Wirkliches Mitgefühl und wirksames Handeln gegen das Leiden der Welt entstehen nicht aus aktivistischem Aktionismus, sondern aus einer tiefen, allgegenwärtigen inneren Praxis der Weisheit und Ruhe, die den Geist transformiert.
Die Sprecherin, eine ordinierte Buddhistin und Anwältin, reflektiert ihre persönliche Begegnung mit dem tausendarmigen Avalokiteshvara und der Weisheit (Prajnaparamita). Sie stellt fest, dass sie sich zunächst in die äußere Fassade des Bodhisattvas verliebt hatte, was zu innerer Spannung führte. Durch die Auseinandersetzung mit der Legende des Avalokiteshvara, der aus tiefem Mitgefühl handelt, erkennt sie, dass wahres Handeln aus einer integrierten, ruhigen Praxis entsteht. Sie grenzt sich von aktivistischem Aktionismus ab und betont, dass Dharma-Praxis 24 Stunden am Tag gelebt werden muss, um wirksam zu sein. Der Text verbindet diese spirituelle Erkenntnis mit ihrer beruflichen Arbeit im Asyl- und Migrationsrecht, wo sie täglich mit massivem Leiden konfrontiert ist. Sie plädiert dafür, Weisheit und Mitgefühl nicht nur intellektuell zu verstehen, sondern sie als Grundlage für nachhaltiges, liebevolles Handeln zu nutzen.
Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut anzeigen
Okay, wunderbar. Herzlichen Ja, ein wunderbaren guten Abend. Schön, dass ihr da seid. Ich stelle mich vielleicht mal kurz vor. Einige kennen mich, andere nicht. Ich bin Wir Patma aus Berlin, bin 2019 ordiniert worden seit 2012 äh bei Triatner, aber das ist nicht mein ganzes buddhistisches Leben. Vorher kamen doch glatte 35 Jahre im Zeichen des Sennen. Okay, also sitzen, aushalten, Spannung produzieren ist mein zweites Gesicht. Okay. Und mit der Ordination Viratma Vir heißt wird immer so übersetzt als Energie und Patma der Lotus das Mitgliedgefühl und she was a lotus of energy. Und als ich den Namen bekommen habe, sagten alle: "Ja, natürlich, da musste Würja drin sein." Und ich muss sagen, das hat mich gekränkt, äh weil ich glaube, diese Energie oder so, die ich äh vor meinem intensiven Ordinationsprozess hatte, die mich mein Leben begleitet hat, das wä Energie, die daraus erwächst, weil viel unintegriertes war und Würja sozusagen in meinem Namen sehe ich eigentlich quasi als die Ausdauer am Ball zu bleiben und ich glaube, das macht auch meine Praxis aus. Und deshalb kann ich sagen, ja, ich würde mich nicht als Aktivistin bezeichnen, okay? Äh und schon gar nicht als Umweltaktivistin. Okay? Weil das Thema hier heißt Mitgefühl und Weisheit im Angesicht der Herausforderung unserer Zeit. Und Klimakrise ist nicht die einzige Herausforderung. Ja, seitdem ich schon junger Mensch bin, bin ich Mitglied bei Amnesty International und mein beruflicher Schwerpunkt als Anwältin war Asyl und Migrationsrecht und Strafrecht. Ja, also ich weiß sozusagen, was Folter ist, was sexuelle Gewalt ist, was Leute erfahren haben und hatte mit denen mein Leben lang zu tun bis heute. Ja, also deshalb es gibt sehr viel mehr als der Fokus, der meist jetzt ist auf Klimawandel sehr viel mehr als elend und Leiden und zwar bis zur Kante heute hier in diesem Zeitpunkt. Ich kann euch sagen, sozusagen nur eins, was in dieser Welt jetzt, wo äh äh Teran beschossen wird. Viele von unseren Klientinnen haben gerade mal wegen des Familiennachzugs die afghanischen Familien mit Kindern ihr nationalen Pass in den Briefkasten der deutschen Botschaft geschickt gesteckt. Diese machte zu, ist nur zuständig für deutsche Staatsangehörige und die Familien mit den Kindern sitzen jetzt in Teeran in der Falle und können nirgendwohin. Ja, das ist das Leiden heute und deshalb denke ich sozusagen, es gibt ganz ganz viel Leiden. Das was uns erwarten wird und was schon auch die Fluchtbewegungen ähm angekurbelt hat oder so, ist nur ein Teil. Die Sache ist komplex. Ja, und ich bin dankbar sozusagen für den ersten Abend, wo schon viel angesprochen worden ist, was der DM uns zur Verfügung stellt. Okay. Und dann auch was es an Initiativen gibt. Ja, wie gehe ich mit psychologischer Überforderung um? Okay. Und wir hatten am letzten Abend sozusagen Karun quasi lebendes Mitgefühl, handelndes Mitgefühl über Projekte, all das. Ja. Okay. Ähm, ich möchte heute quasi, wie ich und in all den Jahren auch meiner beruflichen Tätigkeit mit der mit dem direkten Kontakt mit wirklich Elend, ja, äh umgegangen bin. und was meine Praxis ist. Wenn ich sage äh ich sehe mich nicht als Aktivist oder als Umweltaktivist oder Menschenrechtsaktivist, heißt damit nichten, dass ich nichts tue. Aber ich kann sagen, ich von verherzen 24 Stunden, 7 Tage in der Woche Buddhist und Dharma übende, das kann ich sagen. Und das ist mir deshalb wichtig, weil das Geschenk des Dams und ich war viel politisch tätig früher, ja, im Rahmen einer Ideologie, ja, links von mir kam nur der nur noch die Wand und der Stein flog dahin, ja, mit Parolen macht euch macht kaputt, was euch kaputt macht und all diesen Dingen. Ja. Ähm, das mache ich nicht mehr. Das mache ich nicht mehr. Ja, und deshalb ist es mir wichtig, dass ich für mich hundertprozentig DA praktiziere 24 Stunden lang und daraus handel. Was ist das Geschenk? Nicht, dass ich es verwirklicht habe, aber ich habe verstanden, warum das so wichtig ist. Alles im Dame, es geht darum sozusagen um positive Geisteszustände, um den kreativen Geist zu entwickeln und daraus zu handeln. Ja, Handeln aus Liebe, ja, dann ist Handeln nicht anstrengend. Und darum habe ich diesen Talk gewidmet, bisschen komplizierter Name, der tausendarmige Avalokiteschwara gesehen und verstanden aus den Augen von Pranja Parmita. In der Ankündigung, jeder weiß, Avalet Teschwerer, auch der tausendarmige steht von handelndes Mitgefühl. Ja, für vielhandeln vielleicht. Das stelle ich in Frage. Okay. Und Prania Parametar sozusagen ist ja eigentlich waren Pranja Paramet die Weisheitsschriften. Das was wir immer in der Puja zitieren. Ja. ähm äh das Herzzutra, das Diamantzutra sozusagen zitieren wir, rezieren wir nicht, aber ist immer eine große Herausforderung, sich damit zu beschäftigen. Ja, wir probieren es zu durchdenken, würde ich sagen, na, das ist nicht der richtige Weg, gell? Und damit damit quasi die Weisheit zutrin und die Konzepte nicht nur Konzepte bleiben und rationalisiert durchdacht werden, lehren Idee und als Fluchtpunkt bleibt, ja, oder Aktionismus als Fluchtpunkt bleibt, ja, um wirklich dem Leiden nicht zu begegnen, ja, äh dafür möchte ich heute die Lanze brechen. Und da fange ich einfach an, wie in all den Jahren äh vor allen Dingen auch bei Triatner ähm meine Praxis war. Da beginne ich damit, wann ich bin ich denn dem tausendarmigen Avalokeschwarer das erste Mal begegnet. war im buddhistischen Zentrum in Berlin, buddhistisches Tor. Ja, es war noch eine Baustelle und Pranja Sahaja war damals sozusagen in Berlin gerade angekommen. Bei irgendeinem Feiertag stand da auf einmal auf dem Schrein der tausendarmige Avalo Kiteschwer und es gab eine Puja, so aus der Ferne habe ich ihn noch nicht richtig gesehen, ne? ähm gab es eine Pudja Opfergaben und ich war ihm ganz nah. Ich habe mich erschrocken, diesen 1000 Arme, dieser elf Köpfe. I was not amused. Ich war abgeschreckt. Das war meine erste Begegnung mit dem tausendarmigen Avalokeschwarer. Okay. Szenenwechsel, Pranja Parametar, wieder das buddhistische Tor in Berlin, wieder eine Puja, ja, wieder eine Opfergabe und deshalb ist mir dieses Bild so wichtig. Wem begegne ich da der Darstellung, der ganz traditionellen Darstellung von Pranja Paramet. Ja, also einer die Weisheitsutrin quasi, die verkörpert werden von einer Göttin. Das erste Mal habe ich da bewusst wahrgenommen, wow, keine 16-jährige Person. attraktiv, erotisch, bisschen androgn. Nein, da saß eine reife weise Frau. Sie saß da ja als Gestalt der Göttin. Und das ist das, was mich am Pranja Parameter über all die Jahre so fasziniert gehalten und inspiriert hat. Ja. Ja. wie sie da sitzt. Ja, das ist gelebtes Leben. Obwohl sowohl der tausendarmige Avalokiteschwarer als auch Pranja Paramet als göttliche Darstellung ja keine historischen Personen sind, wie der Buddha oder Patmasamba war, ja, sondern das sollen oder sind Darstellungen, die in dem Betrachter oder der Betrachterin etwas anrühren sollen. Ja, und es war besonders diese Reife, die mich bei der traditionellen Darstellung von Pranja Paramet, die hat resoniert. Ja, und die hat seitdem ja hat die habe ich diese Resonanz behalten können. Okay, das war die erste Begegnung mit Avalokiteschwara und mit Pranja Parameter im Laufe der Zeit. Ich habe um Ordination nachgesucht. Ich war im Training. Integration nahm zu. Ja, ich konnte so etwas ähnliches wie eine etwas robustere, freundliche, integrierte Haltung entwickeln. Okay, also das Ordinationstraining ist nicht an mir vorbeigegangen. Das Studium, das ist nicht an mir vorbeigegangen. Zweite Begegnung mit Avalokiteschwar. Die Malado, wir kennen es alle, Eingangsbereich, der tausendarmige Avalukiteschwer. Okay. Wow. Wow. Und es war in diesen zwei Wochenfr, wo auf einmal in der Meditation etwas anderes anfing. Auf einmal erwachte dieser Wunsch, ich möge eine Hand von diesem tausendarmigen Avaloki Teschwahrer werden und sei es nur eine Fingerkuppe. Das ist mein Wunsch, ne? Und da merkte ich sozusagen, okay, das würde ich sagen war effektive Zufluchtnahme. Jetzt war dieser Wunsch da und ich ja wusste, er war so stark da und dieser Wunsch ein Teil von diesem tausendarmigen zu verkörpern, ja, der hat mich dann geleitet. Das war der Paradigmenwechsel zum tausend tausendarmigen Abalokitchwara. Meine zweite intensive Begegnung, ich hatte noch viele. Ja, aber meine zweite intensive Begegnung mit Prania Paramita war auf meinem Ordinationsreten Akashawana 3 Monate. Ja, wir waren nach zwei Monaten waren wir ordiniert. Wir hatten noch einen Monat als äh also quasi äh unser erstes ähm Retreat in Akashawana in der Weite. Ja, hinter den Nebeln von Avalon tut sich ja Akashavana auf. Ja. So, okay. Da war ich dann schon um. Also, ich hatte schon eine Käa damals noch eine weiße. Okay. Wieder nach einer Puja. Okay, ich saß da, die anderen sind schon gegangen, ich habe meditiert und auf einmal war dieser Drang da, mich hinzuserfen und sagen, nimm mein Leben, ich gebe mich ganz. Okay. Und das war das meinte ich so. Nimm mein Leben, ich gebe mich ganz, verfüge über mich. Okay, ganz stark. Ich ging ins Bett und war erstmal eine Woche mit Home Feed krank. glaube, das nennt man spirituelle Krise. Ja, man gedacht, okay, habe ich den Mund etwas zu voll genommen. Ja, aber das gehört auch dazu. kenn im Laufe der Jahre, also nach meiner Ordination, ihr wisst ja, der tausendarmige Avalogara ist ein äh Symbol des Ordens, ja, ähm quasi um äh ein wohlwollende Kooperation zwischen uns Ordensmitgliedern oder so hervorzurufen. Okay. Mm. Aber in all den Jahren nach meiner Ordination merkte ich eine Spannung in mir. Ja, eine Spannung zum tausendarmigen Avalokeschwar auf der einen Seite und zu meinem erleben sozusagen Panja Parameter. Okay, irgendetwas war dann nicht mit mir im Reinen. Okay. Und die Spannung nahm zu. Sehr unangenehm, sehr unangenehm und ich habe mich dann genötigt gefühlt wegen dieser unangenehmen Spannung. Was habe ich an dem Bild des tausendarmigen Avaloket Schwarer nicht verstanden, was ist mir verborgen geblieben? Ich wusste 1000 Arme heißt nicht sozusagen mehr tun. Das konnte es nicht sein. Okay. Für mich nicht. Ja, was habe ich nicht verstanden? Ja, und je mehr ich mich mit dem tausendarmigen Avalokiteschwarer auch mit dem Bild beschäftigt habe, habe ich gemerkt, okay, ich habe mich in die äußere Fassade verliebt. Ich wollte der Drang dazu zu gehören, ein Teil zu sein. Ja, das reichte mir nicht. Ich habe es nicht verstanden. Okay. Das was erforderlich war, den Weg zu gehen und zu verstehen, ja, was ist dahinter? Was ist hinter der Fassade? Was ist Backstage los? Auf diese Party will ich eingeladen werden. Okay, ich war ganz klar sozusagen, ich muss gucken, was ist dahinter. Ja, und dann habe ich mir mal die Geschichte vom tausendarmigen Avalu Teschwarer genauer angeguckt. Was steht da eigentlich? Okay. Und die Geschichte kennt ihr alle, aber Lokiteschwara hat einen Gelüpte abgegeben. Ja, zum Wohle aller Wesen. Ja, ich werde alle Wesen in Tibet, ja, werde ich zur Erleuchtung führen. Okay. Und sollte ich von diesem Gelüpte, von diesem Wau, von diesem Eid Abstand nehmen, sollten wir Zweifel kommen, dann möge ich in 1000 Stücke zerspringen. Und dann hat er etwas gemacht. So ist die Geschichte nämlich. Er hat sich in Samadi versenkt. Zamadi des Mitgefühls, tiefen Mitgefühls auf dieser Bewusstseinsebene und hat probiert von dieser Bewusstseinsebene heraus die Wesen, den Wesen zu helfen, damit sie Erleuchtung erlangen. Okay, das hat er eine Zeit lang gemacht. Irgendwann hat er die Augen aufgemacht und hat gesagt, hat gesehen, nur ein Bruchteil hat er zur Erleuchtung geführt. War er hilfreich für die Befreiung, ein Bruchteil. Und es kamen tausende hinterher nach. Die Schreie konnte er gar nicht mehr ertragen. Ja, und dann, obwohl er doch schon so subtil auf einer Bewusstseinsebene gearbeitet hat des Mitgefühls, da kam ihm Zweifel, was soll das Ganze, was kann ich bewirken? Ja, das Elend, was er gesehen hat, sozusagen war ihm unerträglich. Die Zweifel waren da und jetzt trat ein. Ja, was er gesagt hat, was eintreten sollte. Möge ich dann, wenn diese Zweifel kommen, wenn ich aufgeben will, ja, möge ich in 1000 Teile zerspringen. Und in diesem schmerzhaften Prozess hat er dann noch mal Amitaber gerufen. Ja, und was passierte dann? Auch das habe ich übersehen. Amitaba kam, aber was machte er? Er setzte nicht den alten Avalokiteschwara zusammen, sondern er formte aus den tausend Teilen eine neue Form. Aha. Er formte eine neue Form. Das war nicht der alte. der eben 998 zusätzliche Arme und zehn Köpfe gekriegt hat. Es war eine neue Form. Ja, und an dieser ganzen Geschichte habe ich viel nicht verstanden und nicht gesehen. Erstens war eine neue Form und zweitens als Avalokiteschwara diesen Ei, dieses Gelüpte abgegeben hat, hat er es abgegeben und wusste nicht, was ihn erwartet. Er konnte sein Gelübte gar nicht erfüllen. Aussichtslos. Warum nicht? Das ist mir jetzt erst eingefallen und das gehört aber sozusagen zur ähm, dass ich aber Loti Teschwarer werden kann oder mich annäheren kann. Er hat das Gelüpte und der falschen Voraussetzung mit falschen Ansichten abgegeben. Was hat er gesagt? Ich rette oder helfe andere, ich und anderen. Das kann nicht funktionieren. Das kann nur ja der Zweifel oder sag mal das Zerspringen, die Krise, das Chaos ist damit angelegt, weil ich kann nicht alle anderen zur Erleuchtung ja bringen. geht nicht ja nicht auf dieser gleichen Ebene und deshalb musste er zerspringen. Sadu, er musste scheitern, Sadu. Er musste sozusagen äh diesen Wachen. Sadu, das ist sozusagen, was diese Geschichte mir sagt. Okay. M und die Arbeit, die ich jetzt gemacht habe, ja, in all dieser Arbeit, das nämlich dieses dieses Auseinanderbrechen, ja, das ist das, wo ich sage, okay, in meinem Empfinden, das war ein Symbol in dieser Geschichte von Lehrheit. Ja, und es ist was Neues daraus entstanden, ein ganz neuer Ansatz, eine ganz neue Form. Ja. Und das was mich beschäftigt hat in Folge ist, okay, wo finde ich diese Erfahrung in meinem Leben? Wo finde ich sie? Darum ging es mir. Okay. Eins kann ich sagen, als ich damals im Rahmen der Ordination oder überhaupt in meiner Selbstverpflichtung sozusagen den Bodysatverwa Weg zu gehen, ja, habe ich diesen Wau abgegeben. Ich wusste nicht, was ich tue. Ich hatte keine Vorstellung. wusste nicht, was das heißt. Ja, ich fand das super, aber ich hatte keine Ahnung, was das letztendlich heißt. Ja, und was das bedeutet. Darum konnte ich nur daran scheitern. Sadu, Sadu, kann ich dazu nur sagen. Und das war schmerzhaft. Das war total schmerzhaft, weil ich habe probiert auf der gleichen Ebene alle Wesen einschließlich mich zu retten oder zu helfen und das hat nicht geklappt. Hä? Und ich will nur zwei Situationen in meinem Leben sagen, wo ich sagen kann, ja, auch bei diesem Zerspringen und es entsteht was Neues, auch das kann ich in meinem Leben, in meinem Prozess kann ich erkennen, was da so lustig war mit Pranja Paramet und eine Woche Fieber, hohes Fieber und Kotzen, das ist nur eins. Ja, aber ich hatte es auch zum anderen. Ich hatte es z.B. dieser Irrtum ähm ich war noch etwas jünger oder so, meine Mutter krank, Krebs, Darmkrebs. Ich weiß nicht, was ihr wisst, was mit einem Menschen passiert, der Darmkrebs hat, der verhungert und verdurstet über Monate. Okay. So. Und ich und meine Brüder, wir haben eine Mutter gepflegt. Okay, ich habe manchmal dieses äh ich weiß nicht, die älteren unter euch kennt ja die Bilder noch von Bafra, ja, wo man dieses Häufchen packt, ja, ganz vorsichtig sein muss, weil die Haut scheuert schon am Knochen. In die Badewanne waschen, wieder beten oder sowas. Ja. und weiß sozusagen meine Mutter, sie würde so gerne mal wieder was im Mund haben, ein Eis und schlucken, aber das kann sie nicht. Ja. Und ihr da Erleichterung über alle Monate oder sowas haben wir sie gepflegt. Ja. Und an tief in diesem Elend zu sein. Ja. Und ich habe mir immer gedacht, ich würde mein Leben dafür geben, wenn du weiterleben könntest. Ja, so tief war ich darin verwen. Ja, ich würde dich gerne retten. Ja, und als sie dann gestorben war, ja, hatte ich Wochen später immer noch Träume, ja, indem ich den Berg raufgelaufen bin, quasi in unser Haus und wollte meine Mutter retten und ich wusste, es ging nicht. Ich bin gescheitert. Ich hatte eine falsche Ansicht. Ich kann nicht für sie sterben. Ich kann ihr Leiden nicht abnehmen. Eine falsche Ansicht. Ich und du. Okay, das funktioniert nicht. Es war die Hölle. Es war tief dunkel. Okay. Zersprang. Aber was passierte anders als erwartet? Ja, es war schmerzhaft, ja, es war dunkel, aber nach diesem freien Fall, wo ich mich an nichts mehr festhalten konnte, wo mir die Kraft zum Greifen fehlte, ja, fährt auf einmal Ruhe ein. Ja, und das würde ich sagen, da war eine Erfahrung von ja Lehrheit. Ja, das war nicht mehr das Konzept, ja, sondern das war eine Erfahrung. Und das Wunderbare war, was passierte dann? Dann kam etwas auf sozusagen, wo ich sagen würde, ja, das war Liebe oder Metter, wie wir es auch mal bezeichnen würden. Aber das Besondere war in dieser Erfahrung, dieses Meter brauchte kein Objekt. Wie unglaublich ist das. Dieses Mter brauchte kein Objekt. Ja, das hatte diese Weite. Das war eine Erfahrung. Natürlich war in der Folgezeit und ich hatte daran kann ich mich heute noch erinnern, ja, in diesem Zustand hatte ich nicht das Gefühl, ich müsste nach dem alten wieder greifen, das Alte wieder aufbauen. Ja, es ereignete sich was Neues, es bildete sich eine neue Form und selbstverständlich war das nicht Stromeintritt. Das war natürlich nicht von Dauer, weil natürlich im Laufe der Zeit soweit war und bin ich heute noch nicht, haben sich natürlich wieder alte Gewohnheiten hochgespült. Ja, ich blieb natürlich im System. Ja, aber was ich weiß, dass da anfing, sich Furchtlosigkeit mehr und mehr bei mir zu fin äh zu manifestieren. Ein anderes Erlebnis. Ja. Ich war echt Rechtsanwälte und war eben sozusagen spezialisiert mit Flüchtlingen und Migration Migranten zu arbeiten. Okay, da war viel Elend, das kann man sich nicht vorstellen. Ja, äh das war unglaublich viel Elend. Ja. Und wieder sozusagen habe ich genau das gleiche gemacht. Ja, ich habe für diese Menschen gekämpft, weil ich sie retten wollte. Meine Energie, meine Aversion, mein Hass ging gegen die Behörde, die Ausländerbehörde, die Regierung, die die die und ich hatte so viel Energie, so viel Hass und so viel Aversion. Ja, natürlich, ich habe viel gerettet, ich habe Berge versetzt. Ja, würde ich so sagen. Aber ich bin auch aufrecht untergegangen. Ja, weil eins konnte ich irgendwann nicht mehr. Ja, nach so viel Jahrzehnten in dieser Arbeit, ich konnte nicht mehr die Vergewaltigung hören von Männern und Frauen. Ich konnte nicht mehr sozusagen den Abtransport oder das Abfang auf den Flucht äh Wegen von Kindern in die Prostitution hören. Ich konnte nicht mehr die Folter hören und nicht mehr den Sklavenhandel, ja, in der Libbischen Lüweste, den Weg, den die Leute nehmen mussten. Ich konnte es nicht mehr hören. Ja, auch da wieder dieses Konzept, diese Vorstellen, ich rette die anderen, ich setze mich für das Gute ein, hat nicht funktioniert. Burnout, ich war ausgebrannt. Ja, mir fehlte die Kraft. Ich konnte nichts mehr festhalten. Auch nicht das, was mein Lebenserwarb war. Anwältin sein in dieser Sparte war meine Berufung. Ich hatte ein Büro. Ich war wer. Was dann? Mir fiel die Kraft zum Halten, zum Festhalten. Es war dunkel. die Krisen, ja, Selbstmordgedanken, Depression, alles was da drin, es war richtig schön dunkel. Okay. Und wenn dann nichts mehr bleibt zu halten, der freie Fall nach unten, die Ruhe, die Stille, da ist nichts mehr, was verteidigt werden muss. Auch da würde ich sagen, wieder, es war Lehrheit und es passierte genau wieder das gleiche. Aus dieser Lehrheit war meine Erfahrung eine Liebe, die kein Objekt braucht, die sich auf nichts und irgendetwas wenden muss. Ja, das war Freiheit. Okay. Und seitdem muss ich sagen, kann ich bei mir feststellen eine Furchtlosigkeit. Ja, und auch das würde ich sagen ist in der G