Gott fordert zwar kompromisslos, überfordert den Menschen aber nicht, sondern nimmt dessen menschliche Kompromisse und Ängste an und bleibt in der Treue zu ihm.
Die Predigt interpretiert die biblische Geschichte von Abrahams Opferung Isaaks sowie Abrahams Aufbruch und seine Handlungen mit Hagar. Der Sprecher stellt Abrahams menschliche Schwächen, wie das Mitnehmen des Neffen Lot oder die Eile bei der Zeugung Ismaels, in den Vordergrund. Er argumentiert, dass Gott diese 'nervösen Zuckungen' und Kompromisse toleriert, da er Menschen nicht überfordert, sondern sie dort abholt, wo sie stehen. Die zentrale Botschaft ist, dass Gott mit sich reden lässt und auch unvollkommene Schritte als Glauben anrechnet. Der Text nutzt moderne Vergleiche, wie Fernsehsendungen über Auswanderer, um die biblischen Erzählungen alltagsnah zu machen. Es wird ermutigt, trotz eigener Grenzen und Ängste den Weg mit Gott zu gehen, ohne Perfektionismus zu verlangen. Die Predigt betont die Treue Gottes gegenüber den unplanmäßigen Folgen menschlichen Handelns, wie dem Segen für Ismael.
1. Mose 22 · 1. Mose 12 · 1. Mose 16 · 1. Mose 18-19
Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut anzeigen
Im neuen Testament lesen wir an verschiedenen Stellen mehrfach, dass Jesus sagt, das ist mein lieber Sohn, an dem ich wohl gefallen habe, den sollt ihr hören. Als Vater von drei Söhnen kommt mir dieser Satz auch öfter über die Lippen. Ich weiß, dass diese Worte aus meinem Mund eine ganz andere Qualität haben, als wenn Gott das über seinen Sohn sagt, aber auch ich bin stolz auf meine Kinder und ich liebe sie. Ich habe heute eine andere Vater-Sohn-Geschichte aus der Bibel mitgebracht, ein Text, der wahrscheinlich vielen von uns Kopfschmerzen macht oder Bauchschmerzen, je nachdem, wo das Gefühl bei ihnen sitzt. Und zwar geht es um die Opferung von Isaac oder zumindest die beinahe Opferung von Isaac. Wir haben die Geschichte eben gerade gehört. Isaacs Leben steht auf dem Spiel. Abraham es übrigens auch. Es geht um seinen einzigen Nachkommen. Mit Isaac ist auch Abraham es überleben gefährdet. Und ich will nicht wissen, was Sarah mit ihm macht, wenn er ohne den Jungen nach Hause kommt. Ich frag mich an dieser Stelle, darf man eigentlich auch dagegen sein? Vielleicht hofft Abraham bis zum Schluss, dass Gott es sich im letzten Moment noch einmal anders überlegt. Aber Alter, was macht das bitte mit Isaac, der aus heiterem Himmel auf einmal von seinem Vater überwältigt wird, der sich aus einer Laune Gottes heraus auf einmal gefesselt vorfindet und dieses Messer über sich sieht? Wird Isaac jemals wieder im Wald schnitzen können? Wird er jemals wieder den Anblick eines Taschenmessers ertragen können, geschweige denn den Anblick seines Vaters? Ich frag mich an dieser Stelle, darf man eigentlich auch dagegen sein? Ich bin irgendwie sauer auf Abraham, mir fehlt der Widerstand in der Geschichte. Ich bin sauer auf Abraham und irgendwie tut er mir auch leid, unheimlich leid, denn Abraham steckt in einem Dilemma. Macht er es nicht, dann verliert er seinen Gott. Macht er es, dann verliert er seinen Sohn, Pest oder Cholera. Was ist denn das für eine Entscheidung? Das sind die zwei Seiten Gottes. Der eine Gott, der kann mir mal als der Ferne unbegreifliche Gott erscheinen und mal als der Vertraute. Aber so begegnet mir der eine Gott und er ist und bleibt Gott. Schwierig. Vater und Sohn machen sich auf den Weg. Was für eine skurrile Situation. Wahrscheinlich waren sie schon öfter so miteinander unterwegs. Eine Faktel in der einen Hand, das Messer in der anderen und der Junge trägt das Holz. Das muss eine beklemmende Stille sein. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass Abraham in der Lage und in der Stimmung für Small Talk ist. Papa, mir ist da was aufgefallen. Wir haben Feuer und Holz. Aber wo ist eigentlich das Schaf? Wir haben das Wichtigste vergessen. Was soll Abraham da denn sagen? Glaub mir, das Wichtigste habe ich dabei. Du bist mir das Wichtigste. Du bist das Schaf, mein Sohn. Da kann er ja schlecht sagen. Und so windet er sich raus. In der ganzen Geschichte fehlt mir der Widerstand von Abraham. Für Sodom hat er um jeden einzelnen Mann gefeilst. Was ist denn da jetzt los? An dieser Stelle schweigt die Bibel sich aus. Auf die Frage gibt es einfach keine Antwort. Und vielleicht gibt es keine Antwort, weil es darum nicht gehen soll. Die Texte in der Bibel antworten nicht auf alles. Es geht hier um was anderes. Der Gott, der alles fordert und fordern darf, der fordert zum Schluss eben doch nicht alles ein. Abrahams Leben ist bis hierhin eine einzige Herausforderung. Gott fordert Abraham heraus. Er fordert ihn heraus, aus seine Vergangenheit hinter sich zu lassen. Das ist Zeit für einen Neuanfang. Viel konkreter wird Gott nicht. Verlass dein Land, deine Verwandtschaft und das Haus deines Vaters. Irgendwann kommt diese Zeit, indem dieser Wechsel für einen jungen Menschen ansteht. Wir werden erwachsen. Es zieht uns in die große, weite Welt. Man kann auch zu Hause bleiben und man kann da auch glücklich werden oder glücklich bleiben. Aber irgendwann ist es Zeit auf eigenen Füßen zu stehen, früher oder später. Jetzt ist es bei Abraham deutlich eher später. Abraham ist nicht mehr jung. Er ist das genaue Gegenteil. Abraham ist 75 Jahre alt. Zeit für Neues und Zeit für Aufbrüche ist nicht nur eine Frage von Jugendlichem Leichtsinn. Wir müssen nicht ständig in Bewegung sein, aber in Gottes Augen sollten wir immer in Bewegungsbereitschaft sein. Verlass dein Land, deine Verwandtschaft und das Haus deines Vaters. Kein leichter Schritt. Nicht nur seine Zelte abbrechen, sondern auch seine Wurzeln auszugraben. Es ist längst nicht so einfach, wie es sich anhört. Und jetzt ist Abraham ein Glaubensheld, weil er geht. Davon sollte man sich eine Scheibe abschneiden. Aber gucken wir mal ein bisschen genauer hin. Ganz so kompromisslos kann Abraham das überhaupt nicht denken. Er wird als vorbildlich hingestellt, weil er geht. Aber so ganz erfüllt er den Auftrag nicht. Verlass dein Land. Check. Da können wir einen Haken dran machen. Verlass das Haus deines Vaters. Check. Verlass deine Verwandtschaft. Hm. Da zog Abraham aus, wie der Herr zu ihm gesagt hatte und Lot seines Bruders Sohn zog mit ihm. Hoppla. Was ist denn da los? Zog Abraham aus, wie der Herr zu ihm gesagt hatte oder nahm er seinen Neffen mit? Abraham bricht nicht. Alle Kontakte ab. Sein Neffen nimmt er mit. Keine Ahnung. Vielleicht war er Lot's Patenonkel und er will ihn nicht alleine lassen. Vielleicht war Lot ein so großer Abenteurer und hat so lange gebettelt, bis er mit auf die spannende Reise durfte. Vielleicht ist Lot so ein lebendiges Kuscheltier, ohne dass sich Abraham nicht von zu Hause weggtraut. Wie auch immer. Abraham kann gar nicht so kompromisslos denken, wie Gott Schritte von ihm fordert. Abraham geht. Aber nicht ohne seinen Neffen. Und für Gott scheint das in Ordnung zu sein. Er kann damit leben. Aber auf dem Teil der Geschichte liegt kein Segen. Lot gehört nicht in die Segensgeschichte, die Gott mit Abraham schreiben will. Mit Lot gibt's einfach nur Ärger. Das macht das Leben kompliziert. Wegen Lot wird die ganze Geschichte selbst für Vox interessant. Das ist dieser Sender, wo es immer diese Sendung von den Auswanderern gibt, die ihre Startschwierigkeiten im Ausland filmen lassen und sich so lächerlich machen, dass sie auch nie wieder zurück nach Deutschland können. Und auch mit Lot gibt's Startschwierigkeiten. Steiligkeiten, die um die neu aufgebaute Existenz gehen, Streit um Wasserrechte. Und Abraham bezahlt es irgendwann teuer, als er sich von Lot trennt. Der bekommt nämlich den größeren Teil vom Kuchen. Abraham merkt, dass er sich von Lot trennen muss. Aber im Grunde schickt Lot Abraham in die Wüste, im wahrsten Sinne des Wortes. Lot geht dahin, wo der Pfeffer wächst. Hab ich extra nachgeguckt. Pfeffer braucht's ein bisschen feuchter. Und Abraham bleibt in der Wüste. Abraham bezahlt es teuer, dass Lot ihn begleitet hat. Und damit kehrt längst keinen Frieden ein. Kurze Zeit später kommt Lot in den Knast, völlig unverschuldet, zwar als Kriegsgefangener, aber Abraham muss ihn wieder raushauen. Und danach wird's auch nicht ruhig um ihn. Wegen ihm feilst Abraham mit Gott um eine total verlorterte Stadt. Abraham macht sich stark für eine verdorbene Stadt, die es überhaupt nicht wert ist, gerettet zu werden. Aber weil Blut dicker ist als Wasser, kann Abraham das Schicksal von Sodom nicht egal sein. Weil das Schicksal von Sodom gleichzeitig auch das Schicksal von Lot ist. Sein Nöffel lebt da. Lot macht nur Ärger. Die Bibel wäre viele Seiten dünner, wenn Abraham sich diese Episode geschenkt hätte. Lot gehört nicht in die Segensgeschichte von Gott mit seinem Volk. Geh aus deinem Land und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause. Ist das denn zu viel verlangt? Offensichtlich schon, zumindest in dem Moment. Wie auch immer, Abraham haut nicht in den Sack, Abraham zieht sich nicht ganz zurück und ist komplett aus der Geschichte raus. Abraham bricht nicht ab, Abraham bricht auf. Und wir lernen aus der Geschichte, Gott überfordert nicht. Er fordert bis an die Grenze, kompromisslos, aber er nimmt dich mit. Er überfordert dich nicht, soweit wie du gehen kannst. Soweit geh. Wenn du deinen Kuschelt hier unbedingt brauchst, dann nimmst du halt mit. Wenn du ohne deinen Nöffen nicht leben kannst, dann nimm ihn mit. Bevor du gar nicht gehst, nimm ihn mit. Gott überfordert nicht. Wie weit kannst du gehen? Geht auch noch einen Schritt weiter, dann gehen. Manchmal ist es auch dran, Grenzen zu überwinden. Wie weit kannst du gehen? Geht noch einen Schritt weiter. Wenn nicht, dann geh wenigstens so weit. Abraham geht aus seinem Land und von seinem Vaterhause und vom Großteil seiner Verwandtschaft. Den Rest nimmt er mit. Davon wird Abraham sich später verabschieden, wenn es für ihn soweit ist. Das wird auch noch mal schmerzhaft, aber bis es soweit ist, lebt Gott damit das Lot weiter Teil der Geschichte bleibt. Wenn Gott dich in Beschlag nimmt, dann sagt nicht, ich kann das nicht, also mache ich das nicht. Gott lässt mit sich reden, Gott überfordert nicht, auch wenn er nicht locker lässt. Jahre später geht es um die Zukunft von Abraham. Gott hat ihm eine Zukunft versprochen. Ich werde mit dir etwas ganz Neues aufbauen, aber diese Zukunft lässt auf sich wagen. Und auch hier glaubt Abraham der Verheißung Gottes und er wird dafür als vorbildlich hingestellt, weil er glaubt. Wir lesen, Abraham glaubte dem Herrn und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit. Aber so ganz erfüllt er den Auftrag nicht. So kompromisslos wie Abraham in der Kinderstunde immer hingestellt wird, glaubte er nicht. Die Zukunft lässt ganz schön lange auf sich warten und Abraham wird mir derzeit immer nervöser. Irgendwann will er Gott unter die Arme greifen. Für die Zukunft braucht es doch erst mal nachkommen. Aber die hat Abraham nicht und die kommen auch nicht und anscheinend kommen die auch nicht nach. Also hilft Abraham nach. Erwechselt die Pferde oder besser gesagt die Frauen. Frauentausch gibt es übrigens bei RTL 2 zu sehen. Das ist mit Sarah abgesprochen. Genau genommen kommen sie sogar auf die für uns heute zu recht krank klingende Idee. Aber das macht die Idee auch nicht besser. Auf jeden Fall zeugt Abraham ein Kind mit seiner Markt, mit Haga. Ismail ist das Ergebnis. Ein Kapitel vorher hieß es noch, Abraham glaubte dem Herrn und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit. Wie weit ist es mit dem Glauben heran? Abraham nimmt die Zukunft selber in die Hand, weil er eben nicht glaubt, dass Gott das noch regeln wird. Aber wisst ihr was? An Abraham ist Glauben und an seiner Gerechtigkeit wird nicht gerüttelt. Gott relativiert die Aussage über Abraham nicht. Abraham glaubte dem Herrn und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit trotz seiner nervösen Zuckungen. Und wieder kann Gott mit dieser eigenmächtigen Planänderung leben. Besser sogar als Abraham und Sarah, wie sich rausstellt. Und wieder wird es schmerzhaft, Ismail aus dem Drehbuch rauszuschreiben und so leicht wie Sarah sich das vorstellt, wird es nicht. Wie auch immer, Abraham wird jetzt Vater und er wird sich dieser Verantwortung stellen und auch Gott entzieht sich dieser Verantwortung nicht. Und wir lernen aus der Geschichte, Gott bleibt sich treu und Abraham muss zu seinen Taten stehen, konsequent. Auch für Ismail bleibt Platz. Du kannst dein Kind nicht einfach in die Wüste schicken, wenn es dir nicht mehr gefällt. Ismail war nicht geplant, aber er bekommt einen Teil des Segens ab. Gott verspricht der Mutter von Ismail, der Markt von Abraham. Ich will deine Nachkommen so mehren, dass sie der großen Menge wegen nicht gezählt werden können. Das klingt verdächtig nach dem gleichen Versprechen, das Gott Abraham gegeben hat. Wegen Ismail bleibt die Geschichte für Vox und RTL II interessant. Ismail ist nicht Teil der großen Geschichte mit Gott in seinem Volk, aber das ist nicht sein Problem. Er kann nichts dafür und so wird auch er nicht zu kurz kommen. Gott ist treu und er bleibt es auch und er steht auch zu den nervösen Zuckungen, die Abraham eigenmächtig zu verantworten hat. Wie schon bei Lot kann Gott mit der Planänderung leben. Auch wenn das Konsequenzen hat, die für Abraham folgenschwer und teilweise schmerzhaft sind. Und wenn die Zeit reif ist, dann greift Gott seinen Plan wieder auf. Gott schreibt mit Abraham und Sarah Geschichte. Israak ist das Ergebnis. Israak ist Abrahams Zukunft. Daraus wird Israel. Aber auch hier bleibt Gott der Vordernde, der Herausfordernde. Abraham soll auf einmal seinen Sohn opfern. Das macht Knoten im Kopf. Das ergibt keinen Sinn. Warum soll Abraham seine Zukunft wieder aufs Spiel sitzen? Was fordert Gott da? Abraham muss sich verabschieden. Immer wieder. Von seiner Vergangenheit und jetzt von seiner Zukunft. Beides muss Abraham lassen, um in Gottes Verheißung zu bleiben. Tut er es nicht, verliert er seinen Gott. Macht er es, verliert er seinen Sohn. Er ist ein Kohlerer. Ein klassisches Dilemma. Aber Abraham hat was gelernt. Gott vertrauen. Es ist ganz offensichtlich besser, Gottes Wege zu gehen. So schwer sie auch sein mögen. Die eigenen Wendungen ist Gott immer mitgegangen. Aber sie haben das Leben komplizierter gemacht. Waren letztlich noch schmerzhafter. Es wäre immer besser gewesen, Gottes Wegen gleich kompromisslos zu folgen. Manchmal war es, Abraham nicht möglich. Und dann ist Gott das mitgegangen. Aber eine Verbesserung des ursprünglichen Plans war es nie. Es ist ganz offensichtlich besser, Gottes Wege zu gehen, so schwer sie auch sein mögen. Das kann ihr jetzt nicht ernst meinen, oder? Da regt sich Widerspruch im Bauch. Da schreit alles in uns. Das geht nicht. Da kann ich nicht mitgehen. Okay. Wie weit könntest du denn mitgehen? Geh so weit, wie du gehen kannst. Aber klar, zur Not dreht Gott eben mit dir noch eine Extra-Runde. Die hat er aber zu diesem Zeitpunkt mit Abraham schon gedreht. Und Abraham kann diesen Schritt jetzt schweren Herzen mitgehen. Das ist Gott Vertrauen. Du hast mir eine Zukunft versprochen und du hast mir eine geschenkt. Jetzt steht diese Zukunft wieder auf dem Spiel. Du wirst sie nicht verspielen. Ich vertraue dir. Diesmal gibt es keine nervösen Zukunft von Abraham. Die Ruhe regt jeden heutigen Leser auf. Und diese Ruhe beschreibt ganz bestimmt auch nicht den inneren Zustand von Abraham. Aber das ist Gott Vertrauen. Manchmal sind Gottes Wege undurchschaubar. Manchmal bleibt Gott mir fremd. Und in der Geschichte von Abraham und Isarak bleibt Gott. Abraham ist erst mal fremd. Abraham kennt diesen Gott so nicht. Das merkt man daran, dass in dieser Geschichte nicht von Yahweh die Rede ist. Immer steht da Elohim. Das ist eine allgemeine Gottesbezeichnung. Ein allgemeiner Gottesbegriff. Wenn man die Geschichte in der Bibel liest, dann fällt das auf. Im Deutschen leider nicht, weil wir im Deutschen diese Unterscheidung nicht kennen. Aber im Hebräischen gibt es unterschiedliche Worte für einen Gott und den Gott. Das eine ist ein allgemeiner Begriff. Und das andere ist sein Name. Und in dieser Geschichte steht nur der allgemeine Gottesbegriff. Erst als Gott Abraham zurückpfeift und das Opfer austauscht, erst ab da lesen wir wieder den vertrauten Gottesnamen Yahweh. Manchmal bleibt Gott mir fremd. Weil ich seine Wege nicht verstehe, weil sie mir vielleicht auch unsympathisch sind oder weil sie mir mächtig gegen den Strich gehen. Und dann frage ich mich, darf man eigentlich auch dagegen sein? Ja, darf man. Mehrfach ist Abraham das sogar. Lohnt es sich dagegen zu sein? Nein, wenn man Abraham fragt, niemals. Manchmal bleibt Gott mir fremd, in dem was er tut oder will. Wir tun aber trotzdem gut daran, uns darauf einzulassen. Es dient zu unserem Besten. Was ist das Ergebnis dieser Geschichte? Abraham behält Isarak als ein Geschenk. Und Gott bekommt Isarak als ein Geschenk. Ab hier ist Isarak ein Geschenk für beide Seiten. Hier an der Stelle wird Isarak zum Gottesvolk. Dass Abraham versprochen war und das doch ganz Gott gehört. Spätestens ab jetzt sind Gott und Isarak, der später auch den Namen Israel kriegt, untrennbar verbunden. Denn wir lernen, Gott ist kein Sadist, der Mensch ist. Gott ist kein Sadist, der Menschenopfer fordert. Im Gegenteil, wir lernen, da, wo unser Leben am Seiden in Faden hängt, hält Gott seine schützende Hand über mir. Da, wo unser Leben am Seiden in Faden hängt. In dieser Geschichte hängt Leben am Seiden in Faden. Das von Isarak, aber das von Abraham auch. Abraham, der sich schon von seiner Vergangenheit verabschieden musste, verabschiedet sich hier auch von seiner Zukunft. Abraham gibt Vergangenheit und Zukunft aus der Hand. Billiger ist Gottes Verheißung, nicht zu haben. Wir geben aus der Hand, was wir gerne behalten wollen. Damit hängt unser Leben am Seiden in Faden. Ob wir in Gefahr sind oder nicht. Da, wo unser Leben am Seiden in Faden hängt, hält Gott seine schützende Hand über mir. Es geht in dieser Geschichte nicht darum, dass Gott grausam ist, dass Gott Menschenopfer will. Er tauscht hier, das Menschenopfer gegen ein Tieropfer. Und später hebt er es sogar ganz auf, durch sein eigenes Opfer, durch seinen Sohn. Es geht in dieser Geschichte auch nicht um das Trauma, das wir bei Isarak vermuten, wenn er diese Geschichte überlebt. Es geht darum, dass Gott beweist, dein Leben hängt am Seiden in Faden. Aber selbst dann oder gerade dann stehe ich dir zur Seite und halte meine schützende Hand über dir. Und unser Leben hängt immer am Seiden in Faden. Seit unserer eigenmächtigen Trennung von Gott hängt unser Leben am Seiden in Faden. Das war nicht Gottes Plan für unser Zusammenleben. Er hätte sich gewünscht, dass der Mensch den Baum der Erkenntnis links lieben lässt und gehorsam bleibt. Aber das konnte der Mensch nicht so kompromisslos denken. Und Gott ist diese Wendung mitgegangen. Das hat unser Leben komplizierter gemacht. Darauf beruht das Sendekonzept von Vox und RTL 2. Das Sendekonzept von Vox und RTL 2 beruht auf den nervösen Zuckungen unseres Lebens, die alles komplizierter machen. Unser nervöses Zucken, unser voralliger Obstkonsum, unser Verbesserungsversuch des göttlichen Plans, hat unser Leben kompliziert gemacht. Seitdem hängt unser Leben am Seiden in Faden, weil wir von Gott der Quelle unseres Lebens getrennt sind, das wieder auf die Reihe zu bekommen. Und das ist ein sehr kleines Problem. Wir werden etwas Opfern müssen dafür. Das fordert Gott nicht ein, weil er auf Rache aus ist, sondern weil er sich der Verantwortung bewusst ist und weil er sich der Verantwortung nicht entziehen will und uns auch nicht einfach aus der Verantwortung entlässt. Unser Tun hat Konsequenzen. Aber Gott tut letztlich selbst, was er von Abraham doch nicht fordert, was er zu fordern wäre. Wie kommen Gott und Mensch wieder zusammen? Das wird was kosten. Es kostet das Leben. Als Gott und Mensch sich trennen, stand diese Konsequenz im Raum. Erst nicht von diesem Baum, sonst müsst ihr sterben. Die Trennung von Gott und Mensch kostet das Leben. Dass Abraham Isarak zu Opfern hat, ist grausam, aber es wäre folgerichtig. Die neue Gemeinschaft mit Gott kostet das Leben. Das ist unsere Konsequenz. Doch letztlich tut Gott selbst, was er von Abraham dann doch nicht fordern will. Gott springt Abraham schützend in den Arm. Gott ist keiner in den Arm gesprungen, als es um seinen Sohn ging. Wer auch, das ist kein Vorwurf an uns. Wer hätte das auch tun sollen? Keiner sollte das tun. Gott wollte diesen Preis bezahlen für uns und an unserer Stelle. Gott und Mensch kommen wieder zusammen. Der Preis dafür ist hoch. Es kostet das Leben. Und Gott hat schon bezahlt. Auf einmal steckt ganz viel Evangelium in dieser grausamen Geschichte. Manchmal bleibt Gott mir fremd, weil ich seine Wege nicht verstehe und weil sie mir unsympathisch erscheinen. Darf man auch dagegen sein? Ja, darf man. Mehrfach ist Abraham das auch. Lohnt es sich dagegen zu sein? Nein. Wenn man Abraham fragt, niemals. Alles was Gott tut und fordert dient dem Leben. Das darfst du glauben. Alles was er tut und fordert strebt einem Ziel entgegen. Nämlich, dass du und er wieder zusammenkommen. Ob du das glaubst oder nicht, das ist so. Ich wünsch dir dieses Gott Vertrauen.