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Freikirchlich · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Steh auf und iss, denn du hast einen langen Weg vor dir !

Freie evangelische Gemeinde Kiel – Predigt-Podcast · Freie evangelische Gemeinde Kiel – Predigt-Podcast · 2026-09-06 · Kiel · Quelle

Fürsorge · Hauptbotschaft Hoffnung · tragend

In Zeiten totaler Erschöpfung und scheinbarer Gottferne besteht die göttliche Hilfe nicht in der Beseitigung der äußeren Bedrohung, sondern in der stillen, physischen Versorgung, die den Menschen trägt, bis er den Weg fortsetzen kann.

Die Predigt interpretiert die biblische Erzählung von Elia in 1. Könige 19, in der der Prophet nach einem großen Sieg über die Baalpriester in Todesangst und Erschöpfung in die Wüste flieht. Der Prediger beschreibt Elias Zustand als einen totalen Zusammenbruch, in dem er sich den Tod wünscht und Gott schweigend lässt. Im Zentrum steht die göttliche Reaktion, die nicht in einer theologischen Erklärung oder Rettung vor der Gefahr besteht, sondern in der physischen Versorgung mit Brot und Wasser durch einen Engel. Diese Fürsorge wird als Zeichen der bedingungslosen Liebe Gottes gedeutet, die den Menschen in seiner Schwäche trägt, ohne ihn zu belehren. Der Text zieht eine Parallele zu modernen Erfahrungen von Erschöpfung und 'Wüstenzeiten', in denen Glaube und Erfolg plötzlich in Frage stehen. Die Kernbotschaft ist, dass Gott in solchen Krisen durch stille Präsenz und Nahrung für das Überleben sorgt, um den Weg weiter zu ermöglichen.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Leere, Orientierungslosigkeit, Verzweiflung; Bedrängnis der eigenen Gemeinschaft von außen
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Zuwendung Gottes, Erlösung, die nicht verdient wird; persönliche Erfahrung, Zeugnis, Begegnung mit Gott oder Menschen
Was ist der Mensch nach diesem Text?
gefallen, aus eigener Kraft nicht heil zu machen
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte (erschlossen)
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
der Text kritisiert nicht

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

1. Könige 19,1-7

Gemessen

Grundhaltung
2 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
1 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 3, jetzt 2, künftig 1

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Der Predigtext steht im Alten Testament, im Erste Königin 19. Das ist ziemlich weit vorne, so am Ende des ersten Drittes bumbelig in der Bibel, für die diesmal nachlesen wollen. Das lohnt sich wirklich, das ist richtig spannend. Also wer sagt, Bibel ist langweiliger, dieses Kapitel noch oder diese Passagen noch nicht gelesen, manche anderen wahrscheinlich auch nicht. Ich lese uns einen Teil zur Predigt und den zweiten Teil gibt es in der Predigt. Es ist die Rede von Elia. Das ist eine der Glaubenshelden. Der hat unfassbare Dinge mit Gott gemeinsam geleistet und jetzt wird über ihn berichtet. Erste Könige 19. Vers 1 bis 7 nach der Basispiebel. Ahab erzählte Isabel alles, was Elia getan hatte. Auch, dass Elia alle Propheten des Baals getötet hatte. Daraufhin steckte Isabel ein Boden zu Elia und drohte ihm. Die Götter sollen mir antun, was immer sie wollen, wenn ich deinem Leben nicht ein Ende setze. Morgen um diese Zeit soll es dir ergehen, wie den Propheten, die du getötet hast. Da geriet Elia in große Angst. Er sprang auf und lief um sein Leben. So kam er nach Bersheba an die Grenze von Judah. Dort ließ er seinen Diener zurück. Er selbst ging noch einen Tag lang weiter, tiefer in die Wüste hinein. Dann setzte er sich unter einen Ginster-Strauch und wünschte sich den Tod. Es ist genug, Herr, sagte er, Herr, nimm mir doch das Leben, denn ich bin nicht besser als meine Vorfahren. Schließlich legte er sich hin und schlief unter dem Ginster-Strauch ein. Plötzlich berührte ihn ein Engel und forderte ihn auf, steh auf und ist. Als Elia um sich blickte, fand er etwas neben seinem Kopf. Er schlug das Fladenbrot in einen Krug mit Wasser. Er aß und trank und legte sich wieder schlafen. Doch der Engel des Herrn erschien ein zweites Mal. Wieder berührte er ihn und sprach, steh auf und ist. Denn du hast einen weiten Weg vor dir. Wahrscheinlich kennst du Elia. Wahrscheinlich hast du von ihm schon in der Bibel gelesen. Hast du dich denn über ihn gehört oder vielleicht in einem Hauskreis habt ihr darüber gesprochen? Elia, ein sehr bekannter Mensch in der Bibel. Ich habe mich schon häufiger mit ihm beschäftigt. Am intensivsten habe ich mich mit ihm beschäftigt. In meinem Abschlussexamen war einer Theologischen Hochschule in Ebersbach. Ich habe darüber eine meiner Examensarbeiten geschrieben. Aber Elia hat mich seit der Zeit immer wieder mal begleitet in Predigten oder auch in Bibelgesprächen. Vor einiger Zeit habe ich ein Bild von über ihn gefunden. Ein Bild, das mich gleich angesprochen hat. Wir sehen es hier vorne. Wir haben eben den ersten Teil der Geschichte aus der Hebräischen Bibel gehört. Es ist eine Geschichte von eben Elia. Von dem Elia, der zu den großen Propheten in der Bibel gehört. Von dem wir kein Buch haben wie Hezaya oder Jeremiah. Aber trotzdem gehört er zu den großen Propheten und war für die Menschen zur Zeit Jesu der Prophet schlechthin. Dieser Elia ist mir die intensive Beschäftigung mit ihm sehr wichtig geworden. Wir sehen hier vorne ein Bild, das die Künstlerin Jutta Boxhorn gemalt hat. Es ist ein düsteres Bild. Mit einem dunklen Himmel voller Wolken. Davor ist eine Bergkette zu sehen und wieder davor eine helle Fläche. Und im Mittelpunkt des Bildes steht ein alter knorriger verdorter Baum. Dessen Zweige nicht nach oben zeigen, sondern zur Seite und nach unten gebogen sind. Permanenter starker Wind wird sie so gebogen haben. Manche Bäume gibt es ja auch an manchen Küsten, wenn der Wind meistens aus einer Richtung weht. Unter diesem Baum, oder Ginster-Strauch, wie er in der Basisbibel eben hieß, unter diesem Baum im Bild liegt ein Mensch, aufgestützt auf seine Knie und die Ellenbogen. Angedeutet in dem Bild sind zwei Hände, eine unter dem Menschen und eine Hand über dem Menschen. Dieses Bild erfasst die Situation Elias in einer großartigen Weise. Elias in der Wüste. Doch wie kommt er dorthin? Wir müssen uns die Vorgeschichte näher ansehen. Sie ist ja schon am Anfang des Textes eben angeklungen. Elias, der Prophet Gottes, kämpft dafür, dass Israel wieder zu Gott zurückkehren. Die Menschen, angefangen beim König und der Königin, bis zu den armen Tagelöhnern, haben Gott verlassen und verehren den Götzen Baal. Zudem beten sie. Von ihm erwarten sie Hilfe. Für ihn feiern sie Gottesdienste und bringen sie Opfer. Und der Gott Israels, der Gott dem Elia dient, der wird kaum noch beachtet. Dessen Nachfolger werden verlacht oder sogar verfolgt, wie Elia es selbst erlebt hat. Seit vielen Jahren kämpft Elia für Gott. Und er hat den Eindruck, dass er diesen Kampf völlig allein führt. Dass niemand im ganzen Volk da ist, der auf seiner Seite steht, der ihn unterstützt. Doch dann passiert etwas, von dem Elia glaubt, dass es einen Umschwung bewirkt. Es kommt zu einer öffentlichen Auseinandersetzung zwischen ihm und den Priester des Baal. Denn die Frage ist, welcher Gott ist wirklich Gott? Welcher Gott? Und daran hat man sich, darauf hat man sich geeinigt, dass das ein Test sein sollte und ein Beweis für die Macht des jeweiligen Gottes. Welcher Gott kann Feuer vom Himmel fallen lassen? Und damit beweisen, dass er lebt, dass er wirklich Gott ist. Man baut also auf dem Berg Kamel zwei Altäre. Einen für den Gott Baal und einen für den Gott Israels. Für den Elia so leidenschaftlich kämpft. Und auf jeden Altar legt man ein geschlachtetes Opfertier. Und die Priester des Baal mühren sich den ganzen Tag lang und beten. Und sie beten nicht nur, sie knien sich nicht nur hin, sondern sie tanzen um den Altar für ihren Gott herum, auf dem das Opfertier liegt. Sie fügen sich Verletzungen, bis Blut fließt. Alles in der Erwartung, dass ihr Gott Baal ihr Gebet erhört und Feuer vom Himmel fallen lässt. Elia macht sich manchmal an manchen Stellen lustig über sie, indem er ihnen sagt, also ihr müsst lauter rufen. Vielleicht schläft euer Gott ja gerade. Oder vielleicht ist er unterwegs und hört euch deshalb nicht. Nein, nichts passiert. Nachdem sie dann am Ende des, gegen Ende des Tages aufgegeben haben, spricht Elia ein kurzes Gebet zu Gott und der lässt Feuer vom Himmel fallen und entzündet damit das vorbereitete, für ihn vorbereitete Opfer. Damit ist klar, der Gott Elias ist allein ein lebendiger Gott und Baal ist kein Gott, sondern ein Tod der Götze. Elia nutzt die Gunst der Stunde und ermordet sämtliche Priester Baals. In der Hoffnung, dass er damit diesen Gottesdienst, diesen Götzendienst für Baal endgültig ausgerottet hat. Er scheint endlich am Ziel seiner jahrelangen Arbeit angekommen zu sein, nämlich dass das ganze Volk erkennt, dass Gott allein Gott ist. Er hofft, damit den Götzendienst ein für alle Mal erledigt zu haben. Doch am nächsten Tag platzt dieser Traum wie ein Luftballon. Die Königin Isabel, sie war eine Anhängerin Baals, schickt einen Boten und lässt ihm ausrichten und sie legt einen Schwur ab, dass sie dafür sorgen wird, dass Elia so wie er die Priester Baals ermordet hat. So wird sie dafür sorgen, dass er ermordet wird. Für Elia bricht alles zusammen. Er flieht nicht nur bis ins Ausland. Selbst da könnte Isabel einen Auftragskiller schicken, nicht nur bis Bercheba die Stadt am Rand der Wüste, wo er sich mal zurückziehen könnte, aber er würde halt für Tage der Stille und ansonsten würde er in Bercheba leben und würde auf diese Weise nach einem Weg aus der Krise suchen können. Nein, in Bercheba, der letzten Stadt vor der Wüste, lässt er seinen Diener zurück und geht allein in die Wüste. Einen ganzen Tag läuft er und es ist klar, er will nie wieder zurück. Das Erste, ein Mensch in der Wüste. Elia läuft nicht in die Wüste, um sich dort zu verstecken, um sich eine Oase zu suchen und dort dann eine vielleicht überleben zu können oder sich den Bedouinen anzuschließen. Nein, er ist am Ende. Er will sterben. Er bittet Gott, Herr, nimm mir doch das Leben. Der Mann ist völlig fertig. Er kann nicht mehr und er will nicht mehr. Wenige Tage nach dem großen Erfolg liegt er jetzt lebensmüde in der Wüste. Er hat schon viele kritische Situationen erlebt. Gott musste ihn vor dem König verstecken, denn der wollte ihn auch umbringen. Er lebte, Elia, Gott hat ihn an irgendeinen Bach geschickt, an einem kleinen Bach und hat ihn dort mit Raben mit Essen versorgen lassen. Also, der hat schon was hinter sich, aber immer wieder hat er die Hilfe Gottes erlebt. Er hat darauf vertraut und Gott hat ihn gerettet und bewahrt. Und auch diesmal, ja, können wir doch eigentlich erwarten, dass Gott ihm auch jetzt sagt, Elia, pass auf. Jetzt nach Bersheba, vielleicht gehst du nach Ägypten, da im Ausland, vielleicht bist du da sicher. Nein, diesmal nach dieser Morddrohung durch die Königin hört er kein Wort von Gott. Hört er nichts, dass Gott ihn schon retten wird. Er hört nichts von dem Gott, der doch am Tag vorher bewiesen hat, dass er ein lebendiger Gott ist. Diese Aktion mit den Priestern war eine letzte große Anstrengung von Elia. Und nun ist er fertig, ausgebrannt. Er sehnt sich danach, dass endlich alles vorbei ist. Das ist die Situation, die die Künstlerin in ihrem Bild darstellt. Elia schmeißt Gott die Brocken hin und gleich wird er sich umdrehen und schlafen wie ein Toter. Aber dieser Schlaf ist kein erholsamer Schlaf, dass er dadurch wieder Kraft schöpft, sondern er ist die Vorstufe des Todes. Vielleicht kennst du solche Momente, solche Erschöpfungszeiten, solche Wüstenzeiten. Vielleicht hast du auch schon mal so einen Absturz erlebt. Du warst richtig gut drauf, aber von einem Tag auf den anderen ging nichts mehr. Oder vielleicht bist du da so schleichend hineingekommen. Es waren so viele Dinge hintereinander. Oder gleichzeitig, die du einzeln locker weggesteckt hättest. Aber es war einfach zu viel. Und eines Tages findest du dich genauso wie Elia in der Wüste wieder. Und du hast den Eindruck, es gibt kein Zurück mehr, ich komm da nicht mehr raus. Und so oft schon hast du mit Gott geredet, wie Elia es tut. Hast ihm gesagt, es geht nicht mehr. Ich kann nicht mehr, ich bin am Ende und nun mach du endlich ein Ende. Ich weiß nicht, ob du das kennst. Aber vielleicht ist dir das auch fremd. Vielleicht erlebst du Gott, ja eigentlich fast immer so, wie Elia ihn wenige Tage vorher auf dem Berg erlebt hatte. Immer wieder erlebst du seine besondere Nähe, erlebst du Wunder. Und du kannst dir gar nicht vorstellen, dass es einmal nicht mehr so sein sollte. Du kannst das nicht nachvollziehen, wie es Elia geht. Aber ich habe immer wieder solche Menschen erlebt, die genau in dieser Form der Not erleben, wie Elia. Die genau so am Ende sind mit sich, mit der Welt, mit Gott. Büstenzeiten. Es gibt, das muss ich leider sagen, viele Menschen, auch viele Christen, die solche Zeiten kennen, die das ähnlich so ähnlich erleben, die durch solche Strecken hindurchmüssen. Der große Prophet Elia, der Gottes Macht in so vielfältiger Weise erlebt hat. Der liegt da und will sterben. Er hat aufgegeben. Das Zweite, in der Wüste, in der Hand Gottes. Und was macht Gott? Er erhört das Gebet Elias nicht. Wenige Tage zuvor hat er das Gebet Elias erhöht und ließ Feuer vom Himmel fallen. Aber jetzt erhöht Gott seinen Liner nicht. Stattdessen sorgt er für seinen Mann in der Wüste, wie für einen Freund. Gott schickt einen Engel, der Elia versorgt. Er verleckt ihn und bringt ihm frisch auf steinen gebackenes Brot und Wasser. Brot war damals das Grundnahrungsmittel schlechthin. Und nicht nur einmal kommt der Engel, sondern zweimal. Denn Elia braucht mehr als nur eine Hilfe. Im verlassenen Land, im Land des Todes, so wurde die Wüste genannt, so wurde, so im Land des Todes versorgt Gott ihn mit Lebensmitteln. Im verlassenen Land ist Elia nicht verlassen. Das stellt die Künstlerin mit der Hand da, in der Elia liegt. Er ist auch dort, im Land des Todes, in der Hand Gottes. Diese Hand ist durchsichtig gemalt. Das soll wohl zeigen, dass Elia sie nicht zieht, sie nicht wahrnimmt. Wenn er aufsteht und ein Stück weitergeht, dann wird er nicht über die Finger stolpern. Eins soll diese Hand aber zeigen, wo auch immer Elia sich befindet. Wie auch immer ihm zumute ist, auch wenn Elia es nicht wahrnimmt. Gott zieht seine Hand nicht zurück. Die Hand Gottes ist unter ihm. Sie fängt ihn auf, auch wenn er in ein tiefes Loch gefallen ist. Sie gibt ihm Halt, auch wenn er jeden Halt für sein Leben verloren hat. Sie trägt ihn, auch wenn er ins Boden lose zu stürzen scheint. Gott gibt seinem Leben Grund- und Daseinsberechtigung. Auch wenn er selber das nicht mehr glaubt. Auch wenn er selber nicht mehr weiterleben möchte. Auch wenn er selber keine Perspektive mehr hat für sein Leben. Nein, diese Hand Gottes ist da. Und Elia kann sie nicht verlassen. Auch wenn er bis in die Wüste gelaufen ist. Wenn er alle Menschen hinter sich gelassen hat. Die Hand Gottes ist da. Die Hand Gottes trägt ihn. Vielleicht ziehst du die Hand Gottes, die dich trägt, auch nicht. Vielleicht spürst du auch schon lange nichts mehr von der Gegenwart Gottes. Du spürst nur den Schmerz in deinem Herzen, die Enttäuschungen, die Verletzungen. Doch glaub mir, auch unter dir ist diese Hand Gottes und trägt dich. Diese Hand zieht Gott niemals zurück, ob du sie spürst oder nicht. Gott sendet seinen Boten auch unter deinen Downbush. Und du darfst heute, genauso wie Elia, dieses Wort hören. Steh auf und ist. Das Abendmal heute gehört zu der Hand Gottes, mit der er dir sagt, dass er dich nicht fallen gelassen hat. Wichtig ist, und das muss ich an der Stelle hier ganz deutlich sagen, das ist kein Ersatz oder eine Alternative für eine Therapie oder für Medikamente, wenn du in einer Depression oder in einem Ähnlichen bist. Aber wie auch immer es in deinem Leben aussieht, du darfst heute das Wort Gottes hören. Steh auf und ist. Das Dritte in der Wüste unter der Hand Gottes. Und jetzt wollen wir auf den zweiten Teil des Textes hören. Und Matthias wird ihn vorlesen. Da stand Elia auf, aß und trank und ging los. Durch das Essen war er wieder zu Kräften gekommen. 40 Tage und 40 Nächte war er unterwegs, bis er den Berg Gottes, den Hohrrepp, erreichte. Dort ging er in eine Höhle, um darin zu übernachten. Doch da kam das Wort des Herrn zu ihm. Was tust du hier, Elia? Elia antwortete, bis zum äußersten bin ich für dich gegangen. Alles habe ich für dich getan, für den Ehren, für den Gott Zebaot. Denn die Israeliten haben deinen Bund verlassen. Sie haben deine Altheren niedergerissen und deine Propheten mit dem Schwert getötet. Ich allein bin übrig geblieben, doch jetzt wollen sie auch mich umbringen. Da sprach Gott zu ihm, komm heraus, stell dich auf den Berg vor den Herrn. Und wirklich, der Herr ging vorüber. Zuerst kam ein gewaltiger Sturm, der Berge sprengt und Felsen zerbrach. Der zog vor dem Herrn her, aber der Herr war nicht im Sturm. Nach dem Sturm kam ein Erdbeben, aber der Herr war nicht im Erdbeben. Nach dem Erdbeben kam ein Feuer, aber der Herr war nicht im Feuer. Nach dem Feuer kam ein sanftes, feines Flüstern. Als Elia das hörte, bedeckt er das Gesicht mit seinem Mantel. Dann trat er aus der Höhle heraus und stellte sich an ihren Eingang. Da hörte er eine Stimme, die zu ihm sprach, was tust du hier, Elia? Er antwortete, bis zum Äußersten bin ich für dich gegangen. Alles habe ich für dich getan, für den Herrn, den Gott Zebaot. Denn die Israeliten haben deinen Bund verlassen. Sie haben deine Altheren niedergerissen und deine Propheten mit dem Schwert getötet. Ich allein bin übrig geblieben. Doch jetzt wollen sie auch mich umbringen. Da sagte der Herr zu ihm, geh den Weg zurück, den du gekommen bist. Geh durch die Wüste bis nach Damascus und salbe HaZael zum König über das Arameerreich. Auch Israel soll einen neuen König bekommen, salbe Yehu, den Sohn des Nimshi zum König. Setze außerdem eine Nachfolge für dich ein. Salbe Elisha, den Sohn des Schaffhat aus Abel-Muhila zum Propheten. Und so wird es kommen. Wer dem Schwert HaZael entkommt, den wird Yehu töten. Und wer dem Schwert Yehus entkommt, den wird Elisha töten. Aber ich werde 7000 Mann in Israel übrig lassen, die ihre Knie nicht vor Baal gebeugt haben und die nicht mit dem Mund geküsst haben. Ja, so weit diese Geschichte. Der Engel kommt noch einmal zu Elia. Wieder bringt er frisches Brot und Wasser mit und wieder hört Elia das Wort, steh auf und ist. Doch diesmal geht es noch weiter, denn du hast einen weiten Weg vor dir. Die Künstlerin nimmt das in diesem Bild auf mit der zweiten Hand, die mit einem ausgestreckten Zeigefinger über Elia ist. Sie weist Elia den Weg. Er geht diesen Weg unter der Hand Gottes. Der Engel nennt kein konkretes Ziel. Wir würden aber erwarten, dass er Elia zurückschickt. Dass der Engel ihm sagt, also Elia, du hast noch eine große Aufgabe. Egal wie es dir geht, los auf an die Arbeit, stell dich nicht so an. Ein Mitarbeiter Gottes lässt sich nicht so hängen. Oder dass er ihm sagen würde, also Elia, jetzt denk doch mal an den Karmel. Denk doch mal, wie du da an dem Bach warst, wie du gottig versorgt hat durch die Raben. Denk doch mal an all das, wie du Gott erlebt hast. Müsste dein Herz nicht voller Lowpreislieder sein? Stattdessen liegst du da und jammerst. Oder wir könnten uns vorstellen, dass der Engel Elia zurückschickt. Und ihm sagt, also Esebel hat er schlimm mitgespielt. Jetzt geht zurück und dann salbt den Jehu zum König. Der macht eine Revolution und stürzt Ahab und Esebel und wird die beiden umbringen. Dann siehst du, dass Gott deine Feinde bestraft. Das kann dir das Gefühl von erlebter Rache geben. Als Elia sich auf den Weg macht, geht er nicht zurück. Sondern sein Weg führt ihn noch tiefer in die Wüste hinein. 40 Tage und 40 Nächte ist er in der Wüste unterwegs, bis er an den Horeb kommt. Diesen Berg Gottes, diesen Berg, an dem Gott vor Jahrhunderten den Bund mit seinem Volk geschlossen hatte. Gott schickt ihn nicht sofort aus der Wüste heraus, sondern auch nach der Beglichnung mit dem Engel geht sein Weg noch immer durch die Wüste. Und zunächst noch immer tiefer hinein. Gott mutet ihm das zu. Aber jetzt ist es nicht die Flucht, die Elia umherrren lässt oder der Wunsch zu sterben. Jetzt hat er ein Ziel, das hier noch nicht konkret genannt wird. Aber ich denke, dass es sich im Laufe der Zeit für ihn, dass es für ihn klar geworden ist. Und Elia weiß, dass er jetzt nicht mehr ohne Gott läuft, sondern er geht unter der Hand Gottes, der bewahrenden, beschützenden, jahrsegnenden Hand Gottes. Der Engel hat mit seiner zweifachen Gabe Elia für den weiten Weg ausgerüstet. Elia wird auf diesem Weg nicht umkommen, wie hart er auch sein wird, wie viele auch zu kämpfen und zu leiden haben wird. Gottes Zusage gilt, dass er ankommt. Doch wohin geht Elia? Gott schickt ihn zu dem Berg, an dem Gott Mose in einem brennenden Donbush begegnet ist. Dort hat Gott Mose Berufen zum Dienst. Das ist auch der Berg, an dem Israel seinem Gott begegnet ist. Dort hat Gott einen Bund mit seinem Volk geschlossen. Dort hat Gott seinem Volk die zehn Gebote gegeben. Dort hat Israel gehört, und du sollst keiner anderen Götter haben neben mir. Zu diesem Ort schickt Gott Elia, an dem Ort, an dem alles begonnen hat zwischen Gott und seinem Volk. Dieser Berg ist ein Ort, der begegnet ist, nicht mit einem Engel, sondern mit Gott persönlich. Schon seit vielen Generationen wissen die Menschen, dass Gott dort seinem Volk in besonderer Weise begegnet ist und dass Gott dort einen Bund mit seinem Volk geschlossen hat. Und was geschieht, als Elia dort angekommen ist? Es gibt keine große Begrüßungsfeier. Gott sagt ihm nicht, herzlich willkommen Elia. Schön, dass du es geschafft hast durch die Wüste durch. Jetzt richtest du es dir sehr gut ein. Als Treuhaftprophet hast du es verdient. Nein, Gott nimmt Elia hinein in die Stille. Und in der Stille begegnet ihm Gott. Und in der Stille redet Gott. Gott fragt ihn Elia, was tust du hier? Der Engel hat ihm doch gesagt, du hast einen weiten Weg vor dir. Gott hatte ihn doch sozusagen herbestellt. Das Entscheidende ist aber, dass Elia sein Herz ausschütten kann. Wie in einer Audienz bei einem König, wird er nach seinem Anliegen gefragt. Gott hört die Not Elias. Gott will wissen, was seinen