Das theologische Zentrum des Christentums, das Kreuz, ist keine Heldenstory, sondern eine Geschichte des Scheiterns, die uns ermutigt, unsere eigenen Versagen und Brüche als authentischen Teil unserer Identität anzuerkennen und zu teilen.
Der Text ist ein Podcast-Transkript, das sich mit der Konstruktion persönlicher Narrative und der Rolle von Scheitern in der Selbstdarstellung befasst. Die Sprecherinnen und der Sprecher reflektieren, wie sie in Bewerbungen und sozialen Kontexten Fassaden aufbauen und unerwünschte Aspekte ihres Lebens ausblenden. Sie verweisen auf das Konzept der 'Fuck-up Stories', um zu zeigen, dass das Teilen von Misserfolgen Gemeinschaft stiftet und Authentizität fördert. Im theologischen Zentrum steht die Kreuzesgeschichte Jesu, die als radikales Scheitern und das Gegenteil einer klassischen Heldenepos-Handlung interpretiert wird. Die Auferstehung wird nicht als Rettung vor dem Scheitern, sondern als Tragfähigkeit dieses Scheitens verstanden. Der Text ermutigt die Zuhörer, ihre eigenen Geschichten des Versagens anzuerkennen und sie als Teil ihrer Identität zu integrieren, statt sie zu verbergen.
Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
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Gut, herzlich willkommen zu unserem, diese Region Advents Podcast. Diese Jahr sprechen wir zum Thema Geschichten und wie wir sie erzählen. Und in der heutigen Folge möchten wir über unsere eigene Geschichte nachdenken und wie wir unsere eigene Geschichte erzählen. Genau, also was sind die Punkte, die wir sagen? Was ist vielleicht auch das, worüber wir selbst schweigen? Weil das für uns irgendwie nicht passt in unser Bild von uns selbst, was wir abgeben wollen. Und wie wir auch vielleicht Dinge interpretieren. Das ist ja auch spannend. Also wie schauen wir oft das, was unser Leben ausgemacht hat und was nehmen wir daraus mit? Also herzlich willkommen in diesem Podcast zum zweiten Advent mit Angelina Viel und Daniel Strecker. Dann starten wir gleich hart rein, Angelina. Sag doch mal, eine Geschichte deines Lebens. Eine Geschichte meines Lebens, ich glaube, da gibt es viele Geschichten zu erzählen. Und interessanterweise musste ich das ja auch für meine Stipendienbewerbungen. Dort musste ich einen ausführlichen Lebenslauf über mich schreiben, drei Seiten lang. Und dann habe ich mir natürlich auch die Frage gestellt, so was ist eine Geschichte, die ich erzählen will und wie passt mein ganzes Leben auf drei Seiten. Und was ich noch schlimmer finde, sind diese Vorstellungsrunden. So erzählen drei Sätzen etwas zu dir. Und also ich weiß nicht, wie es dir dabei geht, aber ich sage dann immer mein Namen und dann höre ich auf. Ja, was ist interessant, was würde man über sich erzählen? Es gibt auch so eine Spielform, wo man sich selbst vorstellen muss. Finde ich auch ganz interessant, muss man neben den Stuhl treten, da muss man sagen, hier sitzt XY. Finde ich ganz spannend, ich habe das auch immer mal mit Gruppen gemacht, weil das einen so herrlich aus der Fassung bringt, weil man dann über sich selbst reden muss und nicht nur von sich selbst. Das macht das Ganze noch komplizierter. Du hast jetzt eben erzählt von deiner Bewerbung für Stipendien. Erst mal alles Gute dafür. Ich bin mir sicher, dass du das schaffst. Und das andere ist, ich musste für mein Theologiestudium. Als ich das angefangen habe, habe ich mich bei meiner Landeskirche gemeldet und ich musste handschriftlich. Irgendwie habe ich drei Seiten zusammengeschrieben, warum ich Fahrer werden will und warum ich Theologiestudiere. Und das war genau das, was du gesagt hast, wo man dann echt überlegt, welche Geschichte passt jetzt da irgendwie auch total gut rein. Und meine eigentliche Geschichte war, ich habe gerade Geschirr abgespült und habe gesagt, Mensch Theologie wäre eigentlich eine gute Idee. Das war eigentlich hardcore die Entscheidung, wenn man sich das mal überlegt, warum ich Fahrer geworden bin. Es war einfach eine Entscheidung, natürlich ging dir ein bisschen was voraus in Gespräche und Situationen. Aber das habe ich aber dann natürlich überhaupt nicht reingeschrieben, weil das hätte irgendwie total komisch geklungen. Sondern dann habe ich ihm gesagt, ja, ich habe das Gespräch geführt und diese Begegnungen gehabt. Aber so ist das manchmal. Also man erzählt oder schreibt ja dann auch das, was der Erwartungshorizont irgendwie hergibt. Ja, und das ist spannend, vor allem weil es ja auch manchmal unterschiedliche Erwartungshorizonte sind. So bei meinen Stipendien als Beispiel, ich hatte einen oder ich habe mich auf ein kirchliches beworben und ein gesellschaftliches. Und dort war natürlich schon irgendwie eine gewisse Narrativverschiebung. So beim Kirchlichen habe ich natürlich den Fokus auf Kirche gesetzt, was ich in der Kirche gemacht habe, hier der freiwilligen Dienst. Und beim gesellschaftlichen habe ich das auch erwähnt, aber jetzt nicht in so einem breiten Ausmaß, da habe ich dann eher andere Dinge erwähnte wie keine Ahnung, Schülerzeitung, Wettbewerbe und so was. Also das ist ja dann auch spannend. Also in welchem Kontext erzähle ich welche Geschichte? Das kann sich dann ja auch noch mal ändern. Ja klar. Also allein wenn wir jetzt überlegen, also in der Bewerbung versuchst du irgendwie das Coole irgendwie raus zu erhauen, also wie auch bei deiner Stipendienbewerbung, aber auch wenn du dich auf eine Arbeitsstelle bewirbst, erzählst du ja auch erst mal das, was irgendwie gut ist. Und klar auch im privaten Kontext ist es was ganz anderes. Wenn du dich jemand vorstellst oder einfach zu einer Veranstaltung kommst, ich finde es dann schwierig, wenn du nicht genau weißt, wo du bist und was das für Leute sind, die dich umgeben. Ich finde das verunsichert einen dann ziemlich. Ich fand es aber bei einer Bewerbenmarschspannung, dass jemand ganz offen gesagt hat, dass er krank ist, dass er echt eine schwierige Krankheit hat und trotzdem sich bewirbt. Und gesagt hat also wenn er mich einstellt, dann kriegt er mich so mit dem wie ich bin. Und ich habe eben diese Krankheit, die gehört zu mir. Und das fand ich eigentlich extrem krass, weil man das eigentlich nicht matten würde. Aber ich fand es irgendwie erfrischend und auch gut und ehrlich. Und habe gedacht, es ist doch viel besser und nicht so viel Fake und Fassade zu haben. Wie siehst du das mit Fassadebauen, auch in deinen Kontexten, wo du unterwegs bist, jetzt im Studium oder? Ja, es ist spannend, weil du hast das Beispiel von der Bewerbung gebracht. Am Anfang ist man ja immer vorsichtiger und baut so eine Fassade und so ein Selbstbild, wo man sich ja irgendwie als perfekt inszeniert oder so perfekt wie möglich. Klar, manchmal wird dann auch gefragt, was in ihre Schwächen war. Also ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich sage dort jetzt nicht meine krassen Schwächen, weil ich dann wüsste, das wäre dann vorbei an dieser Stelle. Also klar, da baut man dann irgendwie eine Fassade auf und präsentierte sich eben irgendwie im bestmöglichen Licht. Diese Fassade bröckelt aber nach einer Zeit. Man kann die irgendwie nicht immer aufrechterhalten. Also wenn ich jetzt in meinen Studium schaue, so klar am Anfang, als ich die anderen kennengelernt habe, auch gerade die Professoren. Also was ich mir angeeignet habe, ist irgendwie immer, wenn ich hier Professorin oder auch damals Lehrer das erste Mal treffe, versuche ich mich, ich versuche dann nicht irgendwie ein Jogginghose zu kommen, sondern irgendwie schon einigermaßen hemmt, einigermaßen ordentlich, einfach für einen positiven ersten Eindruck, weil den kriegt man ja auch nicht wieder. Aber klar, das hält man ja nicht das ganze Semester oder Schuljahr durch. Aber je mehr man sich auch kennenlernt, desto egaler wird es ja auch irgendwie. So klar, man hat irgendwie einen ersten Eindruck. Aber der schwindet dann ja auch nach einer Zeit so, je besser man sich kennenlernt. Aber ich meine, was dort natürlich auch krass ist, wenn wir auf Social Media schauen und dort irgendwie diese Selbstinszenierung jetzt von Personen, aber auch von Institutionen, wie die sich eben präsentieren. Und ich meine, ich mache den Instagram-Account der Gemeinde ein bisschen. Und auch schaue ich natürlich auch. Okay, was für Veranstaltungen veröffentliche ich? Wie präsentiere ich irgendwie die Kirche, dass sie für andere irgendwie auch interessant wirkt? Ich muss bei Bewerbungen ganz häufig an meine Freunde in Konni denken. Ich weiß nicht, ob du das Kinderbuch kennst, diese Folge, vielleicht auch nicht. Also, Konni ist einfach das perfekte Kind. Also, die macht einfach alles immer richtig. Auch wenn ihre Eltern irgendwie Probleme haben, dann kann sie das eigentlich besser, obwohl die da, glaube ich, vier oder fünf ist in den meisten Büchern. Du kannst auch groß werden mit Konni. Aber Konni hat ihr Leben immer im Griff und ich glaube, die hätte wirklich den perfekten Lebenslauf, wenn man sich den anguckt. Und dann denke ich aber manchmal ist mir das auch irgendwie zu glatt. Und wir haben auch schon mal überlegt, welche Folgen von Konni müsste es eigentlich noch geben, die man ausdenken müsste. Also, ja, also Konni in der Pubertät oder eben solche Dinge, wo dann Fragen aufkommen oder oder oder Konni läuft weg von zu Hause. Sowas gibt es dann nicht, aber das macht es dann manchmal auch ein bisschen unnahbar, dass man das, dass man bei den Geschichten denkt, also ist es aber doch nicht. Also, als Kind machst du eben auch Mist und wie gehst du damit um? Und das finde ich eben für heute nochmal eine spannende Frage. Wie gehen wir eigentlich mit Schaltern um? Also, wie gehen wir mit den Stories um, mit den Momenten in unserem Leben, wo es nicht so läuft? Ich finde da natürlich irgendwie das Kreuz auch spannend. Also, Jesus Tod am Kreuz, wo Leute ja dann auch so Comics gezeichnet haben. Ganz frühen Comic gibt es dazu. Also wirklich so eine so eine einfache Strichzeichnung und dann steht darunter, dass jemand einen Esel anbetet, weil der Esel, der hängt halt am Kreuz. Und wo man halt sieht, klar, dieser Kreuz ist Tod von Jesus, der war auch irgendwie lächerlich und der war auch für viele Leute damals. Also, die Jünger haben da so drauf gehofft und alle, die Jesus gefolgt sind. Und plötzlich hängt er da am Kreuz, was auf den du alle deine Hoffnung setzt. Das war für viele lächerlich oder auch, dass man jemand nachfolgt oder an den Glauben, der wie ein Affe am Kreuz gestorben ist oder wie ein Esel am Kreuz gestorben ist. Also, echt ein krasses Narrativ, an das wir uns anhängen. Ja, weil es vor allem das Gegenteil einer Helmgeschichte. Du hast ja gesagt, alle haben damals ihre Hoffnung auf Jesus als Messias gesetzt, der der Israel von den Römern befreien soll und endlich ein neues Zeitalter beginnt. Aber am Ende des Tages, wie du gesagt hast, er wurde festgenommen, gefoltert und gekreuzigt und hat nichts gemacht. Er hat ja einfach da rumgehangen. Ja, aber klar, es ist irgendwie schon krass, so jemand, auf den du deine Hoffnung entsetzt und der stirbt irgendwie vor deinen Augen und damit auch irgendwie die Hoffnung, die du gabst. Deswegen und ich meine, in der Helmgeschichte stellen wir uns vor und haben die Menschen sicher damals vorgestellt, er kommen mit dem Schwert und besieg die Römer. Und wie das Ganze ausgegangen ist, ist das eigentlich eine komplette, anti-Hellen Story. Ja, und klar, wenn du jetzt überlegst so Marvel oder keine Ahnung oder in welchen Heldenuniversum du unterwegs bist, aber natürlich, da müsste man eigentlich die Engel kommen. Im letzten Moment irgendwie so, es gibt noch einen epischen Dialog am Ende, wo der Bösewicht irgendwie fast triumphiert und dann passiert irgendwie was und BAM, es schlägt nochmal um und irgendwie wird die Situation gerettet. Und Jesus stirbt aber, also die Geschichte wird da auch bis dahin erzählt. Und ich finde es nochmal wichtig, diese Geschichte auch vielleicht als eine Geschichte des Scheiterns wahrzunehmen. Natürlich kann man sagen, es geht dann weiter und es gibt dann doch noch irgendwie die Überraschung der Aufwärtsstehung und das Wunder der Aufwärtsstehung. Aber in dem Moment zerbricht auch ganz viel und ich finde, Jesus trägt auch das. Also wo wir immer sagen, er trägt unsere Sünden, aber ich finde, er trägt auch viel Scheitern in sich an dieser Stelle. Und es ist auch nicht nur eine Helden Situation, die da tatsächlich passiert. Ich weiß nicht, ob du das Konzept kennst, aber es gibt so Fuck-up Stories und Fuck-up Knights, also Fuck-up, also wirklich, wo man sich hinstellt und dann wirklich Geschichten des Scheiterns erzählt und miteinander teilt und nicht im Sinne von wow, das war total gut. Und daraus habe ich folgendes gelernt, sind dann wirklich Situationen, die die Hose gegangen sind, um das zu erzählen. Und ich habe mal die Geschichte gehört, wie das entstanden ist, dass ein Prof eine Kollegin hatte und die hat einen Job an der Uni nicht bekommen, hat einen Ruf an eine Stelle nicht bekommen und war dann total niedergeschlagen und hat sich gefühlt, als ob sie die Einzige wäre, der das passiert ist. Und der Kollege hat dann, um sie aufzubauen, hatte sich hingesetzt und hat wirklich alles aufgeschrieben, alle Jobs, die er nicht bekommen hat, alle Paper, also alle, alle wissenschaftlichen Arbeiten, die geschrieben hat, die abgelehnt wurden, alle Artikel, die abgelehnt wurden und hat wirklich auch mal akademisch sozusagen, was ja auch eine relativ kleine Welt ist, sage ich mal, wo man irgendwie zeigt, was man hat in seinem Lebenslaufen, was man geschafft hat, was man veröffentlicht hat. Und um sie zu trösten, hat er einfach mal alles aufgeschrieben, was nicht geklappt hat. Und das war, glaube ich, auch ein cooler Moment für ihn, aber insgesamt, so einen Moment mal das einzugestehen zu sagen, das gehört eben dazu. Und das gehört auch zu mir, auch dieses wirklich gnadenlose Scheitern. Ich weiß nicht, gibt es eine Story, irgendwie gibt es, gibt es eine Fuck-Up-Story, irgendwie aus deinem Leben, wo du einfach sagst, komm, das war wirklich komplett irgendwie panne oder peinlich und ich kann das trotzdem irgendwie tragen, also nicht wirklich, ne, ich bin da auf die Nase gefallen und dann hab ich den Bus verpasst und dann hab ich dadurch irgendwie jemand anders kennen gelernt oder weiß ich nicht, gibt es eine Story, wo einfach es misst gelaufen ist? Ja, ich meine, ich glaube, da gibt es viele, viele Stories. Also ich meine, klar, ich könnte auch Stories erzählen, wo ich hier gegen die Glassehtür gelaufen bin und erst mal mir was auf die Nase geholt habe, einfach aus Dummheit. Aber klar, ich meine, du kennst Milch, ich hab mich ja, ich bin ja immer sehr projektbezogen und bewerb mich da ja auch auf viele Sachen und ist ja klar, dass ich nicht übergenommen werde. Ich meine, ich hab mich beim UN-Jugendeligier da beworben, weil ich richtig Bock hatte, das zu machen, irgendwie in Schulen zu gehen, Workshop zu halten, auch nach New York zu UN-Generaleversammlung zu fahren und dort wurde ich auch nicht genommen. Ich meine, klar, ich kann sagen so, ich habe einfach wenige Erfahrungen im Bereich von den Nationen, aber das ist klar, war das irgendwie enttäuscht. Und so wo du es erzählt hast, muss ich auch eine Story aus der 6. Klasse, glaube ich, denken. Ich habe seit der Grundschule für mein Leben gerne Kurzgeschichten geschrieben oder auch längere Geschichten. Und ich habe dann einmal bei einem Literaturwettbewerb teilgenommen. Cool. Und wo ich richtig, richtig Lust darauf hatte und wo ich mir wirklich Mühe gegeben habe, also und die Story war dann irgendwie so eine Krimi Story mit FBI und CIA. Also komplett, komplett interessant für eine 6-Klässlerin auf jeden Fall. Und ich wurde dann abgelehnt. Meine Geschichte hat es dann nicht geschafft in so eine Sammelwerke mit anderen Geschichten, aber eine Mitschilüche von mir. Und ich war dann bei der Preisverlänger trotzdem dabei, war in der Stadtbücherei, ich wollte mir einfach mal anschauen. Vor allem wollte ich auch die anderen Geschichten irgendwie lesen. Weil ich meine, klar, meine Geschichte war komplett alt, nicht bezogen, sondern halt wirklich eher so plus 15, 16 Jahre. Aber ich fand die einfach gut, weil es mal was anderes war. Und dann lese ich die anderen Geschichten. Das war alles irgendwie so, ja, der verliebt sich in die eine und es ist schwierig oder er hat Schwierigkeiten, sich zu outen oder so was. Und es war halt alles irgendwie vom Genre her ungefähr das Gleiche. Ich habe es gelesen, ich war einfach nur so, warum? Also, weil ich es einfach auch nicht verstanden habe. Und ich glaube, das ist manchmal schwierig irgendwie, wenn du mit Scheitern umgehen willst, einfach dieses Verstehen. Und wenn ich irgendwo Scheiter bei UN-Jungen delegiert habe, ich es verstanden, warum ich nicht genommen wurde. Wenn wir beim Beispiel der Tourwettbewerb bleiben, und ich glaube, es gibt noch tausend andere Geschichten, so dort war einfach das Problem, weil ich es nicht verstanden habe. Ich habe jetzt nicht verstanden, warum meine Geschichte schlechter war als die anderen. Und warum irgendwie die anderen Stories, die für mich irgendwie total eintönig und langweilig waren, irgendwie besser waren als meine, die irgendwie noch einen krassen Plot-Tourist hatte, der einen FBI-Agent war, dann war dann ein Verräter und hat den anderen verraten an die Terroristen und keine Ahnung. Und ja, also das war dann schon relativ schwer für mich, weil ich einfach nicht verstanden habe, warum ich jetzt dort gescheitert bin. Ja, ich glaube, die Menanz halten auch einen ganz wichtigen Punkt. Das nachvollziehen zu können. Und ich glaube, bei einer Jury ist man immer von Dingen abhängig, wo man nicht irgendwie dahinter schauen kann. Und das ist manchmal doch viel mit einem persönlichem Macht. Ich hatte mich aber bei Voice of Germany tatsächlich beworben, habe ich dir auch mal erzählt und war hier in Frankfurt, das war ja noch in Nordhessen, schon Fahrer und fand es irgendwie mal. Ich hatte Zeit in der Zeit, Elternzeiten. Bin dann hierher gefahren und habe gesagt, ich mache das einfach mal als Spaß. Und habe mich dann vorbereitet. Man muss dann a ca. 30 Sekunden irgendwie was wingen. Und es war ein Hotel und ich fand es war super angespannt und auch keine besonders angenehme Atmosphäre und würde ich auch sagen, ein bisschen oberflächlich. Hat aber natürlich auch was damit zu tun, dass ich nicht weitergekommen bin. Ich bin ja nicht langlos in der Erste Runde rausgeflogen, wo 30 Menschen in diesem Raum waren und diese 30 Sekunden irgendwie was gesungen haben. Und wie du auch gesagt hast, mir war überhaupt nicht klar, an welchen Kriterien sich das bemisst. Und ich fand manches gut und manches schlecht und ich selbst habe auch nicht so performt, ich hatte plötzlich voll den Blackout und da musste kurz überlegen, wie ich heiße und was ich eigentlich singen will. Ja, das war schon krass, weil ich dachte, ja, total easy. Ich bin da einfach und ich war überhaupt nicht easy. Ich war irgendwie ziemlich krampfig. Und auch als ich da rausgeflogen bin, hat mich das eigentlich auch ziemlich runtergedrückt. Also das hat mich so überrascht. Weißt du, ich habe sogar gesagt, ich mache es zum Spaß und habe es auch jedem so gesagt. Und dann war das Gefühl, dazu scheitern irgendwie doch Scheiße. Also am Ende und bin da auch ziemlich, weiß ich, ziemlich benebelt rausgegangen. Klar, da war irgendwie jemand, der sich die Musik angehört hat und irgendjemand von dieser Produktionsfirma, der so ein bisschen auf die Wirkung geachtet hat. Klar, und dann fängst du an und dann ratterts. Und dann fragst du dich, worum ging es hier eigentlich und warum hat das nicht, war das nicht gut genug? Und eben auch dieses Gefühl irgendwie nicht gut genug zu sein ist ein Scheißgefühl. Aber ich meine, wir beide haben uns in dem Fall völlig freiwillig in so eine Situation begeben, was ich meine, da ging es jetzt irgendwie um eine Beteiligung und irgendwas, was man erreichen kann. Und trotzdem irgendwie will man es dann irgendwie schaffen. Ich weiß nicht, sind das aber sind das Geschichten, die du normalerweise erzählst? Tatsächlich eher weniger. Also und ich meine klar, so gerade wenn man irgendwie scheitert, es ist natürlich schon schwer, irgendwie es auch anderen zu sagen. Ich meine klar, wenn ich jetzt gefragt worden wäre damals so ja, wie sieht es aus? Und auch mit den Jugendeligierten. Hast ja auch nachgefragt, wie ist damit außer? Und dann habe ich auch eigentlich kein Problem damit zu sagen, so ja, hat halt nicht geklappt. Das Problem ist ja häufig auch irgendwie, wenn man mit Erwartungen reingeht. Weil ich glaube, selbst wenn man gar nicht mit Erwartungen reingeht, hat man sie trotzdem. Und ich meine klar, so ich hatte meine Erwartungen bei der Geschichte, dass sie irgendwie doch ganz gut ist und dass wenn die nicht gut ist, dass die anderen auf jeden Fall 1000 mal besser sind. Und ich meine, du wirst auch irgendwie wenigstens unterbewusst mit Erwartungen reingegangen sein. Da komme ich doch weiter. Ja, und ich glaube, das ist auch das war so, als ich wirklich so so ein Teenie war oder so. Da war das ganz häufig in meinem Kopf. Nur war ich sonst was und habe sonst was geschafft. Ich konnte super schlecht Fußball spielen, aber wenn irgendwie Weltmeister geworden und so Geschichten, was man sich