratung, Begleitung von Patienten und palliative Versorgung
Schutz von Leben und Lebensqualität
Berufliche Expertise
Kostenlose medizinische, rechtliche, buchhalterische, ingenieurtechnische, gestalterische oder medienbezogene Dienstleistungen
Wandlung von Fähigkeiten in soziales Kapital
Digitale Wohltätigkeit
Spende von Geräten und Internetzugang, digitale Grundbildung, Open-Source-Software, Barrierefreiheit für blinde und taube Menschen und Cybersicherheitsunterstützung für Institutionen
Faire Zugänge zu neuen Möglichkeiten
Soziale und rechtliche Wohltätigkeit
Mediation, Unterstützung von Gewaltopfern, rechtliche Verteidigung der Unterdrückten und Hilfe für Flüchtlinge und Gefangene
Wiederherstellung von Rechten und Verringerung der sozialen Ausgrenzung
Umwelt und Kulturerbe
Pflanzung und Pflege von Bäumen, Reinigung der Natur, Schutz von Wasser, Tieren und kulturellem Erbe
Sicherung der Rechte künftiger Generationen
Zeit und emotionale Unterstützung
Zeit mit einem einsamen älteren Menschen verbringen, einen Teenager begleiten, vorübergehende Kinderbetreuung, Zuhören und Begleitung
Heilung von Einsamkeit und Stärkung menschlicher Bindungen
Stiftung und dauerhafte Infrastruktur
Stiftung von Immobilien, akademischen Fonds, Kliniken, Schulen, Kompetenzzentren oder produktivem Kapital
Aufrechterhaltung des Nutzens über Generationen hinweg
Förderung und Vernetzung
Ein verifiziertes Bedürfnis vorstellen, Wohltäter mit Fachleuten verbinden und Freiwillige anziehen
Die wohltätige Kapazität vervielfachen, ohne persönlichen Reichtum zu erfordern
Diese Vielfalt lehrt uns, dass niemand „zu arm“ oder „zu beschäftigt“ ist, um wohltätig zu sein. Eine Person mag über finanzielle Mittel nicht verfügen, kann aber dennoch eine Stunde pro Woche unterrichten; ein Arzt kann einen Teil seiner Zeit für kostenlose Behandlung aufwenden; ein Übersetzer kann wichtige Informationen für Migranten zugänglich machen; ein Programmierer kann ein einfaches System für eine Institution erstellen; oder jemand kann einfach ein echtes Bedürfnis einer Person vorstellen, die die Kapazität hat, zu helfen.
Soforthilfe bleibt natürlich unerlässlich. Doch wenn die gesamte wohltätige Kapazität für Lebensmittelpakete aufgewendet wird, während Bildung, Beschäftigung und Prävention vergessen werden, wird Armut verwaltet, aber nicht geheilt.
Absicht: Die Seele der Wohltätigkeit
Im islamischen Denken kann der moralische und andächtige Wert einer Handlung nicht von der Absicht getrennt werden. Imam al-Sajjad, Friede sei mit ihm, sagte: «لا عَمَلَ إِلّا بِنِیَّةٍ» – „Es gibt keine Handlung außer mit Absicht.“ Es wird auch vom Propheten Muhammad, Friede und Segen Gottes seien auf ihm und seiner Familie, überliefert: «نِیَّةُ الْمُؤْمِنِ خَیْرٌ مِنْ عَمَلِهِ… وَکُلُّ عَامِلٍ یَعْمَلُ عَلى نِیَّتِهِ» – „Die Absicht des Gläubigen ist besser als seine Handlung … und jeder Mensch handelt gemäß seiner Absicht.“ [4]
Eine gottzentrierte Absicht verwandelt Wohltätigkeit von einer Transaktion mit Menschen in einen Akt der Anbetung. Der Qur’an sagt über die Gerechten: «إِنَّمَا نُطْعِمُکُمْ لِوَجْهِ اللَّهِ لَا نُرِیدُ مِنْکُمْ جَزَاءً وَلَا شُکُورًا» – „Wir speisen euch nur um Gottes willen; wir begehren von euch weder Belohnung noch Dank.“ (al-Insān 76:9) Im Gegensatz dazu betrachtet der Qur’an Wohltätigkeit, die mit Prunksucht, Tadel oder Verletzung einhergeht, als geistig wertlos (al-Baqarah 2:262, 264).
Dennoch bedeutet Aufrichtigkeit nicht, ohne Planung zu handeln. Eine gute Absicht macht eine mangelhafte Methode nicht richtig. Eine Person kann aufrichtig helfen wollen, aber aufgrund mangelnder Bewusstseinslage unangemessene Güter senden, einen lokalen Markt stören, private Informationen einer Familie offenlegen oder Mittel für ein unwirksames Projekt ausgeben. Vollkommene Wohltätigkeit ruht auf drei Säulen: reiner Absicht, gesunder Methode und nützlichem Ergebnis.
Die Öffentlichmachung wohltätiger Arbeit ist nicht immer Prunksucht. Der Qur’an stellt fest, dass das Offenlegen wohltätiger Gaben gut ist, während das Verbergen derselben und die Zustellung an Bedürftige besser ist (al-Baqarah 2:271). Daher kann die Ankündigung einer Spende, wenn sie für die Schaffung eines Beispiels, die Anziehung von Beteiligung oder die Bereitstellung transparenter Berichterstattung notwendig ist, mit Aufrichtigkeit vereinbar sein – vorausgesetzt, die Darstellung des Spenders ersetzt nicht die Bedürfnisse der Menschen und die Würde des Empfängers wird nicht zum Preis der Öffentlichmachung.
Wie können wir Gutes tun, ohne in seine Fallstricke zu geraten?
Wohltätige Arbeit kann, wie jede menschliche Tätigkeit, Nebenwirkungen und Schäden haben. Die Lösung besteht nicht darin, die Güte aufzugeben, sondern sie ethischer und professioneller zu machen.
Das echte Bedürfnis erkennen: Die Präferenz des Spenders sollte den Bedürftigen nicht aufgezwungen werden. Bevor ein Projekt beginnt, sollten die Menschen selbst und lokale Fachleute gefragt werden, was die Priorität ist. Manchmal ist gezielte Bargeldhilfe wirksamer als das Senden von Gütern; zu anderen Zeiten ist aufgrund spezifischer Umstände nicht-bargeldbezogene Unterstützung notwendig.
Die Würde des Empfängers wahren: Das Veröffentlichen von Bildern eines Kindes, Patienten oder einer bedürftigen Familie ohne informierte Einwilligung, das Erzählen der Details ihres Privatlebens, das Erstellen erniedrigender Schlangen oder das Verwenden der Benachteiligten als Werkzeuge der Öffentlichmachung ist unvereinbar mit dem Geist der Güte. In vielen Fällen ist diskrete Hilfe oder Unterstützung durch einen vertrauenswürdigen Vermittler angemessener.
Halte ein Gleichgewicht zwischen Erleichterung und Befähigung: Man kann einen hungrigen Menschen nicht anweisen, zuerst eine Fähigkeit zu erlernen; sein dringendes Bedürfnis muss gestillt werden. Doch wenn ein Programm auf eine dauerhafte Nahrungsaufnahme beschränkt bleibt und keinen Weg zu Bildung, Behandlung, Beschäftigung oder Selbstversorgung öffnet, wird es die Abhängigkeit dauerhaft machen.
Ersetze nicht vorherige Pflichten durch wohltätige Handlungen: Eine Person kann das Gehalt eines Arbeiters, eine Schuld, den Unterhalt der Familie oder eine rechtmäßige Steuer einbehalten und dann einen Teil dieses gleichen Reichtums verwenden, um sich ein wohltätiges Bild zu verschaffen. Der Koran befiehlt uns, von den guten und rechtmäßigen Dingen auszugeben, die wir verdient haben (al-Baqarah 2:267). Wohltätigkeit beginnt mit Gerechtigkeit im Verdienen und in der Erfüllung von Rechten.
Kennt die Grenzen unserer eigenen Kapazität: Emotionelles Geben, das eine Person in Schulden treibt, ihre Familie belastet oder sie erschöpft, ist in der Regel nicht nachhaltig. Eine Überlieferung besagt: «وَابْدَأْ بِمَن تَعُولُ» – „Beginne mit denen, deren Unterstützung deine Verantwortung ist.“ Regelmäßiges und proportionales Geben ist oft vorteilhafter als großes, aber gelegentliches und emotionales Geben.
Nimm Aufsicht und Transparenz ernst: Institutionen sollten finanzielle Kontrollen, eine Trennung der Zuständigkeiten, Richtlinien zu Interessenkonflikten, Schutzmaßnahmen für Kinder und verwundbare Personen, Beschwerdemechanismen, Wirkungsanalysen und klare Berichterstattung haben. Null Verwaltungskosten sind nicht unbedingt ein Zeichen von Integrität; Prüfung, Schulung des Personals, sichere Technologie und Aufsicht kosten alle Geld. Das richtige Kriterium ist, dass die Ausgaben angemessen, transparent und im Dienst der Mission stehen sollten – nicht bloß, dass das niedrigste Verwaltungskostenverhältnis beworben wird.
Regierung, Volk und Organisationen: Wer ist verantwortlich?
Die Existenz eines wohlfahrtsorientierten Staates oder eines breiten Systems öffentlicher Dienstleistungen beseitigt nicht die Notwendigkeit der wohltätigen Arbeit der Menschen; ebenso wie wohltätige Aktivitäten den Staat nicht von seinen gesetzlichen und auf Gerechtigkeit ausgerichteten Verantwortlichkeiten befreien. Die genaue Formulierung lautet: „Der Staat ersetzt die Gesellschaft nicht, und von der Gesellschaft sollte nicht erwartet werden, dass sie den Staat ersetzt.“
Die Rolle der Einzelpersonen
Einzelpersonen sind der engste Kreis um das alltägliche Leiden. Sie können verborgene Bedürfnisse bemerken, menschliche Beziehungen aufbauen, sich ehrenamtlich engagieren, regelmäßig spenden und die Leistung von Institutionen überwachen. Ein bedürftiges Familienmitglied, Nachbar oder Verwandter sollte inmitten des Trubels großer Projekte nicht vergessen werden.
Die Rolle der Wohltätigkeitsorganisationen
Wohltätige und nichtstaatliche Organisationen verwandeln verstreute Hilfsakte in spezialisierte Aktionen. Zu ihren Aufgaben gehören die Bewertung der Bedürfnisse, die korrekte Auswahl der Begünstigten, die professionelle Umsetzung von Programmen, der Schutz der anvertrauten Ressourcen, die Messung der Ergebnisse und die transparente Berichterstattung. Diese Institutionen sollten eine Brücke zwischen den guten Absichten der Menschen und der tatsächlichen Wirkung in der Gesellschaft bauen.
Die Rolle des Staates
Der Staat hat die Pflicht, grundlegende Rechte, soziale Sicherheit, Bildung, Gesundheit, Krisenbewältigung und Unterstützung für verwundbare Menschen zu gewährleisten. Er sollte auch klare Vorschriften, angemessene Aufsicht, rechtliche Anreize, zuverlässige Daten und Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit Wohltätigkeitsorganisationen bereitstellen.
Das erstrebenswerte Modell ist eine verantwortungsvolle Arbeitsteilung und Zusammenarbeit zwischen Staat, Zivilgesellschaft, Privatsektor und Bürgern – die Art von Partnerschaft, die auch die Vereinten Nationen als wesentlich für die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele betrachten.
Khums und Zakat: Von freiwilliger Tugend zu finanzieller Verantwortung
Eine der Stärken des islamischen Finanzsystems ist, dass es den Kampf gegen die Armut und die Unterstützung des Wohlergehens der Gesellschaft nicht ausschließlich vorübergehenden Emotionen überlässt. Zakat und Khums verlagern einen Teil des Reichtums aus dem Bereich der persönlichen Wahl und machen ihn zu einem Recht. Die wiederholte Erwähnung der Zakat neben dem Gebet im Koran zeigt, dass Religiosität nicht nur die Beziehung einer Person zu Gott ist; auch die Beziehung zu den Dienern Gottes ist Teil des Glaubens.
Der Koran legt spezifische Kategorien für die Verwendung der Zakat fest, darunter die Armen, die Bedürftigen, die Schuldner und die in Not geratenden Reisenden (al-Tawbah 9:60), und beschreibt die Zakat als Mittel zur Läuterung und zum geistigen Wachstum (al-Tawbah 9:103).
Auch der Khums, der auf Vers 41 der Sure al-Anfal und die detaillierten Rechtsvorschriften der islamischen Jurisprudenz gestützt ist, hat in der Schule der Ahl al-Bayt, Friede sei mit ihnen, einen wichtigen Platz eingenommen, um religiöse und soziale Bedürfnisse zu decken, berechtigte bedürftige Personen zu unterstützen, die religiöse Bildung und Verbreitung voranzutreiben und die Interessen der Gemeinschaft der Gläubigen zu dienen.
Ohne umfassende Statistiken ist es nicht möglich, den historischen Beitrag dieser beiden Pflichten in allen muslimischen Gesellschaften mit einer einzigen Zahl zu messen. Doch ihr potenzielles Vermögen ist enorm. Wenn religiöse Abgaben pünktlich gezahlt, professionell eingesammelt, gemäß echten Prioritäten ausgegeben und in Bezug auf ihre Wirkung transparent berichtet werden, können sie zu einem nachhaltigen Strom zur Armutsreduzierung, zur Erhaltung wissenschaftlicher und religiöser Institutionen und zur Bewältigung neu aufkommender Bedürfnisse werden.
Allerdings müssen mehrere Punkte beachtet werden. Erstens sind die legitimen Verwendungen der Zakat und des Khums nicht identisch oder unbegrenzt; der Zahlende kann nicht einfach jedes beliebige Projekt als gültige religiöse Ausgabe betrachten. Insbesondere unterliegen die Zahlung und Verwendung des Anteils des Imams und des Anteils der Sayyids im Khums der Rechtsauffassung der eigenen religiösen Autorität und den erforderlichen Genehmigungen.
Zweitens decken die verpflichtenden religiösen Abgaben nicht alle Bedürfnisse der Gesellschaft ab. Sie müssen daher durch empfohlene Almosen, St
Wortlaut im Original
Seyed Hashem Moosavi
Introduction
The fifth of September has been designated by the United Nations as the International Day of Charity- or, more meaningfully, the International Day of Benevolence. This occasion is not merely an invitation to increase monetary donations; it is an opportunity to rethink the meaning of goodness, new forms of participation, the ethics of helping, the roles of government and society, the potential of Islam’s obligatory financial duties, and the preservation of public trust.
In many people’s minds, charitable work is still limited to donating money, distributing food, building mosques, or helping the sick. All of these are valuable expressions of benevolence; yet today’s world has shown that charity can extend from teaching a skill to providing legal defence for the oppressed, from donating time and expertise to creating free software for people with special needs, such as the visually impaired, and from establishing an academic endowment to protecting the environment. The central question, therefore, is not only “How much should we give?” but rather: “What should we give, to whom, with what intention, through what means, and with what outcome?”
From a National Initiative to a Global Occasion
The idea of dedicating a global day to charity emerged in 2011 as an initiative from Hungarian civil society and, with the support of Hungary’s parliament and government, reached the United Nations. On 17 December 2012, the UN General Assembly adopted Resolution 67/105 and declared 5 September the International Day of Charity. The date marks the anniversary of the death of Mother Teresa in 1997, a figure who devoted many decades of her life to serving the poor, the sick, and the deprived, and who received the Nobel Peace Prize in 1979. Hungary’s proposal was adopted by consensus, with 44 states from different regions of the world formally supporting the draft resolution.
The purpose of this designation was not merely to honour a historical personality. The UN resolution recognised charity as a means of reducing human suffering, combating poverty, strengthening social solidarity, and fostering dialogue among nations. It called upon governments, international organisations, civil society bodies, and individuals to promote a culture of benevolence through education, awareness-raising, and appropriate activities.
The United Nations also emphasises that charity can supplement public services in health, education, housing, and child protection, while also supporting culture, science, sport, natural heritage, and the rights of marginalised groups. Thus, this day is less a “celebration of giving money” than a call to mobilise human capacities in the service of the common good. [1]
What Is a Good Deed?
In social usage, a “good deed” may be defined as any legitimate, thoughtful, and dignity-centred action that reduces suffering, restores a right, meets a real need, nurtures human capability, or creates a lasting benefit for society and the world- without itself leading to injustice, humiliation, or harmful dependency.
This definition contains several important points. First, goodness is not limited to giving money; knowledge, time, skill, social credibility, networks, job opportunities, kind words, and even preventing harm can all be acts of charity. Second, not every action that appears good is truly good; if a form of assistance damages the dignity of the recipient, turns them into a tool of publicity, or increases their dependency, its method must be reconsidered. Third, good deeds are not always voluntary recommendations; sometimes they become binding duties, such as paying zakat, khums, maintenance, debts, and other rights owed by a person.
The Islamic understanding of goodness is far broader than financial almsgiving. The Qur’an says: «لَنْ تَنَالُوا الْبِرَّ حَتَّى تُنْفِقُوا مِمَّا تُحِبُّونَ» – “You will never attain true righteousness until you spend from that which you love.” (Āl ʿImrān 3:92)
The Qur’an also presents righteousness as a comprehensive combination of faith, worship, fulfilment of promises, patience, and giving wealth to relatives, orphans, the needy, and travellers in distress (al-Baqarah 2:177).
The Prophet Muhammad, peace and blessings be upon him and his family, said: «کُلُّ مَعْرُوفٍ صَدَقَةٌ» – “Every good and recognised act is charity.”
Another narration states: -وَالدَّالُّ عَلَى الْخَیْرِ کَفَاعِلِهِ» – “The one who guides another toward good is like the one who performs it.” [2] These narrations expand the meaning of charity from material wealth to the full range of human capacities.
Charity in Different Religions
The principle of benevolence, though expressed through different foundations and practices, is also present in the great religious traditions.
In Judaism, the concept of tzedakah is closely connected with justice and moral duty. Helping the poor is not merely an act of compassion; it is the fulfilment of an ethical right. In the tradition attributed to Maimonides, the highest form of help is to bring the needy person to self-sufficiency– for example, by providing employment, capital, training, or the means to earn an income.
In Christianity, caritas , or self-giving love, holds a fundamental place. Serving the hungry, the sick, and the stranger is regarded as service to Christ, and hidden almsgiving is preferred over ostentation. [3]
In Hindu and Buddhist traditions, dāna is a practice of generosity and release from attachment. In Sikhism, too, seva- selfless service- and the communal kitchen tradition of langar emphasise service and social equality.
These traditions are not identical, yet they converge on one point: giving is not merely the transfer of property; it also educates the giver and shapes society.
A Broad Map of Forms of Benevolence
To expand public participation, people should be encouraged not only to look at the money available in their bank accounts, but also to recognise the financial and non-financial assets they possess.
Field of Charity
Examples of Participation
Main Benefit
Emergency relief
Food, medicine, shelter, and assistance in war, floods, earthquakes, and displacement
Saving lives and reducing immediate suffering
Livelihood support
Covering essential expenses for families, older people, orphans, and people with disabilities
Preserving a minimum dignified standard of life
Economic empowerment
Vocational training, work tools, interest-free loans, job creation, and business advice
Reducing dependency and creating sustainable income
Education and knowledge
Scholarships, voluntary teaching, libraries, translation, research, and open content
Opening long-term opportunities
Physical and mental health
Treatment, blood and organ donation, counselling, accompanying patients, and palliative care
Protecting life and quality of life
Professional expertise
Free medical, legal, accounting, engineering, design, or media services
Turning skill into social capital
Digital charity
Donating devices and internet access, digital literacy, open-source software, accessibility for blind and deaf people, and cybersecurity support for institutions
Fair access to new opportunities
Social and legal charity
Mediation, support for victims of violence, legal defence of the oppressed, and help for refugees and prisoners
Restoring rights and reducing social exclusion
Environment and heritage
Planting and caring for trees, cleaning nature, protecting water, animals, and cultural heritage
Safeguarding the rights of future generations
Time and emotional support
Spending time with a lonely older person, guiding a teenager, temporary childcare, listening, and companionship
Healing loneliness and strengthening human bonds
Endowment and lasting infrastructure
Endowing property, academic funds, clinics, schools, skills centres, or productive capital
Sustaining benefit across generations
Promotion and networking
Introducing a verified need, connecting benefactors with specialists, and attracting volunteers
Multiplying charitable capacity without requiring personal wealth
This diversity teaches us that no one is “too poor” or “too busy” to be charitable. A person may lack financial means yet still teach for an hour each week; a physician may dedicate part of their time to free treatment; a translator may make vital information available to migrants; a programmer may build a simple system for an institution; or someone may simply introduce a genuine need to a person who has the capacity to help.
Immediate relief, of course, remains essential. Yet if all charitable capacity is spent on food parcels while education, employment, and prevention are forgotten, poverty is managed rather than healed.
Intention: The Soul of Charity
In Islamic thought, the moral and devotional value of an action cannot be separated from intention. Imam al-Sajjad, peace be upon him, said: «لا عَمَلَ إِلّا بِنِیَّةٍ» – “There is no action except with intention.” It is also narrated from the Prophet Muhammad, peace and blessings be upon him and his family: «نِیَّةُ الْمُؤْمِنِ خَیْرٌ مِنْ عَمَلِهِ… وَکُلُّ عَامِلٍ یَعْمَلُ عَلى نِیَّتِهِ» – “The intention of the believer is better than his action … and every person acts according to their intention.” [4]
A God-centred intention transforms charity from a transaction with people into an act of worship. The Qur’an says of the righteous: «إِنَّمَا نُطْعِمُکُمْ لِوَجْهِ اللَّهِ لَا نُرِیدُ مِنْکُمْ جَزَاءً وَلَا شُکُورًا» – “We feed you only for the sake of God; we desire from you neither reward nor thanks.” (al-Insān 76:9) By contrast, the Qur’an regards charity accompanied by ostentation, reproach, or hurt as spiritually void (al-Baqarah 2:262, 264).
Nevertheless, sincerity does not mean acting without planning. A good intention does not make a flawed method sound. A person may genuinely wish to help, yet because of lack of awareness may send inappropriate goods, disrupt a local market, disclose a family’s private information, or spend funds on an ineffective project. Complete charity rests on three pillars: pure intention, sound method, and beneficial outcome.
Publicising charitable work is not always ostentation. The Qur’an states that revealing charitable giving is good, while concealing it and delivering it to the needy is better (al-Baqarah 2:271). Therefore, if announcing a donation is necessary for creating an example, attracting participation, or providing transparent reporting, it can be compatible with sincerity-provided that the display of the donor does not replace the needs of people, and the dignity of the recipient is not made the price of publicity.
How Can We Do Good Without Falling into Its Pitfalls?
Charitable work, like every human activity, can have side effects and harms. The solution is not to abandon benevolence, but to make it more ethical and more professional.
Recognise the real need: The donor’s preference should not be imposed on those in need. Before any project begins, the people themselves and local specialists should be asked what the priority is. Sometimes targeted cash assistance is more effective than sending goods; at other times, because of specific circumstances, non-cash support is necessary.
Preserve the dignity of the recipient: Publishing images of a child, patient, or needy family without informed consent, narrating the details of their private lives, creating humiliating queues, or turning the deprived into tools of publicity is incompatible with the spirit of benevolence. In many cases, discreet help, or assistance through a trustworthy intermediary, is more appropriate.
Keep a balance between relief and empowerment: One cannot tell a hungry person to first learn a skill; their urgent need must be met. Yet if a programme remains limited to permanent feeding and opens no path toward education, treatment, employment, or self-reliance, it will make dependency permanent.
Do not replace prior duties with charitable acts: A person cannot withhold a worker’s wage, a debt, family maintenance, or lawful tax and then use part of that same wealth to present a charitable image of themselves. The Qur’an commands us to spend from the good and lawful things we have earned (al-Baqarah 2:267). Charity begins with justice in earning and fulfilling rights.
Know the limits of our own capacity: Emotional giving that drives a person into debt, burdens their family, or exhausts them is usually not sustainable. A narration states: «وَابْدَأْ بِمَنْ تَعُولُ» – “Begin with those whose support is your responsibility.” Regular and proportionate giving is often more beneficial than large but occasional and emotional giving.
Take oversight and transparency seriously: Institutions should have financial controls, separation of duties, conflict-of-interest policies, safeguarding for children and vulnerable people, complaint mechanisms, impact evaluation, and clear reporting. Zero administrative cost is not necessarily a sign of integrity; auditing, staff training, secure technology, and oversight all cost money. The right criterion is that expenses should be reasonable, transparent, and in service of the mission- not merely that the lowest administrative ratio be advertised.
Government, People, and Organisations: Who Is Responsible?
The existence of a welfare-oriented state or a broad system of public services does not remove the need for people’s charitable work; just as charitable activity does not exempt the state from its legal and justice-oriented responsibilities. The accurate formulation is this: “The state does not replace society, and society should not be expected to replace the state.”
The Role of Individuals
Individuals are the closest circle to everyday suffering. They can notice hidden needs, build human relationships, volunteer, give regularly, and oversee the performance of institutions. A needy family member, neighbour, or relative should not be forgotten amid the bustle of large projects.
The Role of Charitable Organisations
Charitable and non-governmental organisations turn scattered acts of help into specialised action. Their duties include assessing needs, choosing beneficiaries properly, implementing programmes professionally, safeguarding entrusted resources, measuring outcomes, and reporting transparently. These institutions should build a bridge between people’s good intentions and real impact in society.
The Role of the State
The state has a duty to guarantee basic rights, social security, education, health, crisis relief, and support for vulnerable people. It should also provide clear regulations, proportionate oversight, legal incentives, reliable data, and opportunities for cooperation with charitable organisations.
The desirable model is a responsible division of labour and cooperation among the state, civil society, the private sector, and citizens-the kind of partnership that the United Nations also regards as essential for achieving the Sustainable Development Goals.
Khums and Zakat: From Voluntary Virtue to Financial Responsibility
One of the strengths of Islam’s financial system is that it does not leave the struggle against poverty and the support of society’s welfare solely to passing emotions. Zakat and khums move part of wealth out of the realm of personal choice and turn it into a right. The repeated mention of zakat alongside prayer in the Qur’an shows that religiosity is not only a person’s relationship with God; one’s relationship with the servants of God is also part of faith.
The Qur’an sets out specific categories for the use of zakat, including the poor, the needy, debtors, and travellers in distress (al-Tawbah 9:60), and describes zakat as a means of purification and spiritual growth (al-Tawbah 9:103).
Khums, too, based on verse 41 of Sūrat al-Anfāl and the detailed rulings of Islamic jurisprudence, has held an important place in the school of the Ahl al-Bayt, peace be upon them, in meeting religious and social needs, supporting eligible people in need, advancing religious education and propagation, and serving the interests of the community of believers.
Without comprehensive statistics, it is not possible to measure the historical contribution of these two obligations across all Muslim societies with a single figure. Yet their potential capacity is immense. If religious dues are paid on time, collected professionally, spent according to real priorities, and reported transparently in terms of their impact, they can become a sustainable stream for reducing poverty, preserving scholarly and religious institutions, and responding to emerging needs.
Several points, however, must be observed. First, the legitimate uses of zakat and khums are not identical or unlimited; the payer cannot simply treat any preferred project as a valid religious expenditure. In particular, the payment and use of the Imam’s share and the sayyids’ share in khums are subject to the ruling of one’s religious authority and the necessary permissions.
Second, obligatory religious dues do not cover all the needs of society. They must therefore be complemented by recommended charity, endowment, interest-free loans, well-considered vows, public budgets, and corporate social responsibility.
Third, public confidence in religious funds also depends on trustworthiness, professionalism, proper prioritisation, and appropriate reporting.
Alongside khums and zakat, endowment has a special capacity to create lasting infrastructure. If zakat and charity often respond to ongoing needs, productive endowments can support schools, clinics, research centres, supportive housing, and employment funds for generations. The revival of Islamic benevolence will remain incomplete without redesigning endowment for today’s needs.
When a Betrayal Wounds Public Trust
A mistake, mismanagement, or betrayal by someone responsible for a charitable organisation can have destructive effects far beyond that institution itself, because the main capital of charitable work is trust. When that trust is damaged, the first real victims are the needy people who had no role in the wrongdoing.
For this reason, institutions should not conceal errors. They should investigate them, report them, make amends, and reform their preventive mechanisms.
At the same time, the conclusion that “because one person or one institution has betrayed trust, no one can be trusted” is logically a hasty generalisation and morally amounts to transferring the punishment of the wrongdoer onto innocent people in need. One act of betrayal is sufficient reason to distrust that individual or defective structure and to investigate further, but it is not proof that all benefactors and institutions are corrupt.
The right path is to move from naïve trust to intelligent trust.
From Occasional Charity to a Sustainable Culture
The International Day of Charity becomes meaningful when it turns benevolence from an emotional, occasional reaction into a personal habit and a social system. For this purpose, several transformations are necessary:
Small but regular contributions should replace short-lived emotional impulses.
Emergency relief should be accompanied by empowerment.
The recipient should move from being an object of pity to becoming a partner in solving the problem.
Institutions should move beyond reporting the number of packages distributed and instead report real changes in people’s lives.
Benefactors should rise from the role of mere payers to that of learners, overseers, and collaborators.
Children and young people should also be introduced to charitable work from the beginning-not merely by putting money into a donation box, but through the experience of service, respectful awareness of society’s needs, teamwork, care for the environment, and dedicating part of their time and abilities to others. A society that expects charity only from the wealthy leaves a large part of its human capital unused.
Conclusion
The fifth of Sept