Evangelisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
Sermon preached at the Sung Eucharist on the Thirteenth Sunday after Trinity 2026
The Reverend Aidan Platten Canon Precentor, Norwich Cathedral ·
Westminster Abbey - Predigtarchiv ·
2026-08-30
· London
· Quelle
Demut · Hauptbotschaft
Gemeinschaft · tragend
Umkehr · tragend
Die Eucharistie ermöglicht es den Gläubigen, die scheinbare Unvereinbarkeit der transzendenten und der immanenten Dimension Gottes zu überwinden und so eine befreiende, demütige Nachfolge Jesu zu leben.
Gott existiert im Jetzt und im Noch-nicht – das Reich Gottes fährt rücksichtslos über menschliche Vorstellungen von Zeit und Raum hinweg.
Der Prediger nutzt ein Zitat von Dolly Parton, um die menschliche Tendenz zu thematisieren, Gott als unerreichbar zu konstruieren, um sich vor der Verantwortung zu schützen. Er argumentiert, dass der christliche Glaube die Spannung zwischen der Transzendenz Gottes (jenseits von Raum und Zeit) und seiner Immanenz (Gegenwart im Moment) halten muss. Die Eucharistie wird als zentraler Ort dargestellt, an dem diese beiden Dimensionen zusammenkommen: Der Blick nach Osten symbolisiert die Ausrichtung auf das Jenseitige, während das Sakrament die unmittelbare Nähe Gottes im Brot und Wein erfahrbar macht. Am Beispiel des Petrus im Evangelium wird gezeigt, dass menschliche Einmischung in den Leidensweg Jesu als Widerstand gegen Gottes Plan verstanden wird. Die Predigt ruft dazu auf, das Kreuz als Demut und Nachfolge zu verstehen und das Böse mit Gutem zu überwinden, was nur durch Vertrauen auf Gott möglich ist. Sie schließt mit einem Gebet von heiligem Alphons Maria von Liguori, das die Anbetung Christi in der Eucharistie feiert.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst
- Wo sitzt das Übel?
-
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
- Was hilft dagegen?
-
Gebet, Gottesdienst, Meditation, wiederholte Übung; persönliche Erfahrung, Zeugnis, Begegnung mit Gott oder Menschen
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
gefallen, aus eigener Kraft nicht heil zu machen
- Wohin geht die Geschichte?
-
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf Tradition, Väter, gewachsene Praxis
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
den eigenen Glaubensgeschwistern
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst
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Wozu der Text aufruft
- Das Böse mit dem Guten überwinden (zwischenmenschlich)
- Im Sakrament der Eucharistie anbeten (rituell)
- Demut üben und das Kreuz auf sich nehmen (innerlich)
Genannte Stellen
Mt 16,23 · Röm 12,9-21
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 3 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 2, jetzt 3, künftig 1
Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut auf Deutsch
Es ist wunderbar, heute Morgen mit Ihnen zusammen zu sein, und ich bin dem Dekan sehr dankbar für seine Einladung. Ich bringe auch Grüße von der Gemeinde der Kathedrale von Norwich mit.
In dieser königlichen Kirche hielt ich es für nur recht und billig, mit den Worten einer Königin zu beginnen.
„So viele Menschen halten Gott so unerreichbar,
dass sie nie die Gelegenheit nutzen, das Beste aus all dem herauszuholen, was er ist.“
Nun, falls Sie sich Sorgen machen, dass Ihre Geschichte Sie im Stich lässt und Sie nicht mehr wissen, welche Königin diese Worte geäußert hat, fürchten Sie nicht! Es war natürlich die Königin des Country, die verstorbene Dolly Parton.
Dolly hat einen Punkt. Es ist sehr leicht, Gott unerreichbar zu machen; tatsächlich kann es eine seltsame Beruhigung bieten, Gott unerreichbar zu machen. Indem wir Wege finden, uns von Gott zu trennen – indem wir Gott scheinbar unerreichbar machen, speisen wir eine natürliche menschliche Introspektion. Das Hinsehen nach innen scheint oft sicherer zu sein als das Hinsehen nach außen; Gott unerreichbar zu machen gibt uns einen Sündenbock in Form eines Gottes, der nicht versteht, fern ist oder, noch schlimmer, kaum mehr als ein von Bedürftigen erfundenes Konzept ist.
Natürlich ist das nicht der Grund, warum Sie oder ich uns heute hier versammeln. Wir sind hier, zumindest teilweise, weil wir, indem wir hierherkommen, einen Versuch unternehmen, nach außen zu greifen. Das mag nicht Ihre erste Gedanke gewesen sein, als Sie hierherkamen, aber das ist es, was Sie tun, was wir tun. Gemeinsam erkunden wir die Idee des Reiches der Himmel. Das ist teilweise das, was diese großen Gebäude für uns tun – sie geben uns eine Vision von etwas Größerem als uns selbst – sie sind eine Art Fenster in den Himmel oder, vielleicht hilfreicher, eine Art Foyer, hinter dem die wahren Herrlichkeiten liegen.
Der christliche Glaube fordert uns auf, zwei Ideen von Gott zusammenzuhalten. Einerseits die Idee eines transzendenten Gottes – da draußen, über uns, wie Dolly es sagen würde; und andererseits ein Gott der Immanenz – hier in diesem Moment und Raum.
Diese Konzepte sind wichtig für einen lebendigen Glauben; denn Gott ist Gott, Gott ist gleichzeitig transzendent und immanent. Wir müssen vorsichtig sein, denn Vokabular beginnt immer, Gott auf unser eigenes Verständnis zu beschränken, aber wir müssen irgendwo anfangen. Gott existiert im Jetzt und im Noch-nicht – das Reich Gottes fährt rücksichtslos über menschliche Vorstellungen von Zeit und Raum hinweg. Manchmal ist eine solche Idee beängstigend oder schlicht unverständlich, aber seltsamerweise sollte sie befreiend sein. Das Verständnis, dass Gott nicht wie Sie oder ich ist, oder tatsächlich wie irgendetwas, das wir uns vorstellen können, sollte uns befreien, denn wir sollten nicht versuchen, wie Gott zu sein.
Unsere Anbetung heute spielt diese Themen der Immanenz und Transzendenz aus. Denn in dieser Eucharistie kommen wir, um Gott zu finden, und Gott kommt zu uns, in Wort und Sakrament. Das Wort wird zu den Menschen getragen. Gott kommt zu uns im Wort, in der guten Nachricht, dem Evangelium, das Ihnen gerade nähergebracht wurde, und dabei war das Reich gerade dann dort. Die gute Nachricht im heutigen Evangelium klang für Petrus nach allem, nur nicht nach guter Nachricht, als Jesus erklärte, dass er großes Leiden durchleiden würde. Peters Wunsch, dies hörend – wie der Ihre oder meiner sein könnte –, war, es zu verhindern, dass es geschieht. Jesus spricht jene zu oft falsch zitierten Worte: „Geh hinter mich, Satan.“ Das wäre, einen Anstoß in den Weg der Erlösung zu legen. Petrus ist von demjenigen, auf dem Jesus seine Kirche bauen würde, wie das Evangelium der letzten Woche verkündete, zu einem mit dem Teufel Gleichgestellten geworden, in Gefahr, das Werk Gottes zum Stillstand zu bringen.
Jesus geht dazu über, den Jüngern zu sagen, dass es bedeutet, ihm nachzufolgen, ein Kreuz auf sich zu nehmen. Zur Vermeidung von Zweifeln bedeutet das nicht, dass man losgeht und nach einem realen oder metaphorischen Kreuz sucht, dessen Größe und Gewicht uns zusagen, oder tatsächlich ein martyrhaftes Verhalten an den Tag legt. Vielmehr ist es ein Ruf zur Demut – er führt uns zurück zu den Seligpreisungen. Es bezieht sich auch auf die Lesung, die wir von Paulus an die Römer gehört haben, in der Paulus eine klare Abgrenzung gibt – hasse das Böse, halte fest am Guten. Paulus geht jedoch noch weiter – etwas von dem, was das Kreuz ausmacht, das frühe Christen, und warum nicht auch du oder ich, tragen müssen, wird dargelegt: Segne die, die euch verfolgen; segne sie und verfluche sie nicht. Freue dich mit denen, die sich freuen; weine mit denen, die weinen – tritt an die Seite, wie es Jesus tat; sei nicht hochmütig, sondern verkehre mit den Niedrigen. Vergelte nicht Böses mit Bösem. Lass dich nicht vom Bösen überwältigen, sondern überwinde das Böse mit dem Guten.
Das ist nur die Spitze des Eisbergs, und keiner von uns kann in eigener Kraft auch nur eines davon tun. Wir brauchen Gott und müssen unser Vertrauen in Gott setzen, und deshalb müssen wir suchen oder zuhören, die Hand ausstrecken und offen sein für das Wirken Gottes.
Deshalb ist die Anbetung wichtig. Wir tun absichtlich etwas, gehen in ein bestimmtes Gebäude und engagieren uns mit anderen in der Suche nach Gott. Die Anbetung wird viele Formen annehmen, und wir werden unsere Spiritualität jeweils unterschiedlich ausdrücken und zum Ausdruck bringen, wie, wann und wo wir uns besonders des Beiseins Gottes bewusst sind.
Was die Feier auszeichnet, die wir heute Morgen teilen, ist die außergewöhnliche Art und Weise, in der die Eucharistie uns hilft, uns sowohl auf transzendente als auch auf immanente Weise mit Gott zu verbinden.
Der Celebrant am Altar wird nach Osten blicken – man kann das auf zwei Arten lesen. Entweder, dass sie uns den Rücken zukehren, und das ist furchtbar unhöflich und schlechtes Theater; das wäre, den Punkt zu verfehlen und den Fokus zu sehr auf das Selbst zu legen. Denn indem sie sich von uns abwenden, liegt der Schwerpunkt auf der Transzendenz Gottes. Wir werden daran erinnert, dass Gott jenseits unserer Konzepte von Raum und Zeit existiert, und wir alle blicken in dieser Suche in dieselbe Richtung. Wir müssen zu Gott hin ausstrecken; dass Gott nicht dein Gott, mein Gott, unser Gott ist. Gott ist Gott, Gott ist Liebe, von der das gesamte Universum seinen Ursprung nimmt.
Aber nur wenig später bewegen wir uns zu einem Moment sehr starker Immanenz. Denn Gott ist wirklich sehr nah – nicht nur nah, sondern unser Gastgeber für dieses Mahl. Das Geschenk des Heiligen Geistes macht Christus in Brot und Wein der Eucharistie gegenwärtig; wir werden mit dem Brot vom Himmel gespeist; Gott ist nicht irgendwo da draußen, der Himmel ist kein Land über dem Regenbogen, wir finden uns genau dort wieder. Wir kommen hierher, wir beten, und Gott ist genau hier bei uns.
Ein Teil der Kraft des Sakraments der Eucharistie besteht darin, dass mit dir und mir als Gefäße die Gegenwart Christi aus dieser Kirche in all die Orte getragen wird, an die wir gehen werden; um bei all den Menschen zu sein, die wir sehen und mit denen wir sprechen werden. Gott ist nicht jemand oder etwas „da draußen“. Gott, durch das Mysterium der Heiligen Dreifaltigkeit, ist transzendent – existierend jenseits unserer wildesten Vorstellungen; aber er ist auch immanent – hier, gegenwärtig und im Sakrament der Eucharistie verbunden.
Ich schließe mit Worten von heiligem Alphons Maria von Liguori.
O Brot des Himmels, unter diesem Schleier
verbergst du meinen eigentlichen Gott:
Mein Jesus, teuerster Schatz, grüße;
ich liebe dich und knie anbetend nieder;
jede liebende Seele wird von dir gespeist
mit dir selbst in der Form von Brot.
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Wortlaut im Original
It’s lovely to be with you this morning and I’ve very grateful to the Dean for his invitation. I also bring greetings from the community at Norwich Cathedral.
In this royal church, I thought it only right to begin with words of a queen.
‘So many people place God so out of reach
that they never get the make the most of all the things he is.’
Now, if you are concerned that your history is letting you down and you can’t remember which queen uttered those words, fear not! It was, of course, the Queen of Country Music, the late Dolly Parton.
Dolly has a point. It is very easy to put God out of reach; indeed it can provide a bizarre reassurance to put God out of reach. By finding ways of separating ourselves from God—putting God seemingly out of reach feeds into a natural human introspection. Looking inwards so often seems is safer than looking outwards; putting God out of reach gives us a scapegoat of a God who doesn’t understand, is remote, or worse still is little more than a concept invented by the needy.
Of course, that’s not why you or I gather here today. We’re here, at least in part, because in coming here we are having a go out reaching out. That might not have been your first thought as you came here, but that is what you’re doing, what we’re doing. Together we are exploring the idea of the kingdom of heaven. That’s partly what these great buildings do for us—they give us a vision for something greater than ourselves—they are something of a window into heaven, or perhaps more helpfully, a kind of foyer, beyond which the true glories lie.
The Christian faith asks us to hold two ideas of God together. On the one hand, the idea of God as transcendent—out there, beyond us, as Dolly might say; and on the other hand, a God of immanence—here in this moment and space.
Those concepts are important for a lively faith; because God is God, God is transcendent and immanent at the same time. We need to be careful because vocabulary always begins to restrict God to our own understanding, but we have to start somewhere. God exists in the now and the not yet—the kingdom of God runs, rough-shod, over human ideas of time and space. Sometimes such an idea is scary or just plain incomprehensible, but strangely it should be liberating. Understanding that God is not like you or me, or indeed anything we can conceive should liberate us, because we should not be trying to be like God.
Our worship today plays out these themes of immanence and transcendence. For in this Eucharist we come to find God, and God comes to us, in word and sacrament. The Word is carried into the people. God comes to us in word in the good news, the gospel that has just been brought nearer to you and in so doing the kingdom was there just then. The good news in today’s gospel sounded to Peter anything but good news as Jesus explained that he would undergo great suffering. Peter’s desire on hearing this—as might yours or mine be, was to prevent it from happening. Jesus speaks those too often misquoted words ‘Get behind be Satan.’ That would be to put a stumbling block in the path of salvation. Peter has gone from being the one on whom Jesus would build his church as last week’s gospel proclaimed, to being equated with the devil, in danger of stalling God’s work.
Jesus goes on to tell the disciples that following him means taking up a cross. For the avoidance of doubt, that doesn’t mean going off and looking for a real or metaphorical cross whose size and weight suits us, or indeed acting out some martyr-like behaviour. Rather, it is a call to humility—taking us back to the beatitudes. It relates also to the reading we heard from Paul to the Romans where Paul gives a clear delineation—hate what is evil, hold fast to what is good. Paul takes that further though—something of the cross that early Christians, and why not you or me have to bear is spelled out; bless those who persecute you; bless and do not curse them. Rejoice with those who rejoice; weep with those who weep—get alongside as Jesus did; do not be haughty, but associate with the lowly. Do not repay evil for evil. Do not be overcome by evil, but overcome evil with good.
Those are just the tip of the iceberg and none of us can begin to do any of that in our own strength. We need God and to put our trust in God and therefore we need to look or listen, reach out and be open to God’s work.
That is why worship is important. We deliberately do something, go to a particular building and engage with others in a seeking after God. Worship will have many forms, and we will each articulate our spirituality differently and articulate how, when, where we find ourselves especially aware of God’s presence.
What is particular to the celebration we share this morning is the extraordinary way in which the Eucharist helps us engage with God in both a transcendent way and an immanent way.
The celebrant at the altar will be facing east—you can read that two ways. Either that they turn their back on us and that’s terribly rude and bad theatre; that is to miss the point and have the focus too much on self. For in facing away from us, there is an emphasis on God’s transcendence. We are reminded that God exists beyond our concepts of space and time and we are all facing the same way in this search. We need to reach out to God; that God isn’t your God, my God, our God. God is God, God is love from whom the whole universe finds its origin.
But only a little later, we move to a moment of very powerful immanence. For God is very close indeed—not only close, but our host for this meal. The gift of the Holy Spirit makes Christ present with us in the bread and wine of the Eucharist; we are fed with the bread from heaven; God isn’t somewhere out there, heaven isn’t a land over rainbow, we find ourselves right there. We come here, we pray, and God is right here with us.
Part of the power of the sacrament of the eucharist is that with you and I as vessels, Christ’s presence is carried out from this church to all those places we will go; to be with all the people that we will see and speak to. God is not someone or something ‘out there’. God, through the mystery of the Holy Trinity is transcendent—existing beyond our wildest imaginings; but is immanent too—here, present and connected in the sacrament of the Eucharist.
I end with words of St Alphonsus Liguori.
O Bread of heaven, beneath this veil
Thou dost my very God conceal:
My Jesus, dearest treasure, hail;
I love thee and adoring kneel;
Each loving soul be thee is fed
This thine own self in form of bread.
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